China wird zur neuen Weltraum-Macht

China hat Milliarden investiert und ist für den Westen nun auch technisch ein ernst zu nehmender Rivale geworden – nicht nur auf dem Mond. weiter hier

14 comments

  1. Rizzo C.

    Für die chinesischen Kommunisten sind die Weltraumabenteuer noch immer das selbe Instrument der propagandistischen Selbstdarstellung wie seinerzeit für die Sowjets. Wissenschaftlicher Nährwert NULL, technologisch gesehen ohne Neuigkeitswert, wirtschaftlich bedeutungslos. Aber dem chinesischen Chauvinismus schmeichelts und vielleicht sind sogar ein paar Drittweltstaaten beeindruckt und freuen sich über chinesisches Elektronikspielzeug.

  2. sokrates9

    Rizzo C@ Sehe ich nicht so! Natürlich ist das reine Propaganda, doch China ist in vielen technischen Bereichen heute schon die Nummer 1.TV – Bildschirme, Batterietechnik, spezielle Computerkomponenten sind die erheblich vorne! Werden in kurzer Zeit auch Wirtschaftsmacht NR 1 sein, Russland führt im technologischen Militärbereich, dann kommt die USA während sich Europa immer mehr mit Afrika duellieren kann…

  3. Rizzo C.

    @sokrates9
    In fast 25 Jahren Kooperation mit chinesischen Firmen ist mir noch keine einzige untergekommen, die auch nur annähernd technologisch als Nummer 1 gelten könnte. Das einzige Gebiet, auf dem sie unzweifelhaft nach vorne drängen und schon vielfach die Marktherrschaft übernommen haben, sind die schieren Stückzahlen, dank derer sie Teile der Konkurrenz zerstören. Schön, dann werden sie halt Wirtschaftsmacht Nummer 1 nach Tonnen oder Umsatz, das ist bei ihrer riesigen Bevölkerungszahl auch nicht unbedingt überraschend. Aber wenn es nur danach ginge, wären kleinere Länder schon längst allesamt bankrott gegangen. Singapur oder Südkorea beispielsweise leben aber dennoch weit besser als China.

    Genauso gelassen sehe ich überdies auch die russischen Rüstungsbestrebungen. Offenbar haben die nichts aus dem Zu-Tode-Rüsten während des Kalten Krieges gelernt. Da stehen sie jetzt in schimmernder Rüstung und was noch? Nicht mal ein brauchbares Fernstrassensystem im ganzen Land kriegen sie hin, dabei bräuchten sie nur nach Alaska oder Kanada gucken, wie sowas auch im hohen Norden funktionieren kann – von weiter südlich ganz zu schweigen.

  4. Rizzo C.

    @sokrates9
    In 25 Jahren Kooperation mit chinesischen Firmen habe ich noch keine einzige kennengelernt, die auch nur annähernd technologisch als Nummer 1 gelten könnte. Die sind nirgendwo vorne, ausser in Stückzahlen und Umsatz (und in Umweltverpestung, so am Rande erwähnt). Das ist bei der riesigen Bevölkerungsanzahl auch nicht weiter verwunderlich. Aber wenn es darauf ankäme, wären sämtliche kleineren Länder schon längst bankrott. Tatsächlich sind jedoch beispielsweise Singapur oder Südkorea weit besser dran als China. Nicht verzagen, auch chinesische Bäume wachsen nicht in den Himmel.

  5. Thomas F.

    Höchste Zeit die Millionen an Entwicklungshilfe, die China bezieht, abzustellen.

  6. nattl

    Ja, leider wird die Raumfahrt noch immer hauptsächlich zur politischen Machtdemonstration verwendet. Was schade ist, denn technologisch gesehen müssten wir schon mindestens Menschen auf den Mars gebracht haben. Dabei kann langfristig für die Menschheit nur die Expansion weg von der Erde der logisch nächste Schritt in der Evolution sein.

    Jede Unternehmung wie jenes der Chinesen ist zu begrüßen. Die Chinesen machen wenigstens was. Was ist denn von der großen, 2010 vollmundig angekündigten “Space Policy” vom Obamer [sic] geworden? Hmmm?

    Als ich jung war, hatte ich gehofft, dass sowas passiert, wenn ich erwachsen bin. Leider muss ich heute sehen, dass das wahrscheinlich nicht Zeit meines Lebens passieren wird. Schade.

  7. astuga

    “China ist längst nicht mehr das Land der Raubkopierer…”

    Nicht?
    Dabei sah doch der Mondrover fast exakt genauso aus wie einer der Marsrover der NASA.
    Eigentlich hat diese Mission nichts wirklich neues gebracht.
    Die Russen waren da mit ihrer Mondmission schon vor der US-Mondlandung weiter als die Chinesen jetzt.
    Im Grunde ist es eine Leistungsschau der Chinesen wie gut sie mit angekaufter und kopierter Raumfahrt-Technologie umgehen können.
    Um überhaupt medial aufzufallen oder zukünftige Ansprüche auf Grundlage einer erfolgreichen Landung anzumelden mussten sie sogar auf die Rückseite ausweichen (die auch schon davor relativ genau kartiert war).

    Eng wird es langsam für Japan und uns Europäer.
    Wir werden wohl das nehmen müssen was man uns bei der Aufteilung des Mondes gnädig überlässt.
    Etwas Zeit bleibt noch, denn anders als solche Meldungen nahelegen sind wichtige Probleme für einen längeren menschlichen Aufenthalt auf Mond oder Mars noch längst nicht gelöst (Strahlung, Staub etc.).

  8. astuga

    Würde mich nicht überraschen, wenn die Chinesen irgendwann auch damit daherkommen…
    Die NASA war ja leider aus politischen Gründen zu dumm es zu nutzen.

  9. Cora

    Die KPCh unternimmt nichts, was nicht im Hauptwiderspruch festgehalten ist, dem alles Handeln untergeordnet ist, so auch dieses milliardenschwere Unternehmen. Wie lautet der Hauptwiderspruch, der 2007 aktuell war, als das Mondprojekt startete? Den Widerspruch zwischen den „wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnissen des Volkes“ und der „rückständigen gesellschaftlichen Produktion“ aufzulösen. Dieser Widerspruch gilt zwar heute nicht mehr, ist aber in seiner heutigen Form nur abgewandelt, und noch verschärft worden, denn seit 2017 ist von einem schönen und guten Leben für Chinesen die Rede, die Grundbedürfnisse hinter sich lassend. Umso mehr passt das Mondprojekt Chinas hier hinein, wenn man bedenkt, was sich China dadurch sichern will: den Zugriff auf die Ressourcen, die man am Mond vermutet. Und so soll auch der „Jadehase“ Gesteinsproben aufgabeln. Seltene Elemente werden auf dem Mond vermutet wie Helium-3, von dem man einen Durchbruch beim Bau und Betrieb von Kernfusionsreaktoren erhofft. Na wenn das nichts ist? Dass daraus nicht so schnell ein Nutzen gezogen wird, ist schon klar. Die Kommunistische Partei Chinas denkt aber in langfristigen Dimensionen, da ist von Jahrzehnten die Rede, weit über eine Legislaturperiode demokratischer Prägung hinaus. Vielleicht ist das das Problem? (Ja es ist!)
    Abgesehen davon bringt das chinesische Weltraumprojekt die Erprobung eines neuartigen Satellitennavigationssystems, das andere ausstechen wird, GPS ade, das ist aber nicht das einzige Projekt, das China am Laufen hat. Die Führerschaft in der Quantentechnologie zu erlangen, war es 2016, als sie den ersten Quantensatelliten ins All geschossen haben. Mit der passiven Beihilfe der EU, die die Forschungsgelder für Österreichs und wahrscheinlich weltweit führenden Quantenphysiker Anton Zeilinger verweigert hat, jetzt finanzieren ihn halt die Chinesen. So einfach lässt sich der Westen die Schneid abkaufen. „Unsere“ EU halt. Bravo!
    Der Hightech-Upgrade, der Peking vorschwebt, steht im Einklang mit dem Hautwiderspruch, siehe die „rückständige gesellschaftliche Produktion“, die es zu beseitigen gilt. Chinas Weltraumaspirationen haben nichts mit Propaganda zu tun.
    Von einem Prestigeprojekt kann daher wahrlich keine Rede sein. China wird vom Rest der Welt aufs Sträflichste unterschätzt. Oder warum eigentlich wird China, das wirtschaftlich zweitmächtigste Land der Welt, das sich daran macht, die USA zu überholen, vom Weltpostverband in Bern, schlafen alle in der Pendeluhr?, seit 1874 wie ein Dritte-Welt-Land behandelt, und somit bevorzugt, und das in Zeiten, in denen der Versandhandel so groß geworden ist? Ein Dritte-Welt-Land, das auf der Darkside landet, ohne dass es ein Unfall war. Auch in der Ersten Welt gibt es nicht so wahnsinnig viele, die das können. Genauer gesagt: kein einziges! Aber wir reden hier von einem kommunistischen Land, das scheint der Grund zu sein, warum niemand China ernst nimmt. Denn der Kommunismus ist eine Totgeburt. Diese Einschätzung ist ein fataler Fehler.
    P.S.: Dass Apple nun erfolgreich von Qualcomm, China, in München wegen Copyright-Verletzungen betreffend seinem Power Supply verklagt wurde, sodass sie ihre iphones aus den Regalen nehmen müssen, ist der Treppenwitz der Wirtschaftsgeschichte. Gerade jenes Land, das sich seit Jahrzehnten westliches Know-How ungeschoren illegal aneignet, Knebelverträge mit westlichen Firmen abschließt, die zum Know-How-Transfer zwingen, verklagt ein US-Tech-Spitzenunternehmen erfolgreich. Trump bitte, so geht es nicht, mach was dagegen. Dringend! Wir brauchen eine neue Strategie im Umgang mit China. Huawei lahm zu legen, kann nur ein erster Schritt sein. Es ist nicht zu fassen, wie der Westen freiwillig in den chinesischen Dolch läuft.

  10. Rizzo C.

    @Cora
    Hab ich was versäumt? Was hat Qualcomm mit China zu tun? Qualcomm ist eine US-Firma mit Hauptquartier in San Diego, Kalifornien.

  11. sokrates9

    Rizzo.C. Bin auch schon seit Jahren in China tätig und sehe eine dynamische Aufholjagd der Chinesen. Stimme mit Ihnen überein dass sie nicht ein “Erfindervolk” sind, aber sie sind clever genug sich das letzte Know-How zuzukaufen! wenn sie amerikanische Nobelpreisträger analysieren werden sie auch sehen dass der Großteil nicht in Amerika herangewachsen ist, sondern viele in Europa, Israel, Indien und Ostasien aufgewachsen sind. Somit gibt es sehr wohl viele Bereiche wo China führend ist.Was Rußland betrifft hat es hier auch eine Svchwerpunltverschiebung gegeben und ich glaube nicht dass sich Putin im Wettlauf zu Tode rüstet. Vergleichen sie mal US – mit russischen Militärausgaben! da kann Trump noch eine Menge einsparen!. Angeblich liegen von 12 11 Flugzeugträger der US – Marine schon seit Wochen in ihren Heimathäfen! Hyperschallraketen sind effiziente Antwort das Gleichgewicht des Schreckens wieder herzustellen! Seitdem die Russen ihr Flugabwehrsystem Assad gegeben haben hat der Krieg eine entscheidende Wende genommen! Sicherlich wachsen chinesische Bäume nicht von selbst in den Himmel, was mich aber stört ist die eigenhändige Kastrierung Europas auf wissenschaftlich / technischen Gebieten die sicherlich nicht mit islamischen Raketenwissenschaftlern und afrikanischen Hirnchirurgen gelöst werdeb kann!

  12. Selbstdenker

    Wie schon früher vermutet, biegen die Chinesen jetzt wieder verstärkt in Richtung Imperialismus nach außen und Isolation sowie noch mehr totalitäre Diktatur im Inneren ab:
    https://www.youtube.com/watch?v=HrzJcnK_c-4

    Teil dieser neuen Strömung sind utopische Ziele (neue Seidenstrasse, Weltraumprogramm, etc.), die hauptsächlich der Propaganda dienen sowie die de facto Ernennung vom südchinesischen Meer zum eigenen Hoheitsgebiet.

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