Buchrezension: „Wir schaffen es nicht“

Von | 26. Oktober 2016

(ANDREAS TÖGEL) Die Autorin Katja Schneidt weist in ihrem Buch gleich mehrfach darauf hin, SPD-Mitglied und langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin der Flüchtlingshilfe zu sein. Auch dass sie, nach der Eheschließung mit einem Türken, zum Islam konvertiert ist, erfährt der Leser. Offenbar sollen diese im Grunde unerheblichen Umstände, sie gegen allfällige Kritik an ihren Ausführungen immunisieren. Immerhin habe sie, nach eigenem Bekunden, aus den Reihen ihrer Kollegen von der Flüchtlingshilfe, für ihre emotionslos-sachliche Kritik am Verhalten vieler „Flüchtlinge“ – ja sogar schon für die bloße Benennung nachprüfbarer Missstände – bereits viel Kritik einstecken müssen.

Zwar sei die anfängliche Hilfsbereitschaft vieler Mitmenschen bereits kräftig abgekühlt; dennoch sei es bis heute kaum möglich, Kritik an Asylsuchenden zu üben, ohne automatisch den Vorwurf auf sich zu ziehen, fremdenfeindlich, rassistisch, islamophob oder gar rechtsradikal zu sein. Das sei sehr problematisch. Die Benennung von Missständen habe nämlich grundsätzlich gar nichts mit einer negativen Einstellung gegenüber den im Zuge der „Flüchtlingswelle“ Ankommenden zu tun. Vielmehr bilde deren bewusstes Verschweigen – aus lauter Angst, Wasser auf die Mühlen der „Rechten“ zu lenken – exakt den Stoff, aus dem auf beiden Seiten die Entstehung von gegenseitiger Ablehnung und Hass gefördert wird.

Den Einwanderern müsse – um sie zu vollwertigen und gleichberechtigten Mitgliedern unserer Gesellschaft zu machen, unmissverständlich vermittelt werden, dass die in ihrer neuen Heimat geltenden Gesetze auch für sie verbindlich sind – und zwar ausnahmslos!

Die Blindheit vieler Gutmenschen für die mit der Massenimmigration von in der Masse schlecht ausgebildeten Menschen aus einem fremden Kulturkreis verbundenen Problemen, sei geradezu erschreckend. Für jede Anmaßung, jede Fehleinschätzung und jedes Vergehen seitens der Asylsuchenden, würden von Legionen blauäugig-naiver Willkommensaktivisten, augenblicklich passende Entschuldigungen gefunden. Niemals sei einem Immigranten ein Fehlverhalten anzulasten. Aus Tätern würden auf diese Weise allzu leicht Opfer – und umgekehrt.

Die erfahrene Flüchtlingshelferin benennt, nachdem sie zahlreiche Begebenheiten aus ihrem praktischen Betreuungsalltag geschildert hat, die entscheidenden Schwachpunkte der von Kanzlerin Merkel, wenn schon nicht initiierten, dann doch zumindest massiv befeuerten Massenzuwanderung:

► Zu wenige bezahlte Betreuungsfachkräfte (ehrenamtlich Tätige alleine könnten diese Aufgabe unmöglich bewältigen)

► Zu wenig Wohnraum (die Lage werde sich nach dem zu erwartenden Familiennachzug noch dramatisch verschärfen)

► Zu wenige Arbeitsplätze (auch schlecht ausgebildete Deutsche finden keine Jobs und erhalten nun noch Konkurrenz von Ausländern)

► Kollision von deutscher Kultur und muslimischem Glauben (die mit dem Erwerb von Sprachkenntnissen nicht verschwindet)

Viele Politiker und Flüchtlingshelfer haben diese Probleme entweder überhaupt niemals realisiert oder sie zumindest massiv unterschätzt. Sie halten – allen negativen Erfahrungen zum Trotz – stur an der von der völlig abgehoben agierenden Kanzlerin ausgegeben „wir-schaffen-das“-Parole fest. Eine erfolgreiche Integration der Ankommenden hängt indes entscheidend davon ab, die benannten Probleme zu lösen.

Die Autorin versprüht wenig Optimismus, dass das tatsächlich gelingen könnte. Denn: „Wir können natürlich nicht die ganze Welt retten“ – auch wenn Merkel & Genossen diesen Eindruck zu erwecken bestrebt sind.

 

Wir schaffen es nicht

Eine Flüchtlingshelferin erklärt, warum die Flüchtlingskrise Deutschland überfordert

Katja Schneidt

Verlag Riva, 2016

170 Seiten, gebunden

ISBN: 978-3-86883-998-2

17,99,- Euro

22 Gedanken zu „Buchrezension: „Wir schaffen es nicht“

  1. stiller Mitleser

    Interessanterweise hört man Kritisches zur Migrationswelle gerade von solchen Leuten aus mixed marriages (die zwischen Türken und Österreichern sehr selten sind und bei den Familien beider keine Begeisterung auslösen), weil diese Migrationswelle eben bei Leuten, die sich akkulturiert haben ( deswegen gemischte Ehe)
    mixed feelings auslöst.

  2. Dr.Gerd Eichberger

    Die „Blindheit der Gutmenschen“ entspricht dem Ausmaß der Verdrängung der jeweiligen Aggression in eben diesen Gutmenschen. Die Deutschen sind offenbar ein Volk geworden, was sich am liebsten schlagen läßt und – nach alter christlicher Tradition – auch noch die andere Backe hinhält. Andre Glucksmann hat das als die „Macht der Dummheit“ bezeichnet….

  3. Fragolin

    @Dr. Gerd Eichberger
    Da möchte ich auf einen von @Gerald Steinbach dankbarerweise verlinkten Beitrag Broders verweisen:
    https://www.ortneronline.at/?p=43225&cpage=1#comment-199500
    Treffende Aussage:
    „Man versucht an den Moslems wiedergutzumachen, was man an den Juden verbrochen hat.“
    Scheint so, dass dies wirklich eine weit verbreitete Attitüde ist, die ja immerhin schon dazu geführt hat, dass auch Migrationshintergrund nicht mehr vor dem Furor der Blockwarte schützt – Abdel Samad oder Sabatina James werden noch gnädig ignoriert, Naidoo bereits „geshitstormt“ und Pirincci wurde faktisch zum Unsicht- und Unhörbaren, zum Unmenschen, zum Nicht-Vorhandenen befördert. Nicht einmal harmlose Katzenbücher sollen mehr an seine Existenz erinnern. Gute alte Tradition derer, die heute im Merkel-Regime die Macht besitzen: Stalin war auch nicht zufrieden, wenn Kritiker auf Gulag entsorgt wurden, er ließ sie auch aus allen Fotos retuschieren.
    Das Abarbeiten der Erbschuld erfogt mit deutscher Gründlichkeit, ein industrielles Großprojekt, das jeden Widerstand konsequent aus dem Weg räumt. Am Erbittertsten wird dabei gegen jene vorgegangen, die klugscheißerisch behaupten, man könne kein Haus vom Dach nach unten bauen und als Letztes den Keller durch den Kamin in den Boden stopfen – Zweifler an der Großen Vision müssen als Erste eliminiert werden.
    Es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen. Wer anderes behauptet ist ein Miesmacher, und somit ein Hetzer, ein Faschist, ein Rassist undsoweiter, es muss keinerlei Bezug zur Realität haben, Hauptsache es macht mundtot.
    Realität kommt dabei sowieso nicht vor. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Denn die Wahrheit spielt jedesmal dem politischen Gegner in die Hand. Tja, das passiert eben, wenn das gesamte System auf Lüge und Selbstbetrug aufgebaut ist.

  4. sokrates9

    .. Kollision von deutscher Kultur und muslimischem Glauben ..
    Nachdem der Hausverstand bei Billa abgegeben wurde ist dieses Problem ganz einfach lösbar: Man erfindet den Kuschelislam! Alle sind lieb und tolerant und somit ist der Islam auch kein Problem mehr!

  5. Thomas Holzer

    Wir scheinen in Zeiten nicht des „Postfaktischen“, sondern mittlerweile des Antifaktischen zu leben; zumindest die gewählten Politikerdarsteller agieren so.
    Hinzu kommt natürlich in Deutschland, wenn auch unausgesprochen, noch immer das Diktum „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, in unseren Zeiten verbrämt als Gutmenschentum und Reinwaschung von der deutschen Erbsünde daherkommend.

  6. kannitverstaan

    Die Sultanine von Absurdistan ist entweder megaclever oder das Gegenteil. Was aber der Fall zu sein scheint ist dass die Prägung der Jugend im Alter zurückkehrt, und die Fakten der Gegenwart zunehmend ignoriert werden. Blöd ist halt nur, dass die solcherart befallene Sultanine immer noch ihre Wesire dirigieren kann – im Gegensatz zu unserer im Kern nur plappernden Theatergruppe. In beiden Fällen wird aber nur das adäquate Publikum zugelassen und nur die folgsamen Kritiker gehört.

  7. Dieuetmondroit

    Das ist für mich auch so eine entlarvende Kernaussage: „Missstände werden verschwiegen, um nicht Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremen zu leiten.“
    Bleiben wir doch bei diesem Bild: Wir verleugnen das Offensichtliche und Verdrängen die Wahrheit. Das „Wasser“ wird dadurch aber nicht verschwinden, sondern nur gestaut. Mit der Zeit muss der „Damm“ aus Desinformation immer höher gebaut werden. Wehe, wenn er bricht. Dann erst treten die Zustände ein, die man eigentlich verhindern wollte.

    Im Übrigen möchte ich anmerken, dass die Zustände, die die Dame in ihrem Buch anspricht, jedem Selbstdenker – auch den Lesern der Kronenzeitung – von Anfang an klar waren.

  8. Hanna

    Das Buch fasst zusammen, was die meisten Menschen wissen und denken. Danke an die Autorin, und möge sie lange, gesund und glücklich leben, denn sie hat die Eier gehabt, einen Beitrag zur Rettung ihrer Kultur und Heimat zu leisten.

  9. stiller Mitleser

    Kleiner Exkurs zum Ignorieren

    Gemeinhin bedeutet Ignorieren jemandem die Gelegenheit zur Selbstkorrektur zu geben, mit der impliziten Zusicherung, daß nach erfolgter Korrektur die Sache nicht mehr erörtert wird. Gibt’s keine Korrektur, dann folgt entweder eine Auseinandersetzug oder der soziale Tod des von nun an dauerhaft Ignorierten. Dieser soziale Tod kann auch partiell sein: der XY ist eigentlich ein netter Kerl, außerdem ein Arbeitskollege, mit dem man kooperieren muß, aber in einigen Verhaltensweisen ist er unmöglich und daher inkompatibel und wir werden deswegen unsere Freizeit nicht mit ihm verbringen.

    Vor ein paar Tagen habe ich in einem Kommentar Frau Rieboldt, die hier immer wieder mit Kommentaren, in denen nicht nur Merkel sondern auch die Deutschen, die sie gewählt haben und immer noch wählen, kritisiert werden, konfrontiert ist, den ungebetenen Rat gegeben, solche Kommentare einfach zu ignorieren. Zu sagen „nehmen Sie´s nicht persönlich, ignorieren Sie´s einfach“ wäre eine bessere Intervention gewesen.

    Warum?
    Österreich ist klein, Deutschland ist groß, wenn Die Deutschen alles richtig machen täten, also so wie wir österreichischen Kommentatoren machen täten, wenn wir deutsche Wähler wären, gäbs überhaupt kein Problem. Frau Rieboldt ist aber Deutsche und bei allem Ärger über ihre Merkel wählenden Landsleute stehen diese ihr irgendwie doch näher als die österreichischen Kommentatoren, die wissen wie´s geht.
    Also sagt sie daß auch unser Unglück selbstgewählt ist, „nein““, wird ihr erwidert, „der Unsrige ist ungewählt“, „aber Ihr habt doch die gewählt, die ihn ungewählt einsetzen konnten“ kontert sie.

    Tja.

  10. Lisa

    Auch mir ist die Duckmäuserei von Asylgewinnlern (auch „Gutmenschen “ genannt) nicht nachvollziehbar. Von der „Erbschuld“ (zit. @Fragolin: Das Abarbeiten der Erbschuld erfogt mit deutscher Gründlichkeit, ein industrielles Großprojekt, das jeden Widerstand konsequent aus dem Weg räumt.“) ist die Schweiz ja nicht oder nur wenig betroffen. Trotzdem traut sich auch hier kaum jemand, die eigene Befindlichkeit, das eigene Unbehagen angesichts der unverschämten Forderungen und der demonstrativen Undankbarkeit und Anpassungsunwilligkeit der Migranten (v.a. der Jungmänner) klar zu benennen. Man braucht ja nicht prolomässig „Raus mit dem Pack!“ zu äussern – es ist immer noch der Ton der die Musik macht und einigermassen intelligente und informierte Menschen haben wohl auch die Fähigkeit zum Differenzieren. Wenn aber schon das leiseste Benennen von Fakten als“tendenziös“ und unmenschlich bewertet wird, wenn es nicht denjenigen Fakten entspricht, auf die der Blick bevorzugt fällt. Der Rest wird ausgeblendet und – damit die Zahlen etwas fetter werden – durch Phantasien einer friedlichen absolut problemlosen Welt ergänzt. Sogar Utopia war da realistischer konzipiert! Gesinnungsethik statt Verantwortungsethik heisst das wohl…

  11. mariuslupus

    Aber etwas ist der Autorin von ihrer Mantra, geblieben. Der feste Glaube dass dieses Problem mit mehr Betreuung, mehr Betreuern, mehr Wohnraum, sprich mehr Geld, zu lösen ist.
    Die Autorin glaubt auch weiter dass Merkels Entscheidung die Migranten ins Land zu holen richtig war. Nur die Integration lässt noch zu wünschen übrig.
    Ausserdem hat die Autorin einen Begrifssalat im Kopf. Wie kann sie Flüchtlingshelferin sein wen die Leute. denen sie „geholfen“ hat , keine Flüchtlinge sind, sonder wirtschaftliche Einwanderer in die Sozialfürsorge. In die
    Lebenslängliche, Generationen übergreifende, Sozialfürsorge.
    „Kollision der deutschen Kultur und dem muslimischen Glauben“. Zweifle ob die Autorin logisch denken kann.
    Nach der Aufklärung in Europa gibt es die Trennung von Staat und Kirche. Vielleicht hat die Autorin noch immer nicht begriffen was die Aufklärung für die europäische Kultur, bedeutet. Im Klartext, es kann keine Kollision von Kultur und Glauben in diesen Kontext, geben. Es ist eine Kollision zwische einer Kultur und einer Ideologie, Islam genannt. Und einer von Muslims gewollten Kollision mit dem Christentum , dass sie entschlossen sind zu bekämpfen und in letzter Konsequenz zu vernichten

  12. aneagle

    „Wir schaffen das nicht“
    wenn es nur das wäre !
    Trotz ehrlichem Bemühen ist Deutschland in Europa nicht durchgehend beliebt.
    Das deutsche Wesen ist eben nicht jedermanns Sache und sein legitimer(?) europäischer Führungsanspruch irritiert die EU-Partner, macht sie verständlicherweise misstrauisch. Schon in seiner derzeitigen Verfassung polarisiert Deutschland, führt sein starker Adaptionsdruck zu merk(e)lichen Spannungen im ehemaligen Friede-Freude-Eierkuchen-Europa.

    Aus pragmatischen, machtpolitischen und wohl auch psychoanalytischen Gründen verpasst sich Deutschlands Regierung jetzt im Zeitraffer eine neue Leitkultur. Das hat schon nicht geklappt, als den Europäern die deutschen Tugenden übergestülpt werden sollten. Die neue deutsche Leitkultur wird ein zusätzliches starkes Element enthalten- den Islam, eine nur aus deutscher Sicht unverdächtige Religion, für viele aber eine faschistische Ideologie mit Weltherrschaftsansprüchen, die gut zu Deutschlands Geschichte und seinen EU-weit befürchteten Zielen passen.
    Das werden die Europäer wohl nicht mittragen. Schon jetzt sind sie ebenso wenig bereit Deutschlands Geschichte mit aufzuarbeiten, wie die kleinen europäischen Staaten nicht für die Kolonialsünden der Großen zur Kasse gebeten werden wollen. Wenn in ca. 10 Jahren die deutsche Pseudointegration von islamischen Migranten und deren Familiennachzug(selbstverständlich erfolgreich) abgeschlossen sein wird, ist die deutsche Leitkultur dermaßen verändert, dass man sich sehnsüchtig an den etwas naiven aber fleißigen, ehemals nur „hässlichen“, Deutschen erinnern wird. Mit Hilfe des neuen Deutschen kommt es zu dem spürbaren Eintritt des Islams in Europa. Daran scheitert das mehrheitlich christliche Europa in seinem Narrativ und an seiner unterschiedlichen Geschichtsauffassung. Die Bemühungen der deutschen Regierung haben eine historische Chance vertan.

  13. GeBa

    Ich schenke euch das eBook – http://docdro.id/tvEQSZ4

    Sie hat allerdings auch das Buch: „Befreiung vom Schleier_Wie ich mich von meinem türkischen Freund und aus der islamischen Parallelwelt lösen konnte“, geschrieben. Doch recht gut, wenn manche am eienen Leib erfahren müssen, wie das mit der Intergration funktioniert – nämlich gar nicht …

  14. Johannes

    Wir schaffen das! – wieso müssen wir das schaffen?
    Wieso müssen wir Apfel mit Birnen vermischen? Wieso müssen wir jeden Zuwanderer automatisch als Flüchtling titulieren, wieso müssen wir tolerant sein um zu erfahren das es nicht honoriert wird, zumindest von sehr vielen.
    Die Menschen welche in Köln auf Frauen losgingen sind zum Großteil unerkannt wieder untergetaucht schon morgen kann es wieder zu einer Gelegenheit kommen und dann tun sie es wieder, da es meist nicht in so großen Umfang passiert wird es als der bedauerliche Einzelfall verbucht werden.

    Die sogenannten Rückkehrer, was soll das? Ich will nicht daran arbeiten und mir einreden wir schaffen es sie wieder zu normalen Salafisten zu machen. Wie dumm muß man sein so ein Gesocks wieder ins Land zulassen?

    Türken die in Massen ohne Genehmigung zu tausenden durch die Stadt Wien ziehen Lokale verwüsten und Sprüche skandieren die so weit rechts einzustufen sind das unsere sogenannten Rechten wie Waisenkinder dagegen wirken. Übrigens waren es islamische Frauen die am lautesten und mit den brutalsten Transparenten auffielen.

    Ich will das alles nicht und ich will auch nichts in dieser verkorksten Parallel- Gesellschaft verändern außer das diese Leute dorthin gehen wo ihre Art und Weise erwünscht ist. Ist das so schwer zu verstehen.

    Ich will mich mit diesen Problemen dieser Leute nicht beschäftigen den es sind Probleme die nicht notwendig sind so wie wir keine Probleme mit anderen Gruppen von Zuwanderern haben die sich nicht als von Gott gesandt und als seine Stellvertreter sehen.

    Geht dorthin wo dieser Glaube gelebt wird und laßt uns endlich in Ruhe normal leben.
    Wir sollten das einfordern und politisch durchsetzen unsere Freiheit steht auf dem Spiel!!!

  15. Herzberg

    @Lisa,

    Auch mir ist die Duckmäuserei von Asylgewinnlern (auch „Gutmenschen “ genannt) nicht nachvollziehbar.

    Dennoch schrieben Sie erst gestern: „ich habe mir angewöhnt, mein Denke nur da zu äussern, wo ich keine negativen Saktionen befürchten muss“.

    Bei soviel exemplarisch regelrecht mit beiden Händen greifbarer Widersprüchlichkeit ist trivial nachvollziehbar, wonach wir heute in einer Welt leben, deren Zeitgenossen jeder einzelne sich heldehaft gegen die SS-Schergen der 30er-Jahre gestellt hätte, würde ihn leider, leider, leider die Gnade der späten Geburt nicht an dieser Mutdemonstration hindern.

    Das mutige Schaf blökt heute einmal mehr in der Herde und mit der Herde, weil dadurch nichts erwächst, das man irgendwann verantworten müßte. Lieber mit der Masse irren, als gegen sie rechtbehalten, und selbst wenn die Masse klein ist, so ist es doch die eigene und zugleich jene, die aktuell den Taktstock schwingt.

  16. stiller Mitleser

    @ GeBa
    danke für den link, den ich gleich weitergegeben habe (vorerst vermutlich wirkungslos, aber steter Tropfen höhlt den Stein…)
    Am ehesten ansprechbar sind Gewerkschafter, die gewohnt sind in Interessensantagonismen zu denken und die Lohndumping wittern können…

  17. Gerald Steinbach

    Johannes
    Das mit den in Ruhe lassen und nicht beschäftigen müssen, können wir vergessen, die sickern unaufhörlich zu uns herein, jetzt heißt es die Außengrenzen zu schützen und die Bedingungen vor Ort zu … und…..bla, bla
    http://kaernten.orf.at/news/stories/2805276/

    Der ORF bezeichnet sie halt immer noch als Flüchtling,

  18. Gerald Steinbach

    Die Dschungelisten haben in Calais ihren Dschungel in Brand gesetzt, von Französischer Regierungsseite kam die Stellungnahme das ist bei denen so Tradition wenn sie einen Ort verlassen, aber sonst war alles friedlich, lol

    http://orf.at/stories/2363912/2363913/

  19. Fragolin

    @Gerald Steinbach
    Das erklärt auch einige brennende Asylantenheime. Das war also doch keine fremdenfeindliche Tat sondern nur Tradition, weil gerade wieder Afghanen in eine eigene Wohnung umziehen durften?! Na endlich sind diese Fälle geklärt! 😉

  20. Lisa

    @Herzberg: Das „mutige Schaf“ ist nur einfach blöd. Mit der Herde blökender Wolf im Schafspelz wäre schlauer… 😉 Betr. SS-Schergen: es gab auch Schindler, Grüninger , sogar Görings Bruder u.v.a. die wussten, wie man mit der Gewalt umgeht. Die brüllten nicht, sondern handelten. Klar ist es in einem Land, wo nicht das Volk selbst, sondern seine Vertreter das Sagen haben, die Verwaltung unüberschaubar und das Recht manipulierbar ist, leichter, die leider nicht sehr informations- und lernbegierigen Massen zu verunsichern und in Angststarre zu halten als in direkten Demokratien. Ich finde es jedenfalls ziemlich dumm, seine Meinung laut und möglichst plump-anerkennungsheischend zu verkünden statt zu beobachten und im Verborgenen dort zu handeln, wo man die Möglichkeit dazu hat, denn durch Meinungsäusserungen wird man angreifbar. Und nicht zuletzt verpufft dadurch viel Energie in Schimpftiraden, Energie, die zum Handeln dann fehlt. Klar setzt das voraus, dass man (für sich!) weiss, was gut, was böse ist
    Allerdings ist mir bewusst, dass ein Rebell/Revolutionär/Terrorist/Neonazi/Breivik vermutlich auch überzeugt ist, das „Richtige“ (=Gute) zu tun. Daher ist es wesentlich, welche Werte man seinen Kindern weitergibt, und da Werte zur Kultur einer Gemeinschaft gehören, darf und muss darüber diskutiert werden. Das sind dann nicht emotionsgeladene oder religiös/politisch-dogmatische Meinungen, sondern ist rationales Abwägen von Vor- und Nachteilen für den Einzelnen und die Gemeinschaft.

  21. Zeyneb Alcun-Weißmüller

    Die Autorin hat zweifelsohne gewisse Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten. Dementsprechend bietet das Buch einen Einblick in typische Anekdoten, wie sie auch mir aus der Geflüchtetenarbeit wohlbekannt sind. Themen wie der tägliche Kampf mit Bürokratie, übersteigerte Hoffnungen oder kulturelle Lernprozesse kommen zur Sprache – allerdings in sehr vereinfachter Weise und ohne größeres transkulturelles Einfühlungsvermögen. Stattdessen blitzt hier und da das Selbstdarstellungsinteresse der Autorin durch, wenn von der langjährigen Parteimitgliedschaft, dem scheinbar unermüdlichen Engagement etc. die Rede ist (aber solche Figuren kennt wahrscheinlich jede/r der/die ehrenamtlich tätig ist) Soweit, so erträglich… zum Problem wird dies spätestens dann, wenn man die Auswahl der Anekdoten betrachtet. Positivbeispiele fehlen weitgehend, stattdessen werden Klischees bedient und Verallgemeinerungen erzeugt: etwa wenn es um Wohnungssuche, Sprachkurse, Bildung oder Rolle und Agieren von Flüchtlingshelfern geht. Die nur anekdotische Evidenz wird hierbei zur allgemeinen Tatsache erhoben. Sowas geht nicht – außer freilich, wenn man nicht objektive Berichterstatterin, sondern lieber Demagogin sein möchte.
    Tatsächlich lässt das Buch eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Migrationspolitik vermissen, gaukelt aber eine ebensolche vor. Das wäre noch kein großes Problem, wenn es tatsächlich nur um alltägliche Erfahrungsberichte ginge. Aber die Autorin versucht als selbsternannte Expertin auch politische Lösungen zu entwickeln. Das aber geht nicht ohne belastbare Zahlen, Daten und Fakten. Diese werden nur äußerst spärlich geliefert. Es gibt eine ganze Reihe Studien der Bundesanstalt für Arbeit, die sehr genau differenzieren, wie es um das Bildungsniveau von Geflüchteten bestellt ist. Der Großteil der Menschen mit guter Bleibeperspektive aus Syrien, Irak und Iran haben zumindest eine Berufsausbildung; bei IranerInnen und SyrerInnen ist der Anteil an Hochschulabsolventen ebenfalls bemerkenswert. Darauf, wie auch auf Kriminalstatistiken von 2015 oder 2016 geht die Autorin nicht ein. Dadurch erhält das Buch eine propagandistische Dimension, die im Gewand des Wohlanständigen daherkommt. Die Autorin verleiht sich selbst eine Aura der Unangreifbarkeit, indem sie betont, SPD-Mitglied, Muslima und Flüchtlingshelferin in Personalunion zu sein. Wir wissen freilich seit Funny van Dannen: „Auch lesbische schwarze Behinderte können ätzend sein.“ Das gilt nun mal auch für sozialdemokratische muslimische Flüchtlingshelferinnen. Und wer das ganz genau wissen möchte, sei auf das FB-Profil der Autorin verwiesen, wo mit David Irving auch schon mal ein Holocaustleugner zitiert wird.
    Auf der anekdotischen Ebene ist das Buch wenig hilfreich um einen soliden Einblick in den HelferInnenalltag zu vermitteln.
    Auf der politischen Ebene dagegen sind die Positionen Wasser auf die Mühlen rechtspopulistischer Demagogen. Gegenüber organisierter kommunaler Flüchtlingshilfe ist das Machwerk hingegen entsolidarisierend, da keine konstruktive Kritik zustande kommt. Wem in diesem Bereich hingegen an einer aufrichtigen und glaubwürdigen Debatte gelegen ist, der findet beim Verein Veto von Raffael Sonnenschein, welcher kommunale Helferkreise vertritt einen sinnvolleren Rahmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.