Buchempfehlung: “Mythos Diskriminierung”

(ANDREAS TÖGEL) Diskriminierung ist unfair, bedeutet die Benachteiligung bestimmter Personengruppen und führt zu deren Ausgrenzung. So die Behauptung der über die Deutungshoheit gebietenden, politisch korrekten Meinungsführer. Der Kampf gegen jede Form der Diskriminierung ist daher für jeden Anwalt des Egalitarismus, für den zweifelsfrei feststeht, dass alle Menschen gleich sind, Ehrensache. Doch Diskriminieren heißt nicht mehr und nicht weniger als unterscheiden. Dass ein Leben ohne Diskriminierung unmöglich ist, weist der Autor anhand der Dekonstruktion von 14 sich um dieses Thema rankenden Mythen nach.

Wer sich bei der Partnerwahl für Paula und gegen Maria entscheidet und Franz, Uwe und „Divers“ gar nicht erst in Betracht zieht, diskriminiert natürlich. Wer sich für die Pizzeria und gegen die Kebabbude entscheidet, oder lieber ins Kaffeehaus anstatt auf den Fußballplatz geht, ebenfalls. Ist das aber verwerflich? Jede Entscheidung für etwas, schließt eben etwas anderes aus – diskriminiert.

Manchmal ist eine auf Vorurteilen beruhende Diskriminierung sogar sehr nützlich, – dann nämlich, wenn eine Entscheidung in kürzester Zeit und aufgrund mangelhafter Informationen getroffen werden muss. Wer vor der Wahl steht, auf der Straßenseite weiterzugehen, auf der ihm eine Gruppe wild aussehender junger Männer entgegenkommt, oder aber auf die gegenüberliegenden Seite zu wechseln, wo ein paar alte Damen mit Rollatoren unterwegs sind, wird sich, wenn er sich für letzteres entscheidet, damit möglicherweise einen großen Gefallen tun.

Wer nur mit wohlbekannten Personen innerhalb der eigenen Sippe oder im Freundeskreis verkehrt, wird geneigt sein, weniger streng zu diskriminieren als jemand, der es mit gänzlich Unbekannten zu tun hat. Was ist daran verkehrt?

Wenn die Polizei bei der Tätersuche social oder racial profiling betreibt, dann aus gutem Grund, denn es sind erfahrungsgemäß eher junge Männer und nicht 80jährige Rentnerinnen, die Kriminaltaten verüben.  Diskriminierung macht sich in vielen Fällen außerordentlich gut bezahlt.

Frank Kasten arbeitet das Thema mit viel Witz und Ironie auf und macht dabei vor keinem Tabu halt. Sein Fazit lautet: „Die beste Medizin gegen soziale Unruhen und Hass zwischen Gruppen ist Vereinigungsfreiheit, nicht Antidiskriminierungsgesetze.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Denn (staatlicher) Zwang ist nicht dazu geeignet, bessere Menschen hervorzubringen – ganz im Gegenteil.

Mythos Diskriminierung: Freiheit, Ungleichheit und Vorurteile
Frank Karsten
Lichtschlag Buchverlag
135 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-948971-00-7
16,90,- Euro

2 comments

  1. astuga

    Interessant, dass Diskriminierung und Rassismus angeblich gerade in jenen Gesellschaften Probleme darstellen sein sollen die in Wahrheit in der gesamten Menschheitsgeschichte am meisten für Gleichberechtigung und Rechtssicherheit aller nur denkbaren Bevölkerungsgruppen getan haben.

    Diese Diffamierungsversuche lassen vermuten, dass die Kritiker und Aktivisten in Wahrheit selbst die echten Feinde der Freiheit, Rassisten und hasserfüllt sind.
    Und sie verhalten sich ja letztlich auch so.
    In ihren Aktionen, mit ihrer Sprache und ihren Forderungen.

  2. Johannes

    Der Vorwurf in Europa diskriminiert zu werden ist der Versuch für das eigene Scheitern andere verantwortlich zu machen.

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