Buchtip: “Der deutsche Willkommenswahn”

(ANDREAS TÖGEL) Der Fernsehjournalist Robert Hochner stellte einst süffisant fest: „Die Rache der Journalisten an den Politikern ist das Archiv.“ Der Chefredakteur des österreichischen Politmagazins Frank&Frei, Werner Reichel, zelebriert seine „Rache“ nun in geradezu epischer Breite. Über 700 Aussagen, die in den Jahren 2015 und 2016 im Zusammenhang mit der fälschlich „Flüchtlingswelle“ genannten Migrationskrise von Politikern, Publizisten, Künstlern und Intellektuellen getätigt wurden, präsentiert und kommentiert der Autor in seinem Kompendium.
Die Sammlung besteht durchgängig aus Zitaten von Leuten, die sich wohlwollend, ja vereinzelt sogar enthusiastisch zur afroorientalischen Masseneinwanderung nach Deutschland geäußert haben. Von der Verhinderung einer genetischen Degeneration infolge einer mit der Migration verbundenen Blutauffrischung, bis zur an die autochthone Bevölkerung gerichteten Aufforderung, sich gefälligst den Gebräuchen der Zuwanderer anzupassen, besteht an schier unglaublichen Sagern bis heute kein Mangel.
„Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold“ (Martin Schulz) ist wohl einer der verrücktesten Kommentare zum Thema. Was die einstige Zukunftshoffnung der SPD zu dieser grotesken Einlassung veranlasst haben könnte, liegt bis heute im Dunkeln. Dass er allerdings durchaus recht hatte, sofern mit seinem „uns“ die Asyl- Sozial- und Elendsbewirtschaftungsindustrie mit ihren mittelweile Hunderttausenden Jobs gemeint war, ist nicht zu bestreiten. Für die hat sich seit 2015 – zu Lasten von Steuerzahlern und Opfern der mit den Migranten importierten Kriminalität – tatsächlich eine wahre Goldgrube aufgetan.
Die wichtigste aus Werner Reichels Kompendium zu ziehende Lehre lautet: Wer die Kosten und negativen Konsequenzen seiner Entscheidungen anderen aufbürden kann, selbst aber ausschließlich davon profitiert, legt am Ende jede Hemmung ab. Dass die Opfer und Financiers der erratischen „Flüchtlings“-Politik von führenden Politikern letztlich auch noch als „Pack“, „Mischpoke“ oder „Dunkeldeutsche“ denunzieren lassen und kollektiv zum Problem erklären lassen müssen, schlägt dem Fass allerdings den Boden aus. Wie Bertolt Brecht hellsichtig feststellte ist eine Regierung, die das Vertrauen in ihr Volk verloren hat, gut beraten, das alte aufzulösen und sich ein neues zu wählen. Exakt das geschieht seit einigen Jahren. Reichels Opus Magnum wird daran erinnern, wenn die irreparablen Langzeitschäden der „Flüchtlings“-Politik auch dem Dümmsten klargeworden sein werden.
Fazit: Das Buch ist eine Pflichtlektüre, wenn es um die korrekte Einschätzung der charakterlich-geistigen Befindlichkeit des politmedialen Komplexes in der Spätzeit des deutschen und des österreichischen Wohlfahrtsstaates geht.

Der deutsche Willkommenswahn: Eine Chronik in kommentierten Zitaten
Werner Reichel
Verlag Frank&Frei
622 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-903236-21-9
24,90 Euro

10 comments

  1. Kluftinger

    Werde das Buch lesen, fürchte aber dass es das gleiche Schicksal erleidet wie die Bücher von Sarrazin.
    Von der linken Seite verteufelt und totgeschwiegen. Und da die meisten Medien in Österreich (vom ORF bis Standard und Kurier) der besagten Seite angehören bzw. so schreiben, sollte man noch mehr auf die sozialen Medien setzen.

  2. GeBa

    … und auch die Bücher der anderen Warner wie Buschkowsky und Wendt und Hamed Abdel-Samad und und und ……

  3. jaguar

    Ist ein gutes Weihnachtsgeschenk! Sollte man an Verwandten- und Freundeskreis verschenken!

  4. Erich

    Ich bin schon bei den Zitaten im Juli 2015 – es zahlt sich aus diesen Wahnsinn wieder zu lesen, der uns damals aufgezwungen wurde! Ich kann nur zumindest in Österreich auf grundlegende Änderungen hoffen damit mich meine Eneklkinder nicht auch einmal fragen, warum wir damals nichts dagegen unternommen haben. Leider gibt mir der Fall Waldhäusl und die Unfähigkeit der FPÖ in den Medien zu agieren wenig Hoffnung. Vielleicht geht es aufwärts, wenn Kurz wieder Zeit für Österreich hat.

  5. Falke

    Der UN-Migrationspakt sagt ja grundsätzlich (nur halt mit anderen Worten) nichts anderes aus als Schulz: nämlich dass Migration (legale oder illegale, als “Flucht” getarnte, da wird kein Unterschied gemacht) Goldes wert ist.

  6. Gerald Steinbach

    Falke
    Das Wort “Gold” hat schon einmal ein glatzköpfiger Politiker in seinen nicht goldenen Mund herausposaunt

  7. Triumph Cruiser

    @Falke:

    Für die Asylindustrie sind diese “Refugees” auch wertvoller als Gold. Der “glatzköpfige” Politiker tat zur Abwechslung Wahrheit kund.

  8. sokrates9

    Habe Buch noch nicht gelesen; Was anscheinend fehlt sind kritische Pressestimmen und Kommentare zu den Zitaten! Gehe davon aus weil es solche nicht gibt! Alles was negativ in Sachen Migration läuft, darüber wird nicht geschrieben…

    Ist etwa die Forderung des jetzigen Migrationspakets gar nicht niu sondern schon lange UNO / EU – Standard?

  9. Rado

    Wann erscheint Band 2: “Der österreichische Wilkommenswahn”?
    Auf 700 schräge Aussagen aus Kirche, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur kommen wir locker!

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