“Böse ist, wer Unternehmer ist”

Ein niederösterreichischer Unternehmer berichtet mir aus seinem Alltag: “Etwas Unternehmen und selbständig auf die Beine zu stellen und für jeden weiteren Arbeitsplatz im Unternehmen zu kämpfen wird derzeit immer weniger geschätzt. Böse ist, wer ein Unternehmer ist, nicht erst seit Manager bei Telekom und Staatsbetrieben nicht immer zum Besten gewirtschaftet haben, sondern aus Neid auf Vermögen und weil man sich’s ja überall richten kann und andere Arbeiten läßt. Verantwortung und Schuldenlast werden übersehen. Gewinn wird allzu schnell mißverstanden. Wenn Investitionsgüter mit Schulden angeschafft werden und der Gewinn in diesen Investitionsgütern steckt und nicht in Form von Geld am Bankkonto – so ist das oft eines von vielen Mißverständnissen.

Das Unverständnis aus Politik und Arbeitnehmerschaft ist oft unlogisch und nicht nachzuvollziehen.

Neiddebatten verzögern und verschleppen notwendige Reformen, Anreize und Lösungen für mehr Selbständigkeit und Bürokratieabbau in Österreich!

Allzuschnell lernen die Kinder und Eltern in juniorprojekten bereits in der Schule, dass man zuerst mit eigenem Geld in Vorlage gehen muß und am Ende nicht viel zurückkommt und es sich somit nicht lohnt selbständig zu sein. Zuviel Eigenverantwortung und Arbeit!

Genau das ist aber die Basis für jede funktionierende Gesellschaft!

Eigenverantwortung wird überall immer mehr kleingeschrieben in Österreich! So schafft man keine neuen Arbeitsplätze! Keine Entfesselung der Wirtschaft!

Überall sucht man schnell nach Ausreden und einen schuldigen. Einstehen und Verantwortung selbst und für andere zu übernehmen und in die Versorgerrolle zu schlüpfen, wird derartig unattraktiv gemacht.

In den Betrieben wird dies mit Hilfe von noch mehr Papier, Evaluierungen und Bürokratie der vielen Beauftragten erschwert. Ersthelfer, Gefahren-, Umwelt-, Sicherheits-, Brandschutz-, Mobbing-, uvm. Beauftragte sollen in jeder Situation die Eigenverantwortung abfedern. Für die Arbeit bleibt nicht mehr genügend Zeit, da die IntrastatMeldungen über Warenverkehr und Statistikerhebungen aller Art sonst per Strafe eingefordert werden.

Lohnnebenkosten sind bereits so hoch, dass der Mitarbeitergehalt 18 Monatsgehälter beträgt und obwohl man nur 12 Monate im Jahr hat, müssen Krankenkasse, Unfallversicherung und Pensionsvorsorge,… Für 14 Monate bezahlt werden.

Alle reden die Lohnnebenkosten zu senken, aber am Ende wird bei den Verhandlungen wieder etwas draufgelegt für den sozialen Frieden. Dafür haben alle Anspruch auf ein bisschen. Vom Zahnspangenersatz bis zur Krankenkassabrille, bis zum regelmäßigen Kuraufenthalt und dem bezahltem Krankenstand ab dem ersten Tag. Doch manchmal wäre ein klein wenig weniger für alle viel mehr.

Last but not least ist es aber doch verwunderlich, wenn junge Mitarbeiter, die sich etwas schaffen wollen, mit Überstundenstrafzuschlägen, schnell erkennen lernen müssen: Leistung zahlt sich hier nicht aus!

Für Betriebe, die Großaufträge in kurzer Zeit abarbeiten müssen um im Internat. Wettbewerb zu bestehen, fatal. Viele Aufträge Können aufgrund der geringen Bereitschaft, den Großteil der Mehrarbeit überproportional zu versteuern nicht mehr angenommen werden. Zu stark greifende Progression, wo dem Arbeitnehmer die Freizeit wichtiger als die 20% Mehrarbeit, die am Ende nicht mal 10% mehr am Gehaltszettel bringen würden.

Deswegen muss Leistungsbereitschaft für jeden ab der Schule und in der Lehre mehr belohnt werden! Belohnung für Eigenverantwortung und mehr Einsatz!

4 comments

  1. waldsee

    der kammer /gewerkschaftliche komplex ist gut organisiert.analysieren und verfolgen sie nur die stündlichen nachrichten , dann wissen sie mehr.den hinweis
    auf ” ideolog.produktplatzierung”
    muß man noch etablieren.

  2. Mourawetz

    ich darf gar nicht daran denken, dass mir meine Firma jedes Monat ein Gehalt zahlt, mit Lohnnebenkosten und indirekten Steuern und Gebühren, ich aber bis Ende August für den Staat arbeite.

  3. Zaungast

    @Mourawetz

    “… ich aber bis Ende August für den Staat arbeite”

    Wie wär’s damit: Bleiben Sie bis Ende Juni, Juli, August (ganz nach Belieben) zu Hause und arbeiten Sie dann von September bis Dezember.

  4. rubens

    Die steirischen Reformpartner schwärmen von Großräumen, dazu muss man nur riesige Gebiete zu einer Stadt zusammenfassen, das alles ist eine Fortsetzung der Wegnahme von Eigenverantwortung von Bürgern. Anstatt den Gemeinden Finanzhoheit zuzugestehen, schafft man Monster und hebt sich damit vom Bürger ab. Ein Auftrag der zentralisierungswütigen EU?

    “Die Abwanderung aus obersteirischen Regionen stoppen!
    „Die Jugend zieht weg!“, sagt eine alte Frau in Eisenerz. „Es gibt zu wenige Arbeitsplätze.“ Jugendliche erzählen, dass sie heute nur auf Besuch bei den Eltern seien, sie arbeiten auswärts. 1948 wurde der Finanzausgleich auf die Beseitigung der Kriegsschäden in den Städten ausgerichtet. Dieser bringt den Ballungszentren pro Einwohner mehr, führt aber zur Benachteiligung kleiner ländlicher Gemeinden. LH-Stv. Schrittwieser spricht vom „großräumigen Denken gegen das Saugetier Graz“. Er erhofft sich durch Schaffung großer Gemeinden einen größeren Teil eines insgesamt gleichgroß bleibenden Kuchens. Anstatt in Lösungen zu denken, setzt die Reformpartnerschaft der Landesregierung die Umverteilung durch, unter dem Motto „Wie bekomme ich mehr?“.
    Das Team Stronach setzt sich für eine Neuverhandlung des Finanzausgleichs ein, damit die ländliche Region das bekommt, was ihr zusteht, so Elisabeth Weiß. Großes muss selbsterhaltungsfähig sein. Das Team Stronach mit Waltraud Dietrich und Elisabeth Weiß sieht es als Auftrag an, Strukturen zu fördern, die unsere Region im Zusammenwirken mit Industrie, Gewerbe/Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus, Montanuniversität und Bevölkerung zu einer der besten Regionen Österreichs macht.” Erschienen in der Septemberausgabe des Echten Leobners.

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