Buchtip: “Feindliche Übernahme” von Thilo Sarrazin

Von | 7. Oktober 2018

(ANDREAS TÖGEL)  Der Autor ist zwar weder Arabist noch Islamwissenschaftler, trifft mit diesem Buch aber dennoch den Nagel auf den Kopf. Wer mit Menschen spricht, die längere Zeit in der Welt des Halbmonds gelebt haben oder die – als Angehörige bedrohter Minderheiten – von dort nach Europa geflohen sind, findet die Thesen Sarrazins in jedem einzelnen Punkt bestätigt. Von einer “Religion des Friedens” kann nur daherreden, wer sich mit den Quelltexten des Islam und der gelebten Wirklichkeit in islamischen Staaten niemals ernsthaft beschäftigt hat. Der streitbare Autor hat seine Hausaufgaben indes gründlich gemacht.

Wie man es von seinen früheren Büchern gewöhnt ist, enthält Thilo Sarrazin sich weitgehend jeglicher Spekulation, sondern präsentiert vielmehr gut recherchierte Fakten in gebündelter Form. Rund 70 Seiten mit Quellenangaben und Tabellen sprechen für sich.

Wer sich mit der „Friedensreligion“ des Islam bislang kaum oder noch nicht auseinandergesetzt hat, findet hier eine Fülle von auf Originalquellen (wie Koran und Sunna) basierenden Informationen. Dass Muslime keine Goldene Regel kennen, weil für sie die Welt in gottgefällige Rechtgläubige und von Allah verfluchte und gehasste Kuffar (eine pejorative Bezeichnung für Ungläubige) zweigeteilt ist, die ein tiefer, ja unüberwindlicher Graben trennt, sollten jene leider sehr zahlreichen nützlichen Idioten langsam begreifen, die sämtliche Islamkritiker rigoros bekämpfen und somit tatkräftig dabei mithelfen, ein neues Kalifat auf abendländischem Boden zu errichten. Die damit verbundenen Konsequenzen kann man jederzeit in Gottesstaaten wie Saudi-Arabien und dem Iran in ihrer ganzen Pracht bewundern.

Die Ursachen dafür, dass die Welt des Islam so gut wie keine Wissenschaftsnobelpreise, Patente oder nennenswerte Kunstwerke hervorbringt, von geisteswissenschaftlichen Erkenntnis ganz zu schweigen, gründet für Sarrazin unzweifelhaft auf der selbstreferenziellen Blase, in der sie gefangen ist. Die nach wie vor liebevoll gehegte Illusion von der Überlegenheit ihrer Religion, kollidiert allzu hart mit ihrer politischen Realität, die von Gewalt, Korruption, Armut, politischer Repression und hoffnungsloser Rückständigkeit gekennzeichnet ist.

Für das Abendland gefährlich ist die einzige Front, an der die Welt des Islam überlegen ist: Bei der Fertilität. Der Dschihad lässt sich eben nicht nur mit Petrodollars und Bombengürteln führen. Durch einen gewaltigen Geburtenüberschuss gegenüber der westlichen Welt, wird auf lange Sicht der hier herrschende demokratische Grundkonsens ausgehöhlt und schließlich zerstört werden. Dass totalitäre Ideologien sich bisweilen sehr erfolgreich demokratischer Mittel bedienen, um am Ende ein despotisches Regime zu errichten, sollten gerade wir Europäer nicht vergessen. Um den Anfängen zu wehren, ist es indes längst zu spät.

 

Feindliche Übernahme / Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht

Thilo Sarrazin

Finanzbuchverlag 2018

495 Seiten, Hardcover

ISBN: 978-3-95972-162-2

24,99,- Euro

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9 Gedanken zu „Buchtip: “Feindliche Übernahme” von Thilo Sarrazin

  1. Nietzsche

    Sehr empfehlenswert auch die Bücher von Robert Spencer, besonders das neueste: “The History of Jihad from Muhammad to ISIS”.

  2. sokrates9

    Habe bisher von seinen unzähligen Gegnern kein einziges rationales Argument zu den Aussagen von Sarrazin gelesen oder gehört! Etwa dass es in einem Jahr ca 500 Patentanmeldungen weltweit gibt, in Israel 8000, Korea 16000 !Wer den Koran als einziges Patent sieht, braucht so etwas natürlich nicht!”

  3. Falke

    @sokrates9
    Diejenigen, die besonders wütend auf Sarrazin eindreschen, haben seine Bücher gar nicht gelesen, sondern nur einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Sätze von dritter Seite gehört. Dazu gehören u.a. Merkel, Schäuble, und natürlich die gesamte Linke. Ich habe zwei seiner Bücher gelesen und kann bestätigen, dass der Autor keine einzige seiner Thesen im leeren Raum stehen lässt, sondern alle seine Aussagen durch wissenschaftliche und empirische Studien sowie Arbeiten anderer Autoren mehrfach belegt.

  4. sokrates9

    Falke@ Stimme überein habe Bücher auch gelesen und halte es für bemerkenswert dass es keiner schafft eine These empirischen Belegen in Frage zustellen!

  5. Faktenguru

    Super brillanter, umfassender Befund und Diagnose von Sarrazin. Wer von seinen unqualifizierten Und erblindeten Kritikern hat schon den Koran gelesen? Das negative Kritiker Highlight für mich war zu seinem letzten Buch „Wunschdenken“ im ORF 3 Magazin „erlesen“ wo Heinz Sichrovsky gemeint hätte das Buch tauge maximal zum Unterstellen unter ein Fussbein wenn der Tisch wackelt. Ich war schockiert. Das sagt Alles über den kritischen Diskurs im ORF aus.

  6. Gerhard

    Ich habe dieses Buch gelesen. Der Autor hat faktenorientiert argumentiert, daher kann man ihm keine Polemik vorwerfen.
    Lediglich als selbstbezeichneter Agnostiker versucht er, Vergleiche zur christlichen Religion herzustellen, was ihm nicht wirklich gelingt. Genau genommen sind die Mohammedaner überwiegend mit der sog. Islam-Religion zufrieden und sind nicht wegen der angekündigten harten Strafen zur Konvertierung nicht bereit. Viele Menschen sind auf der Suche und erwarten Antworten auf das Woher und Wohin, was scheinbar auch der Islam beantwortet.
    Sarrazin bedauert den Untergang des christlichen Abendlandes, trägt aber selbst – wie auch die Migranten – nichts dazu bei, dass diese Entwicklung aufgehalten wird.
    Ich empfehle Sarazzin, sich mit zum christlichen Glauben rechtzeitig zu bekennen, denn auch seine biologische Uhr hat ein Ablaufdatum und dann …..

  7. Christian Weiss

    Bemerkenswert finde ich, dass unglaublich viele Rezensenten behaupten, man dürfe den Koran nicht so auslegen, wie Sarrazin es tue. Blöd nur, dass nicht Sarrazin den Koran so auslegt, sondern etwa 10 Millionen Imame rund um den Erdball.
    Die geschilderte Rückständigkeit, diese abgrundtiefe Hinterwäldlerei und Barbarei, die in der islamischen Welt herrscht, ist Realität.
    Das Nichtvorhandensein von relevanten Beiträgen zur Technologie, Kultur und zum sozialen Fortschritt ist eine Tatsache.
    Die “grossartigste” Erfindung, die ich mal in einem Youtube-Video aus dem Iran gesehen habe, war ein Hand-Amputationsapparat für Diebe.

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