Buchempfehlung: „Ares: Kein Fall für Carl Brun“

Von | 17. Dezember 2020

(ANDREAS TÖGEL) „Ares“ ist ein packend und mit viel Hintergrundwissen verfasster Politthriller: Vor dem Hintergrund einer Pandemie, deren Gefährlichkeit von Regierungen, sowie Finanz- und Wirtschaftseliten drastisch überzeichnet wird, wird ein von der Öffentlichkeit ignorierter Totalumbau des Polit- und Wirtschaftssystems auf den Weg gebracht.

Ebenso inkompetente wie korrupte weltanschauliche Flachwurzler und Opportunisten in politischen Schlüsselpositionen, zunehmende Machtkonzentration in Zentralstellen, hemmungslose Staatsverschuldung, galoppierende Geldentwertung, drohende Bargeldabschaffung, Kontrolle und Überwachung der weitgehend entmündigten Bürger allerorten – all das stellt ja heute längst mehr keine Romanfiktion dar, sondern ist traurige Realität geworden.

Kommt hinzu, dass seit Jahrzehnten die Wehrbereitschaft im Westen Europas vernachlässigt wurde und wird, weil der Stimmenkauf mittels fortgesetzter Brot-und-Spiele-Politik – die Finanzierung des in der Spätzeit des Wohlfahrtsstaates unerlässlich gewordenen Sozialkitschs -, dafür einfach keine Mittel mehr übriglässt. Das wiederum macht anfällig für entschlossene, freiheitsfeindliche Angriffe von innen und außen.

Kein Wunder, dass finanzstarke Kräfte sich daranmachen, das entstandene Vakuum zu füllen.
Die Autorin legt größten Wert auf Details. Wenn Schüsse fallen, dann nicht einfach aus einer Pistole, sondern aus einer Glock 17 mit Modifikation der Federführungsstange. Wenn ein Spitzenpolitiker von einem Profikiller erschossen wird, dann geschieht das nicht mit einem nicht näher beschriebenen Gewehr, sondern mit einem beim kanadischen Militär eingeführten Mc-Millan TAC-50 Scharfschützengewehr.

Die Schauplätze des vorliegenden Thrillers wechseln rasch und weiträumig. Interessant, dass es ausgerechnet ein Agent der kleinen und neutralen Schweiz ist, der im Mittelpunkt der rasant erzählten Geschichte steht. Beim vorliegenden Roman handelt es sich um eines jener Bücher, die man, hat man erst einmal mit der Lektüre begonnen, kaum mehr aus der Hand legen kann. Lesenswerte, spannende Unterhaltung!

Ares – Kein Fall für Carl Brun
Frank Jordan (Monika Hausammann)
Lichtschlag Buchverlag
621 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-948971-021-1
24,90,- Euro

 

 

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