Bringt Trump höhere Zinsen?

Von | 20. November 2016

“Zum einen hat der künftige Präsident ein gigantisches Konjunkturprogramm angekündigt. Er will Straßen, Brücken und Flughäfen erneuern lassen. Das kostet Geld, das der Staat nicht hat. Und weil Trump zugleich auch die Steuern massiv senken will, wird er kaum umhinkommen, sich viele Milliarden Dollar bei den Anlegern zu leihen. Trump ist also darauf angewiesen, dass die Investoren noch mehr Staatsanleihen kaufen – und wird ihnen dafür höhere Zinsen als bisher bieten müssen….” (hier)

5 Gedanken zu „Bringt Trump höhere Zinsen?

  1. Falke

    Da muss ja Draghi von der EZB Freudentränen vergießen: sein Hauptziel ist ja das Anheizen der Inflation. Ein Ansteigen der Inflation in den USA wird natürlich auch auf Europa bzw. die EU übergreifen.

  2. sokrates9

    Dragi hat mit seiner 0 – Zinsenpolitik nichts geschafft! Mal sehen ob an der ökonomischen Theorie mit trump was daran ist!

  3. Herzberg

    @stiller Mitleser

    Den Artikel in der “Presse” hatte ich heute morgens gelesen, nach den ersten Sätzen und den darin enthaltenen absurden Verdrehungen, stand eines zweifelsfrei fest: Diese Person, Krastev, muß Mitglied in einer oder mehrer notorischer Organisationen sein. Ich las meiner Frau die Passagen vor, sprach meinen sicheren Verdacht aus (vermutlich CFR, Trilateral Commission, Ford-, Carnegy- oder Rockefeller-Foundation) und rätselte hernach, wo mir der Mann bisher aufgefallen sein könnte.

    Statt aber die Antwort selbst recherieren zu müssen, liefert die “Presse” sie frei Haus im “Steckbrief” des ach so verdienstvollen, weltweit renommierten Politologen: Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations in Brüssel — Volltreffer.
    Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaft vom Menschen (IWM) — Ein polittrojanischer Esel mit einem Kuratorium, in dem unter anderem Erhard Busek, Joschka Fischer, Karel Schwarzenberg und George Soros sitzen und bei Sponsoren, abgesehen von vernachlässigbaren Mickey-Mouse-Buden, so ziemlich alles auflistet, was sich sich irgendwie der Propaganda und Gesellschaftsklempnerei verschrieben hatte; siehe ivm.at, “Boards” respektive “Partners & donors”.

    [ Gruppiert man die “donors” des IVM, bekommt man: Alexander Soros und Open Society Foundation; die Europäische Kommission, alles, was europaweit irgendwie grün ist (Die Grünen im Europäischen Parlament, Grüne Bildungswerkstatt, Green European Foundation); Medienorgeln, beginnend vom Project Syndicate und Mitglieder wie “Presse” und “Standard”, Deutsche Verlags-Anstalt, Harvard University Press, Columbia University, Raiffeisen und EVN, die schwedische Botschaft, und so weiter und so fort, bis hin zum Mikhail Prokhorov Fund, wobei der milliardenschwere Mikhail Prokhorov bis zum März des Vorjahres der in Russland “bürgerbewegte” Gegenspieler Putins war. ]

    Charakteristisch für Leute wie Krastev sind Passagen wie diese (aus dem von Ihnen verlinkten Profil-Artikel):
    profil: Die USA stehen in unseren Breiten für die Globalisierung, die viele zunehmend negativ erleben.
    Krastev: Wir haben begonnen, das zu hassen, was wir früher geliebt haben. Damals hieß Globalisierung, dass man überallhin reisen und überall Handel treiben konnte. Jetzt sehen wir die dunkle Seite der Globalisierung. Überallhin reisen zu können, heißt aber auch, dass jeder kommen kann, mit allen Konsequenzen. Die Menschen haben zusehends den Eindruck, die Kontrolle zu verlieren.

    Angesichts der von deutschen und österreichischen Politikern mit voller Absicht hochgezogenen Grenzbalken ist die Behauptung, die im vergangenen Jahr einströmenden und den Autochthonen ein Gefühl des Kontrollverlustes bescherenden Menschenmassen seien quasi unvermeidbar, schicksalhaft und irgendwie mit Reisefreitheit verbunden, erkennt man glasklar die Funktion der Leute wie Krastev: Neusprech, Verdrehung, Verquastung und Evozieren von Fatalismus.

    Globalisierung und aufkommender Antiamerikanismus: Auch das ist ein sorgsam gezimmertes und hochgradig vergiftetes Narrativ, hegt doch Otto-Normal-Europäer keine Aversionen gegen Amerikaner, sondern gegen deren Administration, die, und das ist die entscheidende Pointe, seit Ewigkeiten vom Council on Foreign Relations dominiert wird und konsequent daheim und weltweit dasselbe üble Spiel treibt, egal welcher Präsident in der Auslage steht.

    Geht es nach Krastev, sind die US-Amerikaner aktuell hochgradig antiamerikanisch, allein es stinkt ihnen jene kleine Kaste, welche die USA dominiert und damit indirekt den Globus.

  4. stiller Mitleser

    @ Herzberg
    Ja, er wird jetzt auch in Wien sehr gern herumgereicht, Kreisky-Haus, das Interview im Profil just vor der Wahl, nun in der Presse, und er tritt auf wie eine selbstgewisse Pythia. Und er gefällt! Dankbare Kommentare in der Presse, weil er doch einen Teil der Realität in seinen Äußerungen zuläßt ! Also das ist der neue Chasan für die nächsten paar Monate.

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