Die Stunde der Keynesianer

(ANDREAS TÖGEL) Nichts eignet sich zur Durchsetzung einer politischen Agenda besser als eine Krise – oder – noch besser: ein Krieg. Folgerichtig hat Emmanuel Macron bereits pathetisch den „Krieg gegen das Virus“ ausgerufen. Augenblicklich steht das Volk wie ein Mann hinter seinem unfehlbaren Führer, dessen Anweisungen es mit einem Male bedingungslos folgt. Schwache Figuren, die nicht einmal eine simple Rentenreform auf die Reihe kriegen, behaupten nun imstande zu sein, jedermann vor dem größten aller Übel zu bewahren. Wer das tatsächlich glaubt, hat sich zum Phänomen Macht und den Zeitgenossen, die sich darum reißen, offenbar noch niemals ernsthafte Gedanken gemacht. mehr hier

2 comments

  1. CE___

    Sehr guter Kommentar.

    Vor allem, was mich als Normalbürger und Unternehmer für die Zukunft fast schon mehr interessiert:

    Gibt es so eine innerstaatliche (Betonung auf INNERstaatlich) Reaktion denn nun in Zukunft bei jedem neuem Virus der irgendwo auf der Welt entdeckt wird?

    Quasi anstatt das eine Grenze, die Staatsgrenze, dichtgemacht wird (was vollkommen nachvollziehbar und richtig ist) gehen dafür 8 Millionen kleine Grenzen im Lande runter.

    Neuer VIrus in Afrika? Zack, Rollbalken runter und alle zwei Monate daheim eingesperrt. Neuer Keim im Krankenhaus im Nachbarland entdeckt? Zack, ditto.

    Kann ich mich nun als Bürger damit “anfreunden” bzw. muss als Unternehmer einkalkulieren, dass von einem Jahr mindestens einmal ein bis zwei Monate abgeschrieben werden müssen um das Risiko eines Viruses irgendwo auf der Welt einzukalkulieren? Und passiert (gottseidank) nichts, diese ein bis zwei Monate sozusagen als ein “windfall profit” einzubuchen und anzusehen sind?

    Wie gehen wir in Zukunft mit einer “schweren Infuenza” um? Können die Wintersportorte schon einmal adé zu Ihrem Geschäftsmodell sagen weil eine Influenza in der kalten Jahreszeit auftritt und alles seit 2020 in Lockdown-Modus versetzt? Und nur der Bürger dem sein neuer “Svoboda-APP” am Mobiltelefon einen grünen Balken “virusfrei” anzeigt soll Skifahren gehen dürfen? Aber auch nur wenn es sich um einen Skilauf-Einkauf handelt, bittschön.

  2. Johannes

    Herr Tögel ich werde Ihre These mit einem Argument entkräften.

    Die Provinz Wuhan war jene chinesische Provinz in der das Virus seinen Ursprung genommen hat. Die Reaktion der chinesischen Zentralregierung war ursprünglich die selbe der Ihren.
    Das alles ist eine Infektion von vielen und wenn ein Arzt glaubt er kann daraus eine Geschichte machen dann möchte er nur der Wirtschaft schaden.

    Nun inzwischen wissen wir in Wuhan wurde, als es offensichtlich war um welche Gefahr es sich handelt, reagiert.
    Es wurde ein dreimonatiger Shutdown, viel strenger als in Europa, verhängt.
    Jetzt nach drei Monaten ist Wuhan dabei, sehr erfolgreich, die Produktion hochzufahren.
    Man hat in China gezeigt das es möglich ist Menschenleben zu achten und eine Krise in so kurzer Zeit zu bewältigen das es danach weiter geht, erfolgreich weiter geht.

    Die Chinesen sind nicht zu Keynesianer geworden, sie haben gezeigt das Menschenwürde und Wirtschaft zusammen gehören und nur so funktionieren.

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