Brüssel zittert vor dem Brexit

“Ein Austritt Grossbritanniens wäre für die EU ein Tabubruch mit schwer kalkulierbaren Folgen. Er könnte die Union in die schwerste Krise ihrer bisherigen Geschichte stürzen….” (hier)

9 comments

  1. Fragolin

    Sind die Briten erst draußen, steht dem Zentralstaat kaum noch was im Weg.
    Ich glaube nicht an die “Schwächung” der EU sondern an die weitere Machtkonzentration.
    Und an mehr Rigidität gegen EU-Skeptiker, gegen innere Opposition.
    Den Brandbeschleuniger dazu importieren wir gerade…

  2. sokrates9

    Fragolin@Sehe ich auch so!Doch wer wird die brennende Wirtschaft löschen? Werden Junker´s und Co die
    sterbenden Wirte in Österreich retten? Dank Junker`s Alkoholkonsum ist da eine gewisse Hoffnung vorhanden??!

  3. Falke

    Die EU in die schwerste Krise stürzen? Da gibt es noch jemanden, der gerne dazu beitragen würde: In der gestrigen Pressestunde erklärte der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, die EU könne locker 5 Millionen Flüchtlinge aufnehmen. Ich weiß zwar nicht, ob das seine persönliche Meinung ist, oder die offizielle der IV, ich erspare mir trotzdem jeden Kommentar und stelle es jedem frei, sich seine Meinung über die IV im Allgemeinen bzw. den Herrn Kapsch im Besonderen selbst zu bilden.

  4. Christian Peter

    Der Zerfallsprozess der EU in der heutigen Form hat längst eingesetzt, ein Austritt des UK würde diesen Prozess lediglich beschleunigen.

  5. Falke

    @sokrates9
    Totengräber der “sterbenden Wirte” sind – natürlich neben der EU mit all ihren absurden Auflagen – natürlich auch die heimischen Minister für Finanzen, Wirtschaft und Soziales mit der Registrierkassenpflicht und noch zusätzlichen ebenso absurden Auflagen. Kürzlich beklagte sich etwa ein Wirt im Fernsehen, dass er für eine einzige gesprungene Kachel in der Küche 3000 Euro Strafe zahlen musste.

  6. gms

    Fragolin,

    > Sind die Briten erst draußen, steht dem Zentralstaat kaum noch was im Weg.

    Das beurteile ich anders, denn der Austritt hat Vorbildwirkung, wird dann doch auch anderen Ländern bewußt, wonach nichtmal allfällige britische Sonderkonditionen die Speisen aus Brüssels Küche schmackhaft machen.

    Ohne Brexit kommt, wie nebenan schon mehrfach dargelegt, die EU der zwei Geschwindigkeiten, was für Länder im Zentrum, befreit von äußeren Störungen, erst recht den Zentralstaat bedingt.

  7. sokrates9

    Falke@ Stimme überein, bitte aber nicht die heimischen Beamten vergessen! Die detaillierte Allergenenspeisekarte ist österreichische Spezialität: In Holland heißt es fragen sie ihren Kellner..
    Ein oberösterreichisches Ausfluggasthaus wurde gerügt dass die Eier nicht gekennzeichnet seien! Die Argumentation das sind alles Bauern aus der Umgebung die sich keine Eierkennzeichnungsmaschiene leisten können wurde lakonisch vom Beamten quittiert mit der Bemerkung: dann müssen sie halt Eipulver verwenden!
    So lange wir solche Idioten bezahlen kann es nur bergabwärts gehen!
    Ironie am Rande: 60% des Eipulvers kommt aus der Ukraine von Käfiglegebatteriehühnern die bei uns verboten sind, aber dort mit EU – Geldern gefördert wurden!!

  8. gms

    sokrates9,

    > Stimme überein, bitte aber nicht die heimischen Beamten vergessen!

    Bei allem validen Ummut über hiesige Zustände sollten wir nicht vergessen, wonach die Behauptung, ein Beitritt Österreichs zur Union würde austriakischer Verkrustet- und Verschnarchtheit ein Ende bereiten, bereits 1994 zur erfolgreichen Täuschung der Massen führte.

    Zurzeit wollen uns die Söldner an den Schreibmaschinen und vor den Kameras im EU-Auftrag erneut ein Gesamtpaket unterjuben, das lehrbuchhaft einmal mehr Liberalisierungen umfaßt. Je mehr sich der Fokus auf lokale Mißstände verschiebt, desto eher wird der Bürger nolens volens das vergiftete Paket akzeptieren.

  9. Fragolin

    @gms
    Ja, einige könnten sich abkoppeln, aber ich rieche den zarten Duft des Widerstandes eher aus dem Bereich Visegrad. Und das Bollwerk zwischen Deutschland und Russland funktioniert auch so zur Zufriedenheit der Regisseure.
    Aber die Südstaaten, die sich in lascher Empörung über die Unterwerfung unter den bösen Norden in einer vom Norden fett finanzierten Hängematte gut gehen lassen, werden die Kuh nicht schlachten, die ihnen ewigen Milchfluss verspricht. Deutschland und sein südöstlicher Wurmfortsatz werden sich heroisch ins Schwert stürzen und die Selbstkasteiung bejubeln, Untertan bleibt Untertan, und Frankreich wird es genießen, die Hauptmacht – poliitisch wie militärisch – der Union zu stellen und damit der Grande Nation mehr Macht zu verschaffen als Napoleon je erreicht hat.
    Die EU in der jetzigen Form mag keinen Bestand haben, aber der Zentralstaat der Kern-EU ist im Werden, auch ohne GB.

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