Buch: „The Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)”

Von | 8. August 2020

(ANDREAS TÖGL) Die weitgehende Säkularisierung der westlichen Welt bringt es naturgemäß mit sich, dass religiösen Fragen kaum noch Bedeutung beigemessen wird. Eine der Konsequenzen dieser Entwicklung ist die ebenso weit verbreitete wie verhängnisvolle Fehleinschätzung, dass alle Religionen, wenn schon nicht gleich, so doch einander weitgehend ähnlich wären und sich ausschließlich mit Fragen des Jenseits auseinandersetzen würden. Dem ist indes nicht so.

Der Islam die einzige der großen Weltreligionen, in der die „Goldene Regel“ nicht gilt – jedenfalls nicht für Kuffar (pejorative Bezeichnung für Ungläubige) -, die eine Trennung von Kirche und Staat nicht kennt und darüber hinaus einen Absolutheitsanspruch auf die Weltherrschaft erhebt. Dies ist eine Bedrohung für die aufgeklärt-westlich-liberale Lebensweise,infolgedessen ist es hoch an der Zeit, sich mit dieser Politreligion zu beschäftigen und sich über deren Glaubensgrundsätze (oder Ideologie) und Ziele Klarheit zu verschaffen. Diesem Zweck dient das vorliegende Buch.

Der Autor, der bereits mehrere profunde Arbeiten zum Islam vorgelegt hat, gliedert sein Werk in drei Teile: die ersten neun Kapitel bieten eine grundlegende Übersicht über den Islam, seinen Propheten, seine gewaltsame Verbreitung, sein Verhältnis zur Stellung der Frau in der Gesellschaft, seine Haltung zur Wissenschaft und zum Umgang mit den „Ungläubigen“.

Der fünf Kapitel umfassende zweite Teil ist den christlichen Kreuzzügen ins „Heilige Land“ gewidmet, deren Vorgeschichte, Erfolgen, Misserfolgen und Konsequenzen für das Abendland.

Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem dieser Tage laufenden Jihad, dem „heiligen Krieg“ der islamischen Umma (der Gemeinschaft der „Rechtgläubigen“) gegen das „Haus des Krieges“, das alle (noch) nicht unter dem Joch des Islam und der Scharia stehende Gesellschaften umfasst. Wenn vom Islam als einer „Religion des Friedens“ schwadroniert wird, muss man wissen, dass dieser Frieden nur innerhalb des „Hauses des Friedens“ gilt – also innerhalb der islamischen Welt. Dagegen ist jeder „Rechtgläubige“ von Allah dazu aufgerufen, sein Leben zwecks Verbreitung des Islams in den Dienst des heiligen Krieges gegen die Kuffar zu stellen. Daran hat sich seit Mohammeds Flucht aus Mekka im Jahre 622 nichts geändert.

Der Autor bestreitet nicht die Existenz moderater Muslime, die sich durchaus mit einem Leben in der „gottlosen“ Welt der „Ungläubigen“ arrangieren könnten. Darauf allerdings kommt es nicht an. Was zählt, ist der Hauptstrom der Entwicklung der islamischen Umma, und die geht weltweit, insbesondere in den westlichen Ländern mit starken muslimischen Minderheiten, zurück zu den Wurzeln, zum „reinen Islam“ wie er vom Propheten als unumstößliches und nicht zu interpretierendes oder reformierendes Wort Allahs der Welt verkündet wurde.

Wer allen Ernstes meint, eine liberale, demokratie- oder europakompatible Version des Islam hätte auch nur den Funken einer Chance, sich gegen die seit vielen Jahrzehnten stetig wachsenden Kräfte der Reaktion durchzusetzen, sollte sich dringend einen Überblick darüber verschaffen, wie die kontemporären Strömungen im „Haus des Friedens“ laufen.

An vielen dafür geeigneten Stellen kontrastiert der Autor Aussagen und Anweisungen der beiden Religionsstifter Jesus Christus und Mohammed miteinander. Der Vergleich lässt kaum Fragen offen: auf der einen Seite der unpolitische Mann des Friedens, dessen „Reich nicht von dieser Welt ist“, auf der anderen Seite ein Warlord, der an der Notwendigkeit des Einsatzes roher Gewalt zur „Befriedung“ der Kuffar keinen Zweifel aufkommen lässt und der die Herrschaft des Islam über die Welt zum Ziel erklärt.

Das Buch, das auch zahlreiche Empfehlungen für weiterführende Literatur enthält, eignet sich hervorragend als Einstiegslektüre zum Thema Islam.

 

The Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)

Robert Spencer

Regnery Publishing, Inc.

270 Seiten, broschiert, ISBN: 978-0-89526-013-0

17,95,- Euro

7 Gedanken zu „Buch: „The Politically Incorrect Guide to Islam (and the Crusades)”

  1. nator

    Kann diese Empfehlung nur bestätigen. Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen und ist ein Augenöffner, geschrieben von einem absoluten Fachmann.

  2. astuga

    “Wer allen Ernstes meint, eine liberale, demokratie- oder europakompatible Version des Islam hätte auch nur den Funken einer Chance, sich gegen die seit vielen Jahrzehnten stetig wachsenden Kräfte der Reaktion durchzusetzen, sollte sich dringend einen Überblick darüber verschaffen, wie die kontemporären Strömungen im ‘Haus des Friedens’ laufen.”

    Das ist wohl der wichtigste Punkt der von Islamverstehern und Jihadleugnern gerne übersehen wird.
    Da wird dann gerne davon geredet, dass der Islam halt eine Entwicklung ähnlich dem Christentum erst noch durchlaufen müsse.
    Eben eine Art Aufklärung usw.

    Aber abgesehen davon, dass aus unterschiedlichen Gründen im lateinischen Christentum bzw im Westen das Potential für solch eine Entwicklung bereits angelegt war.
    Auch das Christentum im Westen hat diesen Prozess ja nicht freiwillig durchlaufen, trotz aufgeschlossener Denker und Kleriker, die es so im Islam nicht gibt.
    Meint: ad fontes (zu den Quellen) bedeutete im Christentum eine geistige Öffnung.
    Im Islam bedeutet das zurück zu den Quellen zu gehen bloß Salafismus.
    Muhammed war eben kein Jesus, die 5 rechtgeleiteten Kalifen (bis auf Abu Bakr alle ermordet von anderen Muslimen) keine Evangelisten, und die arabische Stammeskultur keine griechisch-römische Antike.

    Setzt man für eine Generation 30 Jahre an, dann müssten die muslimischen Kinder und Jugendlichen heute liberal und geistig aufgeschlossen sozialisiert werden, um in 20 bis 30 Jahren eine Veränderung zu bewirken.
    Von solchen Strömungen im Islam ist aber nichts zu bemerken (weder im isl. Raum selbst noch bei Muslimen im Westen).
    Und das wäre noch das beste Szenario!
    Aber angesichts der fortgesetzten Einwanderung von Muslimen hat Westeuropa ohnehin nicht mehr so viel Zeit.

  3. Hausfrau

    Es ist halt nicht einsehbar, daß grad Europa der Ort für einen derartigen sinnlosen Feldversuch sein sollte.

  4. Sokrates9

    Kann ein Muslim eine europäische Verfassung anerkennen?Kann er nicht.Was passiert mit Leuten die sich nicht an unsere Spielregeln halten wollen?Streichen aller Subventionen und raus damit!Es gibt genuuegend moslemische LänderDass die meisten shitholecountries sind ist nicht unser Problem.

  5. Johannes

    Die Linke in Europa bereitet den Boden auf für die Übernahmen durch eine politische Religion.
    Gehorsamkeit, Meinungsbeschränkung, Feindschaft auf alle welche linke Dogmen in Frage stellen, Bekämpfung der anderen Meinung, sie als verwerflich und nicht tolerierbar darzustellen, alle die nicht mit der linken Bewegung sympathisieren sind “Ungläubige“ , “Leugner“, “Rassisten“. Es gibt nur das eine Gutmenschentum wer daran zweifelt verliert seinen Job, wird als Selbständiger in den Ruin getrieben und schon bald droht für nonkonformes Verhalten die Androhung von Strafen.

    Alles ideale Vorbereitungen um der Religion des Friedens den Weg zu ebnen.

  6. astuga

    @Sokrates9
    Manche gehören zu den ärmsten Ländern, einige zu den reichsten Nationen der Welt.
    Interessanterweise ist der Islam gerade in den reichen isl. Ländern am radikalsten.
    Und wird durch deren Finanzkraft überhaupt erst weltweit exportiert.

    Was auch mit dem Mythos aufräumt die Ursache für Islamismus wären Armut und Elend.

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