Byebye EU, hello Canzuk?

„Byebye Britannien“. Und dann? Was sagen die Briten dann? Vielleicht sagen sie „byebye Europe, hello Canzuk“! Canzuk? Na klar: Canada, Australia, New Zealand, United Kingdom. Die Anglosphäre, eine ganz alte inoffizielle Beziehung. Auch in der Politik ist Blut auf Dauer dicker als Wasser. Boris Johnson steht der EU nicht ganz so verloren oder gar alternativlos gegenüber wie mancher Berufseuropäer das gerne hätte. / mehr

5 comments

  1. Wolfgang Niedereder

    Neben CANZUK wäre n noch die skandinavischen Länder zu erwähnen, für die UK schon immer einer der wichtigsten Handelspartner war und auch eine kulturelle Nähe besteht. Und auch wirtschaftliche Kontakte mit dem Energiegiganten Russland werden aufgenommen werden. Sehen wir uns diese Entwicklung einmal an, wird spannend.

  2. sokrates9

    Bin überzeugt dass die Engländer mit den “restlichen” Handelspartnern gut fahren werden. Wenn man sich auch den Euro ansieht der immer weicher wird und die Coronahilfszahlungen in Billionenhöhe mal verkraften muss, da sieht das Pfund als Alternative gar nicht so schlecht aus. Überlegungen Freihandelszone wie Singapur haben auch mehr Charme als die ganzen EU – Tussis Merkel- La Garde – von der Leyen zusammen.

  3. GeBa

    Ich beneide die Briten, so wie sich die von mir einmal voll Hoffnung befürwortete EU entwickelt hat, darf sie nicht mehr lange existieren.

  4. Franz Meier

    Mit Schrecken musste ich in den vergangenen Jahren feststellen, dass sich gute, lebenslange Freunde in Deutschland und Österreich, mir weitestgehend entfremdet haben mit ihren neuen, seltsamen Ideen, Überzeugungen und Meinungen. Die Engländer und Amerikaner sind im 20. Jhd. zweimal nach Kontinentaleuropa herübergekommen, um zu intervenieren. Sie mussten Deutschland in die Schranken weisen. Ich behaupte keineswegs, dass sie Engel oder Heilige sind. Sie haben und hatten immer ihre eigene Agenda. Ich behaupte auch nicht, dass alles was die Engländer und Amerikaner in den letzten 200 Jahren gemacht haben, nur edel und gut ist. Die Engländer mussten von Sept.1939 bis Ende 1941 alleine auf sich gestellt gegen das deutlich grössere Deutschland kämpfen, bevor die ersten amerikanischen Truppen 1942 in Europa ankamen. Vor allem die Amerikaner haben uns in Europa nach 1945, also jetzt seit 75 Jahren, ein System garantiert, welches uns in Europa erlaubt hat, grossen Wohlstand zu erreichen und in Frieden zu leben. Gestört wurde dieses System immer nur von der nicht auszurottenden, sozialistisch/kommunistischem Ideologie, dieser kranken, kriminellen Utopie. Die Sowjetunion und der Warschauer Pakt haben den Westen 45 Jahre bedroht. Dann fiel die Mauer. Aber die Linken in Europa haben ihre Utopie nie aufgegeben und sind durch die Institutionen gezogen. Heute stellen die Linken in Europa mit all ihren wirren, unrealistischen, utopischen Ideen und Wahnvorstellungen wieder die grösste Gefahr für Europa dar. In Brüssel sitzen sie an den Schaltstellen der Macht. In Berlin und Paris prägen sie die politische Landschaft und wollen allen Europäern ihre Utopie diktieren. Gerade die Deutschen sollten sich zurückhalten, sie haben die Demokratie schliesslich von den Amerikanern und Engländern erhalten. Auch im Vereinigten Königreich und in USA bedrängen die Linken ihre Gegner. Ich habe allerdings wesentlich mehr Vertrauen in die Angelsachsen in England, Kanada, Australien und Neuseeland und natürlich auch in den USA. Die Angelsachsen sind freiheitsliebend und nicht derart obrigkeitshörig wie die Kontinentaleuropäer. Mentalität? Charakter? Ich weiss es nicht, aber sie haben es ihn ihrer Geschichte immer wieder bewiesen. Keines der angelsächsischen Länder war je eine Diktatur, in keinem gab es je eine faschistische oder kommunistische Mehrheit/Regierung, in keinem wurden je auf industrielle Art und Weise Millionen Menschen systematisch ermordet. Die Engländer haben die Freiheit und die Selbstbestimmung gewählt, einmal mehr. Sie wollen nicht, dass Ihnen Brüssel, Paris und Berlin ihre Gesetzte, ihre Rechtsprechung und ihr ganzes Leben vorschreiben und diktieren. Sie wollen für diese vom Weg abgekommene EU auch nicht mehr bezahlen. Ich wünsche ihnen nur das Beste. Vielleicht wird ja Canzuk eines Tages Realität.

  5. Wolfgang Niedereder

    Sg. Herr Meier !
    Danke für den wirklich guten Kommentar, vielleicht ist auch die unterschiedliche Weltanschauung/Mythologie in den angelsächsischen/skandinavischen Ländern mehr zukunftsorientiert und von Optimismus getragen, als eine – mir unerklärliche – bizarre Lust an der vorherrschenden Weltuntergangsphilosophie in Ländern wie Deutschland und Österreich.

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