Buchtip: “Die Federal Reserve Verschwörung”

(ANDREAS TÖGEL)  Stellen Sie sich vor, Sie hätten das Monopol zur Herausgabe von Geld, das per Gesetz zum alleinigen Zahlungsmittel erklärt wurde. Stellen Sie sich weiter vor, dass Sie dabei keinerlei externer Kontrolle unterliegen und niemandem rechenschaftspflichtig sind. Unter diesen Umständen würde allenfalls ein Heiliger nicht auf die Idee kommen, auf Kosten aller anderen bevorzugt seinen eigenen Interessen zu dienen.

Zu zeigen, dass es sich im Fall des US-Fed-Systems genauso verhält, ist das Ziel des US-Historikers Antony C. Sutton. Er beleuchtet die Geschichte des amerikanischen Geldsystems von seinen Anfängen nach der Sezession vom englischen Mutterland, über die unter Alexander Hamilton unternommenen, ersten Versuche zur Schaffung eines Geldmonopols, und die im Rahmen der „Jekyl-Island-Verschwörung“ einflussreicher Banker verabredete Gründung der FED-Systems, bis in unsere Tage. Dass ausgerechnet im Jahr der Gründung der FED auch eine bundesweite Einkommensteuer eingeführt wird, unterstreicht den Willen der amerikanischen Finanz- und Politeliten zur Machtkonzentration und -Zentralisierung.

Tatsächlich handelt es sich beim FED-System um ein, wie Sutton schreibt „…privates System, das Banken gehört. Die Fed-Kontrolle über das Geld ist ein privates, von Kongress gewährtes Monopol.“

Eine Gruppe einflussreicher und zu allem entschlossener Banker schafft es nach jahrelangen Vorbereitungen, im Jahr 1913 beide Häuser des US-Kongresses vom Plan der Schaffung eines „Federal-Reserve-Systems“ zu überzeugen und hievt zeitgerecht Woodrow Wilson ins Amt des US-Präsidenten, der mit seiner Unterschrift die Sache zugunsten seiner Förderer schließlich besiegelt.

Den für diese folgenschwere Entscheidung Verantwortlichen in Senat und Repräsentantenhaus, aber auch Präsident Wilson selbst mangelt es ganz offensichtlich an jeder Einsicht, welches Monstrum sie da schaffen. Schwere Missverständnisse über das Wesen und die ungeheure Macht des Fed-Systems bestehen indes bis heute.

Dass es private Banken sind, die das Geld herausgeben, ist nicht das Problem. Das vom Staat garantierte und von niemandem kontrollierte, strafbewehrte Monopol ist das Problem.
Das gut recherchierte Büchlein ist jedenfalls höchst aufschlussreich. Ein aufmerksames Lektorat hätte die zahlreichen Druckfehler eliminieren können.

Die Federal Reserve Verschwörung
Antony C. Sutton
Axel B.C. Krauss / Books on Demand 2019
87 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-7504-3072-3
6,- Euro

One comment

  1. sokrates 9

    Es gibt eine Liste der “Reichsten Menschen”. mit welchen Summen die FED die die Lizenz zum Gelddrucken hat ihre Initiatoren belohnt wird nirgends erwähnt..

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