Corona und das China-Syndrom

(A. UNTERBERGER) Es ist absolut faszinierend: Schon ein volles Jahr hat die Welt – das bedeutet in Zeiten ohne größere Kriege vor allem die Weltwirtschaft – alle Katastrophenprophezeiungen gut überstanden. Eine überlange Hochkonjunkturphase scheint anscheinend in sanfter Landung auszuklingen. Trotz der diversen von den USA angezettelten Handelskriege, trotz des schweren Konflikts zwischen US-Kongress und US-Präsident, trotz der katastrophalen deutschen Energiepolitik mit der wachsenden Gefahr von Blackouts und Industrie-Vertreibung, trotz der schweren Belastungen für die deutsche – also die weltweit führende – Autoindustrie, trotz der fanatischen Aktionen mancher jugendlichen Klimaaktivisten, trotz Brexit, trotz Terrorismus. Alles scheint kontrolliert abzulaufen. Heute muss man sagen: Es schien so. mehr hier

8 comments

  1. sokrates9

    ..Kann eine moderne und damit notwendigerweise arbeitsteilige Wettbewerbswirtschaft dauerhaft funktionieren und weiterblühen, ohne dass die Menschen Vertrauen in die Freiheit des Informationsflusses haben können?..
    Unterberger bezieht sich hier auf China- für die EU scheint diese Fragestellung nicht zu gelten???.

  2. CE___

    Gute Fragen des Herrn Unterberger.

    Im Grunde muss man alle Punkte im letzten Absatz mit Nein beantworten.

    Wenn nur eines nicht wäre:

    Die Gier, diese unheimliche und maßlose Gier des Westens…

    einerseits nach dem billigsten Preise im Einkauf…

    andererseits im Verkauf in der Hoffung ein zweiter Krösus zu werden wenn man denn nur jedem Chinesen einen Zentimeter mehr Hosenstoff andrehen dürfte/könnte.

    Und diese Gier des Westens haben schon die Mandarine (Beamte des chinesischen Kaisers) im 18 Jahrhundert sofort erkannt als sie mit den ersten offiziellen Handelsemissären der Briten zu tun hatten, und gelernt auf dieser Klaviatur perfekt mit den Westlern zu spielen.

    Nur gab es im 18. und 19. Jahrhundert sicher ein ausgleichendes und dämpfendes Element für den Westen, nämlich dass die damaligen westlichen Emissäre und auch Händler aus ganz anderem Holz geschnitzt waren als wir Westler heute.

    Und dementsprechend nicht über jedes hingehaltene Stöckchen der Chinesen gesprungen sind sondern sich mit Selbstbewusstsein Rechte herausgehandelt, und ja wenn nötig, herausgeschossen haben, ganz einfach um vor den ganzen Unbillen und Unwägbarkeiten eines chinesichen Rechtsverständnisses gefeit zu sein.

    Kein Vergleich zu den heutigen in westlichem Selbsthaß und Selbstschuld ertränkten linksgrünen Soja-Latte-politisch-korrekt-Milchbuberln und Mäderln die da Aussen(handels)politik machen und die auch noch durch jedes noch so tief hingehaltene Stöckchen aus dem Reich der Mitte einen Limbo-Tanz machen.

  3. astuga

    @sokrates9
    Gerade für westliche High Tech-Eliten samt angeschlossener Politik gilt leider China als Vorbild und Versuchslabor.
    Siehe Social Credit-System.

  4. CE___

    Biotech-Labor als Ausgangspunkt und Fischmarkt als Endpunkt sind kein Widerspruch.

    Eines der grössten Probleme in Rotchina ist die Abfallentsorgung.

    Konkret und auf den Punkt gesagt, dass man den Abfall dem man am Ende des Tages bei der Hintertür hinausstellt nicht am nächsten Tag durch die Vordertüre als “Neuware” “recycelt” wieder hereinverkauft bekommt.

    Ich tippe auf folgendes gemäß den Indizien:

    Die infizierten Kadaver verendeter Labortiere werden von einem Sub-Sub-Sub-Entsorgungsunternehmen abgeholt; da um jeden Mao (Untereinheit des Renminbi) gefeilscht worden sein wird ist dies der absolut billigste Anbieter gewesen wobei Parteinähe sicher auch eine Rolle gespielt haben wird; dieser Anbeiter wird entsprechend auch seine (Wander?)Arbeiter niedrig bezahlen, die wiederum sicher auch nicht gesagt bekommen was sie denn da genau gefährliches entsorgen (könnte ja den Lohn in die Höhe treiben), und sich so ihr mickriges Einkommen aufbessern indem sie die “frischen” Kadaver an entsprechende Markteinkäufer weitergeben. Eine gewisse kriminelle Energie und Gier spielt natürlich mit.

    Oft muss man nur mit menschlicher Gier und Dummheit rechnen.

  5. Selbstdenker

    @CE___:
    “dieser Anbeiter wird entsprechend auch seine (Wander?)Arbeiter niedrig bezahlen”
    Es könnten auch Zwangsgastarbeiter aus Nordkorea sein, die in bestimmten chinesischen (Niedriglohn-)branchen häufig anzutreffen sind.

    “könnte ja den Lohn in die Höhe treiben”
    In China sorgen ohnedies die Gewerkschaften dafür, dass die Löhne möglichst niedrig bleiben.

    “und sich so ihr mickriges Einkommen aufbessern indem sie die “frischen” Kadaver an entsprechende Markteinkäufer weitergeben”
    Wer einen chinesischen “Wet market” gesehen hat, dem ist sicherlich schon aufgefallen, dass die Grenzen zwischen tod, halbtot und lebendig sowie zwischen Frischware und Abfall sehr fließend sind. Es wird eigentlich fast alles verkauft und sogar gegessen.

  6. astuga

    Möglich natürlich, allerdings wurde schon bisher darauf hingewiesen, dass auffällig viele unter den ersten Erkrankten gar keine Verbindung zum Fischmarkt hatten.
    Das ergibt jetzt natürlich gleich mehr Sinn.

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