Buchtip: Richard Nixon, “Der gescheiterte Präsident”

“Der Republikaner Richard Nixon, der als 37. Präsident der USA (1969-74) die Weltpolitik entscheidend (mit)bestimmte, hatte ein ehrgeiziges Ziel. Er wollte als ganz großer Staatsmann gelten, sich mit goldenen Lettern in das Buch der Weltgeschichte einschreiben. Dieses Ziel hat er weitgehend verfehlt. Sein Name ist nach dem Watergate-Skandal, dem Einbruch in das Wahlkampfhauptquartier der Demokratischen Partei, zum Synonym für Bestechung, Korruption, Bespitzelung und Gesetzesbruch geworden. Watergate schlug hohe politische Wellen. Im Kongress, für den Nixon nur Verachtung übrig hatte, wurde gegen den Präsidenten ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Um seine Absetzung zu vermeiden, trat Nixon zurück. Es war das erste Mal in der Geschichte der USA, dass ein Präsident sein Amt niederlegte. Richard Nixon, der seine Macht missbraucht hatte, war gescheitert. Er ist keiner kriminellen Verschwörung zum Opfer gefallen, sondern seinem Ehrgeiz, seinem Größenwahn, seiner Machtbesessenheit und seinem paranoiden Misstrauen. Es wäre freilich unseriös, Richard Nixon nur unter dem Aspekt des Watergate Skandals zu beurteilen. (hier)

One comment

  1. astuga

    Ein Präsident der bis heute zu wenig gewürdigt wird war der Kennedy Nachfolger Lyndon B. Johnson.
    Im Ggs. dazu wird der “fesche” Kennedy bis heute idealisiert und verklärt.

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