Corona: Chaos, Scharlatanerie und Ungewissheit

Von | 18. Januar 2021

(ANDREAS UNTERBERGER) Globale Verunsicherung, Steigende Aggression, wachsendes Aufbegehren der Bürger und tägliches Kollabieren vor kurzem noch scheinbar feststehender Wahrheiten: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und ihrer Bekämpfung werden immer verheerender. So gut wie alle Regierungen dieser Welt haben nun schon eine Fülle von Fehlleistungen auf ihrem Schuldkonto. Diese Fehler werden durch die laute, aber in Wahrheit keine Alternative aufzeigende Wut der Regierungsgegner noch weit übertroffen. Jeder zitiert irgendeine “wissenschaftliche” Studie, die irgendetwas behauptet, wo irgendeine andere Studie widerspricht. Dabei müssten längst alle, die einst vorgegeben haben, haltbare Gesamtsantworten auf das Pandemie-Geschehen zu haben, viel demütiger geworden sein, sind es aber leider nicht. Dummheit ist es jedoch auch, die Kritiker der Pandemie-Bekämpfung nicht anzuhören oder gar zu knebeln.

Die österreichische Regierung täte gut daran, öfter der Opposition zuzuhören. Sie tut das neuerdings in Sachen Freitesten zumindest gegenüber der SPÖ. Freilich eher notgedrungen, nachdem die Koalition (wegen der sonst drohenden Verzögerung durch den Bundesrat) entdeckt hat, dass sie parlamentarisch bisweilen auf SPÖ oder FPÖ angewiesen ist.

Dieses Zuhören hat der Qualität des dabei ausgehandelten Gesetzes nicht geschadet. Freilich wurde diese auch nicht sonderlich verbessert. Das Freitesten oder “Reintesten” für den Fall, dass der Lockdown vielleicht doch einmal zu Ende geht und milderen Maßnahmen weicht, ist schon vorher eine richtige Idee gewesen und nach Hinzufügen der SPÖ-Fußnoten ist es das geblieben.

Das nunmehrige Mitwirken der SPÖ hat aber interessanterweise den lautstarken Protest der Theaterdirektoren sanft einschlafen lassen. Diese hatten ja vorher geradezu den Weltuntergang für den Fall an die Wand gemalt, dass sie künftig von jedem Besucher einen rezenten Test verlangen müssen. Auch der vorher laut aufbrüllende Selbst-Inszenierer aus der Josefstadt wurde plötzlich schmeichelweich. Aber vielleicht hat er mit Verzögerung begriffen, dass Theater mit Test-Kontrolle noch immer besser ist als gar kein Theater. Vielleicht ist er aber nicht durch die SPÖ, sondern die Loge vernünftiger geworden …

Aber auch den Freiheitlichen könnten die Regierung besser zuhören. Auch bei ihnen ist nicht alles unsinnig (wenngleich es beim ständigen Hass-Stakkato von Herbert Kickl vielleicht schwerfallen mag, jene Punkte herauszuhören, wo die FPÖ recht hat). Immerhin stellen sich heute drei Aspekte als zumindest interessant heraus, die von der FPÖ vorgebracht worden sind oder die früher als “rechte Verschwörungstheorien” abgetan worden sind.

1.Kam das Virus doch aus einem militärischen Labor?

Einer dieser Aspekte ist die Vermutung, dass das Virus Ende des Jahres 2019 einem biologischen Entwicklungslabor der chinesischen Armee in Wuhan entsprungen sein dürfte, das auch an Fledermaus-Viren forscht. Auf die Möglichkeit dieses Zusammenhangs hat das Tagebuch ja schon seit vergangenem Jänner immer wieder hingewiesen (etwa da oder da oder da). Er schien und scheint mehr plausibel zu sein als die beweisfreie aber phantasievolle chinesische Darstellung, dass das Virus sich in wilden Fledermäusen durch Zufall entwickelt habe, und dann über einen Wildtiermarkt auf die Menschen übergesprungen sei.

Dennoch war diese Wildtiermarkt-These ein Jahr lang die bei westlichen Wissenschaftlern dominierende Lehre, ohne dass man eigentlich wusste, wo sie Beweise dafür herhaben wollen. Mehrere westliche Geheimdienste haben hingegen schon deutlich auf das Labor hingewiesen. Politik und Medien haben aber exklusiv die von Peking verbreitete These weitergegeben. Wohl auch deshalb, weil die Geheimdienst-Information über das chinesische Labor auch von einem gewissen Donald Trump verbreitet worden ist. Damit war für die linken Medien in ihrem manichäischen Denken sofort klar, welche These richtig sein muss.

Der “Kurier” kam im März sogar so unter Druck der linken Szene, dass er ein Interview mit dem einstigen Klestil-Arzt Graninger aus der eigenen Internet-Seite herausgenommen hat, der schon damals von den massiven Hinweisen auf chinesische Labore als Virus-Quelle gesprochen hatte. Auch darüber – also einen der ersten Zensurskandale im Corona-Drama – hat damals lediglich dieses Tagebuch berichtet.

Erst jetzt ist eine Untersuchungskommission der WHO nach China gefahren, um herauszufinden, wie es wirklich gewesen ist. Also weit mehr als ein Jahr nachher! Und erst nachdem China lange diese Reise verzögert und durch Einreiseverbote für zwei Teilnehmer entwertet hat. Hat Peking etwa so viel Zeit verbraucht, um alle Spuren zu verwischen, und um alle relevanten Zeugen in entlegene Landesteile zu verfrachten? Tatsache ist, dass schon im vorigen Winter jener Arzt von China bestraft worden ist, der als erster auf die neue Krankheit hingewiesen hatte.

Für China wäre es unglaublich fatal, würde die bisher immer so pekingfromme WHO dennoch jetzt irgendetwas herausfinden, was der eigenen Propaganda widerspricht. Von der Teilnahme an dem von China gepushten interkontinentalen Seidenstraßenprojekt (das dem chinesischen Regime, seinen Streitkräften und Geheimdiensten viele globale Stützpunkte bis nach Europa verschaffen würde; denn nur zum Export seiner Industrieprodukte braucht China das Projekt nicht) bis zum Einkauf des jetzt überall feilgebotenen, aber pharmazeutisch zweifelhaften Impfstoffes aus China würden viele Regierungen wieder auf deutlicheren Abstand zu Peking gehen, sollte die WHO ein kritisches Gutachten produzieren. Was ich in Kenntnis dieser Organisation und ihres exkommunistischen Chefs aber für reichlich unwahrscheinlich halte.

Noch interessanter ist, dass jetzt eine internationale Forschergruppe, an der auch eine Innsbrucker Mikrobiologin mitgearbeitet hat, Indizien herausgefunden hat, die auf eine Labormanipulation als Ursprung des Pandemie-Virus hindeuten. Besonders beklemmend ist dabei der Satz der Innsbruckerin: “Ich wünschte, ich hätte diese Zusammenhänge nie gefunden.” Nicht weniger als sieben Journale haben die Publikation der Studie verweigert, bis die Autoren sie im achten veröffentlichen konnten. Das macht wieder einmal erschreckend deutlich, dass auch im Wissenschaftsbetrieb die Diktatur einer aus dem politischen Mainstream vorgegebenen Political Correctness herrscht. Sei es, weil all diese Journale schon um Aufträge aus China bangen, sei es eben, dass auch in der Wissenschaftswelt automatisch alles unterdrückt wird, was Trump je gesagt hat.

2. Müssen Genesene geimpft werden?

Nach seriösen Studien, die von der freiheitlichen Plattform unzensuriert.at zitiert werden, und an deren Glaubwürdigkeit ich keinen Zweifel gefunden habe, sind Menschen, die die Virus-Krankheit überstanden haben, mindestens ein halbes Jahr immun. Daher wäre es in der Tat eigentlich sinnvoll, diese Menschen bei den Massenimpfungen außen vor zu lassen.

Vor allem gilt das, solange der Impfstoff knapp ist. Freilich ist andererseits ebenso klar, dass es nicht schadet, wenn ein Immuner dennoch geimpft wird.

Und gleichzeitig ist es ein bisschen erstaunlich, wenn die Freiheitlichen einerseits generell gegen das Impfen wettern, andererseits aber konstruktiv über die Impfreihenfolge nachdenken. Aber vielleicht ist das doch eine erste Umkehr.

3. Niemand weiß, ob die Impfung auch Ansteckung unmöglich macht

Der dritte Aspekt ist eine völlig logische Aussage des FPÖ-Obmannes Hofer: Solange es keinen Nachweis gibt, dass die Impfungen auch davor schützen, dass eine Person die Krankheit übertragen kann, kann nur schwer verlangt werden, dass sich irgendjemand impfen lässt, betonte er.

Das wäre in der Tat rechtlich wahrscheinlich sogar verfassungswidrig – einmal angenommen, der VfGH stellt sich nicht prinzipiell gegen alles, was die FPÖ sagt. Denn man kann ja von Menschen nur ein Verhalten verlangen, das andere schützt, das die Gefährdung für andere reduziert, aber niemals, dass sich die Menschen selber schützen. Freilich müsste für diese Fälle auch rechtlich klargestellt werden, dass Arbeitgeber oder Veranstalter keinerlei Schutzpflichten gegenüber Menschen haben, die sich bewusst nicht impfen lassen.

Die von Hofer ins Treffen geführte Logik heißt aber umgekehrt auch:

  • Die von seinem Klubobmann Kickl geführte generelle Kampagne gegen das Impfen ist unsinnig und maßlos übertrieben, gibt es doch für den Schutz der Geimpften selbst schon längst sehr gute Beweise.
  • Sobald es aber einmal auch einen seriösen Nachweis geben sollte, dass eine Impfung die Übertragbarkeit signifikant reduziert oder unmöglich macht, kann sehr wohl bis zum Ende der Pandemie eine Impfung (oder weiterhin eine ständige Testung) verlangt werden: von allen im Gesundheits- und Pflegebereich Tätigen, von jedem Veranstaltungs- und Theaterbesucher, und letztlich von jedem Arbeitnehmer, der mit anderen Menschen zusammenkommt usw.
  • Sobald es diesen Nachweis geben sollte, gilt auch die bei Impfgegnern häufig zu hörende Egoismus-Argumentation nicht mehr, dass sich die anderen Theaterbesucher halt selber impfen lassen sollen, wenn sie nicht angesteckt werden wollen. Denn zumindest derzeit gibt es noch etliche Gruppen, für die es noch keine zugelassene Impfung gibt: Schwangere, Allergiker, Jugendliche. Und es kann sicher nicht sein, dass die alle nicht mehr in eine Veranstaltung gehen können, weil sich andere nicht impfen lassen und trotzdem hinein wollen.
  • Ganz unabhängig von Corona bestätigt das Hofer-Argument genauso auch die Logik, andere – ebenfalls von ein paar esoterischen Fanatikern abgelehnte – Impfungen zumindest indirekt verpflichtend zu machen, etwa gegen Masern, Pocken und Polio.

Der größte Rückgang der Lebenserwartung

Gerade wenn man ehrlich nach Punkten gesucht hat, wo Argumente der FPÖ oder der Maßnahmen-Gegner einen Sinn ergeben, darf und muss man umgekehrt auch von den Freiheitlichen verlangen, sich endlich von vielen einfach nicht haltbaren Corona-Argumentationen zu trennen. Diese sind mit heutigem Wissensstand nur noch peinlich.

Sie lassen sich etwa in dem Satz zusammenfassen: Corona sei eine bessere Grippe, die von der Regierung – zuletzt wird nur noch von Bundeskanzler Kurz als Täter gesprochen – künstlich aus Machtgier dramatisiert werde.

Während des ersten Lockdowns im März und April konnte man solches Gerede noch irgendwie ernst nehmen. Damals war die Übersterblichkeit noch relativ klein. Damals gab es noch einige Länder wie Schweden, die zum Unterschied vom Rest der Welt auf Zwangsmaßnahmen verzichtet haben. Und nur mit diesem ersten Lockdown in zehn Ländern befasst sich eine sogenannte Metastudie einer US-Universität, die neuerdings von den Freiheitlichen gerne zitiert wird. Diese Universität ist zu dem Schluss gekommen, dass der erste Lockdown nicht viel gebracht habe. Contact Tracing und Hygiene wären wichtiger. Freilich kann auch schon für den ersten Lockdown diese Studie nicht erklären, warum dieser nach ein paar Wochen nicht nur in Österreich erfolgreich gewesen ist und die Zahlen heruntergebracht hat.

Aber nach den letzten zehn Wochen des Jahres macht man sich mit der Verharmlosung der Pandemie nur noch lächerlich.

Denn in diesen Wochen ist es – parallel zum Anstieg der Infektions- und Hospitalisierungszahlen – zu einer mehr als signifikanten Übersterblichkeit gekommen. Diese hat Österreich im Gesamtjahr 2020 den größten Rückgang der Lebenserwartung seit den 50er Jahren beschert (was auch die ständige Behauptung widerlegt, es würden eh nur die Neunzigjährigen sterben, also Menschen, die sowieso sterben müssen). Die Zahlen der Statistik Austria zeigen für das Vorjahr mehr als 9000 über dem langjährigen Schnitt liegende Todesfälle.

Die Dramatik dieser Zahl kann auch durch den – richtigen – Hinweis nicht entkräftet werden, dass ja nach den offiziellen Corona-Statistiken nur rund 6000 Menschen im Vorjahr an oder mit dem Virus gestorben seien. Daher müsse es auch eine ganze Reihe zusätzlicher Todesfälle gegeben haben, wo Menschen unnötigerweise an anderen Krankheiten gestorben sind: weil Operationstermine und Untersuchungen verschoben worden sind, weil sie sich selbst nicht ins Krankenhaus getraut haben.

Aber zugleich ist ebenso richtig, dass es auch unter den anderen Todesfällen zweifellos welche gegeben hat, die infiziert waren, die aber vor dem Tod nie getestet und nachher nicht obduziert worden sind, die eigentlich dennoch in die Corona-Statistik gehört hätten. Die keine Kollateralschäden, sondern direkte Opfer der Epidemie waren.

Und außerdem kann man vor allem in einem Punkt sicher sein: Hätte es nicht die diversen Maßnahmen gegeben, wäre die Todesstatistik ja noch viel schlimmer. Immerhin ist weltweit in 35 Ländern die Zahl der Toten im Verhältnis zur Einwohnerzahl schlechter als in Österreich.

Trotzdem ist die Kritik der Opposition und auch die aggressive der FPÖ legitim wie notwendig. Und es ist schlicht eine Sauerei, dass jetzt ein Youtube-Auftritt von Herbert Kickl durch einen weiteren Machtmissbrauch eines Technologie-Monopolisten einfach gesperrt worden ist. Nach dem gleichen empörenden Muster, das die linken Technologie-Giganten auch gegen Donald Trump verwendet haben.

Es ist nicht alles Unsinn, was von der Opposition gesagt wird. Es tut jeder Regierung gut, wenn sie ständig über scharfe und überdrehte Argumente nachdenken muss.

Aber ebenso klar ist: Die FPÖ und vor allem ihr Vormann Kickl haben nicht begriffen, wie sie sich durch ihre ständige empörte Überschärfe in Sachen Corona selbst schaden. Man gewinnt einfach keine Glaubwürdigkeit, wenn man wirklich alles gleichzeitig und mit Vokabeln wie “Apartheid” bekämpft: ob es nun die Lockdowns, das Frei- (oder Rein-) Testen oder die Impfungen sind.

Die Freiheitlichen hätten auch entdecken können, dass die SPÖ zum ersten Mal seit Jahren etwas richtig macht. Und dass diese daher in den letzten Monaten zum ersten Mal seit langem bei Umfragen ein wenig zulegen kann.

Gerade wenn man erkennt, dass die Mehrheit der Bevölkerung einerseits die Krankheit sehr ernst nimmt, dass sie aber gleichzeitig die Lockdowns immer weniger erträgt, müsste man doch unbedingt für absolut jede Möglichkeit eintreten, diese zu mildern. Wo ich halt keine besseren Mittel kenne als das Freitesten und möglichst rasche wie auch möglichst breite Impfungen.

Hingegen ist das, was die FPÖ jetzt groß als ihren “Fünf-Punkte-Plan” verkündet, um ein “sofortiges Ende des Lockdowns” zu erreichen, nur eine Aneinanderreihung von nichtssagenden Phrasen wie: “Vorlage von ehrlichen und transparenten Daten”, wie “Überprüfung” aller bisherigen und künftigen Maßnahmen, wie “Aufstockung der Behandlungskapazitäten” (als ob man die geeigneten Pfleger und Ärzte im Schnellsiedekurs herbeizaubern könnte); schließlich wird “konsequenter Schutz der Bevölkerung über 75” gefordert – klingt gut, ist aber nur hohle Luft, wenn man nicht dazusagt, wie das gehen soll, was man damit meint. Soll man etwa alle ab 75 ein Jahr lang in ein De-Facto-Gefängnis einmauern, wo niemand hinein und niemand heraus darf?

Kühn ist es auch, zu behaupten, was die FPÖ im gleichen “Plan” tut: “Die Infektionszahlen sind deutlich gesunken.” Dabei liegen selbst die besten Tage der letzten zwei Monate, also die mit den niedrigsten Testzahlen, deutlich über den schlechtesten Tagen des ersten Lockdowns. Dabei mehren sich rapide die Hinweise auf neue besonders infektiöse Varianten des Virus, die in manchen europäischen Ländern die Infektionszahlen bereits auf absolute Rekordhöhen getrieben haben, die in Deutschland jetzt sogar zu einer Einstellung des gesamten öffentlichen Verkehrs und einer Lockdown-Ausdehnung bis Ostern führen dürften.

Es schmerzt einfach, wenn Politiker absolut nicht erkennen wollen, dass sie sich in einer Sache verrannt haben.

Die Fehler der Koalition

Womit wir nun aber wieder zu den vielen Fehlern von Europa-, Bundes- und Landesregierungen zurückkehren sollten, also den einzig relevanten Akteuren. Mit diesen haben wir uns schon oft befasst, daher heute nur ein paar Stichworte:

  • Etwa zur EU, die eindeutig zu wenig an sofort verfügbaren Impfstoff-Chargen eingekauft hat; ihr ist offenbar das Leben der Europäer nicht so viel wert, könnte man leicht polemisch meinen wie den bösen Rechtsregierungen in Israel, Großbritannien und USA das Leben ihrer Bürger ist.
  • Etwa zu den österreichischen Behörden, die viel zu bürokratisch und langsam waren und die organisatorisch unfähig sind, um sofort jeden verfügbaren Impfstoff zu verimpfen (mit wenigen Ausnahmen wie etwa in Vorarlberg und Niederösterreich). Beamte sind halt zu dem Denken unfähig, dass jeder Tag zählt.
  • Etwa zu der noch immer fehlenden Versendung der vor Monatsfrist versprochenen FFP-2-Masken in Wien, während mir Leser mitteilen, dass sie diese in Niederösterreich schon lange erhalten haben.
  • Etwa zu der Tatsache, dass in Tirol eine lustige Gruppe von 17 Ausländern unter dem Vorwand einer Skilehrerausbildung trotz Lockdowns ungehindert einen Skiurlaub verbringen konnte, von dem angeblich niemand etwas gemerkt hat. Und der erst dadurch aufgeflogen ist, weil sie sich alle infiziert haben. Deshalb musste jetzt ein ganzer Bezirk durchgetestet werden (zum Glück weitestgehend negativ); und deshalb muss Kitzbühel auf zwei Weltcuprennen verzichten.
  • Etwa zum skandalösen Versagen der Gesundheitsbehörden – insbesondere, aber nicht nur in Wien – beim “Contact Tracing”, bei der Ausstellung der Absonderungsbescheide und bei der Kontrolle der Quarantäne. Einen besonders krassen Fall schilderte jetzt eine Kronenzeitungs-Kolumnistin über ihre persönlichen Erfahrungen in der Krankheit: Sie ist erst dann von den Behörden kontaktiert worden, als sie längst wieder von ihrer eigenen Infektion genesen war. “Bei den Hotlines hat nie jemand abgehoben”. Und ihr Bericht weiter: “der Stadt Wien schien es egal zu sein, ob ich mich als Infizierte an die Regeln halte oder eben nicht”. Besonders empörend ist, dass sie den Bescheid zu ihrer Quarantäneverpflichtung erst 55 Tage nach jenem Zeitpunkt erhalten hat, zu dem diese Verpflichtung laut Text des Bescheides schon wieder ausgelaufen ist …

Zugleich müsste man ständig aber auch über die noch ärgere Liste von Beispielen berichten, wo immer mehr Menschen in der Corona-Krise die Nerven wegschmeißen.

  • So etwa über Gastwirte, die trotz Verbots, hohen Strafandrohungen und Anspruchs auf finanzielle Kompensation aufsperren (wollen).
  • So etwa über “kreative Hotels”, die sich zu “Vereinen” verwandeln, und halt statt Gästen “Vereinsmitglieder” aufnehmen.
  • So etwa über die regelmäßigen hysterischen Aufregungen, wenn Menschen eine Impfung erhalten, obwohl sie formal noch nicht “dran sind”. Einziger Anlass der Empörung: Bei Impfaktionen etwa in einem Altersheim bleiben oft ein paar Dosen übrig, die deshalb schnell und zu Recht an andere Empfänger verimpft werden, will man die Impfdosen nicht wegwerfen müssen.

(“TAGEBUCH”)

 

 

7 Gedanken zu „Corona: Chaos, Scharlatanerie und Ungewissheit

  1. Wolfgang Niedereder

    Anschober schlägt Stanford Professor!
    Der unten gennante Professor John Ioannidis hat mittlerweile eine zweite und sehr aktuelle Studie publiziert in der “lockdowns” keine besseren Ergebnisse bringen als Maßnahmenpakete ohne lockdowns.
    Hier kann man nicht von einem verwirrten Coronaleugnern sprechen, es ei denn man stellt Kurz/Anschober in wissenschaftlicher Hinsicht über Ioannidis und das wäre dann wirklich verwirrend

    Kommentar Einstein Stiftung:
    John Ioannidis – Einstein Stiftung Berlineinsteinfoundation.de
    Der Medizin-Professor Dr. John P. A. Ioannidis von der Stanford Universität gehört heute zu den zehn meist-zitierten Wissenschaftlern auf der Welt.

  2. sokrates9

    Kronenzeitung OÖ von Sonntag: Zahl der Intensivbetten in Oberösterreich wurde nun halbiert, Samstag 1 Toter(78) 4 wurden nachgereicht – Alter 84 bis 96 Jahre alt!!
    Lockdown bis Ostern notwendig!
    Warum braucht man nun FFP-2 Masken? Gibt es da Fälle wo nachgewiesen wurde dass die normalen nicht reichen? Gibt es da einen Cluster oder ist es so wenn Mediziner im Dunkeln tappen wenn der Patient nicht reagiert- dh Zahlen gleich hoch bleiben, versucht man halt ein anderes Medikament…
    Mit 2 Meterabstand- wahrscheinlich von Merkel befohlen- und den Masken macht Kurz sich lächerlich! Wie funktioniert das in öffentlichen Verkehrsmitteln, selbst in Supermärkten??
    Gelten jetzt die arbeitsmedizinischen Vorgaben für die Masken nicht mehr??

    In Weißrussland, wo Corona ignoriert und als grippeähnlich angesehen wird, gibt es bei 9,5 Mio Einwohner 1500 Tote – Österreich 7000. Wenn die wirklich dramatisch lügen würden
    miz Vergnügen würden westliche Medien das berichten…

  3. Nightbird

    Guter Artikel vom Unterberger. Stzimmt alles, was er sagt.

    Erwartet sich hier in diesem Land wirklich wer sinnvolle Maßnahmen von einer Regierung aus einem Maturanten, einem Volksschullehrer und anderen Dilletanten? Ein angelernter Hilfschüler weiß mehr als die. Mehr als:” Ich sperre Dich ein, wenn Du Dich nicht testen/Impfen lässt” können die nicht. Ich frage mich, wen man entmündigen sollte. Die Regierung selbst oder jene, die diese Chaotentruppe gewählt hat?

    Eigentlich macht Deutschlands Mutti den Vorreiter. “Wenn wir schon untergehen, dann aber gemeinsam!”
    Und wir werden untergehen, wenn wir nicht auf die hören, die die ganze Lage kritischer sehen als jene, die in einer frühkindlichen Senilität” Hurra, die Impfung ist da” schreien, als wäre das neueste Smartphone im Handel.

    Mit so einer Regierung darf man sich darauf freuen, daß der Lockdown ewig so weitergehen wird. Denn solange es mit dieser Laientruppe da oben so weitergeht, wird sich auch beim Lockdown nichts ändern.
    “Wenn wir den Virus in dn Griff bekommen wollen, müssen halt einige Existenzen/Menschenleben geopfert werden!” denken die vermutlich.

    Wenn sich der österreichische Staatsbürger dafür entscheidet, mit einer unfähigen Regierung in den Untergang zu gehen, dann soll es eben so sein. Er darf sich aber dann auch nicht beschweren, wenn’s ihn selbstbetrifft, daß er keine Arbeit, keine Wohnung und keine Zukunft mehr hat.

    Und ja, das Virus könnte auch aus einem Labor kommen, wenn man bedenkt, daß es immer wieder welche gibt, die meinen, Biowaffen herstellen zu müssen. Die meinen, auf der Welt den Ton angeben zu müssen. Auch China ist hier keine Ausnahme. Diebezüglich schliesse ich gar nichts aus. Aber ich denke eher, daß dieses Virus auf den typisch chinesischen Essensgewohnheiten beruht.

    Gottseidank habe ich ein gewisses Alter und darf bald in die Kiste.
    Dann habe ich wenigstens Ruhe und mich geht das alles bald nichts mehr an.

  4. CE___

    1.Kam das Virus doch aus einem militärischen Labor?

    JA, es gibt ausreichend Beweise dafür.

    Man soll sich doch bitte nicht mit aller Gewalt von der rotchinesischen Agitprop Sand in die Augen streuen lassen.

    Und die WHO wird jetzt auch nichts mehr finden. Im Gegenteil, jetzt noch dort hinzufahren ist kontraproduktiv da die Rotchinesen alles schön zum Schulddeflektieren vorbereitet haben werden. Kann man sich echt sparen.

    Die Agitprop innerhalb der VR China ist seit Monaten eindeutig und die Leute entsprechend aufmunitioniert:

    Das Virus kam von aussen in das “oame, oame” China. Am Anfang wurde noch gezielt einmal Italien, dann die USA, dann irgendwelchen Meeresfrucht-Exporteuren aus Südamerika oder Australien die Schuld gegeben, da war der weltweite Aufschrei berechtigt gross, jetzt begnügt man sich, ganz offizielle diplomatische Linie, dass “alle auf der Welt” irgendwie Schuld trügen und dass das Virus an “verschiedenen Orten” irgendwie aufgetreten sei, aber sicher nicht in der völlig schuldlos wie die “Jungfrau zum Kind gekommenen” VR China. Und das üble: alle KUSCHEN sie auf der Welt und schlucken das.

    Wurde der Virus absichtlich freigesetzt? Eher unwahrscheinlich, in meinen Augen. Für mich war, bis bessere Indizien hochkommen, ein Unfall aufgrund ubiquitärer mangelnder Abfallentsorgung (von Versuchstierkadavern) in diesem Land gepaart mit ursächlichen menschlichem Unterschleif und Gier das Wahrscheinlichste. Anderes würde bedeuten dass die Rotchinesen entweder Selbstmörder wären, was sie nicht sind, oder die Freisetzung in einen (kalten) Angriffskrieg eingeplant wäre, der aber für mich aufgrund der augenscheinlichen innerchinesischen Konfusion selber im Jänner 2020 eher unwahrscheinlich ist.

    Das allerdings der Virus von den Rotchinesen nach dem Entkommen aus dem Labor absichtlich über die Welt durch vorsätzliche Unterlassung (doppelt gemoppelt, ich weiß) weiterverbreitet wurde, ist evident.

    Wenn die VR China an dem Virus “draufgehen” sollte weil es sich als “Killervirus” entpuppt (und dem wir alle gottseidank entgangen sind!!!), dann soll die Welt, vor allem die Gegner im Westen, “mit draufgehen”. Ganz einfaches kühles Kalkül eines totalitären Regimes. Wenn wir brennen, brennt ihr mit.

    Das dann heimische üble Gesellen auf den Virus-Zug aufspringen um ihre politischen Ziele durchzubringen, hat aber wieder eher nichts mit der VR China zu tun, in meinen Augen. Anderes Thema.

    Punkte 2, 3, 4

    Diejenigen die Versuchskaninchen für die Impfung spielen wollen können alle vortreten. Es wird keiner gehindert sich impfen zu lassen.

    Und dass ist auch die (vollkommen richtige) Meinung eines auch hier wider gescholtenen Kickl oder einer FPÖ (und nein, ich bin kein Groupie dieser Person oder Partei)

    Jedoch eine Impfnötig und/oder Impfzwang, egal ob das Zeug was wirkt oder nicht, ist FALSCH.

    Es ist moralisch FALSCH.

    Nie war eine Impfung dafür gedacht “andere zu schützen”. Eine Impfung soll individuell schützen, denn es ist eine individuelle Entscheidung ob man an sich die (biologische) Körperverletzung und das damit verbundene Risiko eingeht.

    Und Impfnötigung/zwang ein gesellschaftliches Tor welches man NIE aufmachen sollte, egal die eigene Angst und Panik, denn man weiß nie wer danach noch durchmarschiert.

    Und zu den ganzen Statistiken über “Fälle”, “Infektionen”, wirklich am Wuhan-Virus oder “nur” damit Verstorbenen:

    Man kann nur müßig und ermüdet darauf hinweisen, dass, bevor man diese Diskussion führen kann, einmal die Statikstiken und Zahlen vereinheitlicht und standardisiert werden müssen, ohne dass andauernd Definitionen und Zählweisen verschoben werden, wie es seit Anfang leider Gang und Gäbe ist.

  5. GeBa

    @NIghtbird
    Ich denke mir auch tagtäglich, ich danke wem auch immer, für die Gnade der früheren Geburt – hinter mir die Sintflut

  6. Cora

    Wenn man “Virus-Mutation aus Großbritannien” sagen darf (im Fernsehen und schreiben, wogegen niemand protestiert) dann darf man auch “Virus aus China” sagen.
    Oder etwa nicht?
    Aber weil der phöse phöse Trump es gesagt hat, darf man es nicht sagen.
    So sind die US-Medien und viele hiesige, die das übernehmen.
    Genauso übernehmen, wie eine lachsfarbene Falschmeldung, dass ein Andreas Gabalier, sich nicht gegen Corona impfen lassen würde. Was der nie gesagt hat.

    So sind hat die “Medien”, die vierte Macht im Staat, jaja.
    Aber man darf nicht “Lügenpresse” sagen, nein!!!!

  7. Nightbird

    Nein, man darf nicht mehr alles sagen. Man darf nur mehr das sagen, was diese Regierung nach dem Verhetzungsparagraphen § 283 StgB erlaubt. Denn sonst stehen bald auch aufmüpfige Pensionisten im nächste Sektenbericht*grins*

    Nein, im Ernst. Einen freien Bürger erkennt man daran, daß er frei seine Meinung äussert. Entgegen aller Androhungen. Wer dies nicht tut, ist zurecht ein Sklave!

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