Buchtip: Pflichtlektüre für umweltbewegte Weltverbesserer

(ANDREAS TÖGEL) Der sachverständige Autor, Paul K. Driessen, entzaubert in “Öko-Imperialismus Grüne Politik mit tödlichen Folgen” die vor Selbstgerechtigkeit triefenden Aktivisten der Umweltrettungsindustrie schonungslos. Scheinbar selbstlos und nur dem Gemeinwohl und der „Nachhaltigkeit“ verpflichtete Politiker und Organisationen, stehen plötzlich da, wie der Kaiser in seinen neuen Kleidern: Pudelnackt.

In vielen Fällen kann nämlich keine Rede vom selbstlosen Einsatz für die gute Sache sein. Nüchternes Kalkül und beinharte Wirtschaftsinteressen bestimmen Denken und Handeln vieler Protagonisten der verschiedensten in der Umweltbewegung engagierten NGO´s. Driessen liefert seitenweise gut dokumentierte Beweise für unappetitliche Seilschaften und wirtschaftliche Verbindungen der Öko-Aktivisten mit ausgewählten Industrien. Exakt jenen von diesen an produzierende Betriebe (insbesondere solche der Energie- und Rohstoffindustrie) gerichteten Forderungen nach Transparenz und Berücksichtigung des Vorsorgegedankens, wollen sie selbst sich keinesfalls unterwerfen. Der vorgebliche Kampf für eine „nachhaltige Entwicklung“, wird mittlerweile von einer milliardenschweren Industrie geführt, die keinerlei Regeln unterliegt.

Besonderes Gewicht legt der Autor auf die Kritik von Sorglosigkeit und Zynismus vieler Umweltbewegter, mit der diese den überlebenswichtigen Anliegen der Armen und Hungernden in der Dritten Welt begegnen. Oft genug läuft etwa der geradezu religiös überhöhte Kampf gegen genetisch veränderte Lebensmittelpflanzen darauf hinaus, die erfolgreiche Bekämpfung des Hungers zu torpedieren. Dasselbe gilt für das von den Ökoimperialisten betriebene Verbot angeblich schädlicher Chemikalien. Deren Einsatz zu hintertreiben (wie z. B. den von DDT – des mit Abstand wirksamsten Mittels im Kampf gegen die Malaria), bedeutet den leicht vermeidbaren Tod vieler Millionen von Menschen.

Die beispiellose Arroganz, mit der in Wohlstand und gesicherten Verhältnissen lebende Aktivisten, den Menschen in Entwicklungsländern vorschreiben wollen, wie die ihr Leben zu führen haben, ist atemberaubend. Auch dafür legt Driessen in seinem vorbildlich recherchierten Werk eine Fülle von Belegen vor.

Die Kritik am auf spekulativen Modellrechnungen beruhenden (und durch reale Messungen nicht zu begründenden) „Kampf gegen die Erderwärmung“, der seit einigen Jahren in einen „Kampf dem Klimawandel“ umgetauft wurde, bildet einen weiterer Schwerpunkt des Buches. Wenn man Daten lange genug foltert, dann gestehen sie auch – eine alte Weisheit. Wie ein aus misshandelten Häftlingen herausgepresstes Geständnis, hat derlei „Wissenschaft“ allerdings keinen Wert – außer für diejenigen, die davon, auf fremder Leute Kosten, prächtig leben.

Die aus heutiger Sicht besondere Bedeutung des Buches liegt darin, dass es bereits 2006 erschienen ist. Die darin enthaltenen Thesen, können daher leicht an den Tatsachen überprüft werden: So gut wie alles stimmt! Wer Gleiches mit den Hervorbringungen hauptberuflicher Alarmisten – z. B. denen des Club of Rome – anstellt („Limits to Growth“), wird feststellen: Nichts als warme Luft und blanker Unsinn, der durch die tatsächliche Entwicklung tausendfach widerlegt wurde.

Fazit: Das Buch sollte allen von ihrer überlegenen Moral überzeugten Umweltaktivisten zur Pflichtlektüre gemacht werden.

 

Öko-Imperialismus Grüne Politik mit tödlichen Folgen

Paul K. Driessen

TvR Medienverlag, 2006

220 Seiten, broschiert

ISBN: 978-3-00-018838-1

14,90,- Euro

 

Tagebuch

5 comments

  1. Enpi

    ich finde es beruhigend, daß viele der Weltverbesserungsorganisationen eng mit wirtschaftlichen Interessen verknüpft sind. Das beweist daß unser Kapitalismus bestens funktioniert.

  2. Reini

    man stelle sich eine Welt ohne Krieg vor!!! … es wäre die Schlimmste Zeit, der Gattung Mensch kann sich nicht selbst regeln wie die Tierwelt, … die Überbevölkerung würde noch rascher steigen, die Bevölkerung würde sich noch schneller ausbreiten, die Ressourcen und die Energie würde noch schneller aufgebraucht, es würde kein Wirtschaftswachstum geben, die Menschen würden keine Arbeit finden, … wird würden den ganzen Planten und uns selbst vernichten!!! … so schlimm es ist und so hart es klingt, es müssen Kinder sterben, weil es zu viele gibt in den Entwicklungsländern, es muss Krieg geben um die Wirtschaft anzukurbeln,… wenn wir nicht bald – schätze so in 300 Jahren andere Planeten besiedelt haben, hat sich der Großteil der Menschheit selbst vernichtet! … die Naturgüter sind aufgebraucht, die Klimaerwärmung wird einen großen Teil dazu beitragen. usw,… die Menschlichkeit kann unser eigenes Grab werden… die Dinosaurier haben die Welt viele Millionen Jahre beherrscht, … wie lange wird’s der Mensch schaffen???

  3. Christian Weiss

    @ Reini

    Mit Verlaub, aber das ist schwerer Unsinn, den Sie da verbreiten. Krieg dezimiert weder die Bevölkerung nachhaltig, noch befeuert er das Wirtschaftswachstum. Ganz im Gegenteil. Einerseits ist der Krieg eine riesige Wertvernichtungsmaschinerie, den bekanntlich wird im Krieg in erster Linie zerstört. Andererseits sind Nachkriegsjahrgänge immer besonders geburtenstark, weshalb die Verluste aus den Kriegsjahren für gewöhnlich überkompensiert werden.

    Tatsächlich ist für die ambitiöse “Rettung des Planeten” vor allem zweierlei nötig: Wohlstand und Technologie. Beides vermag eine freie Marktwirtschaft bereitstellen. Die Folgen von Wohlstand und Technologie:
    1. Wohlstand schafft neue Lebensinhalte und neue Interessen und mildert Sachzwänge: Die Geburtenrate geht darum in hochentwickelten Volkswirtschaften markant zurück und sinkt unter den bestandeserhaltenden Wert von 2.1.
    2. Wohlstand verschiebt Bedürfnisse und schafft so den Wunsch nach intakten Lebensräumen. Nur reiche Länder kümmern sich um die Umwelt.
    3. Technologie ermöglicht die Nutzung neuer Ressourcen, wenn alte verbraucht sind oder sich als nachteilig für die Umwelt herausgestellt haben.
    4. Technologie steigert die Effizienz und ermöglicht mehr Konsum bei geringerem Ressourcenverbrauch.

    Und da sieht man dann auch das grosse Problem bei den “Grünen”: Diese sind Marktwirtschaftsverweigerer und behindern so nachhaltig (da ist das Wort mal wirklich gut gebraucht) die Wohlstandssteigerung in den Entwicklungsländern. Zudem sind sie antroposoph-homöopathische-esoterisch-Gläser-rückende Vollirre, die sich Zukunftstechnologien wie der Gentechnik und der Kernenergie verweigern und stattdessen auf mittelalterliche Rezepte in Bezug auf Landwirtschaft und Energiegewinnung setzen.

    Einen kleinen Beitrag kann jeder Mensch für die Umwelt leisten: Wählt keine Grüne und spendet nicht für Greenpeace!

  4. Rennziege

    30. September 2015 – 16:06 Christian Weiss
    Yessir! Besser lässt sich die Kriminalität der sogenannten Nachhaltigkeit nicht beschreiben.
    Die Liste derer, für die man nichts spenden sollte, könnte ich um mindestens 25 Positionen erweitern, aber ich hab’ die Zeit nicht. Hermann Gmeiners Kinderdörfer sind für mich die einzige Charity-Organisation, die man bedenken sollte. Was ich regelmäßig tue.

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