Bleiverbot im Feuchtgebiet

Von | 27. Mai 2021

(ANDREAS TÖGEL) Um Menschen um ihr Eigentum und ihre Freiheit zu bringen, hat es den Regierenden noch nie an Ideen gemangelt. Da sie – mangels anderweitiger Möglichkeiten, vergleichbar hohe Einkommen zu erzielen – wie Kletten an ihren Mandaten hängen, sind sie gezwungen, laufend perfide Täuschungsmanöver zu entwickeln, um ihre Maßnahmen im Sinne des Volkswohls oder, wie im vorliegenden Fall, der Volksgesundheit, einer Wählermehrheit andrehen zu können. Die Rechte jeder Minderheit sind ständig in Gefahr – es sei denn, es handelt sich um eine privilegierte Gruppe von Opfern.

Waffenbesitzer gehören selbstverständlich nicht dazu.

Dass bewaffnete Bürger die Mächtigen irritieren, ist nichts Neues. Selbst in den USA, wo in einigen Bundesstaaten recht freizügige Waffenrechtliche Bestimmungen herrschen und das Recht auf Waffenbesitz sogar durch die Verfassung abgesichert ist, mangelt es nicht an Initiativen zur Bürgerentwaffnung. Die Biden-Administration wird in dieser Hinsicht Maßstäbe setzen.

In der EU geht es aktuell um das Blei, respektive dessen angebliche Gefährlichkeit, sofern es für Geschosse, etwa in Schrotpatronen, verwendet wird. Die Europäische Chemikalienagentur hat ein Verbot bleihaltiger Munition vorgeschlagen. Ab 2022 soll deren Verwendung stark eingeschränkt oder ganz verboten werden.

Es ist kein Zufall, dass seit Jahrhunderten Blei und eben nicht irgendein anderes Metall für die Verwendung in verschiedensten Munitionsarten eingesetzt wird. Da eine Substitution des Schwermetalls entweder unmöglich, kostspielig oder mit zahlreichen Nachteilen verbunden ist, herrscht unter Jägern und Sportschützen, insbesondere bei Kleinkaliber- und Vorderladerschützen, für die es überhaupt keine Ausweichmöglichkeiten gibt, große Besorgnis. Ein Verbot der Verwendung bleihaltiger Munition würde, so die Befürchtung vieler der Betroffenen, das Ende des Schießsports, eine starke Einschränkung der Jagd und eine de-facto-Enteignung vieler Bürger bedeuten, deren Waffen damit wertlos würden.

Jäger sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass die in der Initiative enthaltene Definition von „Feuchtgebieten“, in denen die Verwendung von Bleimunition verboten sein soll, auch auf nach Regengüssen temporär entstehende Pfützen (!) ausgedehnt werden kann. Wird ein Jäger mit bleihaltiger Munition im Umkreis einer solchen Wasseransammlung angetroffen, kann unterstellt werden, dass er diese auch tatsächlich verschossen hat. Damit wird er straffällig. Ein starkes Stück, da er das Gegenteil in aller Regel kaum wird beweisen können. Generalverdacht und Schuldvermutung werden im Wege der Beweislastumkehr zur Verurteilung führen.

Katja Triebel von der „German Rifle Association“ verweist nachdrücklich auf die Ungefährlichkeit des in Patronen enthaltenen Hartbleis, das sich, im Gegensatz zu in Farb- oder Treibstoffen enthaltenem Blei, in kürzester Zeit mit einer Oxidschicht überzieht und damit im Hinblick auf seine Ausbringung in der Natur (durch jagdlich verwendete Bleischrote) unbedenklich ist. Die Behauptung einer Kontamination des Bodens oder der Vergiftung von Tieren entbehrt jeder wissenschaftlichen Evidenz.

Sportliches Schießen im Freien – etwa das Wurftaubenschießen – würde künftig gegen das Gesetz verstoßen, falls es zuvor oder währenddessen zu einem Regenguss kommt: „Feuchtgebiet“. Auch das Training oder die Durchführung von Wettkämpfen im Biathlonsport wären damit so gut wie erledigt, weil in der im Biathlon eingesetzten Kleinkalibermunition, wie auch in Vorderladerwaffen – ausschließlich Bleigeschosse verwendet werden.

Noch ist nichts entschieden. Doch man merkt die Absicht und man ist verstimmt. Beim Kampf der Eurokratie gegen die Bleimunition handelt es sich um einen weiteren Anschlag auf Die Freiheit und das Eigentum von Privatpersonen – diesfalls auf die Eigentümer jagdlich und sportlich verwendeter Feuerwaffen. Endziel ist und bleibt der waffenlose und der Willkür des Leviathans wehrlos ausgelieferte Untertan.

Dieser Text ist soeben in der Juni.-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 213. erschienen

8 Gedanken zu „Bleiverbot im Feuchtgebiet

  1. Kluftinger

    Wie lange will man diesem Treiben noch zuschauen bzw. mitmachen?
    Wieder ein Puzzle in der Bevormundung des freien Bürgers durch die EU. Irgendwann wird er Punkt erreicht sein, der auch den gutmütigsten EU Bürger zum Aufstand drängt!
    Und unsere Regierung? : Videant consules ne quid respublica detrimenti capiat!

  2. Franz Meier

    Es wird nicht bei der Bleimunition bleiben. Wenn dieses Verbot durch ist, kommt das nächste. Es wird immer so weitergehen. Wir müssen endlich erkennen, dass hier Leute am Werk sind, die unsere Demokratie und die damit verbundenen Freiheitsrechte verändern, umbauen und schlussendlich abschaffen wollen – sie wollen die Demokratie aushebeln. Unsere Freiheit und unser Wohlstand ist ihnen ein Dorn im Auge. Es macht sie geradezu wütend, dass es uns so gut geht weil sie zivilisationsmüde sind. Sie haben über Jahre sehr erfolgreich ihre Mithelfer in Stellung gebracht: Die Presse, die Legislative, die Justiz, die Erziehungsbehörden und sie haben ein sehr kluges Narrativ. Ihr Tun und Handeln ist von dem Gedanken beseelt unsere Eigentumsrechte und unsere Freiheit einzuschränken und den Staat immer weiter um- und auszubauen. Die Bürger in Europa und im ganzen Westen müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass da draussen bestimmte Kräfte und Parteien daran sind, schön langsam einen schleichenden Putsch, einen schleichenden Staatsstreich umzusetzen. Dieser Staatsstreich ist schon seit Jahren im vollen Gange. Solange die Feinde der Demokratie nicht zurückgebunden werden, solange die Bürger diese Entwicklung nicht ganz eindeutig und klar in die Schranken weisen, wird es weitergehen. Wir beobachten seit Jahren was sie sich alles einfallen lassen. Da wird mit jedem noch so miesen, schlauen Trick gearbeitet. Zu den grossen Feinden der Demokratie gehört die sogenannte, kriminelle Main Stream Presse oder auch roter Staatsfunk genannt. Wir wissen heute, dass überall im Westen 70 bis über 90% der Journalisten in der MSM Presse eindeutig radikal linkes Gedankengut vertreten. Somit erfüllt die MSM Presse nicht mehr den Auftrag als vierte Säule zu agieren. Heute wird gegen Bleimunition gewettert. Morgen ist es dann das nächste Thema. Es wird nicht enden, es wird nicht aufhören! Diese Leute haben Blut geleckt. Sie haben erkannt, wie sie an ihr sozialistisches Nirvana kommen. Sie haben sehr schlaue Mittel, Tricks und Wege gefunden, damit sie trotz fehlender politischer Mehrheiten ihr anti-demokratisches, anti-freiheitliches Gedankengut immer weiter umsetzen können. Die schweigende bürgerliche Mehrheit bezahlt mit ihren hohen Steuern nicht nur für einen ausufernden, ineffizienten, verschwenderischen, Schulden machenden Staat, sondern finanziert mit ihren Steuergeldern geradezu ihre Feinde und Henker.

  3. Gerald Steinbach

    Kluftinger

    „ auch den gutmütigsten EU Bürger zum Aufstand drängt!

    Heutzutage kommt man bei einem Treffen mit Freunden, wie Heuriger, gemeinsame Radtouren,…usw. nicht mehr herum, über die Politik zu diskutieren oder ähnliches.
    Da kommt dann teilweise für mich erschreckendes hervor, da wird die GIS Zwangsgebühr befürwortet , die Aufnahme von sogenannten Flüchtlingen, die durch 5 sichere Länder wandern, vehement verteidigt , ….usw

    In Mödling ist in jeden zweiten Schaufenster in der FUZO ein Plakat angebracht #sosind wir nicht# (Moria) , wenn sie zu einem Amt gehen ebenso,..,
    Es wird keinen Aufstand geben, der linksruck in Europa, in den USA ist derzeit nicht aufzuhalten

  4. Sokrates9

    kluftinger@ Stimme voll übereinmit Corona scheint der IQ um weitere 20 Punkte gefallen zu sein.Heute im Cafehaus gewesen: FFP2 Maske beim Eingang, dann Handdesinfektion,jeder 2. Sitz gesperrt, Handynaxchweis dass getestet, Ausfüllen von Formular wer / wann / wo auf welchen Tisch ( habe gedacht das wurde vom Vfgh aufgehoben) erst dann dürfen sie Cafe bestellen.Ritual 5 Minuten, CVafe ( Stehcafe ist verbotn) 1 Minute!!Wie groß ist Wahrscheinlichkeit sich in einem Lokal wo nur getestete / geimpfte drinnen sitzen und 2 Meter Abstand eingehalten werden muss sich zu infizieren damit die Kontaktverfolgung wirksam werden kann??7 Mio Österreicher dürfen den Zirkus machen damit die 500 Neiinfektionen entdeckt werden, wovon 80 % gar nichts bemerken, 19% grippeähnliche Sy,mptome zeigen, o,1% kommen ins Spital.
    Die meisten halten so was mittlerweile schon für normal!!

  5. Falke

    @sokrates9
    Unter den gegebenen Umständen und Voraussetzungen ist ein Lokalbesuch für mich völlig außerhalb jeglicher Denkmöglichkeit. Ich staune immer wieder, dass es offenbar jede Menge Leute gibt, die über die neue “Freiheit” völlig begeistert und voller Dankbarkeit für die Regierung sind.

  6. Sokrates9

    Falke@ Was noch dazu interessant / traurig ist: Das ganze wurde anscheinend von der Bundeswirtschaftskammer
    “ausgeschnapst”! Auf den Formularen ist überall WKO Zeichen drauf – Verhaltensregeln zum Eintritt: Ebenfalls WKO – Logo. So wird denn Wirten “geholfen”., anstatt dass man versucht diese Nonsensregeln aufzuheben!
    Dass die “Wirteregelung” vom VFGH audgehobnen wurde, ignoriert auch die WKO!

  7. CE___

    @ Franz Maier

    Stimme vollkommen überein.

    Schön das man endlich auch hier von dem sprechen kann um was es sich handelt, nämlich um Staatsputsche.

    Im letzten Jahr hatte ich schon in Kommentaren, die leider nicht freigeschalten wurden, von im wahrsten Sinne des Wortes Regierungsputschen gesprochen.

    War wahrscheinlich nur der Zeit voraus.

    @ sokrates9

    Über viele Leute wundere ich mich eh’ schon nicht mehr.

    Das Jahr 2020 und ein guter Teil von 2021 ist mir gestohlen worden wegen nix’, jedoch habe ich wirklich viel über meine “Mitmenschen”, oder einen grossen Teil zumindest, lernen dürfen.

    Leider sehr viele werden über jedes vom Staat hingehaltene Stöckchen springen um ein bischen Scheinfreiheit zurückzuerlangen von der Freiheit die man ihnen vorher genommen hatte.

    Und leider sehr viele Unternehmen werden dafür sorgen dass viele Menschen über die Stöckchen springen müssen die man ihnen hinhält, Hauptsach’ der Rubel rollt wieder, wie man so schön sagt.

    Was das Rational der Leute ist um bei diesen ganzen, zumindest für mich als unnötig, unwürdig und repressiv empfundenen Dummheit mitzumachen und damit doch nur weiter kommenden Repressionen mit Vorschub zu leisten, nur um einen Kaffee in einer Lokalität zu “geniessen” (?), entzieht sich auch meiner Vorstellungskraft.

    Von mir aus kann heute die ganze Hotellerie und Gastwirtschaft Pleite machen.

    Die spielen Helfershelfer an der Repression meiner Person, da brauche ich dort auch keine Solidarität zeigen.

    Zettel ausfüllen wer wann wo mit wem am Tisch sitzt. Das gab’s doch nicht einmal in der Sovetunion und NS-Zeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.