Buch: “Die Radikalisierungsmaschine”

” (C.O.) Es kommt nicht allzu oft vor, dass ein eher trockenes Sachbuch von den Rezensenten so unterschiedlich beurteilt wird wie dieses. “Hut ab für diese Recherche! Gelungen ist Julia Ebner ein enorm faktenreiches Buch mit sehr hohem Erkenntnisgewinn. Außerdem ist es exzellent geschrieben: Sehr sachlich, distanziert, manchmal schwingt ein cooler, abgebrühter Unterton mit”, lobte ein Kritiker der deutschen ARD; die “Zeit” hingegen befand, dies sei “ein Buch von 334 Seiten, in dem nichts steht”. Und findet es “ähnlich schlicht wie ein Tom-Clancy-Roman, aber da gibt’s wenigstens U-Boote”. Das sitzt.  mehr hier

6 comments

  1. Herbert Manninger

    Die ,,ideologische Vergangenheitssehnsucht” der Rechten: Meint die Autorin damit auch die Sehnsucht nach Meinungsfreiheit und Abwesenheit von importierten Problemen?
    Von linken Zukunftssehnsüchten wie Meinungsdiktat, uneingeschränkter Einwanderung in die Sozialsysteme usw. wird wohl in diesem PC-Macherk nichts zu lesen sen. Dieses Vorurteil leiste ich mir, das Buch aber nicht.

  2. astuga

    Wow, Identitäre habe konspirative Treffen.
    Aber man kann sich mit falscher Identität und Perücke einschleichen… so ein Schmarrn!
    Ich war selbst noch nie dort, aber die Identitären haben regelmäßig Treffen deren Termine öffentlich bekannt gegeben werden und zu denen auch jeder kommen kann.
    Und bei der handvoll fixer Mitglieder kennt ohnehin jeder jeden (gibt davon auch Fotos im Internet)

    Im Ggs. dazu wüsste ich nicht, wie und wo man sich mit vermummten Antifanten friedlich treffen kann. Vielleicht über die ÖH, KPÖ, SJÖ oder die Grüne Jugend?
    Im übrigen ist bekannt, dass fast der komplette Social media-Sektor von Personen mit linker Gesinnung betrieben wird (siehe dazu einige Aufdeckergeschichten von Project Veritas, oder Timcast). Linksradikale und Social Justice-Aktivisten hatten und haben dort überwiegend immer noch Narrenfreiheit. Selbst die militanten, gewaltbereiten.
    Das galt lange auch für Jihadisten und andere Radikale, aber immerhin erleichterte das auch deren Überwachung und Informationsbeschaffung durch Nachrichtendienste.
    Was im übrigen auch für das Darknet zutreffen dürfte. Wäre seltsam wenn die CIA, NSA und andere keine Tor-Server unterhalten würden.

  3. astuga

    Nachsatz: wenn Frau Ebner nicht gerade Arabisch oder Türkisch beherrscht und zumindest Grundkenntnisse islamischer Religionspraxis kennt, dann wird sie nicht besonders tief in die Sphäre der Internet-Islamisten eingetaucht sein.
    Ich traue mir zu das zu beurteilen, weil ich mich nach 911 mehrere Jahre mit diesen Leuten befasst und mit ihnen diskutiert und gestritten habe.
    Die sind dort nämlich auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen…

  4. Falke

    Ein von der radikal links-grünen ARD hochgelobtes Buch ist mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Das bestätigt sich auch sehr bald: Das Buch ist voll von allen möglichen “rechten” Netzwerken, von den noch viel gefährlicheren gewalttätigen linken Gruppierungen, deren Ziel ja tatsächlich die Abschaffung der Demokratie ist, liest man aber nichts.

  5. astuga

    Die Dame hat ja ua. auch bereits in der Antonio Amadeu Siftung der ehemaligen Stasi-Tante Kahane publiziert (Quelle: Wikipedia).
    Sagt eh schon alles…
    Ich hab mir auch ein Video von ihr angetan, außer Plattitüden hat es da aber wenig an Gehalt.

    Und anders als sie einseitig behauptet gibt es zwischen fundamentalistischem Islam und Linksradikalismus mindestens ebenso viele Gemeinsamkeiten als beim Rechtsradikalismus.
    Siehe ua. was der dt.-iranische Schriftsteller Said 2009 über die Linke und Khomeini geschrieben hat…

    “Der spätere Bundesaußenminister Fischer etwa schrieb im Frankfurter Stadtmagazin Pflasterstrand einen Artikel mit der Überschrift ‘Das wilde Kurdistan’. Darin vertrat er die These, dass ohne Religion keine Revolution mehr möglich sei.
    Die ganze europäische Linke hat in Khomeini sogar eine Art dritten Weg gesehen, also nicht kapitalistisch, nicht sozialistisch. Und ich erinnere mich an eine Rede von Daniel Cohn-Bendit, in der er diesen dritten Weg entschieden begrüßte.”

  6. Johannes

    Es hat für mich den Anschein als würde Frau Ebner es nicht wagen den Islamismus den politischen Islam, den Salafismus, die vielen Unterformen extrem rückwärts gerichteter Islamischer Verbände, den Sumpf aus dem an die 150 in Österreicher lebende Djihadisten nach Syrien gingen um auf das grausamste zu morden, das Umfeld aus dem diese Leute kamen, die Kreise in dehnen eine solche Radikalisierung stattgefunden hat, aufzuzeigen ohne sich dafür ein Feigenblatt zu suchen.

    Und dieses Feigenblatt sind die Identitären. Es ist mir keine einzige Gewalttat bekannt welche den Identitären, als Verein, zuzurechnen wäre. In Graz wollte sie die Staatsanwaltschaft zu Dutzenden ins Gefängnis stecken, alle wurden freigesprochen.

    Die Identitären mit den 150 Terroristen die von Österreich nach Syrien gingen um zu morden in einen Topf zu werfen macht die Dame unglaubwürdig in meinen Augen.

    Ich bin kein Mitglied und kein Anhänger der Identitären aber ich bin ein Anhänger der Freiheit und wenn Menschen wegen ihres Patriotismus zu Nazis erklärt werden ist nach meiner Meinung Manipulation, Stigmation und Berechnung im Spiel.

    Ich weiß nicht ob Frau Ebner die Härte hatte die schrecklichen Bilder der Verbrechen des IS genau zu betrachten
    aber eines sollte doch klar sein diese barbarischen unglaublich grausamen Taten von Schwerverbrechern mit einem Haufen österreichischer Jugendlicher zu vergleichen steht in keiner wie immer gearteten Relation.

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