Buchbesprechung: Die Klimakatastrophe – ein Fehlarlarm?

Von | 1. Oktober 2013

(ANDREAS TÖGEL) Menschenverachtung, Hybris und Machbarkeitswahn – gewürzt mit dem ebenso romantischen wie unsinnigen Glauben an ein konservierbares, „natürliches Gleichgewicht“ des Weltklimas. So könnte man jene Gedanken zusammenfassen, die das Fundament des Kampfes gegen den angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel bilden. Die Menschheit als Masse vernunftbefreiter oder gar bösartiger Schädlinge, die eine – ohne ihr Zutun – perfekte Welt rücksichtslos zerstört. Für die Protagonisten dieses seltsamen Menschenbildes ist die behauptete, bis dato indes unbewiesene Zunahme der CO2-Emissionen als Ursache des Ansteigens der globalen Temperatur, das ideale Vehikel zur Durchsetzung der von ihnen angestrebten, totalitären Politik. In einer allen Regeln der Wissenschaft zuwiderlaufenden Weise werden nicht etwa sämtliche das Klima beeinflussenden Faktoren zur Beurteilung und Prognose der künftig zu erwartenden Veränderungen untersucht, sondern aus deren gewaltiger Fülle wird – willkürlich – ein einzelner herangezogen, um eine dräuende Apokalypse zu konstruieren. Daß die wechselnde Sonnenaktivität, Veränderungen des Magnetfeldes der Erde, die Ausrichtung der Erdachse, die Wasserdampfsättigung der Erdatmosphäre und Dutzende andere Parameter, sowie deren bis heute nicht geklärten Rückkoppelungseffekte, einen der CO2-Konzentration mindestens gleichwertigen Einfluss auf die Klimaentwicklung haben, wird vom Hauptstrom der Klimawissenschaften totgeschwiegen. Der These von der anthropogenen Erdeerwärmung zuwiderlaufende Fakten werden ausgeblendet.

Daß aus Gletschern in den Schweizer Alpen heute Jahrtausendealte Baumstämme ausapern, die einen eindeutigen Beleg dafür liefern, dass lange vor der industriellen Revolution (und der damit verbundenen Kohldioxidproduktion) weit höhere Temperaturen geherrscht haben – das Klima sich also ständig massiv verändert – wird glatt ignoriert. Daß seit nunmehr 15 Jahren keine Zunahme der Durchschnittstemperaturen gemessen wird – was völlig unmöglich wäre, wenn die behauptete Zunahme der Kohlendioxidemissionen dafür tatsächlich ursächlich sein sollte – wird entweder nicht zur Kenntnis genommen oder durch – schlag nach bei Popper – wissenschaftstheoretisch unzulässige Hilfshypothesen erklärt. Den der politischen Klimareligion kritisch gegenüberstehenden Geistern wird entweder Korruption unterstellt, indem etwa faktenwidrig behauptet wird, sie alle stünden im Sold der Ölindustrie, sie werden der Lächerlichkeit preisgegeben, oder man verweigert ihnen schlichtweg jeglichen Dialog. Die als „Klimaskeptiker“ denunzierten Wissenschaftler werden behandelt, als würden sie völlig abwegige Behauptungen aufstellen, so als würden sie behaupten, der Erdmond bestünde aus Emmentaler Käse. Ein seriöser wissenschaftlicher Diskurs sieht anders aus! Eine Wissenschaft, die sich gegen ihre Kritiker zu immunisieren trachtet, indem sie ihre Thesen durch deren quasireligiöse Überhöhung der Falsifikation entzieht, mutiert zur puren Ideologie.

Es geht bei diesem Thema eben schon lange nicht mehr um Wissenschaft, sondern um politische Macht und viel, viel Geld. Der Mensch ist, als Warmblüter, seiner Natur nach, der geborene Energieverschwender. Er produziert sein Leben lang, durch seine bloße Atmung, Unmengen von Kohldioxid. Wer also die Kontrolle über die CO2-Emissionen der Menschheit anstrebt, der strebt nach der totalen Macht. Hier scheinen die wahren Motive der Klimareligiösen zu finden zu sein. Der Autor tritt indes der These entgegen, wonach auf der Agenda der Klimaretter in Wahrheit der Kampf gegen den Kapitalismus steht, der sich als wahrer Wohlstandsgenerator erwiesen und dadurch den Kampf der Systeme gegen den Sozialismus für sich entschieden hat. Er billigt den Protagonisten des Kampfes gegen die Erderwärmung tatsächlich das aufrichtige Ansinnen zu, die Welt retten zu wollen. Gut gemeint ist indes stets das Gegenteil von gut gemacht. Der Billionenschwere Kampf gegen das CO2 bedeutet eine auf katastrophale Weise in die falsche Richtung führende Politik. Eine Politik, die auf die weltweite zentrale Planung und Lenkung allen menschlichen Handelns – und damit auf eine unangebrachte Anmaßung von Wissen hinausläuft. Damit verbunden ist eine unverantwortliche Ressourcenvergeudung, die am Ende zur Verarmung großer Teile der Menschheit – und damit zu gewaltigen internationalen Verwicklungen führen wird. Deren Folgen werden sich als weit kostspieliger erweisen, als es eine mit kühlem Kopf angegangene Vorbereitung auf eine allfällige globale Klimaänderung je sein könnte. Schon in der Vergangenheit lieferte die Wissenschaft reihenweise Fehlprognosen: in den 60er Jahren wurde vor einer bevorstehenden Eiszeit gewarnt. Danach vor dem Waldsterben infolge „sauren Regens“. In den 70er Jahren vor dem unmittelbar bevorstehenden Ende der Rohstoffreserven (Eröl und –Gas). Dann kam das Ozonloch in Mode, das uns allen Hautkrebs bescheren sollte. Nichts davon wurde wahr und jedermann kann sich davon überzeugen.

Nun treibt die Wissenschaft die nächste Sau – den Klimawandel – durchs globale Dorf. Der allerdings entzieht sich der unmittelbaren Überprüfbarkeit, da dessen behauptete Konsequenzen nur in den Modellrechnungen der „Fachleute“ stattfinden. Daß die wenigsten davon übrigens Meteorologen sind, sondern die Szene vielmehr von Mathematikern und Computerexperten dominiert wird, die sich lediglich auf die Entwicklung von Klimamodellen verstehen, ist ein nicht uninteressanter Aspekt dieser Thematik. Bertrand Russel stellte einst treffend fest: „Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten.“ Alle Experten? Keineswegs! Der von den Hohepriestern des Klimawandels behaupteten Konsens hinsichtlich der vom Menschen produzierten CO2-Emissionen als Ursache der globalen Temperaturzunahmen, existiert nicht. Namhafte Fachleute, darunter auch Nobelpreisträger, bestreiten sowohl die Temperaturrelevanz der CO2-Konzentration, als auch eine nennenswerte Beteiligung des Menschen daran. Daß diejenigen, die am lautesten gegen dem Klimawandel trommeln allesamt mittelbar oder unmittelbar im Sold jener Regierungen stehen, die sogar mit dem Teufel paktierten, würde sie das in die Lage versetzen, dadurch ihre Macht weiter auszudehnen, sollte zu denken geben. Fazit: die staatlich finanzierten Klimawissenschaften sind mindestens genauso korrupt wie der staatsnahe Kulturbetrieb: Wes´ Brot ich ess´, des´ Lied ich sing´. Wer als „Experte“ der hohen Politik keine deren Zielen dienenden Ergebnisse liefert, ist schnell weg vom Fenster. Keine Forschungsmittel, keine hoch dotierten Beraterposten, keine Karriere, keine Macht. Staatlich besoldeten „Wissenschaftlern“ weiter über den Weg zu trauen, als man sie schmeißen kann, läuft unserer Tage auf puren Leichtsinn hinaus…!

Das Buch ist – wenn auch passagenweise etwas ermüdend und redundant geschrieben – eine Pflichtlektüre für alle Zeitgenossen, die eine erschöpfende Zusammenfassung der an der Klimadebatte beteiligten Institutionen und deren jeweilige Positionen suchen. Hier werden sie fündig.

Die Klimakatastrophe – ein Fehlalarm

Ulfried Weißer Diplomica-Verlag 2012

375 Seiten, broschiert ISBN 978 3 8428 8408 3 € 49,50,-( Tagebuch)

15 Gedanken zu „Buchbesprechung: Die Klimakatastrophe – ein Fehlarlarm?

  1. aneagle

    Machtergreifung in 11 Schritten, schlag nach bei: ja wem wohl?

    a-man nehme: eine völlig hirnrissige, auf jeden Fall unbeweisbare, Theorie,
    (wahlweise apokalypse, rassereinheit , klimawandel, spekulantentum, maikäferunzucht, etc)
    b-überzeuge einen Haufen schlichter Wichtigtuer
    c-bilde die Partei der nützlichen Idioten, Ziel: jeder kann was werden! reich-mächtig-wichtig!
    d-wandle die Theorie zur Religion, aus Parteigängern werden Gläubige, bzw. Erleuchtete
    e- drohe mit dem Weltuntergang (=ganz wichtig!)
    f- lasse dich, als selbsternannter Retter, demokratisch zum Religions-Schützer wählen
    g- installiere eine Religionspolizei zur Unterdrückung anders Denkender, sog. “Leugner”
    h- inhaftiere alle Religions-Skeptiker(die bilden die Produktionskraft deines Reichtums)
    i- schaffe, zum Wohle der Religion, eine weit verzweigte Ideologieindustrie, mit tätigen NGO´s
    j- ermächtige mittels Schädlingsgesetzen deine NGO´s die Inhaftierten zu enteignen
    k-leite den Reichtum in deine Taschen um! VOILA! – FASCHISMUS FUNKTIONIERT !

    und? bei welchem Schritt sind wir heute schon(erst)? 🙂

  2. J.Peer

    Am 9.Sept. 2013 wurde in der B.Z. Berlin berichtet, daß die Eisfläche am Nordpol zwischen Aug. 2012 und Aug. 2013 um 60 % zugenommen hat. Fast die ganze Nord-West-Passage ist zugefroren und mehr als 20 Schiffe mußten von Eisbrechern befreit werden.Satellitenbilder der NASA welche diese Zunahme zeigen wurden abgedruckt.
    Im Kommentar heißt es dann – die Wissenschaftler sind ratlos und “das Einzige was sicher ist, ist unsere Ungewissheit. Alle die Berechnungsmodelle der Vergangenheit haben offenbar den Einfluß von Kohlendioxyd überschätzt.”
    Nun, das muß wohl so sein, denn sonst könnte die Eisfläche nicht in nur einem Jahr so stark zunehmen.
    Es paßt in das Bild, in keinem anderen Medium hat man von dieser Meldung gehört. Von einem weiterm Anstieg des Meerespiegels und anderen “dazugehörigen” Aussagen konnte man seitenlang lesen.
    Wohl eine Bestätigung der o.a. Einschätzungen.

  3. Pingback: Klimawandel gleich Bewußtseinswandel – Zeit für eine neue Religion? | Ultimative Freiheit Online

  4. Wettbewerber

    @aneagle
    Ich würde sagen, außer “h” und “j” sind alle Punkte längst Realität. manche stecken vielleicht noch in den Kinderschuhen (“g”) oder haben noch gehörig Ausbaupotential (“i”).
    Nochmal zu “j”: Die Enteignung nimmt einfach der Staat vor, nachdem die Volksverräter ja nur noch die veröffentlichte Meinung umzusetzen haben. Der Spritpreis lässt sich bestimmt noch etwas verteuern. Die Klimarettung ist damit jedenfalls gesichert! 😉

  5. Christian Weiss

    Da man ja davon ausgehen kann, dass ein allfälliger Klimawandel nicht nur negative Auswirkungen hat, sondern an vielen Ecken auch ausgesprochen positive: Haben Menschen, die in profitierenden Gegenden leben, nicht eigentlich das moralische Recht, für den Klimawandel zu kämpfen? Und wenn man jetzt mal davon ausgeht, dass eben doch das Kohlenstoffdioxid für den Wandel verantwortlich ist: Dürfen die dann mit ihren Range Rover, S-Klasse Mercedes, Hummer, Viper den ganzen Tag ihre Strassen rauf und runter donnern, damit der Klimawandel doch kommt?

    Dann eine weitere Frage: Wenn die Sozialdemokraten, die Grünen und die vielen anderen Klimaapokalyptiker so furchtbar Angst haben, warum sind dann diese Kreise für eine Energiewende, die erwiesenermassen den CO2-Ausstoss ansteigen lässt? Warum wird nicht Kernenergie, Kernenergie und noch mehr Kernenergie propagiert?

    Und wie schaut es aus mit der Bevölkerung? Wer gegen nazistische Methoden wie Zwangssterilisierung, Vergasung und Massenerschiessungen ist, aber dennoch die Weltbevölkerung und damit die ökologischen Auswirkungen eindämmen will, muss doch den Wohlstand steigern, nicht ihn vernichten. Denn erstens senkt steigender Wohlstand die Geburtenquote und zweitens gibt es überzeugende Umweltschutzmassnahmen eigentlich vor allem in reichen Ländern. Als Umweltschutzweltmeister gelten in vielen Erhebungen Norwegen und die Schweiz.

  6. Wettbewerber

    @Christian Weiss
    Ob steigender Wohlstand wirklich die Geburtenrate senkt, könnte auch wieder so ein Ammenmärchen sein, das man uns Dummvölklern eingebläut hat, um … (naja, setzen Sie da ein, was immer Sie für realistisch halten mögen). Es gibt mE viel mehr Gegenbeispiele: Deutschland im 19. Jahrhundert etwa, ebenso all die sogenannten “Schwellenländer” oder “Entwicklungsländer” an der Schwelle zum “Schwellendasein” – da scheint der wachsende Wohstand genau das Gegenteil zu erzeugen, und es macht auch Sinn (mehr Nahrung, bessere Medizin, undundund).

    Die Theorie, die ich gehört habe, klingt für mich mindestens so plausibel, die die herrschende Auffassung: Unsere Geburtenrate sinkt, weil es eben zur Aufrechterhaltung eines gewissen Lebensstandards ein Schuss ins Knie ist, Kinder zu bekommen. Weil wir (Leistungswilligen) längst weit mehr als die Hälfte der von uns geschaffenen Wertschöpfung abzuliefern haben, großteils an Leute, die zwar arbeiten, aber keinerlei Wertschöpfung erbringen (Politiker und Beamte/Vertragsbedienstete). Insofern also kein Wunder, oder? Und von wegen “wachsender Wohlstand”.

    Mal sehen, was Sie dazu sagen.

  7. Matthias Wolf

    Der wissenschaftliche Teil ist Punkt für Punkt völlig über Gebühr verkürzt. Ganz offensichtlich hat der Autor keine Ahnung, wovon er schreibt – es würde hier zu weit führen, das im Einzelnen auseinanderzusetzen. Weder wird irgendetwas verschwiegen, wie der Autor es behauptet, noch ignoriert, sondern im Gegenteil, es werden noch so kleine Details berücksichtigt. (Nehmen Sie als Belegbeispiel den zitierten Satz: »«)

    Lassen Sie mich einen Satz zur Illustration heraus greifen: » Er [der Mensch] produziert sein Leben lang, durch seine bloße Atmung, Unmengen von Kohldioxid.« Das klingt oberflächlich sehr plausibel, ist aber blanker Unsinn, weil sämtlicher Kohlenstoff aus dem Körper über die Nahrung zugeführt wurde, der in der Nahrungskette letztlich (›erstlich‹) von Pflanzen gebunden wurde und die Bilanz im biologischen Kohlenstoffkreislauf somit 0 ist. SOlange ein Tier lebt, führt es nur aufgenommenen (und vorher der Atmosphäre entzogenen) Kohlenstoff in die Atmosphäre zurück.

    Auch der wissenschatftliche Diskurs ist in Ordnung: die Argumente werden samt und sonders sorgfältig überprüft – sie halten eben nur nicht. Das lässt die zornig werden, die sie vortragen, aber an der Korrektheit ihrer Falschheit ändert das nichts.

    Zusammenfassend muss ich sagen, dass das für mich nicht nach einer » eine[r] erschöpfende[n] Zusammenfassung der an der Klimadebatte beteiligten Institutionen und deren jeweilige Positionen«, sondern nach Ihrer Inhaltsbeschreibung, s.g. Hr. Tögel, scheint das Werk ausgesprochen einseitig zu sein.

    Natürlich gibt es – abseits des Boulevards, wo beide Seiten nur noch mit verbalen Keulen aufeinander einzudreschen scheinen – auch einen seriösen, wissenschaftlichen Diskurs. Wer den verfolgen will, dem sei die ›Klimazwiebel‹ wärmstens empfohlen, wo, der eigenen Beschreibung nach ›im Sinne des ‘honest broker’‹, beide Seiten zu Wort kommen. Aber vergessen Sie am besten alles, was in Buchform veröffentlicht wird. Alles. (Es gibt gute Sachen auch, aber so ist man auf der sichren Seite.)

    Beste Grüße
    Matthias Wolf

    http://klimazwiebel.blogspot.co.at/

  8. Matthias Wolf

    An die Moderation: bitte die Klammer »(Nehmen Sie als Belegbeispiel den zitierten Satz: »«) « zu löschen – ich wollte das auf die Aussage über die Unsicherheit beziehen, aber es ist nicht klar, ob das von einem Wissenschaftler oder dem Buchautor gesagt wurde. Danke!

  9. Matthias Wolf

    Doch ein Buchtipp fällt mir ein: »Heiße Luft« des leider viel zu früh verstorbenen ›Vater der österreichischen Klimaforschung‹ Reinhard Böhm. Gratis abrufbar auf http://austria-forum.org/ebook/wbin/ambrosius.html#layer=default1&book=Sachbuch/Heisse_Luft&pagenum=0&thumbview=2p&pageid=cover_vorne

    Dort finden tatsächlich gleichermaßen Skeptiker wie ›Klimabewegte‹, wie Böhm sie nennt, eine ausgewogene und umfassende Darstellung dessen, was wir wissen, was wir vermuten (und warum) und vor allem, mit welchen ›harten‹ und ›weichen‹ Fakten diverse Standpunkte unterfüttert sind.

  10. gms

    Matthias Wolf,

    selbstredend ist, wie Sie zutreffend anmerken, die Prämisse von wegen: “Der Mensch selbst atmet Co2 aus, also ..”, ein nicht aus der Welt zu bekommender Unfug. Auch ist anzuerkennen, daß viele echte Wissenschaftler sich redlich mit der Thematik auseinandersetzen und nicht ausnahmslos alle Beteiligten opportunistische Scharlatane sind.

    Dennoch ist der Befund valide, wonach die Suppe selbst verdammt trübe ist und zugleich von bestimmten politischen Richtungen gezielt aufgekocht wird, deren Kardinaluntugend die Anmaßung von Wissen ist. Die ganze Sache stinkt inzwischen nicht nur den Bürgern, sondern sogar der eigens für diese Zwecke inthronisierten EU-Kommissarin Hedegaard, aufdaß diese unlängst zurückruderte und bekannte: “EU policy on climate change is right even if science was wrong.” [1]

    Fakt ist, daß es in der ganzen Chose nicht nur nichts Gesichertes gibt, sondern daß für die Gesellschaftsklemner es inzwischen auch keine mehr Rolle mehr spielt, wie die Sachverhalte wirklich ineinander greifen. Wenn tatsächlich ein menschengemachter Wandel stattfindet, so mit Sicherheit jener, mit welcher Unverfrorenheit speziell in Europa die Menschen drangsaliert werden.

    [1] telegraph.co.uk/earth/environment/climatechange/10313261/EU-policy-on-climate-change-is-right-even-if-science-was-wrong-says-commissioner.html

  11. Andreas Tögel

    Sehr geehrter Herr Wolf,
    in der komprimierten Form meiner Rezension mag es so scheinen, daß der Autor sich klar auf die Seite der “Klimaskeptiker” schlägt. Er findet indes auch für diese durchaus kritische Worte.
    Zur Sache selbst aber, ein paar Punkte, welche den Sinn des hysterischen Feldzuges gegen das Kohlendioxid massiv in Frage stellen:
    Es gab vor der verstärkten CO2-Emission infolge der industriellen Revolution wesentlich wärmere Perioden auf der Erde. Zu diesen Zeiten gab es faktisch keine Gletscher. Offensichtlich sind also (auch) andere Faktoren als das CO2 für die Temperaturentwicklung maßgeblich.

    Sollte es stimmen, daß verstärkte Kohlendioxidemissionen zu einer damit in einer unmittelbaren Verbindung stehenden Erderwärmung führen, wie wären dann die seit 15 Jahren stagnierenden Durchschnittstemperaturen zu erklären, da doch die emittierten Mengen (und die absolute Konzentration) dieses “Treibhausgases” seither kräftig zugenommen haben?

    Einen Beweis für den “Treibhauseffekt” des CO2 (und anderer “Treibhausgase”, wie Methan oder Lachgas) gibt es bis heute nicht. Ein Treibhaus zeichnet sich bekanntlich dadurch aus, daß es nach oben abgeschlossen ist. Wo wäre das bei unserer nach oben offenen Erdatmosphäre der Fall?

    Wer ein mit Sodawasser gefülltes Glas erwärmt, stellt fest, daß verstärkt CO2 ausperlt. Kaltes Wasser bindet mehr dieses Gases, als warmes. Es gibt starke Hinweise darauf, daß die CO2-Konzentration deshalb der Temperaturentwicklung folgt (und ihr nicht vorausgeht!), weil die Ozeane dessen “Hauptbindemittel” bilden.

    Schließlich steht es außer Frage, daß ein “Klimaskeptiker” heute keine Chance auf eine Karriere im durch und durch korrupten staatlichen Wissenschaftsbetrieb hat. Es ist, als ob ein “Austrian” versuchen würde, einen VWL-Lehrstuhl in Wien zu bekommen: völlig undenkbar. Wer nicht die Trommel für die paternalistisch-anmaßende Regierungspolitik schlägt, muß auf die Rente warten, um die Wahrheit gelassen aussprechen zu können. Auch dafür liefert das besprochene Buch übrigens eine Menge Beweise…

    Wenig erfrischendes Résumé: alles, was einst König Midas berührte, wurde zu Gold. Alles, was heute demokratisch gewählte Regierungen in die Hand nehmen, wird zu Scheiße…
    Mit freundlichem Gruß,
    A. Tögel

  12. Matthias Wolf

    »…Alle die Berechnungsmodelle der Vergangenheit haben offenbar den Einfluß von Kohlendioxyd überschätzt.”
    Nun, das muß wohl so sein, denn sonst könnte die Eisfläche nicht in nur einem Jahr so stark zunehmen.«

    Sg. Herr Peer, das ist keineswegs zwingend. Hier nur zwei laienhaft Ideen – vielleicht liege ich mit einer oder der Kombination aus beiden gar nicht so falsch:

    ° Die Temperatur hängt maßgeblich von dynamischen Transportprozessen in der Atmopshäre ab. Wenn in einem Jahr – aus welchem Grund auch immer – weniger Energie in polare Regionen transportiert wurde, wird es dort kälter, weil die Abstrahlung unvermindert weitergeht. So ein Effekt hätte keinen Einfluss auf die Durchschnittstemperatur insgesamt, weil es dafür anderswo, wo die Energie nicht abtransportiert wurde, eben wärmer bliebe.

    ° Eisbildung hängt vom Salzgehalt des Wassers ab. Wenn abgeschmolzenes Eis den Salzgehalt an der Wasseroberfläche herab gesetzt hat (2012 war die Eisfläche besonders klein), dann steigt der Gefrierpunkt, und wärmeres Wasser kann gefrieren.

    Beides hat aber nicht das Geringste mit der Equilibriumstemperatur insgesamt zu tun. (Die größere Eisfläche ist übrigens ungefähr so groß ist, wie am 3.10.2011, aber keineswegs ›so groß wie schon viele Jahre nicht‹, wie ich bereits gelesen habe.)

    Sea Ice Monitor”

    Sehr geehrter qms,

    @ausgeatmetes CO2: das sind wir ja einig. Wenn ich diesen Unfug aber in einem ›Sachbuch‹ lese, muss ich den Rest der Arbeit ebenfalls infrage stellen, denn es ist auch für einen Uneingeweihten nicht schwierig, diesen Zusammenhang zu recherchieren. Das hat der Autor ganz offensichtlich nicht getan. Also gibt er im Buch augenscheinlich seine Meinung wieder, aber nicht ein Rechercheergebnis. Das ist legitim, solange man nicht den Anschein erweckt, dass es sich um ein Sachbuch handeln würde, das dem Leser qualitativere Information liefert als er im Boulevard und insbesondere von der Forschergemeinde erhalten würde (Forschergemeinde ≠ IPCC, wohlgemerkt! Allerdings basiert die Arbeit des IPCC auf jener der Forschergemeinde, die der Skeptikerfraktion nicht einmal ansatzweise).

    Sie haben durchaus recht: Der Befund ist valide, die Suppe ist trübe. Aber nicht deswegen, weil schlechte Köche eine trübe Suppe gekocht hätten, sondern weil in eine sehr sorgfältig gekochte Suppe von zwei völlig fanatischen Seiten wie irre alles Mögliche reingeschmissen wird, was sie für Zutaten halten.

    Die völlig hysterische Kommunikation (Marke IPCC, Kolb-Kromp) ist es, die die Reputation beschädigen. Um in Ihrem Bild zu bleiben: der Kellner, der die Suppe serviert, versaut sie, nicht die Küche.

    Dass es nicht nur Gesichertes gibt, wird Ihnen jeder Klimaforscher bestätigen. (Fragen Sie in der Küche nach und nicht beim Kellner: Lesen Sie bspw. die sehr sorgfältige Unterscheidung zwischen ›weichen‹ und ›harten‹ Fakten in der Klimaforschung, die Böhm in seiner ›Heißen Luft‹ vornimmt – Buchtipp siehe oben).

    Sehr geehrter Herr Tögel,

    lassen Sie mich meinen Schluss vorwegnehmen: der Befund ist in Ordnung (das heißt nicht, dass er vollumfänglich wahr ist, nur, dass er nach ›best practices‹ erstellt wurde und den Stand des Wissens widergibt). Lediglich seine Kommunikation ist hysterisch. Das ruft (nicht minder hysterische) Skeptiker auf den Plan, und der verbalen, völlig entbehrlichen und der Sache in jeder Hinsicht abträglichen Schlammschlacht ist der Weg gebahnt.

    Sie bringen einige häufig gehörte Argumente, Herr Tögel, die ich ebenfalls kenne. Deren Unausrottbarkeit macht sie aber nicht wahrer oder schlagkräftiger – ich habe mir die Mühe gemacht, sie eingehend zu prüfen (ich darf sagen, dass ich tatsächlich 100e Stunden darauf verwandt habe), und ich kann Ihnen berichten, dass die von Skeptikern landläufig vorgetragenen Argumente – bislang ist mir keine Ausnahme untergekommen – samt und sonders im besten Fall irrelevant, oftmals rundheraus falsch sind. Dabei halte ich ausdrücklich fest, dass ich weder Skeptiker bin noch Hysteriker, sondern mich einfach die naturwissenschaftlichen Grundlagen interessiert haben. (Und da sieht es, was das Endergebnis betrifft, für die Hysteriker grau, für die Skeptiker dunkelstschwarz aus.)

    @Warmperioden: das Problem ist nicht die Warmperiode als solche (die ist dem Planeten völlig egal), sondern dass durch die Einstellung einer neuen Equilibriumstemperatur Anpassungen wie z.B. Verschiebung von Küstenlinien zu erwarten sind. Nun ist es so, dass rd. 30% der Weltbevölkerung in Küstennähe leben, und Sie werden mir recht geben, Sg. Hr. Tögel, dass das in vorzeitlichen Warmperioden kein Problem war, heutzutage aber eines würde. Für (damals vergleichsweise kaum vorhandene) Infrastruktur gilt Analoges.

    Sie schreiben »Offensichtlich sind also (auch) andere Faktoren als das CO2 für die Temperaturentwicklung maßgeblich.« Selbstverständlich ist das so. Es behauptet ja auch niemand, dass CO2 der alleinige Temperaturantrieb ist. Eben das könnte ja eine Erklärung für die 15-jährige Stagnation liefern – aber es ist hahnebüchen, wenn der Autor auf dieser Grundlage behauptet, an der Erwärmungspause könne man sehen, dass die CO2-Wirkung überschätzt wird. Genausogut können andere Antriebe, die sich derzeit aus welchem Grund auch immer kühlend auswirken, unterschätzt worden sein.

    @»wie wären dann die seit 15 Jahren stagnierenden Durchschnittstemperaturen zu erklären, «

    Zum Beispiel durch ganz natürliche Klimavariabilität, die die Erwärmung in den letzten Jahren maskiert haben könnte. Beispielsweise war die Sonne in ihrem vergangenen Zyklus ungewöhnlich inaktiv, aber der nächste 11-jährige Fleckenzyklus steht bevor und es gibt keinerlei Möglichkeit der Vorhersage, das können wir nur abwarten. (Langfristig scheint es hier aber seit Beginn der Aufzeichnungen eine Abnahme gegeben zu haben)

    Aus gutem Grund wird (und wurde immer schon) die Temperatur gegen das 30-jährige Mittel gemessen, sodass eine 15-jährige Stagnation noch nichts Belastbares aussagt.

    Aber eine Gegenfrage habe ich schon: woher wissen Sie überhaupt von der 15-jährigen Stagnation, wo doch der ›durch und durch korrupte staatliche WIssenschaftsbetrieb‹ angeblich Ergebnisse fälscht und unterdrückt? (Bspw. habe ich den Vorwurf gelesen, dass ›sämtliche Zeitreihen nur bis 2000‹ gehen würden. Ich habe seit 2009 die ganze Zeit über verfolgt und es ist rundheraus falsch, die Zeitreihen waren zu jedem Zeitpunkt bis zum aktuellen Zeitpunkt einsehbar, völlig frei und für jedermann abrufbar bspw. auf Seiten der NASA.)

    @”Treibhauseffekt”: Sie haben ganz recht: es handelt sich wirklich um ein ganz schlecht gewähltes Wort. Denn ein Treibhaus bewirkt die Temperaturerhöhung, ganz wie Sie schreiben, durch Unterbinden von Konvektion, die Atmosphäre jedoch durch Unterbinden von Abstrahlung in bestimmten Frequenzbereichen. Das käme vom Prinzip einer Thermoskanne viel eher nahe, und “Thermoskanneneffekt” wäre viel passender.

    “Einen Beweis für den “Treibhauseffekt” des CO2 (und anderer “Treibhausgase”, wie Methan oder Lachgas) gibt es bis heute nicht.”

    Wo haben Sie denn das her? Das ist einfach faktisch falsch. Und auch der Mechanismus ist völlig verstanden und bis auf molekularmechanische Ebene geklärt: Ein CO2-Molekül absorbiert bei etwa 15µm (infrarot), reemittiert dort aber nicht (wie es jedes nicht-Treibhaus-Molekül es täte, sondern “thermalisiert”. Das heißt, die absorbierte Photonenenergie wird in Molekül›vibrationen‹ (=Temperatur) umgewandelt. Zeigen kann man das auch: http://www.youtube.com/watch?v=pPRd5GT0v0I (unterhaltsame 3min. Myth Busters)

    @›Soda‹ das stimmt. Zwei Dinge sind dazu festzuhalten: erstens, dass eine Versauerung der Ozane bereits messbar ist (ganz trifft der Soda-Vergleich nicht zu, weil es hier auch auf Sättigungen ankommt) und zweitens, dass das CO2 in der Vergangenheit der Temperatur nach-, nicht vorgelaufen ist.

    Das heißt aber nicht, dass dieses Nachlaufen nicht auch einen Rückkopplungseffekt bewirkt hätte, eine Erwärmung also verstärkt hat. Und insbesondere kann man daraus nicht folgern, dass Anreichern der Atmosphäre nichts bewirken würde.

    “Schließlich steht es außer Frage, daß ein “Klimaskeptiker” heute keine Chance auf eine Karriere im durch und durch korrupten staatlichen Wissenschaftsbetrieb hat”.

    Auch das ist faktisch falsch und wird lediglich lanciert und gerne aufgegriffen. Nehmen Sie als Gegenbeispiel den voriges Jahr leider viel zu früh verstorbenen “Vater der österreichischen Klimaforschung”, Dr. Reinhard Böhm, der sich selbst als skeptisch bezeichnet hat (wobei seine Skepsis freilich eine ganz andere Qualität hatte als simples »alles falsch«).

    Ist Ihnen noch nie der Gedanke gekommen, dass ein ›Klimaskeptiker‹ seine Behauptungen einfach wissenschaftlich nicht darstellen kann, und deswegen keine Chance auf eine Professur im naturwissenschafltichen Sektor haben kann? (Wobei das so gar nicht stimmt: die aller-, allermeisten Naturwissenschaftler sind schon in ihrem Selbstverständnis Skeptiker, das macht ja Naturwissenschaft aus.)

    » muß auf die Rente warten, um die Wahrheit gelassen aussprechen zu können.«

    Woher nehmen Sie die Sicherheit, dass es sich beim Ausgesprochenen um die Wahrheit handeln würde? Man kann immer nur den Stand des Wissens oder der eigenen Erkenntnis kommunizieren, niemals die Wahrheit, denn die kennt die Naturwissenschaft nicht – dieses Privileg ist den Religionen vorbehalten.

    Wenn also ›Skeptiker‹ oft (meistens mit wichtiger Miene) vermeintlich unbeantwortbare Fragen stellen, von denen sie glauben, dass sie so noch nie gestellt wurden,so stellt sich in den allermeisten Fällen heraus, dass diese Fragen sehr sorgfältig untersucht wurden und auch vollständig beantwortet sind. Ich bin – aber das betrifft selbstverständlich nicht Sie! – immer wieder erstaunt, wieviel Emotion das auslösen kann, denn offenbar wollen sehr viele die Fragen, die sie selbst stellen, nicht beantwortet haben sondern lediglich die Überlegenheit ihres Standpunkts zeigen. Das gelingt am Wirtshaustisch, aber das ist leider nicht das Niveau, das die öffentlich Diskussion dringend nötig hätte.

    Beste Grüße
    Matthias Wolf

    Ihr ›Résumé‹ teile ich vollinhaltlich.

    Beste Grüße
    Matthias Wolf

  13. Andreas Tögel

    Sehr geehrter Herr Wolf,
    Ihre Expertise in diese Sache übersteigt die meine ganz offensichtlich bei weitem. In meinem Beitrag wurde bereits Betrand Russel zitiert. Ich bin grundsätzlich alarmiert, wenn eine Herde von Fachleuten (die wenigsten davon sind im vorliegenden Fall alllerdings tatsächlich Klimaexperten, sondern vielmehr “Klimaveränderungsfolgenexperten”) plötzlich blindlings in dieselbe Richtung rennt und deren Finanzierung in 100% der Fälle vom Staat (oder internationalen Bürokratien, wie der UNO) erfolgt. Nach meiner Erfahrung fließt aus diesen Quellen ausschließlich ungenießbare Brühe und mir will kein Grund einfallen, weshalb es sich in der Klimafrage anders verhalten sollte.

    Ich wiederhole die Analogie zur Ökonomie: An fast allen Universitäten herrscht die Neoklassik (oder wie immer man die zwischen Monetarismus und Keynesiamismus chargierenden Theorien nennen möchte), die in den letzten Jahren ihre absolute Unzulänglichkeit und geistige Sterilität Tausendfach erwiesen hat. Dennoch (oder gerade deswegen?) haben “Austrians”, die mit allen ihren Prognosen stets richtig gelegen haben, und die als einzige eine plausible Konjunkturzyklustheorie vorweisen können, keine Chance…

    Daß ein großer Teil der “Klimaskeptiker” aus emeritierten Forschern besteht, gibt daher zu denken. Dieser Umstand stützt die These vom herrschenden Konformitätsdruck – um den Preis des Verrats an der ergebnisoffen forschenden Wissenschaft. Wenn es so weit kommt, daß (wie bereits geschehen!) von “Wissenschaftlern” die Todesstrafe für “Klimaskeptiker” gefordert wird, anstatt auf dem Feld des Austauschs von Argumenten zu kämpfen, dann ist das für mich als Laien ein überdeutliches Indiz dafür, daß mit den Erkenntnissen des Haupstroms der “Klimawissenschaften” etwas nicht stimmen kann.
    Mit freundlichem Gruß,
    A. Tögel

  14. Matthias Wolf

    Sg. Hr. Tögel,

    Sie schreiben: »wenn eine Herde von Fachleuten (die wenigsten davon sind im vorliegenden Fall alllerdings tatsächlich Klimaexperten, sondern vielmehr “Klimaveränderungsfolgenexperten”) plötzlich blindlings in dieselbe Richtung rennt…«

    Sie gestehen einfach nicht zu, dass – was die echten Klimaforscher betrifft – weder gerannt wird, noch, dass es blindlings erfolgt. Suchen Sie einmal Physiker, die Newtons Mechanik widersprechen. Sie werden welche finden (fast ausschließlich Emeritierte, nebenbei, s.u.), aber es handelt sich samt und sonders um Sonderlinge oder Frustrierte, denen keinerlei Relevanz zukommt. Gibt Ihnen das auch zu denken? Rennt die Physik blindlings in eine Richtung?

    »Daß ein großer Teil der “Klimaskeptiker” aus emeritierten Forschern besteht, gibt daher zu denken.«

    Genau das halte ich für einen Mythos. Jedenfalls gehört diese Behauptung belegt, denn sonst leiten Sie eine Legitimität ab, die es schlicht nicht gibt.

    »daß (wie bereits geschehen!) von “Wissenschaftlern” die Todesstrafe für “Klimaskeptiker” gefordert wird,«

    Sie spielen auf Richard Parncutt von der Universität Graz an und insinuieren, dass es die Klimawissenschaft sei, die so radikal agitiert. Tatsächlich ist Parncutt Forscher, hier seine Forschungsgebiete: Rhythmuswahrnehmung, Klavierfingersatz, Entstehung von Musik, Musikpsychologie.

    Eine völlig unzulässige Unterstellung an die Klimawissenschaft, also.

    Bitte überprüfen Sie Ihre Argumente! Wenn jemand dazu in der Lage ist, dann Sie.

    Beste Grüße
    Matthias Wolf

    P.S. Das alles hat nichts damit zu tun, was von irgendwelchen abgeleiteten Maßnahmen zu halten – dazu kann und will ich rein gar nichts sagen. Aber es ist sinnlos und in höchstem Maße einer fruchtbaren Diskussion hinderlich, einen wissenschaftlichen Erkenntnisstand als solches wegzuwischen. Auf sachlicher Basis in Frage stellen jederzeit, aber nicht wegwischen.

  15. Andreas Tögel

    Sehr geehrter Herr Wolf,
    da der Faden hier bereits veraltet ist, schlage ich die Verlegung der Debatte zu Unterberger vor. Der hat den Text zeitgleich erhalten, aber aus technischen Gründen ein paar Tage später online gestellt.
    Mit freundlichen Grüßen,
    A. Tögel

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