Corona: Nach der Krise ist vor der Krise – war der Lockdown wirklich sinnvoll?

(von Dr. MARCUS FRANZ)  Warum ist Corona gefährlich? Corona (SARSCov-2) an sich ist kein gefährliches Virus (wie etwa das Ebola-Virus), es kann uns aber trotzdem das Leben kosten. Das Geheimnis seiner Gefährlichkeit liegt in seiner hohen Infektiosität und andererseits in der individuellen Anfälligkeit mancher Menschen.
Bei einem Ausbruch können in kurzer Zeit sehr viele Personen infiziert werden, aber nur ein kleiner Teil von ihnen wird wirklich krank bzw. gefährdet.

Wir wissen bisher, dass bei ca. 80 – 90% der Infizierten ein symptomloser, milder oder nur gering krankmachender Verlauf eintritt. Die Symptomatik ist prinzipiell typisch: Halsweh, Krankheitsgefühl, trockener Husten, Fieber, Kopfweh, Gliederschmerzen – also ähnlich wie ein grippaler Infekt. Mitunter kann Covid auch einer Influenza (also der echten Grippe) ähneln.

Bei ca. 10-20% der Infizierten entsteht aber bereits zu Beginn eine mitunter schwere Lungenentzündung, die bei vielen Patienten sogar eine Intensivbehandlung notwendig macht. Bis zu 5% der Infizierten erleiden einen so schweren Verlauf, dass auch eine künstliche Beatmung erforderlich ist.

Wo genau ist jetzt das Problem?

Wir haben bisher gesehen: Nur ein kleiner Teil der Infizierten wird schwer krank. Viele Leute merken die Infektion aber gar nicht. Wo ist nun eigentlich das Problem? Ganz einfach: Eine wesentliche Crux von Corona/Covid ist das Phänomen der großen Zahl. Die hohe Infektiosität verursacht viele Infizierte und es kann daher auch bei (rein prozentual gesehen) wenigen Schwerkranken massive Versorgungsprobleme geben, weil die absolute Zahl der Kranken sehr groß werden kann.

Rechnen wir es durch: Wenn sich innerhalb weniger Wochen 100.000 Menschen anstecken und 20% von ihnen dabei schwer erkranken, gilt es, in kurzer Zeit 20.000 Patienten stationär zu versorgen. 5% der Infizierten brauchen eine Intensivstation. Das sind 5000 Patienten in ein paar Wochen. (Zur Erinnerung: In Österreich verfügen wir etwa über 2500 Intensivbetten – das könnte im worst case also ziemlich eng werden).

Das Nadelöhr und die Frage, um die sich jede Überlegung zur Patientenversorgung dreht, ist die Zahl der verfügbaren Intensivbetten. Dazu kommt, dass ja die „normalen“ schweren Krankheiten wegen Corona nicht aufhören und wir sämtliche anderen Kranken weiter in Spitälern und auf Intensivstationen behandeln müssen. Ein Engpass bis hin zum totalen Zusammenbruch des Gesundheitswesens scheint rechnerisch im Falle eines unkontrollierten Outbreaks nicht nur möglich, sondern sogar sehr wahrscheinlich.

Zusammengefasst bedeutet das: Corona ist hochinfektiös, kann viele Menschen in kurzer Zeit befallen und ist trotz seiner grundsätzlichen Harmlosigkeit in der Lage, bei manchen Leuten eine tödliche Krankheit zu verursachen. Rein medizinisch betrachtet wissen wir nicht genau, warum so viele Corona-Infizierte gar nicht oder nur geringfügig erkranken, manche aber so schwer.

Wir wissen jedoch, dass es bestimmte Risikofaktoren gibt, die einen schweren Verlauf wahrscheinlicher machen. Diese Faktoren sind: höheres Alter und bestehende Vorerkrankungen wie Diabetes, Lungenemphysem oder Herzschwäche. Kinder und Jugendliche erkranken hingegen nur ganz selten.

Die Sterblichkeit (Letalitätsrate) bei Corona liegt derzeit in Österreich bei etwa 3% aller Infizierten (Stand 25.4.2020). In absoluten Zahlen heißt das: 15.000 Infizierte, 530 Todesfälle. Weil es aber vermutlich eine beachtliche Dunkelziffer gibt, wird diese prozentual berechnete Sterberate noch sinken: und zwar dann, wenn wir noch viel mehr Leute testen, da sich diese Ziffer ja nur auf die nachweislich Infizierten bezieht und sehr viele Menschen nur gering bis gar nicht erkranken. Anders gesagt: Je mehr „nur“ Infizierte und leicht Erkrankte wir finden, desto geringer wird im Verhältnis die Sterberate.

Werden wir immun?

Wir wissen noch nicht genau, in welchem Ausmaß wir nach der Infektion immun werden. Dazu gibt es erst wenige Daten. Aus den bis jetzt verfügbaren Informationen kann man ableiten, dass vermutlich 30-50% derer, die eine Infektion überstanden haben, Antikörper entwickeln und wahrscheinlich 3-5 Jahre immun sein werden. Die seriösen Messungen und Studien der Antikörper-Spiegel haben aber erst begonnen. Es gibt allerdings bereits neue US-Daten, die besagen, dass schon jetzt, bevor noch die weltweite Infektion (=Pandemie) größere Ausmaße erreicht hat, ein Teil der Bevölkerung Antikörper besitzt. Das hat etliche Immunologen und Virologen zu der Annahme bewegt, dass es vielleicht eine sogenannte präexistente Immunität (Hintergrundimmunität) bei gar nicht wenigen Menschen gibt.

Das würde auch die Frage erklären, warum so viele Infizierte nur milde oder gar nicht spürbare Verläufe aufweisen und es würde auch erklären, warum Kinder nur ganz selten erkranken. (Kinder sind oft verschnupft, die klassischen Corona-Viren als „Ahnen“ von SarsCov-2 könnten als Schnupfen-Erreger bei Kindern Antikörperbildungen triggern, diese Antikörper wiederum könnten Covid verhindern.)

Wie kann man Corona medizinisch behandeln?

Die Antwort ist frustrierend einfach: Medizinisch gibt es derzeit leider noch nichts, das eindeutig und nachhaltig in Richtung heilender Therapie weist. Wir können im Akutfall nur symptomorientiert vorgehen. Es existiert bis dato keine nachweislich kausale, also heilende Therapie. Wir können den Schwerstkranken Sauerstoff, unterstützende Beatmung, invasive Beatmung, Fiebersenkung, Infusionstherapie und antibiotische Abschirmung gegen Zweit-Infekte anbieten. Natürlich gibt es auch eine Unzahl von Präparaten, die ex juvantibus (als versuchsweise Hilfsmittel) verabreicht werden und jede Menge Studien, die derzeit Therapien testen: Vom alten Malariamittel Chloroquin über verschiedenste antivirale Substanzen bis hin zu diversen, teils dubiosen Versuchen mit allerlei Medikationen, die irgendjemandem aus irgendwelchen Gründen als erfolgversprechend erscheinen.

Für die leicht Erkrankten gibt es gute Nachrichten: Normale Grippe-Mittel helfen ganz gut. Und auch oder gerade wenn man nur leicht erkrankt oder symptomlos infiziert war, dürfte sich eine Immunität entwickeln (oder ohnehin schon vorher als sogenannte Hintergrund-Immunität bestanden haben).

Gibt es bald eine Impfung?

Nein. Bis zur Entwicklung einer Impfung kann es noch ein oder zwei Jahre, vielleicht auch länger dauern und niemand kann versprechen, ob und wie stark sie wirken wird. Impfungen können Welterfolge werden (wie etwa die Pocken-Impfung) oder sie können nur so schlecht und recht funktionieren. Bei der Grippe-Impfung z.B. ist es so, dass deren Effizienz bei nur ca. 60% liegt. Ein Gutteil der Geimpften hat hier also nur einen geringen persönlichen Benefit. Allerdings schützt man durch die Impfung immer auch andere, weil es zu einer Unterbrechung der Infektionskette kommt und man boostet sein eigenes Immunsystem.

Grundsätzlich trachtet man danach, mit Impfungen so viele Personen wie möglich zu erreichen, weil man dadurch eine sogenannte Herdenimmunität erzielen will. Diese ist je nach Infektiosität des Erregers zu berechnen. Beim Corona-Virus liegt die theoretisch wirksame Herden-Immunität bei ca. 60-70% der Bevölkerung.

Die Ansteckungsrate beträgt bei Corona ca. 2-3 Personen pro Infiziertem (dieser Faktor wird auch R0 genannt und gibt an, wie viele andere Personen im Schnitt durch einen Infizierten angesteckt werden). Zum Vergleich: Bei den Masern liegt R0 bei 16-18 (ein Infizierter kann bis zu 18 andere Personen anstecken) – daher muss bei den Masern die Anzahl der Immunen bzw. Immunisierten bei etwa 85% liegen, sonst ist keine Herdenimmunität zu erreichen. Diese Relationen werden von Epidemiologen, Infektiologen und Impf-Spezialisten nach erprobten Formeln berechnet und sind im allgemeinen sehr brauchbar und nachvollziehbar, aber von Erreger zu Erreger naturgemäß oft völlig unterschiedlich.

Natürliche Immunität vs. Impfung

Freilich gibt es bei bzw. nach sehr vielen Virus-Infektionen auch eine natürliche Immunität: Nach durchgemachter Infektion bildet das körpereigene Immunsystem sogenannte IgG-Antikörper. Trägt der betroffene Mensch genug solcher Antikörper in sich, ist er gegen eine neue Ansteckung gewappnet. Vermutlich ist eine solche natürliche Immunität günstiger als eine künstlich hergestellte. Wie oben beschrieben gibt es gegen Corona höchstwahrscheinlich eine solche natürliche Immunität – vielleicht in Form der Hintergrundimmunität sogar in einem größeren Ausmaß als bisher angenommen.

Interessant ist auch, dass eine früher stattgehabte Tuberkulose-Impfung (BCG-Impfung) möglicherweise eine erhöhte Resistenz gegen Covid bietet. Diesbezüglich laufen Studien, die Korrelation scheint jedenfalls gegeben.

Wie können wir Corona überhaupt bekämpfen?

Da es keine Impfung und keine heilende Therapie gibt, haben sich recht schnell die Spezialisten der Seuchenbekämpfung von den nationalen virologischen und infektiologischen Instituten bis hin zu internationalen Organisationen wie der WHO mit den altbekannten Verhütungs- und Vorbeugungsmaßnahmen zu Wort gemeldet und ihre Empfehlungen abgegeben: Simple Verhaltensregeln, die jeder halbwegs vernünftige Mensch etwa zu Grippezeiten ohnehin einhält, wurden und werden nach wie vor und zu Recht als die wichtigsten Maßnahmen während einer Epidemie/Pandemie propagiert:

• Grundsätzlich genug räumlichen Abstand zu anderen Menschen halten (besonders zu Kranken), Minimum 1,5 Meter
• zur Begrüßung nicht die Hände schütteln
• oft die Hände waschen/desinfizieren
• Menschenansammlungen/Veranstaltungen meiden
• Den Risikogruppen (also vor allem Älteren) nicht zu nahe kommen
• Diese Risikogruppen schützen (z.B. vom Rest der Bevölkerung trennen)
o Sämtliche dieser Kontaktvermeidungen werden unter dem Begriff „Social Distancing“ zusammengefasst
• Infizierte bzw. Verdächtige in Quarantäne schicken.
• Die leicht Kranken unbedingt zu Hause, die schwer Kranken nur wenn es zu Hause gar nicht mehr geht, in Spitälern behandeln
• Masken tragen (eine von der Wissenschaft allerdings nur eingeschränkt als erwiesen nützliche Maßnahme bezeichnet)
• Möglichst viele Leute auf die Infektion testen und die Infektionsketten erforschen
• Sogenannte Clusters und Hot Spots ausfindig machen und lokal/regional abriegeln

In bestimmten Ländern wie Taiwan, Hongkong oder Singapur haben diese „Measures“ hervorragend funktioniert. Dort musste man sonst keine weiteren (politischen) Aktionen setzen und auch keinen Lockdown durchführen (siehe weiter unten)

Warum musste sich bei uns die Politik so massiv einschalten?

Da die Medizin leider noch keine gezielte und heilende Therapie anbieten kann und der ansonsten ständig als mündig bezeichnete Bürger im Zusammenhang mit Corona offenbar von der Politik als hilflos und gleichsam als Mündel betrachtet wird, muss ihm von staatlicher Seite geholfen werden. Ist doch auch ganz klar: Was das Individuum nicht kann, das kann nur der Staat.

Aus Sicht der Volksvertreter ist der Bürger nicht in der Lage, gemeinsam mit dem professionellen Gesundheitspersonal die oben genannten einfachen Maßnahmen zum Eigen- und Fremd-Schutz durchzuführen respektive diese einzuhalten. Daher beschlossen die stets auf der Suche nach Machterweiterung und Profilierung befindlichen Regierungs-Politiker, sich der Corona-Thematik zu bemächtigen und über das Parlament neue Gesetze dazu zu schaffen.

Das winzige Eiweiß-Krümel namens SARSCov-2 wurde solcherart zum gefundenen Fressen für die Regierung. Österreich ist damit allerdings kein Einzelfall, überall auf der Welt wurde die politische Kost rasch vom Eiweiß dominiert.

Viele Regierungs-Chefs ernannten sich implizit zu den leitenden Oberärzten ihrer Nation und umgaben sich mit entsprechenden Task Forces und Beraterstäben. Weil es sich bei Covid aber doch um eine Krankheit handelt, wurden in den meisten Ländern erfahrene Ärzte und Medizin-Spezialisten (wie z.B. Epidemiologen und Infektiologen) in die politischen Entscheidungen eingebunden bzw. beeinflussen diese sogar maßgeblich (Schweden).

Nur Österreich ist anders: Hier wurde die Ärzteschaft vom Bundeskanzler erstaunlicherweise nahezu völlig ausgeblendet. Man stellte seitens des Kanzleramts lieber ein Team von Mathematikern zusammen, das horrible Infektions-Szenarien berechnete und auch unter politischem Getöse publizierte.

Zusätzlich kreierte man noch einen Spezial-Trupp aus nicht-medizinischen Consultern, die exklusiv den Kanzler berieten und noch immer beraten. Hier anzunehmen, dass es dabei vor allem um das bestmögliche Polit-Marketing für den Kanzler geht, wäre sicher eine Unterstellung. Grundsätzlich ist nach wie vor die Verhinderung jener von den genannten Mathematikern errechneten virtuellen 10.000en Todesopfer das Ziel jeder Politik. Ohne die tiefgreifenden politischen Maßnahmen namens Lockdown samt zugehöriger grundrechtlich fragwürdiger Gesetze wären diese errechneten Opfer nämlich mit Sicherheit dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Oder vielleicht doch nicht?

Ist ein Lockdown wirklich sinnvoll?

Es könnte gut sein, dass der von der Mehrheit der Bevölkerung überraschend gut angenommene Lockdown überflüssig war, denn die effektive Reproduktionszahl (also die Zahl, die angibt, wie viele Leute real von einer infizierten Person angesteckt werden), sank VOR dem Lockdown schneller ab als NACH demselben. Warum das so ist, konnte bis jetzt niemand schlüssig erklären (von der erwähnten Mathematiker-Gruppe meldete sich offiziell bis dato überhaupt keiner mehr zu Wort).

Überdies ist es in der Epidemiologie generell eine kontroversiell diskutierte Frage, ob ein Lockdown grundsätzlich nützlich ist oder nicht. Man muss dazu einiges wissen: Ein Lockdown hat keine „heilende“ Wirkung, sondern es werden durch die restriktiven Maßnahmen die Infektionen ja nur aufgeschoben – und das genauso lange, wie der Lockdown aufrecht bleibt. Solange es keine Impfung oder heilende Medikamente gibt, dient ein Lockdown also nur dazu, um Zeit zu gewinnen.

Durch flächenwirksame Abriegelungen wie geografische Quarantänen, Grenzschließungen, Besuchsverbote, Ausgangssperren, Geschäftsschließungen, Schulsperren etc. werden die normalen sozialen Kontakte massiv reduziert respektive völlig verhindert und damit auch die Infektionen gehemmt. Wenn ein allgemeiner Lockdown effizient sein soll, dann muss er möglichst schnell, am besten beim Outbreak und landesweit einsetzen, es darf dann zu praktisch keinerlei menschlichen Begegnungen mehr kommen, außer die Betreffenden sind in professioneller Schutzkleidung unterwegs.

Flattening the curve

Diese Art von hartem Lockdown hat es bei uns nicht gegeben. In Österreich gab es eine Kompromiss-Lösung (auch Mitigation genannt), die im Wesentlichen landesweite Betriebssperren und das Zusperren von Schulen, Restaurants, Einzelhandelsgeschäften und teilweise Flug- und Reiseverbote etc. umfasste. Experten sind sich übrigens nicht einig, wie und ob Schulsperren dazu beitragen können, dass die Infektionsraten sinken. Die wissenschaftliche Datenlage spricht eher dafür, dass von Kindern und Schulen kaum eine Infektionsgefahr ausgeht.

Freilich sind vor allem durch die Hygiene-Maßnahmen und das soziale Distanzieren die Infektionszahlen in Österreich zurückgegangen und die in allen Medien täglich publizierten Kurven zeigen erfreuliche Verläufe. Der Maßnahmen-Mix hat offenbar gegriffen. Allerdings ist dieses im Fachjargon als „Flattening the curve“ bezeichnete rückläufige Phänomen der Infektionszahlen wie gesagt keine „Heilung“ oder eine Rettung der Bevölkerung, sondern es verschieben sich nur die Zahlen und man verschafft sich einen Zeitpolster.

Das Abflachen der Kurven zeigt, dass es pro Zeiteinheit zu weniger Infektionen, zu weniger Erkrankungen und zu weniger Todesfällen kommt. Allerdings wird die Kurve nicht nur flacher, sie wird auch im Verlauf viel länger. In größeren Zeiträumen betrachtet bleiben bei den Schwerkranken die Opferzahlen in etwa dieselben, „man verschiebt die Toten in die Zukunft“ (Zitat Prof. Giesecke, schwedischer Epidemiologe).

Ein Lockdown ist also nicht nur eine Art von Fallzahl-Kosmetik (die freilich kurzfristig potenziellen Corona-Todesopfern Lebenszeit schenkt – und das ist DAS ethische Argument für den Lockdown), sondern er ist auch eine Art Wette auf die Zukunft. Sinnvoll kann ein Lockdown ja nur dann sein, wenn es in absehbarer Zeit ein Medikament oder eine Impfung gibt.

Da aber derzeit keines von beiden in Sicht ist, wird man (falls wir weiter der Philosophie des Lockdowns anhängen) immer wieder mit Lockdowns rechnen müssen, weil sich das Virus ja in den Phasen der Lockerung wieder mehr verbreiten kann. Eine solche aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen dringend notwendige Phase der Lockerung beginnt derzeit gerade: Demnächst dürfen gastronomische Betriebe öffnen und die Schulen werden wieder aufgemacht. Mit der sogenannten „Zweiten Welle“ wird daher gerechnet. Umso wichtiger sind jetzt die persönlich durchführbaren Maßnahmen wie Abstand halten und Händehygiene, damit schützt man sich und andere. Der Maskenpflicht muss man ebenfalls Genüge tun, auch wenn sie lästig und ihr Nutzen nicht ganz geklärt ist. Wichtig ist jedenfalls: Wenn Maske, dann auch richtig tragen (Mund und Nase dicht bedecken).

Kollateralschäden

Die aktuell geplante Lockerung ist nicht nur aus wirtschaftlicher und sozialer, sondern auch aus medizinischer Sicht absolut zu begrüßen. Durch die landesweite Fokussierung auf Covid kam es definitiv zu einer Unterversorgung der „normalen“ Kranken. Wer keinen Corona-Verdacht hatte und trotzdem medizinische Hilfe brauchte, war bis vor einigen Tagen ein Stiefkind des Systems und er wird es noch eine Zeitlang bleiben.

Die Kardiologen beispielsweise vermuten, dass die Zahl der übergangenen Herzinfarkte in den letzten 4 Wochen dramatisch gestiegen ist, weil die Zahl der akuten Interventionen in den Herzzentren mangels Patienten um etwa 40% gesunken ist. Man nimmt an, dass viele Patienten aus Angst vor der Corona-Infektion trotz Herzbeschwerden die medizinische Hilfe erst gar nicht suchten, andere wiederum als Irrläufer im System landeten und dann irgendwann Drop-outs wurden bzw. teilversorgt wieder nach Hause geschickt wurden. Das Schlimme daran: Ein Teil dieser Patienten wird unweigerlich chronische Herzschäden entwickeln.

Weiters wissen wir, dass aufgrund der sozialen Deprivation die Depressionen deutlich zugenommen haben. Inwieweit sich die Suizidrate durch die Covid-Maßnahmen verändert hat, muss noch geklärt werden.

Faktum ist weiters, dass zahllose bereits geplante OP-Termine auf unbestimmte Zeit verschoben wurden. Das betrifft vor allem Gelenksoperationen und sogenannte elektive Eingriffe aller Art (Augen-OPs, Gallen-OPs, Gebärmutter-OPs etc.). Vorsorge-Untersuchungen wurden seit Beginn des Ausnahmezustandes überhaupt nicht gemacht. Und wahrlich dramatisch ist, dass aufgrund der Covid-bedingten Ressourcenverschiebungen eine ganze Reihe von neu aufgetretenen Krebserkrankungen nicht sofort erkannt und behandelt wurden. Hier kam es zu nachweislichen Verzögerungen, die einigen Patienten nicht wieder gutzumachenden Schaden bringen werden.

Das alles sind böse Nebeneffekte eines Lockdowns, die es in Zukunft absolut zu vermeiden gilt. Sollte eine größere „Zweite Welle“ kommen, wird man die Art des Herunterfahrens besser organisieren müssen: Ein nationaler Lockdown ist nicht zielführend. Die Verantwortlichen müssen rascher und regional agieren, indem Infektions-Clusters und Hotspots frühzeitig erkannt und abgeriegelt werden (als Negativbeispiel kann man hier Ischgl zitieren. Dort wurde trotz nachgewiesener Fälle viel zu spät und falsch reagiert, die Quarantänen setzten zu spät ein und die Infektion wurde in andere Länder verschleppt). Man wird also in Zukunft eine effiziente und schnell wirksame bzw. flexibel einsetzbare Test-Strategie brauchen. Ebenso muss alles daran gesetzt werden, serologische Bestimmungen von Antikörpern großflächig durchführen zu können. Wir müssen wissen, wie viele Personen über eine vermutliche Immunität gegen SARSCov-2 verfügen. Das gilt besonders für das im Hochrisiko arbeitenden Gesundheitspersonal.

Den Ausflug in die Analyse der zweifellos ebenfalls bösen ökonomischen Folgen des nationalen Lockdowns erspare ich mir, diese Untersuchung mögen Berufenere durchführen.

Herdenimmunität

Die Alternative zum Lockdown ist das Anstreben einer raschen Herdenimmunität. Wir erinnern uns: Herdenimmunität heißt, wir brauchen ca. 60-70% der Bevölkerung, die gegen SARSCov-2 immun sind. Mit diesen Zahlen können die Infektionsketten erfolgreich unterbrochen werden. Diese an sich optimale Situation ist aber nur durch ein Impfprogram oder mittels einer Durchseuchung der Bevölkerung zu erreichen. Das Impfprogramm scheidet mangels Impfstoff aus. Bleibt uns also nur die Durchseuchung.

Sollten wir nun das Virus frei durch die Population laufen lassen? Mit all den Risken – wie hoffnungslose Überfüllung der Intensivstationen oder erzwungener Selektion von Patienten? Sollen wir Zustände, wie wir sie kürzlich in Norditalien gesehen haben, riskieren? Es ist keine Frage, das Anstreben einer Herdenimmunität „ohne Sicherheitsgurte“ ist weder politisch noch ethisch vertretbar. Der englische Premier Boris Johnson hatte vor einiger Zeit kurz den Plan, das riskante Spiel zu eröffnen, verwarf ihn aber schnell wieder, als er Berechnungen präsentiert bekam, dass in England dann innerhalb von Monaten mit bis zu 200,000 Toten zu rechnen sei.

Manche Epidemiologen sind allerdings unverändert der Ansicht, dass nur die Herdenimmunität wirklichen und realistischen Schutz bietet, weil wir weder sicher sein können, bald über eine Impfung zu verfügen noch bald wirksame Medikamente zu haben. Die Verfechter der Herdenimmunität benützen bei ihren Überlegungen meist utilitaristische Ansätze: Die Argumentationen lauten, dass man im Rahmen einer Durchseuchung eine größere Anzahl an Opfern (auch Tote) in Kauf nehmen müsse, um nachher umso mehr Menschenleben retten zu können. Rein rechnerisch und kühl abwägend betrachtet erscheint der Denkansatz logisch – nur, wer sagt es den potenziellen Todeskandidaten?

Es hat sich aus naheliegenden Gründen nirgendwo auf der Welt die reine Lehre von der schnellstmöglichen Herstellung der Herdenimmunität durchgesetzt. Auch die Schweden, denen man nachsagt, sie würden nur auf die Herdenimmunität setzen, machen das definitiv nicht. In Schweden gibt es sehr wohl Bestrebungen, die Infektionen einzudämmen und die Zahlen gering zu halten. Der essenzielle Unterschied zu anderen Ländern ist, dass dort fast alle Maßnahmen (wie soziale Distanzierung etc.) auf Freiwilligkeit beruhen und die Regierung an die Selbstverantwortung der Bürger appelliert.

Was sollen wir in Zukunft tun?

Die relativ glimpflich verlaufene Überwindung der Ersten Welle heftet sich natürlich die Regierung auf die Fahnen. Allen voran gilt der Kanzler derzeit bei der Bevölkerung als der Krisenmanager Nr. 1. Sebastian Kurz ist in ganz Europa und sogar in den USA eine Art Corona-Star geworden. Aber schauen wir genauer hin: Nüchtern betrachtet erlebten wir bei der Ersten Welle zunächst eine „Politik der Panik“ (wir erinnern uns an die prognostizierten 10.000en Toten, die der Kanzler quasi persönlich verhindern musste). Diese Art der Politik, die von entsprechendem Aktionismus gefolgt und geprägt war, sollte die Bürger offenbar gefügig machen, um rigorose Maßnahmen umzusetzen und gleichzeitig den Kanzler als strahlenden Helden zu installieren.

Dies wird in Zukunft kein zweites Mal funktionieren – außer es tritt der unwahrscheinliche Fall ein, dass die Zweite Welle katastrophale Zustände erzeugt und aus den Spitälern Bilder des Grauens durch die Medien gehen.

Was also soll Österreich tun? Aus jetziger Sicht ist die Strategie der Mitigation wohl die beste Methode. Mitigation bedeutet, dass wir einerseits die Infektionsraten durch die oben geschilderten und ganz allgemeinen Maßnahmen zum Selbst- und Fremdschutz gering halten wollen, gleichzeitig aber eine weitere und möglichst kontrollierte Ausbreitung des Virus in Kauf nehmen.

Sollte es zu neuerlichen Wellen im Sinne eines massiven Anstiegs der R0 kommen, müssen gezielte und regionale Lockdowns durchgeführt werden, die eine massive Ausbreitung von den jeweils aktiven Hot Spots verhindern. Ein neuerlicher nationaler Lockdown muss unbedingt vermieden werden, weil der Benefit im Vergleich zum potenziellen sozialen, wirtschaftlichen und medizinischen Schaden zu gering ist.CWer soll in Zukunft verantwortlich sein?

Das eigentlich zuständige Gesundheitsministerium stellte zwar schon zu Beginn der Pandemie eine Task Force zusammen, in der immerhin der Oberste Sanitätsrat und einige namhafte Infektions-Spezialisten vertreten waren und sind. Das Ministerium verzichtete aber wie der Kanzler fast gänzlich auf Ärzte, die echte Erfahrung mit echten Patienten haben.

Natürlich kann man sagen, man muss einer Pandemie mit anderen Mitteln begegnen als dies die Ärzte im direkten Kontakt mit den Patienten tun, aber es war für viele Bürger verwunderlich, dass die Stimmen der Task Force erstens recht leise und zweitens kaum medizinisch geprägt waren.

Selbst der stets egomanisch agierende US-Präsident Donald Trump zog in der Hauptphase der Corona-Krise den weltberühmten Immunologen Anthony Fauci als Berater hinzu und überließ ihm sogar den Vortritt bei vielen öffentlichen Auftritten im Rahmen der Krisenbekämpfung.

Aber Österreich ist wie gesagt anders. Einer der wenigen, der viel Erfahrung und ärztliche Expertise vorweisen konnte, war der Grazer Epidemiologe Dr. Martin Sprenger. Der Mann verließ aber recht bald den Beraterstab und ward fortan ein Ketzer. Laut eigener Aussage ging Sprenger aus freien Stücken, allerdings gibt es im Magazin Addendum ein Interview mit ihm, in dem er den denkwürdigen Satz äußerte: „Wer nicht glaubt, der wird ausgestoßen.“

Da gerät man als fachkundiger Beobachter der Vorgänge schon ein wenig ins Grübeln und fragt sich, ob in Österreich die Krisenpolitik der Regierung in eine Art theologische Veranstaltung umgewandelt wurde. Die letzte offizielle Publikation der Task Force aus dem Gesundheitsministerium datiert übrigens vom 28.2.2020, sie ist also nicht mehr ganz so taufrisch. Weitere Aktionen der Corona Task Force sind dem Autor dieser Zeilen nicht bekannt, man findet auch auf der Website des Ministeriums nichts Neues.

Vermutlich liegt es daran, dass der Kanzler samt seinem kryptischen Beraterteam die gesamte Corona-Krisenkommunikation an sich gerissen hat und die eigentlich zuständigen Experten zu einer Art Ministranten degradiert wurden. Ob das langfristig eine wirksame gesundheitspolitische Strategie gegen eine Seuche ist, werden wir ja sehen. Wenn am Ballhausplatz in ein paar Jahren die erste Corona-Säule zum Andenken errichtet wird, dann hat sie funktioniert.

Anhang:  Was ist ein Corona-Virus eigentlich?

Viren sind im Gegensatz zu Bakterien definitionsgemäß keine Lebewesen. Sie bestehen aber aus demselben biologischen Material, das alle lebenden Zellen dieser Welt als Bausteine teilen. Das Corona-Virus ist ein sogenanntes RNA-Virus. (Man darf übrigens auch der Virus sagen, das erlaubt uns der Duden). Coronaviren bestehen aus einer Hülle mit „Spikes“ (diese Spitzen gaben dem Unding den Namen, weil sie ein bisschen wie die Zacken einer Krone aussehen) und aus etwa jeweils ca. 30.000 sogenannten Nukleotiden.

Nukleotide wiederum sind komplexe Kombinationen aus den Grundbausteine des Lebens: Jede RNA (Ribonukleinsäure) wird aus den Basen Adenin, Guanin, Cytosin und Uracil sowie aus Zuckern und Phosphaten gebildet. In Summe ist die Viren-RNA nichts anderes als ein Strang von Informationen und Codes, das ohne einen Wirt nichts, mit einem Wirt aber fast alles kann. Insofern könnte man den Viren einen gewissen Anthropomorphismus andichten, also eine Art Analogie zum Menschen.

Aber bleiben wir ernst: Die Corona-Viren sind in der Lage, sich über spezielle Rezeptoren und Enzyme in die Wirts-Zellen einzuschleusen. Dort können sie dem Erbgut des Wirts befehlen, dass sie repliziert (also vermehrt) werden. Der Wirt muss diesem Befehl gehorchen, weil er aufgrund der genetischen Gegebenheiten nicht anders kann.

Ist das Corona-Virus also einmal beim Wirten eingedrungen, gibt es kein Halten mehr. Das Virus wird dort ohne Unterlass repliziert und verursacht in der Folge entzündliche Reaktionen, die oft asymptomatisch, marginal und nur fallweise spürbar sind. Selten können auch schwere, komplikationsreiche und mitunter sogar tödlich verlaufende Ganzkörper-Entzündung auftreten

12 comments

  1. ws

    Danke für diesen sachlichen Artikel, man merkt, dass ihn ein Mediziner geschrieben hat.

  2. HFW

    Sehr gute Zusammenfassung, vielen Dank dafür! Corona/Covid ist auch etwas, woraus wir lernen müssen, es hat eine Menge Defizite aufgedeckt, Defizite organisatorischer, medizinischer und vor allem politischer Art. Daraus sollten wir alle lernen. Unsere moderne Welt ist gegen solche Katastrophen weit verwundbarer als nötig, das müssen wir ändern. Es ist nicht das erste Ereignis dieser Art, und wird nicht das letzte sein.

  3. sokrates9

    Plausible Zusammenfassung!Was man als Ergänzung brauchen würde was für Auswirkungen der totale shut- down hat.Keine Physio-, keine Psychotherapie, alle Reha und Kuranstalten geschlossen, Sport großteils verboten – hat das alles keine Auswirkungen? Was bedeutet diese Stagnation für alle anderen Krankheiten für die Volksgesundheit?Könnte man das alles ersatzlos streichen??wirtschaftliche Dimensionen?Wahrscheinlich wissen viele der Kurzarbeiter gar nicht dass ihre Betriebe nicht mehr aufsperren können.WSarum wird die gesamte Prblematik so simpel – hilflos abgearbeitet? es m+üsste doch tausende Krisenteams geben die sorgfäktig für jede branche, für jeden minibereich vernünftige Verhaltensmaßnahmen ausarbeitert.Es gibt tausende betriebe wo es kaum Möglichkeiten gibt sich zu infizieren! egal alles wird über kamm geschoren, Aufsperren in 14 tage Rhytmus anstatt stündlich Betriebe aufsperren zu lassen die größtmögliche Sicherheit bieten.Was ist mit Schmierinfektionen? Wie viele Arbeitskreise beschäftigen sich mit diesem Thema?

  4. Wolfgang Niedereder

    Endlich wurde etwas für die Influenza Patienten etwas getan! Danke für die Zusammenfassung, die nachvollziehbar ist. Die Horrorprognosen von 10.000enden – die Letalitätsrate wird letztendlich bei 0,5 % ankommen- Toten und mehr waren immer schon falsch. Die Maßnahmen haben jedenfalls auch die Zahl der Influenza Todesfälle reduziert, diese hat man ja bisher nur mit Achselzucken zur Kenntnis genommen. Und auch wenn uns Herr Kurz in der ZIB als dumm bezeichnet, an der Influenza sterben jährlich ca. 450.000 Menschen/ Lancet 2018 und diese werden mit Corona nicht erreicht

  5. fxs

    Ich bin Mathematiker. Im Rahmen meines Studiums genoss ich eine umfassende Ausbildung in “Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik”. OK auch Exponentionalreihen -wie entwickelt sich etwas, das sich in besimmter Zeit verdoppelt- waren ein Thema, aber ein untergeordnetes Beratung die von Kenntnissen in Warscheinlichkeitstheorie und Statistik geprägt ist kann ich aber nicht als Grundlage der Ausführungen der Regierung erkennen.

  6. Nick Gross

    Wie ich es immer gesagt habe. Die Regierung macht den Menschen Angst. Hier ist deutlich zu lesen, dass ein Mediziner am Werk ist und keine Statistiker oder Think Tank Leute. Nichts gg Statistiker, die können Daten sehr gut analysieren und spreads aufzeigen. Die Regierung wi schon erwähnt baut nur ein Gebilde aus Angst auf.

  7. sokrates9

    Wenn die Regierung von hunderttausenden Toten – derzeit Weltweit noch nicht erreicht – spricht, jeder bald einen Todesfall im Bekanntenkreis haben wird, man von Lebensrettern spricht was jeder Österreicher sein kann, bereitet man sehr wohl Angst! Angeblich gab es ” Empfehlungen ” an Tageszeitungen bei Berichten von Italien immer Bilder mit Särgen zu bringen..Weiß nicht ob das fake ist, mir sind aber aus diversen Zeitungen viele Bilder mit Särgen aufgefallen..

  8. Cora

    @Gast: ich gab sinngemäß wieder, was eine gewisse Politikerin auf puls4 als Replik auf Kapsch zum Besten gab, daraufhin drehte ich ab. Aber die hat es wohl so nicht gesagt…
    Diese haben mit Populismus nichts am Hut, nein niemals. das haben immer nur die Rechten. Sie verstehen sich als “Reizfigur” was bei den anderen Populismus ist…

  9. Forester

    Statistik muss man verstehen. Zur Aussage im Artikel “Die Sterblichkeit (Letalitätsrate) bei Corona liegt derzeit in Österreich bei etwa 3% aller Infizierten (Stand 25.4.2020).” müsste auch der der Fehler dieser Zahl angeben werden. Und der Fehler dieser Zahl liegt sicher über +/- 50%. Weil wir keine gesicherten Daten haben. Aber es war in der Vergangenheit immer so, dass Horrorzahlen veröffentlicht wurden und den Menschen nie gesagt wurde, wie falsch diese Zahlen sein können.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .