Bizarr: Iranisches Regime bezeichnet Saudi-Herrscher als „Judenfamilie“

Von | 9. Februar 2016

„Nach dem Deal hat das Regime seine antisemitische Politik und seinen Judenhass in den staatlichen Medien und bei öffentlichen Veranstaltungen intensiviert. Statt der Parole Khomeinis, dass ‚die Eroberung von Quds (Jerusalem) über Kerbala im Irak‘ führen würde, wird nun propagiert: „Der Weg nach Jerusalem führt über Mekka und Medina in Saudi Arabien“. Das Regime bezeichnet die saudi-arabischen Herrscher als ‚Juden-Familie‘, die die Wurzel aller internationalen Probleme und für alle Widerlichkeiten des zionistischen Israels verantwortlich seien. Es wird verbreitet,… ” (weiter hier)

13 Gedanken zu „Bizarr: Iranisches Regime bezeichnet Saudi-Herrscher als „Judenfamilie“

  1. Thomas Holzer

    “………die Welt vor Israel gerettet würde”

    Dümmer geht es immer; ich möchte auf jeden Fall NICHT von den Iranern vor Israel gerettet werden; auch von niemand anderem!

    Die Tragik ist halt, daß leider sehr, sehr viele “Menschen” diesen Schwachsinn auch noch glauben, und! dementsprechend “handeln”

  2. Rado

    Wie war das mit den biblischen 12 Stämmen Israels? Könnte sogar stimmen.

  3. Fragolin

    Das wirklich sarkastische ist ja, dass die Moslems mit ihrer hasszerfessenen Kriegsideologie sich hauptsächlich selbst zerfleischen.
    Nun, zynisch gesagt, uns soll es recht sein…

  4. Selbstdenker

    Teheran gegen Riad – das ist “brontal”.

  5. Mona Rieboldt

    Die Iraner sind fast alle Schiiten, Saudi-Arabien sind Sunniten. Saudi-Arabien hat vor kurzem 47 Leute hinrichten lassen, darunter einen bekannten schiitischen Geistlichen, was Iran erzürnte. Nach Demos in Teheran vor der Botschaft Saudi-Arabiens haben die Saudis die diplomatischen Beziehungen zu Iran abgebrochen und mit ihnen Staaten, die sich den Saudis verbündet fühlen.

    Das Dilemma, die Saudis haben Mekka und Medina, da pilgern auch gern Iraner hin. Jetzt hetzen halt die Iraner gegen das Königshaus der Saudis, weil die bei vielen auch nicht so beliebt sind.

  6. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Hinzu kommt; wenn es innen auch nicht so richtig läuft, dann “brauchen” halt viele Politikerdarsteller einen Außenfeind, um die Bevölkerung auf andere Gedanken zu bringen.
    Das übliche Spiel, seit Jahrtausenden

  7. Franz-Michael Göth

    Es stimmt. Weniger Bla Bla und ein bißchen mehr Genealogie.
    Aber Fakten sind nicht immer angenehm.
    Außerdem sind die Perser keine Araber (Semiten) sondern Indoeuropäer, welches sich auch auf Grund Ihrer Wirtschaftsleistung manifestiert. Sie haben nämlich eine eigene gute Industrie. Ist mir von Saudi Arabien und ähnlichen nich bekannt.

    Hochachtungsvoll

    F-M

  8. astuga

    Iraner betrachten sich eben nicht nur als shiitische Muslime, sondern auch als Perser (selbst wenn viele in Wahrheit Türken sind, Azeris etwa).

    Aus deren Sicht sind Araber rückständige Barbaren und natürlich Semiten.
    Darum gibt’s ja im Iran seit jeher eine große Affinität zum Antisemitismus.
    Letztlich ist der Iran ein in sich kulturell zerrissenes Land mit vielen Widersprüchen und schlecht verarbeiteten historischen Kränkungen (von den muslimischen Arabern erobert, von den Türken erobert, Spielball der Briten und der USA gewesen).

  9. Mona Rieboldt

    @Thomas Holzer
    Im Iran läuft es durchaus gut. Nachdem es keine Sanktionen mehr gibt, geht es ihnen wieder viel besser. Sie kommen an viel Geld und USA und EU, Deutschland möchten mit ihnen gute Geschäfte machen. Iran kann jetzt auch aufrüsten, das Geld haben sie. Dass es jetzt gerade gegen das saudische Königshaus geht, hat schon den Grund, wie ich es oben geschrieben habe. Und Schiiten konnten sich noch nie gut mit Sunniten.

  10. astuga

    @Franz-Michael Göth
    Ein wenig Industrie haben die Saudis schon im eigenen Land.
    Etwa die Lizenzproduktion deutscher Schusswaffen…

    Aber vor allem haben die Saudis auch große Anteil internationaler Konzerne.
    Was das iranische Regime wiederum nicht besitzt.
    Und natürlich hat auch der Iran keine wirklich herzeigbare Industrieproduktion, weder an Menge noch an Qualität oder Innovation.
    Selbst die Erdölraffinerien sind veraltet.
    Gerade deshalb wittern ja viele ein gutes Geschäft, wegen des großen Nachholbedarfs.
    Aber das kann sich in wenigen Jahren wieder als Flop herausstellen, und als Schuss ins Knie.

  11. astuga

    Nachsatz: die hören ja nicht plötzlich auf Extremisten zu sein, nur weil das die anderen erhoffen.

  12. Fragolin

    @astuga
    “Nachsatz: die hören ja nicht plötzlich auf Extremisten zu sein, nur weil das die anderen erhoffen.”
    Ausgerechnet die Politik, die uns ständig versucht einzureden, man müsse die Welt in gute und böse Staaten teilen, macht diese Unterteilung selbst nicht.
    Wir liegen mit chinesischen Kommunisten ebenso im Bett, Tibet hin oder her, wie mit mafiösen ukrainischen Oligarchen, zentralafrikanischen Despoten oder arabischen radikalmuslimischen Feudalherren. So gesehen sind Sanktionen gegen nordkoreanische Kommunisten, mafiöse russische Oligarchen, südafrikanische Despoten oder andere radikalmuslimische Feudalherren irgendwie verlogen. Aber keine Sorge, ich plädiere jetzt nicht für Ehrlichkeit in der Politik. Ich fordere ja auch nicht die Trockenheit des Wassers oder die Intelligenz der Wähler. Man muss ja auf dem Teppich des Realistischen bleiben…

  13. Lisa

    @Fragolin: das hat mir jetzt aber den Tag verdunkelt: die Intelligenz der Wähler lässt sich doch bestimmt verbessern…
    Dem Rest kann ich nur beipflichten, allerdings ohne das “wir”. Donovan’s Universal Soldier gilt offensichtlich auch für Politiker und Wirtschaftsmagnaten. Es geht immer um Macht, Prestige, Einflussnahme – mal mit Schleimen , mal mit Raketen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.