Buchhinweis: „Wettkampf um die Klugen“

„Gehirn schlägt Religion, ‘Rasse’, Klasse, und jugendliche Masse. Kommen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Patente noch von gut Begabten, braucht es für Innovationen in Gegenwart und Zukunft Teams von Hochbegabten. Sie gehören zu den Schülern, die es bei den Mathematik-Olympiaden (TIMSS) in die Gruppe der Besten (»advanced«) schaffen. In Ostasien sind das pro Jahrgang dreißig bis fünfzig Prozent. Sie übertreffen Osteuropäer und die meisten englisch-sprachigen Länder um das Zwei- bis Dreifache. Die Westeuropäer werden – von wenigen Ausnahmen abgesehen – um mindestens das Sechsfache (Deutschland) bis Zwölffache (Frankreich) abgehängt. Die gut 170 verbleibenden Nationen liegen zwischen null und ein Prozent fast aussichtlos zurück.“ mehr hier

5 comments

  1. astuga

    In den Grundzügen mag die Analyse richtig sein.
    Sieht man ja selbst bei einem Blick auch in unsere Schulen.
    Dennoch missfällt mir persönlich die für Heinsohn typische Vorgehensweise Themen und Thesen auszubreiten.
    Etwa wie mit dem Thema Patente umgegangen wird.
    Eine Patentanmeldung ist beispielsweise noch kein erteiltes Patent, und es gibt national auch Unterschiede im Patentrecht. Etwa ob sich jemand für ein Patent oder ein Gebrauchsmuster entscheidet, oder wie die Regelung bei Teilung von Patenten aussieht, ob und wann ein Gebrauchsmuster zum Patent wird usw.
    Heinsohn arbeitet nicht nur mit ungenauen Begriffen (Patentanmeldungen stellt er mit Erfindungen gleich), sondern als Folge dann auch mit falschen Zahlen.
    So wurden 2018 nicht 20.000 sondern 67.895 Patentanträge gestellt von denen dann auch 16.386 ein Patent erhielten. Eine Steigerung von 4,6% zum Vorjahr 2017.
    Quelle: https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/statistiken/patente/index.html

    Und Mathematik ist zwar wichtig, aber auch nicht alles.
    Ein unternehmerfreundliches Umfeld, Rechtssicherheit und risikofreudige Investoren entscheiden eventuell deutlich mehr darüber welche Nation technologisch führt.
    Japan, China, Indien, Taiwan oder Südkorea ziehen so gut wie keine ausländischen Spitzenkräfte an, möchten das wohl auch gar nicht.
    Selbst zwischen den asiatischen Ländern findet fast kein Austausch im akademischen Bereich statt.

  2. sokrates9

    Man vergleiche das europaische Schulsystem Bolognia mit asiatischen, dann hat man schnell die Loesung! Bolognia ist die intellektuelle EU, gross im kommunistischenTrauemen, entfernt von der Realitaet,

  3. Falke

    Dazu passt auch die Schlussfolgerung, die Thilo Sarrazin in seinem ersten Buch, “Deutschland schafft sich ab”, zieht: nämlich dass mit steigender Zuwanderung der durchschnittliche IQ in Deutschland sinkt (was natürlich von der vereinten Linken, einschließlich Merkel, Schäuble & Co. als schwer “rassistisch” verurteilt wird – ohne natürlich das Buch gelesen zu haben und, vor allem, ohne den Beweis zu führen, dass das nicht stimmt).

  4. Mourawetz

    Sehe ich das richtig, dass Österreich nicht im Ranking der Mathematik-Olympiade auftaucht, weil es schlicht und ergreifend nicht teilnimmt? Wer nicht mitmacht, hat auch nicht zu befürchten, dass herauskommt wie schlecht es um den österreichischen Nachwuchs bestellt ist. Was i net waas, macht mi net haß. Diese typisch österreichische Methode sollte man mal in der Armutsforschung betreiben. Wer soll in Zukunft die Sozialleistungen bezahlen, wenn nicht die angehende Leitungselite des Landes, die offenbar inexistent ist. Verschont mich mit dem Gini-Koeffizienten solange TIMSS ignoriert wird.

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