Buchtip: Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden

Von | 16. Mai 2014

(A. TÖGEL)  Der Titel des vom Vorstand des deutschen Mises-Instituts, Andreas Marquart, und dem Ökonomen Philipp Bagus vorgelegten Buches müsste in Wahrheit lauten: „Einführung in die Geldtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie“. Ein derart spröde klingender Titel würde vermutlich einen Großteil der potentiellen Leser abschrecken. So aber werden es viele Menschen lesen, die erkannt haben, daß mit unserem Geldsystem offensichtlich etwas nicht stimmt und die Dressureliten in Politik und Medien daran interessiert sind, den Zusammenhang mit den dadurch ausgelösten, nicht allein auf die Wirtschaft beschränkten Fehlentwicklungen zu verschleiern.

 

Tatsächlich bildet das staatliche Geldmonopol in Verbindung mit einem papierenen „Fiat-money“ die Wurzel der meisten der durch den demokratischen Wohlfahrtsstaat geschaffenen Übel. Anhand von anschaulichen Beispielen und unter Hinweis auf eine Reihe namhafter Autoren, wird diese Tatsache einer Leserschaft nähergebracht, die nicht einschlägig vorgebildet zu sein braucht.

 

► Im Gegensatz zur landläufigen Fehleinschätzung garantiert ein Staatsmonopol eben kein funktionierendes Geldsystem, sondern vielmehr das Gegenteil davon.

► Es führt zur Wohlstandsumverteilung von unten nach oben (Cantillon-Effekt).

► Es lenkt knappe Mittel von der produktiven privaten in die unproduktive staatliche Sphäre um.

► Es ist im Kern inflationistisch, beutet demzufolge arbeitende Menschen aus und bringt diese um ihre Ersparnisse.

► Es fördert den Staatsinterventionismus sowie eine „Kultur“ Verschuldung und führt langfristig zum Substanzverzehr.

► Es setzt die politischen Eliten in die Lage, eine totale Hegemonie über ihre Untertanen zu errichten und deren Leben bis in die Privatsphäre hinein lückenlos zu bestimmen und zu kontrollieren.

► Das staatliche Geldmonopol schafft – in Verbindung mit einem mit Sonderprivilegien ausgestatteten Bankwesen – die Tendenz zu Verschuldungsexzessen, an deren Ende die Enteignung der Gläubiger, eine umfassende Vermögensvernichtung und – wie die Geschichte lehrt – sehr wahrscheinlich auch eine gefährliche Polarisierung und Radikalisierung der Gesellschaft steht.

 

Menschen, die das erkannt haben, werden auf den letzten Seiten des Buches aufgefordert, ihr Wissen um die verhängnisvollen Folgen eines staatlichen Geldmonopols nicht für sich zu behalten, sondern sich aktiv am „Krieg der Ideen“ zu beteiligen. Das ist kein unbilliges Verlangen, da die von fremder Leute Geld lebenden Verteidiger des Status quo doch de facto mit heruntergelassen Hosen dastehen…

 

Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden

Andreas Marquart & Philipp Bagus

Finanzbuchverlag, 2014

192 Seiten, broschiert

ISBN: 978-3-89879-857-0

€ 16,99,-

Tagebuch

3 Gedanken zu „Buchtip: Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden

  1. Beatrix Petrikowski

    Vorbildung wird hier tatsächlich nicht vorausgesetzt, denn anhand einfachster Beispiele, die jeder nachvollziehen kann, erklären die Autoren einen Sachverhalt. Einige Ansätze mögen die eigenen Gedanken in eine völlig neue Richtung bewegen und es kann ja nie schaden, den Horizont auf diese Art zu erweitern. Interessant ist das Buch allemal.

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