China führt die westlichen Demokratien vor

Von | 16. Juni 2021

„….. Wie einen Gral hat der Westen die Devise vom Wandel durch Handel vor sich hergetragen. Die Regeln der Ökonomie, so die Idee, beförderten weltweit Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Ein Märchen und eine Lebenslüge, wie der Blick auf China zeigt. NZZ, hier

Ein Gedanke zu „China führt die westlichen Demokratien vor

  1. Franz Meier

    Die Gewerkschaften und die Sozialdemokraten im Westen haben nach dem 2. Weltkrieg viel Gutes für ihre Mitglieder geleistet. Irgendwann haben sie es dann auf die Spitze getrieben, sie sind vollkommen übergeschnappt. Sie fingen an ihren Mitgliedern zu erzählen Arbeit sei grundsätzlich etwas Böses/etwas Schlechtes, das nur die Direktoren und die Aktionäre reich macht. Am besten „schummelt“ man sich so früh wie möglich in die Pension, am besten schon mit 50 oder 55 Jahren. Martine Aubry (die Tochter von Jaques Delors) führte als Ministerin in Frankreich die 35 Stunden Woche ein. In Österreich gelten 6 Wochen Ferien, dann wurden in Österreich und Schweden die Karenzzeiten für Mütter und Väter immer länger. Bei General Motors akzeptierte der seinerzeitige Generaldirektor Roger Smith in den 80er Jahren jede Forderung der Gewerkschaften (Krankenkasse, Pensionskasse, Eigenheim, College für alle Kinder und viele andere Vergünstigungen etc.). Das endete damit, dass General Motors an jedem verkauften Auto $ 2’000 verlor – 2008 kam die Pleite. Denken wir an Fiat und die Gewerkschaften, die zusammen mit schlechtem Management und der Mafia den Konzern an den Abgrund geführt haben. Der europäische Sozialstaat wird eines Tages an seine Grenzen gelangen. Es kamen viele Betriebsräte in die Vorstände bei deutschen Firmen. Irgendwann sagten sich die Unternehmer – dann bauen wir halt die nächste Fabrik in China. Die Chinesen wollen noch arbeiten, auch mehr als 35 Stunden die Woche, auch gerne am Wochenende. Und so fing alles an mit China. Selber schuld. Das lächerliche Moralisieren des Westens belustigt die Chinesen. Sie sagen ja zu allem: Mehr Klimaschutz – auf jeden Fall sind wir dabei, machen aber genau das Gegenteil. WTO Mitgliedschaft sehr gerne – aber China bietet möglichst wenig Reziprozität. Menschenrechte – aber selbstverständlich. China macht aber 100% was es will und kümmert sich nicht um die dummen Weicheier im Westen, denken wir an Tibet und an die Uiguren. Das Konzept der Täuschung, sehr schlau. Wenn der Westen gar zu frech wird, verbietet man sich die „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ Chinas. Immer wenn der Westen gespalten ist – so wie er es heute ist – kommen die bösen Mächte dieser Welt und rütteln an der bestehenden Ordnung. Erst in der aller höchsten Not findet der Westen zusammen. Hoffentlich wird es dieses Mal nicht zu spät sein.

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