Cancel Cuisine: Das Zigeunerschnitzel

Von | 9. August 2021

Doch den Anhängern der Cancel Culture und Political Correctness, die nach dem „Mohr im Hemd“, einer zwar sättigenden, aber ansonsten eher harmlosen österreichischen Süßspeise, dem Negerkuss sowie dem „Eskimoeis“ auch das Zigeunerschnitzel auf den Index der unsagbaren Worte gesetzt haben, ging es ja niemals um gutes oder schlechtes Essen oder Vergangenheitsbewältigung, sondern ums Rechthaben. Ihnen kam nie in den Sinn, dass für viele Menschen das Wort „Zigeuner“ positiv besetzt ist. Man liebt den „Zigeunerbaron“, die gleichnamige Operette von Johann Strauss (Sohn), schwärmt für den von der „Zigeunermusik“ inspirierten Jazz eines Django Reinhard, man träumt vielleicht vom „lustigen Zigeunerleben“, verkleidet sich im Karneval als „Carmen“-Verschnitt, gießt sich ohne großes Nachdenken eine scharfe „Zigeunersoße“ übers Grillfleisch – und gelegentlich ärgert man sich über die „herumzigeunernden“, vornehmlich niederländischen Wohnwagenbesitzer, die die Autobahnen verstopfen. mehr hier

7 Gedanken zu „Cancel Cuisine: Das Zigeunerschnitzel

  1. Johannes

    Fast kommt mir vor als würde der Autor einer Karawane nachrufen die dieses “Problem” längst hinter sich gelassen hat und schon auf die nächsten Ziele zusteuert.

  2. Mourawetz

    In der Leserpost wurde eine richtige Frage gestellt: Wer ist das eigentlich, der solche Sprachänderungen verlangt?

    Das möchte ich nun auch gerne wissen. Und ihn fragen, mit welchem Recht er gegen die Bevölkerung seine schikanösen Sprachdiktate durchsetzt? Wie schauen diese Leute aus, wie kann ich mir die vorstellen? Und wieso haben sie die Macht ihre Forderungen durchzusetzen, wer gibt Ihnen die und wodurch sind sie legalisiert?

  3. Gerald Steinbach

    Man darf das N Wort nicht mehr sagen, man darf das Z Wort nicht mehr sagen, aber das zweite N Wort grassiert inflationär durch das beste Deutschland und wird jeden vorgeworfen der sich nicht an die Vorgaben der linken Jagdgeschwader hält

  4. sokrates9

    Wer ist das, der da manipuliert? Linke Agitatoren aus dem Bereich der Geschwätzwissenschaften / Genderideologie die da künstlich Probleme schüren und die Sprachpolizei spielen. Warum lassen wir uns das gefallen?
    Weil die Medien alle links sind und der gesellschaftliche Wandel und die PC – Control relativ einfach funktioniert. Jeder der sich nicht an die Ideologie hält wird sofort als Leugner niedergemacht und hat keine Chance seine Anliegen zu kommunizieren.

  5. Menschmaschine

    @ sokrates

    Exakt, die Medien sind bis auf wenige, quantitativ relativ unbedeutende Ausnahmen links und damit wird in unserem Medienzeitalter die Masse gesteuert. In Kunst, Kultur und bei Bildung ist es ja ähnlich. All das besetzen die Linken und züchten sich damit permanent ihre Nachfolge heran.
    Was ich mich manchmal frage: Wenn wir eine zum Großteil nicht-linke Regierung haben, warum steuert die da nicht dagegen? Warum überlässt sie der Linken diese wichtigen Felder so kampflos?

  6. sokrates9

    Menschmaschine@ Antwort: Bei den Konservativen haben intellektuelle falls überhaupt noch vorhanden – nichts mehr zu sagen! Wobei überhaupt das Akademikerpotential zusammengebrochen ist. Schlagende Verbindungen – kennen sie einen “jungen Mölzer?” – CV – nicht mehr existent, detto BSA.

  7. aneagle

    Sprache ist ein nützliches Versuchsinstrument für Regierungen , inwieweit niederschwellige Gesellschafts veränderungen überhaupt wahrgenommen werden und in welchem Ausmaß sie tatenlos geduldet werden. Daher die begeisterte Förderung unserer Lenker für das Gendern und den Quacksprech. Solange nicht massiv dagegen vorgegangen wird , schreitet der Umbau fort, unabhängig welches N-Wort gerade bearbeitet wird.

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