Corona, die Generalprobe für die globalen Krisen des 21. Jahrhunderts

“…. Eine Pandemie ist erst dann vorbei, wenn sie überall vorbei ist. Dazu braucht es internationale Kooperation und Solidarität. An beidem herrscht ein eklatanter Mangel. Das schadet allen – ausser dem Virus.  NZZ, hier

6 comments

  1. astuga

    Wahnsinn – in der zweitgrößten Stadt Nigerias mit 5 Millionen Einwohnern (laut NZZ “ein Ort”) müssen Totengräber 40 Gräber pro Tag mehr ausheben.
    Wobei der ominöse Totengräber im Ursprungsartikel der Zeitung Vanguard sagt, dass in dieser Jahreszeit immer mehr Personen versterben.
    Nur halt nicht ganz so viele – offenbar Totengräber und Statistiker der Bursche.

    Laut Bloomberg (Artikel vom 5.5.) sind es sogar 8 Millionen Einwohner.
    Und das Medium Bloomberg gehört natürlich Herrn Bloomberg der, neben Gates und anderen, schon an der Pandemie-Übung “Event 201” Ende 2019 beteiligt war.
    Die, wie wir heute wissen, ansatzlos in die echte (*hüstel) Pandemie überging, da schon damals das Virus Verbreitung fand.

    Laut OCHA (eine UN-Organisation, Artikel dort vom 4.5.) sind es hunderte Tote.
    Quelle hier ist Vanguard, eine nigerianische Zeitung, dort spricht man am 27.4. (auch schon eine Weile her) von 640 Toten.
    Wobei dort auch steht, dass die Todesursache unbekannt sei, und offenbar vor allem alte Personen mit Multimorbidität betroffen sind.
    So etwa die 80-jährige Mutter des Musikers Musa Gwanja, die an Bluthochdruck und Diabetes litt.
    Der ganze Artikel hier (von dem offenbar alle abgeschrieben haben) nimmt Bezug auf einen einzigen anonymen Totengräber – toll!
    https://www.vanguardngr.com/2020/04/tension-mounts-in-kano-as-death-toll-rises/

    Laut mehreren Studien (USA, Deutschland) dürfte übrigens die Mortalität für Gesunde bei etwa 0.1 % liegen.
    Aber mal auch ganz logisch gefragt: ein Friedhof in einer Millionenstadt mit der Einwohnerzahl Österreichs ist angeblich überfüllt weil es ca 460 Tote mehr gibt?
    Das muss dann wohl schon vorher ein Friedhof kurz vor der Schließung gewesen sein.
    Denn diese Anzahl hätte man auch regulär in wenigen Tagen bis Wochen erreicht.

  2. Gerald

    Selten habe ich einen Artikel in der NZZ so mitleidig belächelt wie diesen. Könnte fast von der Caritas stammen.

  3. Johannes

    “Die UNO teilte vor einigen Wochen mit, sie benötige knapp 7 Milliarden Dollar, um die Menschen in den ärmsten Ländern in dieser Krise vor dem Schlimmsten zu bewahren.“

    Ich kann mir nicht vorstellen das es den 55 Staaten der Afrikanischen Union nicht möglich sein sollte 5 Milliarden Dollar aufzubringen (2 Milliarden müssten die anderen ärmsten Länder in anderen Erdteilen aufbringen nach meiner Schätzung, laut UNO). Ich könnte mir sogar vorstellen wenn jeder der langjährigen afrikanischen Staatschefs nur 5% seines angehäuften Vermögens spenden würde wäre die Summe aufgebracht.

    Das ganze ist doch ein einziges Spiel mit der Leichtgläubigkeit, der Naivität und dem eingeredeten schlechten Gewissen für welches die Menschen speziell in Europa extrem anfällig sind.

    Es gibt mittlerweile nicht wenige afrikanische Intellektuelle welche diese Art der Darstellung -afrikanische Menschen wären unfähig und bräuchten unentwegt nichts anderes als Geld, Geld und nochmals Geld aus Europa um überleben zu können – strikt ablehnen.

    “Unsere Gesundheitsversorgung beginnt in Kano.“
    Diesen Satz kann ich zu 100% bejahen. Daher muss die UNO vereint mit der katholischen Kirche dafür sorgen das Mann und Frau in Kano lernen mit Kondomen umzugehen, sie müssen lernen eine Familie erst dann zu gründen wenn sie es sich leisten können und dann in jener Größe in der sie es sich ebenfalls leisten können. Sie müssen ihre Kinder dann in die Schule schicken.
    Dafür mache ich den Gemeinderat in Kano verantwortlich.
    Für den Bau der Schulen machen ich Nigeria verantwortlich, auch für die Entlohnung der Lehrer.
    Damit die Eltern sich ein Einkommen erwirtschaften können muss der nigerianische Staat ihnen Land zur Verfügung stellen, dort müssen sie, wollen sie wirklich weiterkommen, arbeiten vom Morgen bis zum Abend. Sie können sich dann einen kleinen Bauernhof anlegen der sie zu Selbstversorger macht. Ich denke die Landwirtschaft ist die beste Medizin um Fleiß und Selbstverantwortung zu entwickeln.

    Für diese Meinung werde ich wahrscheinlich von bestimmten Kreisen als rassistischer Kolonialist beschimpft. Aber jeder der 7 Milliarden vom Himmel regnen lassen will ist in Wirklichkeit jemand der es, nach meiner Meinung, sich und seinem Gewissen einfach nur leicht machen will und scheinbar gar nicht interessiert ist an echten Lösungen die einzig und allein von den Menschen in Afrika selbst erarbeitet werden können.

    Ansonsten zum Artikel, nach meiner Meinung, gut gemeint, aber nichts anderes als ein Plädoyer für die Weltherrschaft durch die UNO.

  4. astuga

    Fabian Urech ist nicht nur freier Journalist, er arbeitet eben auch als Berater und Programmbeauftragter bei der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in den Bereichen Entwicklungspolitik und Migration.

    Interessanterweise verbreitet die WHO aktuell eine völlig andere Linie in Bezug auf Afrika und Covid.
    https://orf.at/stories/3167492/
    Das Horrorszenario ist ausgeblieben…

  5. sokrates9

    Internationale Kooperation und Solidaridät funktioniert derzeot ja nicht einmal in Europa. Und das ist gut so! Jeder soll sich mal wieder bewusst werden dass er auf sich alleine gestellt ist und nur wenn er arbeitet er das moralische Recht hat unterstützt zu werden!

  6. Falke

    @Johannes
    So lange jeder Hinweis auf die Problematik der Bevölkerungsexplosion in Afrika von der weltweit Vereinigten Linken, einschließlich UNO, als Rassismus verunglimpft wird, kann man jede noch so großzügige internationale Hilfe als Investition in ein Fass ohne Boden vergessen.

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