Claas Relotius: Schöne Worte machen Journalisten

“,,,,,Der Medienbetrieb setzt Anreize für Betrüger. Er lässt sich vom schönen Wort blenden und verachtet die «Langweiler», die seriös, aber unspektakulär die Weltlage reflektieren. weiter hier

10 comments

  1. Gerald Steinbach

    Bezeichnend das dies gerade in Deutschland passiert ist , wo es schon viele vermutet haben mit den vielen Herzzerreißenden Geschichten über Flüchtlinge und die stets wachsende Gefahr von rechts
    Manch ORF Journalisten würde ich aber ebenfalls raten in den “Spiegel ” zu schauen und manch einer wird sich wiederfinden

  2. sokrates9

    Journalisten sollen die Heile Welt der Politiker und Gutmenschen die von bösen Nazis gefährdet sein bestens beschreiben! Das ist doch die Erwartungshaltung, damit wird man ausgezeichnet. Die oft grausame Realität will keiner hören!

  3. Rado

    In diesem NZZ Artikel klingt für meinen Geschmack etwas zuviel Verständnis für den vemeintlich betrogenen Spiegel durch.
    Die ZEIT schreibt bereits, dass Relotius schon 2017 entlarvt werden hätte können. Wir werden beim Spiegel in Sachen Verkommenheit noch ins Staunen kommen.

  4. Johannes

    “Schöne Worte“ nennen sie das also Herr Stadler was da an einseitiger Breitseite an alle jene die nicht gegen Trump und die nicht für eine Massenzuwanderung sind, abgefeuert wurde.
    Wobei man auch gegen Trump und gegen Massenzuwanderung sein kann, aber ich fürchte das ist für den Mainstreamjournalismus schon zuviel verlangt.

    Da, die unter Druck stehenden Medienverlage, dort, die ebenfalls unter Druck stehend Journis die abliefern müssen und als Ursache der Leser der mit immer spektakuläreren Geschichten bei Laune gehalten werden muss.

    Ist es nicht viel mehr oft so das die Redaktionen das Biotop sind auf denen die Relotiusse wachsen und gedeihen können? Sind es nicht oft die Redaktionssitzungen auf denen die Linie vorgegeben wird, bei denen ganz klar und deutlich formuliert wird was erwünscht und was unerwünscht ist und um diesen Kern ist dann die Geschichte zu formulieren?

    Zurück zu den beiden obigen Beispielen von mir, im Spiegel etwas positives über Trump oder einzelne Aspekte seiner Politik zu schreiben wäre wohl genauso unmöglich gewesen wie eine detaillierte Analyse über die Gefahren der Massenzuwanderung abzuhandeln.

    Das Blatt hatte eine Linie, sie war allein schon durch aggressives Cover-Bashing vorgegeben welches derbe, geschmacklose Bilder zeigte und nach meiner Meinung eine klare Positionierung auf Einseitigkeit proklamierte.

    Relotius ist nach meiner Meinung nur das Produkt seines Magazins das jetzt versucht ihn um des eigenen Überlebenswillens abzustoßen.

  5. dna1

    Man tut nun so, als wäre der Spiegel das Opfer von Relotius und als wäre ein Medium selbst etwas völlig Losgelöstes und Unabhängiges von seinen Redakteuren und Journalisten. So ist es aber nicht, der Spiegel ist nichts anderes als die Summe seiner Redakteure und Journalisten, Relotius ist in diesem Sinne also der Spiegel.

  6. Falke

    “Diese Betrüger überlisteten … renommierte Redaktionen, die über ausgebaute Kontrollmechanismen verfügen”. Systemmedien, zu denen auch – und ganz besonders – der Spiegel gehört, sind völlig zufrieden, wenn jemand im Sinne der Blattline schreibt, da verzichten sie auch gerne auf “Kontrolle”. Hätte Relotius etwa gewagt, darüber zu schreiben “was ist”, wären erstens seine Artikel gar nicht erschienen und zweitens hätte er sich sehr bald einen anderen Job suchen müssen. Was er ist (war), hat ganz allein der Spiegel aus ihm gemacht, da brauchen dessen Macher keine Krokodilstränen zu vergießen und womöglich ihre Hände in Unschuld zu waschen. Das glaubt ihnen kein Mensch.

  7. Gerald Steinbach

    In Deutschland muss man sich immer den umgekehrten Fall vorstellen, was wär wenn Relotius ein konservativer mit Hang zum rechten Gedankengut wäre und in seinen Berichten linke Straftaten bzw von Ausländern, oder noch schlimmer Flüchtlingen, erfunden hätte und diese nie stattgefunden hätte.

    Der Aufschrei der Eliten von Merkel, Roth,….wäre bis nach Marrakesch zu hören gewesen

  8. Falke

    Das erinnert mich übrigens an eine der köstlichen Satiren in der Zeller Zeitung anlässlich der Chemnitz-Maaßen-Affaire, die aber auch jetzt gut passt. Da stehen zwei Männer beieinander; sagt der eine (Typ konservativer, angepasster, “empörter” Bürger): “Wie kommt so ein Beamter dazu, einfach zu sagen, was ist?” Antwortet der andere: “Also, von uns Journalisten hat er das nicht!” 🙂

  9. Luke Lametta

    Kann mich nicht recht entscheiden, wer die Leute de facto für depperter hält – ein Typ wie Claas Relotius: “Manchmal, im Traum, erscheint ihnen Angela Merkel.” Oder so Durchwinker beim Spiegel, Kragenweite “Ressortleitung”: “Wir haben weniger als nichts gemerkt.”

    Mein Tipp: Lange kommen die damit nicht mehr durch. Da rollen noch Köpfe. Hui, da werd ich dann sehr traurig sein.

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