Buchtip: „Politischer Islam, Stresstest für Deutschland“

“… Es gibt Bücher, auf die man ungeduldig gewartet hat, weil ihr Gegenstand längst einer Klärung bedurfte. Susanne Schröter hat mit „Politischer Islam, Stresstest für Deutschland“ ein solches Buch geschrieben. Wie der Titel verrät, geht es nicht um Muslime und auch nicht um die spirituelle Seite der Religion. Unter „politischem Islam“ versteht die Leiterin der Frankfurter Forschungsstelle „Globaler Islam“ einen religiös fundierten „Gegenentwurf“ zur westlichen Moderne mit ihrem Säkularitätsprinzip sowie ihren individuell einklagbaren Freiheits- und Bürgerrechten. Statt letzterer sollen Islamische Werte und Normen die Gesellschaft, die Politik, die Justiz und die Kultur bestimmen. Das bedeutet, dass sämtliche Lebensbereiche nach Maßgaben religiöser Regularien gestaltet werden, die festlegen, was erlaubt oder verboten ist, wie man sich kleiden soll, wie die Geschlechter einander begegnen sollen und welchen Stellenwert Frauen im privaten und öffentlichen Raum einnehmen dürfen. Im Zugriff auf den ganzen Menschen besteht der totalitäre Charakter des politischen Islam, den Schröter klar benennt.  mehr hier

6 comments

  1. Elfenzauberin

    Derartige Fragen werden alsbald auf demographischem Weg entschieden werden. Wer glaubt, dass man mit einer ständig wachsenden muslimischen Gemeinde, mit der man den Lebensraum dauerhaft teilt, so ohne weiteres seine eigenen Lebensgewohnheiten behalten kann, der muss sich wohl die Bezeichnung Illusionist gefallen lassen. So wie es eine deutsche GrünIn treffend ausgedrückt hat, werden wir wohl die Regeln für das gedeihliche Zusammenleben täglich neu aushandeln müssen.

    Wer das nicht glaubt, braucht sich nur die jüngere Geschichte des Libanon ansehen. Vormals die Schweiz des Nahen Ostens, damals mit deutlich spürbarer christlicher Prägung, ist der Libanon mittlerweile zu einem islamisch geprägten Land mit allen Folgeerscheinungen geworden.

    Auch hier in Österreich wird es in nicht allzuferner Zukunft eine moslemische Bevölkerungsmehrheit geben. In der Altersklasse der Kinder ist das in den urbanen Regionen bereits jetzt der Fall. Das lehrt ein Blick in eine ganz gewöhnliche Schulklasse, in eine Kinderarztpraxis oder Geburtenstation.

    All das ist politisch gewollt und wird vom Wähler goutiert.
    Na dann soll es so sein!

  2. sokrates9

    Satt geworden verteidigt niemand mehr unser Säkularitätsprinzip sowie individuell einklagbare Freiheits- und Bürgerrechte.Man läuft fridays for future, alle live matters, und ähnlichen illusionen nach, vergisst aber wo die Basis unseres Fortschritts herkommt.viel zu komplex, solche Details interessiert kaum noch jemand.

  3. Kluftinger

    @ sokrates9
    Nicht nur das Desinteresse ist ausschlaggebend, es ist die “Verdummung” auch.
    Eben weil man nicht mehr in der Lage ist komplexe Situationen zu erfassen, reduziert man das eigene Weltbild auf “Parolen”.
    Dass dies zu einem bösen Erwachen führen kann, hat man bereits vergessen oder verdrängt?

  4. Erwin Tripes

    Es gibt keinen “politischen Islam”. Es gibt nur einen Islam, der sich in all seinen Ausprägungen auf den Koran beruft, und der Ist durch und durch politisch !

  5. fxs

    Die Fertilitätsrate, also die durchschnittliche Anzahl der Kinder, die eine Frau im Laufe ihres Lebens zur Welt bringt, liegt bei den einheimischen österreichischen Frauen seit Jahren unter 1.4. (Statitischen Zenralamt!) Daraus folgt, dass die autochtone Bevölkerung bei uns pro Generation um etwa 30% abnimmt. A la long wird also die autochtone Bevölkerung bei uns mangels Nachwuchses aussterben. Im Forschungsbericht des Mannheimer Zentrums für Sozialforschung “Der Zusammenhang zwischen Erwerbstätigkeit und Fertilität” heißt es einleitend: “Empirische Befunde zeigen immer wieder, dass Frauen, die erwerbstätig sind, weniger Kinder haben als Frauen, die nicht erwerbstätig sin und unsere Politik diskriminiert Mütter, die sich um ihre Kinder kümmern gegenüber den Karrierefrauen.

  6. LePenseur

    Chère Elfenzauberin,

    es ist zwar völlig off-topic hier (und ich hoffe, daß Herr Mag. Ortner diesen Kommentar trotzdem nicht sofort löscht) … aber:

    ich habe schon mehrfach versucht, Sie zu fragen, ob ich diverse Ihrer exzellenten Kommentare zu verschiedenen Artikeln bei Unterberger auf dem LePenseur-Blog als Gastkommentar veröffentlichen darf.

    Da ich kein Unterberger-Abo habe (ich wüßte nämlich nicht, wie ich dieses wirklich völlig anonym bekommen könnte), aber kein Interesse habe, mich durch bspw. einen Zahlungsbeleg für unsere amtlichen Blockwarte von der Internet-Stasi verfolgbar zu machen), kann ich Ihre so oft die Fragen perfekt auf den Punkt bringenden Kommentare erst lesen, wenn sie nach einigen Tagen allgemein zugänglich sind — und dann schrieb ich schon öfter meine Bitte, sie als Gastkommentar veröffentlichen zu dürfen. Sie aber, längst bei aktuelleren Artikeln unterwegs, sehen in diese “alten” Kommentar-Threads offenbar gar nicht mehr rein, und können daher auf meine Anfrage nicht reagieren.

    Daher hier meine Bitte: “Darf ich ggf. Ihre Kommentare bei Unterberger und Ortner als Gastkommentare bringen?”

    In der Hoffnung, keine Fehlbitte getan zu haben, verbleibe ich in Erwartung Ihrer Antwort

    Herzlich grüßend

    LePenseur

    P.S.: sollten Sie, aus welchen Gründen immer, eine Veröffentlichung prizipiell ablehnen, würde ich dies zwar mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, aber natürlich akzeptieren. Auch diesfalls bitte ich um kurze Mitteilung, damit ich es weiß.

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