Brüssel will mit Steuergeld EU-Staatsfunk errichten

“Brüssel will an der „Darstellung der EU und ihrer Werte“ in der Öffentlichkeit arbeiten. Geplant ist das mit einem „unabhängigen europäischen Rundfunk“. Finanziert wird der Super-Staatsfunk von den europäischen Steuerzahlern….” (Hier)

4 comments

  1. gms

    Einmal mehr bestätigt sich die Daumenregel, wonach mit der Unredlichkeit eines Ansinnens auch die Lächerlichkeit der hierfür gebrachten Begründungen steigt. Im Anlaßfall ist es die ostentativ getrommelte Parole von wegen Menschenrechte und Demokratie. [1]

    Bemerkenswert ist weniger das Ansinnen nach einem umfassenden Propagandinstrument inklusive angeschlossener Kaderschmiede für den Nachwuchs, als die Tatsache, daß das Werkel hierfür seit Langem schon im Rollen ist. So bezieht Euronews im Jahr 2014 bereits geschätzte 42% seiner Einnahmen aus Finanzmitteln der Kommission (siehe Punkt L).
    Was nun kommt, ist allenfalls der glorreiche Abschluß einer vor Jahren eingeleiteten Entwicklung, inklusive dessen offizieller Verkündung an den daraufhin freudentrunkenen Volkskörper, der zur Erhaltung seiner Gesundheit endlich wieder das Futter der 30er-Jahre des vorigen Jhds bekommt, und damals hat es ja auch gewirkt.

    Abgebrühte Geister mögen nun einwenden, das sich Bekennen zum Konsum öffentlich-rechtlicher Medien habe inzwischen dasselbe Renommee, wie das öffentliche Eingestehen einer Sucht nach ungestellten Snuff-Videos. Nun, die eine oder andere verirrte Seele wird die vergrößerte Propaganda-Orgel dennoch vom Himmel holen. Am anderen Ende der Erwartungsskala bleibt zu hoffen, die Verantwortlichen blieben ihrer bisherigen Linie treu und schaufelten das Grab ihrer Glaubwürdigkeit von Tag zu Tag schneller.

    Wieviele Jahrhunderte an schleichendem Niedergang wäre dem antiken Rom erspart geblieben, hätte es damals schon vergleichbare Medien gegeben? In einigen Jahrzehnten werden wir vermutlich dankbar dafür sein, daß die politischen Strippenzieher heute weder Kosten noch Mühen scheuten, sich breitenwirksam der Lächerlichkeit preiszugeben.

    [1] .. zur Rolle des Rundfunks bei der Darstellung der EU und ihrer Werte (2013/2187(INI))
    europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A7-2014-0248+0+DOC+XML+V0//DE

  2. Thomas Holzer

    Ja bitte! Brauchen wir unbedingt; mit diesem “vollkommen unabhängigen” Eurofunk empfehle ich aber auch, zu dessen Finanzierung flächendeckend eine Kopfpauschale anstatt einer allfällig angedachten Haushaltsabgabe einzuführen 😉

  3. mannimmond

    Wo “unabhängig” draufsteht, darf man Unabhängiges erwarten.

    Dieser “unabhängige” EU-Funk wird sicher genauso unabhängig sein, wie die Deutsche demokratische Republik demokratisch war.

  4. Rennziege

    Statt des sanft entschlafenden Radio Free Europe (RFE) nun also RUE (Radio Unfree Europe).
    Eigentlich nur logisch. Aber die Kommissare werden RUE als Radio United Europe darstellen.

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