Buchtip: “Die Erfundene Katastrophe – Ohne CO2 in die Öko-Diktatur”

Von | 17. August 2016

(ANDREAS TÖGEL) Zur Zeit des real existierenden Sozialismus´ wurde jedermann fortwährend mit Lektionen in Marxismus-Leninismus traktiert. Dieser Tage kommt niemand mehr an der Frage des vermeintlich menschengemachten Klimawandels vorbei. Der Kampf gegen die angeblich durch CO2-Emissionen erzeugte Erderwärmung trägt – wie der Marxismus – den Charakter einer weltlichen Religion. Und wie es bei Religionen halt so ist: Fakten zählen wenig, wenn der Glaube alles gilt.

Der Autor zieht mit einer Fülle wissenschaftlich gesicherten Materials gegen die Klimareligion zu Felde. Am Ende möchte man nicht glauben, wie hocheffizient der politisch-mediale Komplex sich darauf versteht, mit dem Kampf gegen das CO2 ein Vehikel zu schaffen, das einem einzigen Zweck dient: Der Zementierung und Ausweitung der (Welt-)Herrschaft über die Bürger. Wie zur Zeit des Realsozialismus geht es letztlich um die zentrale Planung und Beherrschung aller Lebensbereiche durch eine erleuchtet Nomenklatura.

Als ob Immanuel Kant niemals gelebt hätte, gilt der Gebrauch des Verstandes plötzlich nichts mehr. Im Gegenteil: Wer kritische Fragen zur Klimareligion stellt, wird ausgegrenzt, verächtlich gemacht – ja mittlerweile sogar mit der Todesstrafe bedroht. Man fühlt sich in jene finsteren Zeiten zurückversetzt, in denen die alleinige Deutungshoheit bei den Geisterbeschwörern lag.

Nicht wenige Umweltbewegte sind der Meinung, Menschen seien Schädlinge, die sich gegen die Natur verschworen hätten. Ihre Zahl muss daher – Thomas Malthus lässt freundlich grüßen – drastisch reduziert werden.

Natürlich wird es nicht irgendjemand sein, der die Selektion an der Rampe vornimmt. Wir dürfen beruhigt sein: Wie anno Nazi werden zumindest die Erleuchteten nach dem unermesslichen Ratschluss des Politbüros weiterleben dürfen. Deren Zahl wird sich allerdings auf nur eine anstatt, wie derzeit, sieben Milliarden Individuen belaufen.

Fakten zählen in Fragen der Erderwärmung nicht. Auf „Modellen“ ruhende Prognosen und Schätzungen ersetzen sämtliche, so gar nicht in die Politagenda passende Tatsachen. Die Eismasse am Südpol nimmt nachweislich zu? Egal – da die Polkappen bekanntlich abschmelzen, werden ganze Inselgruppen verschwinden. Die Erderwärmung macht – entgegen den errechneten Vorhersagen der Klimapäpste und trotz weiter steigender Kohlendioxidemissionen – seit 16 Jahren Pause? Egal – die „erdrückende Mehrheit der Wissenschaftler“ hält felsenfest an der These von der CO2-induzierten Erderwärmung fest. Die Zunahme von CO2 läuft nachweislich der Erwärmung hinterher und nicht voraus? Macht nichts – die Kausalität läuft so herum, wie jene „Wissenschaftler“ ex cathedra behaupten, die als Ratgeber der hohen Politik fungieren. Basta.

Die politische Klasse ist entzückt. In Kriminalfällen folgt der kluge Ermittler der Spur des Geldes. In Fragen der Politik folgt der kundige Analyst jener der Macht. In Wahrheit geht es nämlich nicht um die Verhinderung einer herbeiphantasierten Umweltkatastrophe, sondern um Herrschaft. Wer über die Kontrolle der Kohlendioxidemissionen verfügt, wird der Herr der neuen Öko-Diktatur sein.

Fazit: Ein ebenso erhellendes wie deprimierendes Buch.

 

Die Erfundene Katastrophe / Ohne CO2 in die Öko-Diktatur

Günther Vogl

Juwelen – Der Verlag, 2016

282 Seiten, gebunden

ISBN: 978-3-945822-70-8

24,90,- Euro

7 Gedanken zu „Buchtip: “Die Erfundene Katastrophe – Ohne CO2 in die Öko-Diktatur”

  1. Nattl

    Es ist wie immer sehr viel Geld im Spiel. Wer sich richtig anstellt kann mit der Blödheit der anderen ein Vermögen schaffen. Und am Besten macht man Kohle mit der Moral der Leute. Wenn sie sich besser fühlen dürfen, wenn sie glauben, moralisch höherstehend zu sein, sind sie bereit, das letzte Hemd auszuziehen. Ist mit der Asylindustrie ja nicht anders.

    Wenn das Gold im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt. Wir brauchen einen neuen Luther…

  2. Thomas Holzer

    Passend dazu auch die Forderung des Herrn Gabriel, eine “Flexi-Steuer” einzuführen; auch dies eine perfide Möglichkeit -aber natürlich als unabdingbares Instrument im Kampf gegen den Klimawandel bezeichnet- die noch verbliebenen Reste eines sowieso nur mehr rudimentär vorhanden “Marktes” zu beseitigen.

  3. sokrates9

    Faszinierend wie sehr die Manipulation in großen Teilen der Welt voranschreitet und die Wissenschaft die Meinungshoheit an Halbalphabeten, genannt Journalisten abgegeben hat!

  4. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Der dicke Siggi weiß schon nicht mehr, wie er an Geld für seine und Merkels vermurkste Politik kommen soll.
    Schön aber immer die hilflosen Wortfloskeln, mit denen versucht wird, den immer misstrauischeren Bürgern das Ganze als “Belohnung” (wirklich, gestern wörtlich im TV vernommen, eine “Belohnung für die Spritsparer” – wieso eine Preiserhöhung eine Belohnung für die Zahlschafe ist, wurde nicht weiter erläutert, im verkorksten Geist der Linken ist aber der, der von ihnen weniger abgezockt wird als ein anderer, automatisch ein “Gewinner”) zu verkaufen, wenn Ersparnisse aus Preissenkungen nicht mehr in die private Geldtasche sondern das Staatssäckel fließen.

  5. mariuslupus

    Die Einführung der Grünen Öko-Diktatur, ist nur ein Baustein zu Einführung der Diktatur die alle Bereiche der Existenz erfasst.
    In diesen Sinne ist auch die Wiederbelebung der Theorie von Lyssenko von der Vererbung der erworbenen Eigenschaften, auf die nächsten Generationen, zu beurteilen. Der Anlass für diese Behauptung war nicht, eine wissenschaftliche Hypothese experimentell zu überprüfen, sondern eine totalitäre Ideologie zu bestätigen.
    Josif Wissarionowitsch Caligula hat beschlossen einen neuen, sowjetischen Menschen zu konstruieren.
    Dafür, hat er eine Bestätigung von seinen “Wissenschaftlern” gebraucht. Und die hat er bekommen..
    Das Ergebnis war , zuerst sind abertausende Kälber krepiert, denen Millionen von Menschen folgten.
    Die Despoten des 21. Jahrhunderts brauchen auch andere Menschen, “Das Problem ist die Bevölkerung”.
    Eine Umerziehung soll her, die Ergebnisse sollen sich auf die nächsten Generationen. Erwünschtes Resultat, eine Merkel und Gauck kompatible, formierbare Menschenmasse.

  6. gms

    In diesem Zusammenhang einmal mehr der Hinweis, auf Obamas Rede zur Lage der Nation Anfang diesen Jahres, die verblüffenderweise an die Kritiker der Co2-Religion gerichtet sinngemäß den Teilsatz enthielt, diese würden sich sogar mit dem US-Militär anlegen [1].

    Gräbt man hierbei tiefer im Wissen, wonach das Pentagon erst vergleichweise spät auf den Bandwagon aufsprang, aktuell aber propagandistisch den Klimawandel in derselben Preisklasse wie Atomkriege thematisiert, stößt man rasch auf interessante Details: Die weltweit größte Energierechnung als ~Unternehmen~ begleicht das Pentagon, es konsumiert rund 2% des gesamten Verbrauchs in den USA und hat sich zumindest einmal schon heftig verkalkultiert beim Hedgen seiner Einkaufsrisiken. Der Löwenanteil beim Treibstoff geht für die Luftwaffe drauf und dieser Posten wiederum ist schwer substituierbar.

    Kriege brauchen verdammt viel Energie, eine schmerzliche Lektion, die man im ersten Weltkrieg schon zog und zur späteren freundlichen Verbandelung mit den Saudis führte. Wer morgen noch Weltpolizist spielen will, muß seine Ressourcen im Griff haben und dies vorzugsweise besser, als alle möglichen Gegner. Ein Streitpunkt in Kyoto und nachfolgenden Gipfeln war etwa die Frage, ob Ausstoß von Streitkräften in die 2-Grad-konformen Co2-Kontingente einzurechnen wären. Als das vom Tisch war, traten die Amerikaner der Klimasekte offiziell bei.

    Alternative Versorgungsquellen, wie beispielhaft riesige Solarpanelle im All und Transport der Energie auf alle Punkte dieser Erde mit gebündelten Microwellen, stehen dennoch ganz oben auf der Wunschliste der Militärplaner. Je schneller man nötige Technologien im Griff hat und je mehr davon von der Allgemeinheit finanziert wird, desto besser, zumindest für die nationale Sicherheit.

    Generell gesehen waren und sind Dystopien ein treffliches Mittel zur Knechtschaft der Untertanen, was beim Klimawandel exemplarisch und ganz am Anfang Versicherungen als eifrige Sprachrohre hervorbrachte. Für bestimmte Wirtschaftszweige, die nach und nach als stimmgewaltige Gläubige hinzutraten, ist die Co2-Religion die Goldgrube schlechthin, für die Politik wiederum eine gigantische Rutsche zum Geldverschieben über Kontinente hinweg. Big-Money und Big-Gouvermentment finden sich daher nicht mehr nur im hauptsächlich im Geldwesen im selben Bett, sondern folgerichtig auch im Energiesektor.

    whitehouse.gov/the-press-office/2016/01/12/remarks-president-barack-obama-%E2%80%93-prepared-delivery-state-union-address
    alternativ ab: 1:23:00 youtube.com/watch?v=UFb0pKuNNNw
    „Look, if anybody still wants to dispute the science around climate change, have at it. You will be pretty lonely, because you’ll be debating our military, most of America’s business leaders, the majority of the American people, almost the entire scientific community, and 200 nations around the world who agree it’s a problem and intend to solve it. (Applause)
    But even if — even if the planet wasn’t at stake, even if 2014 wasn’t the warmest year on record — until 2015 turned out to be even hotter — why would we want to pass up the chance for American businesses to produce and sell the energy of the future? (Applause.) „

  7. Kluftinger

    Literaturhinweis zum Thema:
    Horst Demmler
    “Wider den grünen Wahn – Eine Streitschrift”
    (Edition Octopus)
    Durch eine Rezension in der NZZ wurde das Buch weiteren Kreisen bekannt: Lesenswert.
    (vulgär ausgedrückt: da bleibt kein Auge trocken – wenn auch manchmal redundant)

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