Buch: „Das war 2020: Lockdown, Freiheit, Migration“

Von | 3. Februar 2021

(ANDREAS TÖGEL) Alle Ereignisse des abgelaufenen Jahres wurden klar vom „Thema Nr. 1“, der Corona-Pandemie, überlagert und in der medialen Berichterstattung vielfach grob vernachlässigt. Die Pandemie steht zwar auch im Mittelpunkt vieler im vorliegenden Sammelband enthaltener Beiträge, doch der Autor unterzieht darin auch eine große Zahl anderer nationaler, wie internationaler Ereignisse einer kritischen Würdigung. Der gelernte Jurist Andreas Unterberger, ehemaliger Chefredakteur der Wiener „Presse“, der „Wiener Zeitung“ und seit vielen Jahren erfolgreicher freischaffender Internetblogger, ist einer der wenigen verbliebenen konservativen Journalisten in der durchgängig linkslastigen Medienzunft des Landes. Es kann daher nicht überraschen, dass seine Betrachtungen und Analysen, egal zu welchem Thema, nur selten mit denen des vom rotgrünen Zeitgeist diktierten Meinungshauptstroms übereinstimmen.

So fügt er sich etwa nicht in jenen Chor im Lande ein, der jede noch so freiheits- und verfassungsfeindliche Regierungsmaßnahme kritiklos bejubelt. Auch in Fragen des Kampfes gegen den angeblich menschengemachten Klimawandel, der Massenimmigration aus dem Orient und Afrika, sowie der Steuer- und Sozialpolitik, vertritt er durchwegs Positionen, die deutlich von der Linie des Meinungsjournalismus der meisten Medien abweichen.

Der Schwerpunkt der Beiträge liegt zwar auf Ereignissen, die mit der Alpenrepublik zu tun haben, doch werden auch Begebenheiten und/oder Persönlichkeiten von internationaler Bedeutung thematisiert – etwa die Entwicklung des Christentums in Europa, Papst Franziskus oder der Präsident der USA.

Wer regelmäßig den Internetblog des Autors liest, wird sich an viele der Textbeiträge erinnern. Wer nicht, der erhält mit dem Buch eine gute Übersicht über die Ereignisse des Jahres 2020, die eine erfrischende Alternative zum Einheitsbrei bietet, der von ORF & Co serviert wird.

Das war 2020: Lockdown, Freiheit, Migration
Andreas Unterberger
Verlag Frank&Frei
337 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-903236-42-4
19,90,- Euro

3 Gedanken zu „Buch: „Das war 2020: Lockdown, Freiheit, Migration“

  1. sokrates9

    Halte speziell die innenpolitischen Analysen von Unterberger perfekt,die er in seinem Blog wo er keine Zeilenbeschränkung hat auch bis in das letzte Detail schlüssig aufbereitet / aufbereiten kann..Euch die EU wird in vielen Beiträgen durchaus kritisch gesehen.
    Was mich stört ist die absolute irrationale Blindheit die ihm bei Rußlandthemen befällt wo man bei jeder Zeile die Vermutung hat dass er als Transatlantiker da entsprechend honoriert wird.

  2. Falke

    Neben der – oben von sokrates angesprochenen – konsequenten und blindwütigen Negativeinstllung zu allem, was mit Russland zu tun hat, fällt auch Unterbergers uneingeschränkte Bewunderung für den aktuellen Bundeskanzler auf. Tatsächlich kritsiert er – wie von Tögel angesprochen – auch die freiheits- und verfassungfeindlichen Maßnamen der Regierung, doch tut er so, als ob Kurz nichts damit zu tun hätte, sondern ausschließlicha andere Regierungsmitglieder (Innenminister, Justizministerin). Das glaubt doch wohl niemand.

  3. sokrates9

    Falke@ Stimme mit Ihnen über die 2 „Blinden Flecken“ von Dr. Unterberger überein. Glaube schon immer mehr dass er die Russlandartikel nicht selber schreibt. Ich kann mir nicht vorstellen dass ein derartig hervorragender logisch denkender Analytiker diese russischen Gespenstergeschichten von Novitschok oder Putins Palast glaubt. Putin lässt sicher kein Abenteuer von MIG fliegen über Tiefseetauchen, sibirischen Tiger streicheln aus, aber dass er einen10.000 m² Tanzpalst braucht glaub ich nicht, noch dazu wenn jetzt die EU wieder wegen Nawalny Sanktionen gegen Northstream plant. Was Kurz betrifft glaube ich dass Unterberger recht hat dass er eines der ganz wenigen rhetorischen/ Argumentationstalente Östereichs ist, vielleicht da mit Haider vergleichbar.
    Doch Dank seiner Jugend wertet er / fürchtet er den Coronatod von Vati und Mutti mehr, kann sich schwerer vorstellen was es heißt arbeitslos zu sein oder nun ein Kleinunternehmen was über Generationen aufgebaut wurde zu verlieren.
    Die Verfassung /Gesetzes hat sicher für ihn nicht die Bedeutung die es zB für einen Kreisky gehabt hat, der diese sicherlich nie gebrochen hätte. Die EU macht ja vor was Gesetze wert sind, da erkennt man nicht die Bedeutung einer Verfassung als „heiliger“ Volkswille der Priorität hat

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