Briten gegen Sozialtourismus

“…..Großbritannien schränkt die Leistungen für Einwanderer aus EU-Staaten ein. Wie Premierminister Cameron äußerte, haben diese künftig in den ersten drei Monaten nach ihrer Ankunft keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosenhilfe….” (FAZ)

2 comments

  1. Reinhard

    Wetten, dass sich Gutmenschenvereine finden werden, die gegen dieses “menschenverachtende” Aushebeln des universellen “Gleichheitsgrundsatzes” klagend auflehnen werden? Wir dürfen auf die Entscheidung des EUGH gespannt sein.
    Wetten, dass sich Gutmenschenvereine finden werden, die staatlich finanziert die “Ärmsten der Armen” über diese 3 Huingermonate “retten” werden, damit sie sich hinterher doch wieder in das Sozialnetz einkuscheln können?

    Es ist noch nicht so lange her, da musste ein Ausländer mindestens 12 Monate ununterbrochenes hierzulande versteuertes Einkommen nachweisen, um überhaupt bei irgend einem Amt klingeln zu dürfen.
    Solche Regeln gehören wieder her!
    Als ich von D vor über 20 Jahren nach Österreich zog, wurde ich noch mit einem Brief der BH begrüßt, indem man mir mitteilte, dass ich innerhalb 3 Monaten einen Nachweis über ein Einkommen in Österreich vorlegen müsse, andernfalls ich das Land zu verlassen habe oder mit “fremdenpolizeilichen Maßnahmen” zu rechnen sei. Das bieten’s heute mal einem Sinti an, dann steht morgen eine ganze Brigade von Kerzerlvereinen vor der Tür und macht Radau. Ich empfand das damals als ganz normal und hätte mich eher gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Das heutige System ist dumm, krank und zerstörerisch.

  2. Rennziege

    19. Dezember 2013 – 17:42 — Reinhard
    Eine Geschichte mit umgekehrten Vorzeichen: Als mein alter Herr, ziemlich lange vor meiner Geburt, einen Job in Deutschland antrat, musste er (als österreichischer Staatsbürger und Akademiker) für eine einjährige Aufenthaltserlaubnis vorlegen und absolvieren:
    (a) österreichisches Führungszeugnis,
    (b) aktiven Kontoauszug aus dem “Herkunftsland”,
    (c) alle Schul- und weiteren Zeugnisse,
    (d) schriftliche Garantie seines Arbeitgebers, ihn unbefristet und steuerpflichtig zu beschäftigen,
    (e) zweitägige ärztliche Untersuchung, alle Körpersekrete inbegriffen, auf Seuchen und andere ansteckende Krankheiten.

    Das war anno 1982, also vor Österreichs EU-Mitgliedschaft. Die Aufenthaltserlaubnis wurde in den Reisepass gestempelt und musste alljährlich erneuert werden, jetzt mit Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanz- und Arbeitsamt sowie Krankenkasse und Strafregister. Nach dem dritten Jahr wurde sie unbefristet ausgestellt und in den Pass gestempelt. Aber in den Steuerbescheiden fand sich stets der Hinweis “Mitteilung an die Ausländerbehörde erfolgt.”

    Auch mein alter Herr fand das normal. Aber wie Sie sagen: So ändern sich die Zeiten.

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