Bundesbank-Chef gegen EZB

Von | 24. März 2016

“….Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat seine Kritik an der jüngsten geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigt. Zwar sei die Ausgangslage vor der Zinssitzung am 10. März “durchaus herausfordernd” gewesen, sagte Weidmann am Mittwoch in der Hauptstadt Liechtensteins, Vaduz. “Allerdings gingen mir die Beschlüsse in ihrer Gesamtschau zu weit und das umfassende Maßnahmenbündel hat mich nicht überzeugt.” Im Kampf gegen die schwache Inflation hatte die EZB vor zwei Wochen ihre Leitzinsen weiter gesenkt, ihre Anleihekäufe ausgeweitet und den Kauf von Unternehmensanleihen sowie zusätzliche Langfristkredite angekündigt. Seine grundlegenden Vorbehalte gegen Staatsanleihekäufe in großem Stil bekräftigte Weidmann, obwohl auch er von einer “Eintrübung der Preis- und Wachstumsaussichten” sprach. Käufe von Staatsanleihen seien jedoch ein “reines Notfallinstrument”, das zu einer “gefährlichen Vermengung von Geld- und Fiskalpolitik” führe….” (hier)

2 Gedanken zu „Bundesbank-Chef gegen EZB

  1. Falke

    Die Niedrigzinspolitik nützt überhaupt nichts, wenn andererseits die Banken immer höhere Auflagen bei der Kreditvergabe erfüllen müssen, was die Sicherheiten der Kreditnehmer betrifft. Wenn sie etwa alle Regeln von Basel III genau einhalten, dürften sie fast überhaupt keine Kredite mehr vergeben. Da stimmt fast das geflügelte Wort: “Kredit bekommt nur derjenige, der nachweisen kann, dass er den Kredit eigentlich gar nicht braucht”.

  2. Gerald Steinbach

    Das hätte man sich vorher überlegen müssen, eine gemeinsame Währung einzuführen für unterschiedliche Länder, das Pulver scheint aber nun verschossen, was dann, wenn der Club Med nicht auf die Beine kommt

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