Brutal: Betriebsrat vs. Gewerkschaft

“…Die Anzeigen der Gewerkschaft gegen die Handelskette dayli (vormals Schlecker) wegen der Sonntagsöffnung von zwei Filialen schlägt auch hohe Wellen bei den Beschäftigten: Der gesamte dayli-Betriebsrat sei aus Protest gegen die Anzeigen am 6. Februar aus der Gewerkschaft ausgetreten, sagte dayli-Betriebsratsvorsitzende Eszter Udvardy zur APA. (“Presse“)

5 comments

  1. Thomas Holzer

    Dieser Betriebsrat scheint großen Mut zu besitzen, indem er sich für die Arbeitsplätze der eigenen Mitarbeiter einsetzt und nicht dem ÖGB gehorcht

  2. FDominicus

    Wird Ihnen nicht viel nützen. Denn die Gewerkschaften dürfen doch sicherlich auch in D Verträge für nicht Gewerkschafter abschliessen. Oder sollte Österreich hier weniger sozialistisch sein?

  3. Suwarin

    Also ist es möglich Sonntags ein Bistro zu betreiben, aber es ist absolut unredlich im selben Laden zur selben Zeit Drogerieartikel zu verkaufen?

    Kann mir bitte jemand, die dahinter stehende Logik erklären?

  4. Thomas Holzer

    @Suwarin
    😉 es geht schon lange nicht mehr um Logik.
    Es geht nur noch darum, den Bürger mit möglichst vielen Gesetzen zuzumüllen!

  5. KClemens

    FDominicus :
    Wird Ihnen nicht viel nützen. Denn die Gewerkschaften dürfen doch sicherlich auch in D Verträge für nicht Gewerkschafter abschliessen. Oder sollte Österreich hier weniger sozialistisch sein?

    Soweit ich weiß, gelten die Tarifabschlüsse streng genommen nur für Gewerkschaftsmitglieder. Es wird aber seitens der Unternehmerschaft allgemein so gehandhabt, daß alle Beschäftigten einer Tarifpartnerschaft von Gehaltserhöhungen oder anderen vertraglichen Vereinbarungen (Urlaub, Arbeitszeiten, etc.) profitieren.

    Suwarin :
    Also ist es möglich Sonntags ein Bistro zu betreiben, aber es ist absolut unredlich im selben Laden zur selben Zeit Drogerieartikel zu verkaufen?
    Kann mir bitte jemand, die dahinter stehende Logik erklären?

    Die liegt im deutschen Ladenschlussgesetz, nach der Sonntags Geschäfte geschlossen zu sein haben. Ausnahme sind Geschäfte z.B. an Bahnhöfen oder Flughäfen. Da darf aber nur “Reisebedarf” verkauft werden.

    Das führte nach einer Klage (Gewerkschaft? Kirche? Oder beide?) vor einiger Zeit zu einer neuen strikten Auslegung des Ladenschlussgesetztes in Berlin. So dürfen am Hauptbahnhof nur die Geschäfte öffnen, die Reisebedarf verkaufen. Darunter fallen z.B. Zeitungen, Tabakwaren (die man nicht mehr in der Bahn konsumieren darf). Vorher hatten alle möglichen Geschäfte am Hbf auch sonntags geöffnet.

    Jetzt dürfen sie das nicht mehr. Bei der Drogerie Rossmann im Hbf habe ich selbst schon an einem Sonntag gesehen, daß ein Teil des Ladens mit einem Band abgeteilt war, damit man nur “Reisebedarf” kaufen kann.

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