Britischer Elitesoldat verhindert Enthauptung in letzter Sekunde

Von | 11. August 2015

“…..SAS sniper gunned down a knife-wielding Islamic State (ISIS) maniac just as he was trying to brutally behead a father and his young son….” (Bemerkenswert, hier)

15 Gedanken zu „Britischer Elitesoldat verhindert Enthauptung in letzter Sekunde

  1. cmh

    Nicht nur, dass wir für die syrischen Wehrdienstverweigerer Asyl bieten, nein, wir müssen auch die Drecksarbeit machen, vor der sie sich gedrückt haben. Der hero-marksman ist daher nur ein kleiner missbrauchter Idiot.

    Solange wir hier alle möglichen Leute unterwürfig bedienen und um sie mit masochistischem Wohlwollen herumscharwänzeln, wird sich auch in den Ländern dort nichts ändern. Die Ausreise von Djihadis wird man nicht verhindern, wenn man sie nach einer Verwundung wieder reinlässt und sie dann in einem Gefängnis agitieren lässt. Der Moscheverein des betreffenden Kriminellen sollte als Beihilfstäter aufgelöst und sein Vermögen gepfändet werden. Wetten das Problem wäre gelöst.

    Wobei das eigentliche Problem, die eigenen Gutties auf anderer Leute Kosten, deutlich wird.

  2. Rado

    Drei Schüsse mit drei Treffern auf 1000 Meter? Und durch Ferngläser solche Details beobachten?
    Kostet mich eher einen Lacher, aber im Land aus 1001 Nacht ist vermutlich alles möglich.

  3. H.Trickler

    Wenn “Fremde Federn” bitte mitteilen möchte, was daran “bemerkenswert” sein soll????

  4. Rado

    @H.Trickler
    Stimme zu. Bemerkenswert wäre allenfalls, wenn er dem österreichischen Kulturexport (und ehemaligem Wiener “Aktion kritischer Schüler” Mitglied) M.M. eine verpasst hätte.

  5. Thomas Holzer

    Wenn das stimmt, dann sollten wir dankbar sein und uns freuen!
    Drei weniger, besser als nichts

  6. Rennziege

    11. August 2015 – 11:30 Rado

    Dear Rado! Nur eine Stippvisite, einem klitzekleinen Heimweh nachgebend.
    Dieses Scharfschützengewehr ist eine spezialisierte Weiterentwicklung des beim österreichischen Bundesheer (Info von meinem Leutnant der Reserve) bis vor kurzem als FlaMG geführten schweren Maschinengewehrs mit Halbzoll-Kaliber, sprich: 12,7 mm.
    Amis und Briten verwendeten diese Waffe schon im 2. Weltkrieg erfolgreich gegen Flugzeuge und schwach gepanzerte Fahrzeuge.
    Hersteller Browning liefert das Ding seit Jahren in einer Sniper-Version mit verlängertem Lauf, stärkerer Treibladung und Teleskop samt elektronischer Zielführung von Zeiss, Jena; kein Dauer-, nur Einzelfeuer. Die Reichweite beträgt mehr als zwei, die individuelle Treffsicherheit anderthalb Meilen. (Man lese dazu “American Sniper”, die Autobiographie von Navy Seal Chris Kyle, der Herrgott hab’ ihn selig. Und nebenbei: Die Erzählungen in “1001 Nacht” spielen allesamt in Persien, nicht im Irak oder in Syrien.

    Ich bitte auch cmh, zu bedenken, dass der britische SAS-Scharfschütze keineswegs “ein missbrauchter Idiot” ist, sondern zwei Menschen vor einem grässlichen Tod bewahrt und drei islamische Mörder ins Nirwana befördert hat. Wir sollten uns bei ihm bedanken, anstatt ihn zu verspotten.

    Und damit entschwinde ich flugs ins Nirwana Nirgendwo. Herzliche Grüße!

  7. menschmaschine

    Hoffentlich war der erschossene ISIS-maniac der großgoscherte blade Dodel aus Wien. Dann darf er jetzt im Paradies 72 Jungfrauen nerven.

  8. cmh

    rennziege
    Verspotten wollte ich nicht, provozieren schon.
    Und so ist es auch. Wir werden durch die kriminellen Islamis gezwungen, Menschen in einem asymetrischen Krieg zu töten. Es sind unsere Soldaten, die hier töten müssen. Ich denke das sollte eigentlich der Scharfrichter der Sauds, diese Wächter der Religion des Friedens tun.

    Wir nehmen die syrischen Deserteuere und Kriegsdienstverweigerer auf um uns dann gezwungen zu sehen, deren Arbeit zu erledigen. Syrien ist nicht unser Land. Und in Syrien zu kämpfen und daheim zu largieren wird, bei aller Genugtuung über diesen MEisterschuß noch unser Tod als Kultur sein.

  9. Andreas Tögel

    Verehrte Rennziege,
    ich widerspreche nur sehr ungern, aber der Apparat, den der abgebildete Mann hier in Anschlag bringt, ist mit Sicherheit keiner im Kaliber .50BMG. Das kurze Auswurffenster und die kleine Bohrung weisen eher auf das bescheidene Kaliber .308 Win. hin. Und mit dem ist – selbst für Meisterschützen – bei 800m Entfernung und unter günstigsten Bedingungen – Feierabend. Zudem ist das abgebildete Gewehr kein Typ, der beim SAS eingeführt ist. Dort verwendet man britische Produkte der Firma “Accuracy International”. (Freund Google hilft weiter) und die sehen völlig anders aus – besonders die Halbzollvariante. Der abgebildete Soldat ist also m. E. nicht einmal Brite.

    Fazit: Schwache Recherchearbeit beim “Express” (aber was soll´s – die Zeitungskonsumenten verstehen heute zwar viel von Schwulenfestivals und Gleitcremes, aber von Waffen rein gar nix…).
    Mit freundlichen Grüßen,
    A. Tögel

  10. Rennziege

    11. August 2015 – 19:01 Andreas Tögel
    Sehr geehrter Herr Tögel,
    danke für Ihre kluge Replik. Freilich ist es möglich, dass der “Express” symbolhaft einen US-Sniper ins Bild setzte. Und dass mein ehelicher Reserveoffizier darin eine Halbzoll-Bohrung erblickte. Zur Reichweite des Kalibers 0.308 Zoll (7,82 mm) sagt mir ein aktiver kanadischer Oberleutnant, bei dem wir gerade zu Gast sind, dass es sich dabei um high-velocity-Projektile handelt, die (je nach Treibladung der Patrone) mit bis zu doppelter Mündungsgeschwindigkeit des alten NATO-Kalibers (7,62 mm) und anderthalbfacher Reichweite operieren. Was eine kleine Erklärung böte. (Zugegeben: der “Express” ist nicht die beste aller britischen Zeitungen; der “Telegraph”, wenn auch wohlig stockkonservativ, recherchiert besser, schreibt flotter — und die Cartoons von Matt sind einfach unschlagbar.)

    Herziliche Grüße aus der Ösi-Diaspora im gar nicht so wilden Westen .:-)

    Be that as it may, sir: Wenn irgendein Soldat, mit welcher Waffe auch immer, drei blutrünstige IS-Barbaren daran gehindert hat, zwei unschuldige Menschen zu massakrieren, verdient er unseren Beifall.

  11. Rennziege

    P.S.:
    Ihr Nachsatz, Herr Tögel, über den gleitcremig verschleierten Tunnelblick heutiger Zeitungsmacher und -Leser stimmt leider auch.

  12. waldsee

    ich zitiere aus kürzlich gelesenem artikel:der is-staat hat zukunft,der westen bald nur noch
    vergangenheit,weil er nur mehr für prinzipien eintritt ,die sich rechnen. weiters: der is hält freiheit und (folglich ) demokratie für unnatürlich.
    (focus??)

  13. gms

    Rennziege,

    “Be that as it may, sir: Wenn irgendein Soldat, mit welcher Waffe auch immer, drei blutrünstige IS-Barbaren daran gehindert hat, zwei unschuldige Menschen zu massakrieren, verdient er unseren Beifall.”

    Ja, klar, keine Frage.

    Nachdem der allerorts breitgetretene Artikel jedoch explizit auf Halbzoll-Kaliber rekurriert, ist die Frage valide, wie ausgerechnet ein SAS-Soldat zu einer solchen Waffe gelangen sollte.
    Eine der beiden von der SAS verwendeten Sniper-Rifles gibt es tatsächlich als möglichen Spezialumbau in einer 0.5er Version. Klärt sich damit alles auf, und es wurde, obwohl nicht SAS-Standard, eben so ein Umbau der L96A1 verwendet? — Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht, denn der Artikel ist sich nicht zu blöde, auch noch einen Schalldämpfer zu behaupten, der vorgeblich und aus unerfindlichen Gründen auf dieser speziell umgebauten Long-Range-Waffe zum Zeitpunkt des Einsatzes vorne draufgeschraubt war *).

    Bei den üblichen 0.3ern der SAS ist, wie Andreas Tögel schon ausführte, bei rund 800m Feierabend mit der Treffsicherheit, die Mündungsgeschwindigkeit des Projektils beträgt dabei stolze 850 m/s. Werden bei diesen Waffen Schalldämpfer eingesetzt, kommt in der Regel wohlbegründet sog. subsonic ammunition zum Einsatz.

    Tatsache ist, wonach es bislang keinerlei militärische Quelle für diesen Vorfall gibt, sondern einzig und allein Zeitungsberichte. Die berichteten “Fakten” jedoch stinken vorne (.5er und SAS) und hinten (1000m und Schalldämpfer).

    *) O-Ton: “The SAS marksman, using a .50 calibre sniper rifle fitted with a silencer, killed the executioner just in time.”

  14. gms

    Eine ebensolche Geschichte vom Dezember mit verblüffenden Ähnlichkeiten: “SAS Sniper Kills Two Jihadis With One Bullet From Almost A Mile Away” [1]

    Die Story in Kurzform: Frauen und Kinder werden vom Feind bombardiert, man fragt nach einer Drohne, es gibt keine, also schießt man selbst, während sich die Bösewichte erneut anschicken, Böses zu tun, diesmal sogar aus 1600m, ebenfalls mit Halbzoll-Munition und, weshalb auch immer, gleichfalls mit Schalldämpfer, es sterben sogar zwei Ziele beim ersten Treffer.

    Verwendet wurde vorgeblich [2] eine “British-made AS50 BM sniper rifle”, die besagte Weite (beinahe 1.600m) fraglos erreicht, bloß durch die gegebene Genauigkeit von 1.5 MOA [3] schon auf einen Kilometer Distanz innerhalb eines Durchmessers von knapp 90 cm streut.

    Die Wikipedia-Daten [4] von wegen Gewicht (36lb) und Reichweite der Waffe wurden sorgsam in die Meldung vom Dailystar [2] eingearbeitet, ebenso — welch ein Zufall, die behaupteten 1500m (“almost a mile”) an _effektiver_ Reichweite, selbst wenn das sich mit der MOA-Angabe erkennbar spießt.

    Gibt es noch mehr solcher Stories? — Aber klar doch, und sogar noch lächerlicher, und ebenfalls vom Dailystar, diesmal vom Oktober: “EXCLUSIVE: SAS team halt Islamic State attack in Iraq with just TWO shots — TWO shots from the world’s most powerful sniper rifle halted a jihadi attack. [..] The elite troops feared the fighters were planning to target vulnerable civilians in a nearby village. They tried to call in an airstrike but no jets were in the area. Instead, the SAS pair blasted the lead vehicle with a single round from their AW50 rifle fitted with a silencer.”

    Die Schablone ist derart simpel und ausgelutsch, daß es schmerzt — auch und insbesondere vor dem Hintergrund, wonach in den UK eine intensive Debatte stattfindet, ob offiziell westliche Bodentruppen wider den IS eingesetzt werden sollen. Der Verlag mit dem klingenden Namen “Northern & Shell”, zu dem auch der Dailystar oder Express gehört, fördert hierbei zugleich erkennbar eine ganz bestimmte Ansicht.

    [1] theladbible.com/articles/sas-sniper-kills-two-jihadis-with-one-bullet-from-almost-a-mile-away
    [2] dailystar.co.uk/news/latest-news/417240/SAS-sniper-kills-two-IS-jihadis-with-one-bullet-in-Iraq
    [3] MOA “minutes of arc” – Daumenregel 2.9 cm Abweichung auf 100m.
    [4] en.wikipedia.org/wiki/Accuracy_International_AS50
    [5] dailystar.co.uk/news/latest-news/404636/SAS-team-halt-Islamic-State-Iraq-TWO-shots

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