Covidkrise und Klimawandel

Von | 28. Dezember 2020

(ANDREAS TÖGEL) Irgendwie lag es bereits in der Luft, dass die Corona-Pandemie über kurz oder lang in einen Zusammenhang mit dem „Klimawandel“ gestellt werden würde. Schließlich gibt es kaum noch ein negatives Ereignis auf diesem Erdball, das damit nichts zu tun haben soll.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, aus Äthiopien stammender Kommunist, Nichtmediziner und WHO-Chef von Chinas Gnaden, hat nun endlich die von vielen Klimaapokalyptikern so dringend herbeigesehnten, erlösenden Worte ausgesprochen: Alle Bemühungen, die weltweite Gesundheitssituation zu verbessern, seien aussichtslos, solange nicht dem Klimawandel wirksam entgegengetreten und auch dem Tierschutz mehr Augenmerkt geschenkt werde. Damit ist alles klar: Das Ende der Corona-Pandemie wird sicher nicht das Ende der ihretwegen eingeführten staatlichen Zwangsmaßnahmen bedeuten.

Da von Ghebreyesus bislang keinerlei sinnvollen Aussagen dokumentiert sind, sollte auch dieses bizarre Statement niemanden verwundern. Allerdings lässt es durchaus erkennen, wohin die von der Nomenklatura geplante Reise in den kommenden Jahren gehen soll.

Auf dem Weg in die Knechtschaft kann auf Feindbilder nicht verzichtet werden. Sollte die Corona-Pandemie jemals enden, braucht es daher andere weltweit dräuende Feinde, die zu bekämpfen es aller denkbaren Anstrengungen bedarf.  Und dafür ist ein internationaler Schulterschluss erforderlich. Nationale, regionale oder gar individuelle Anstrengungen, reichen dafür keinesfalls aus. Am besten wäre es, die Welt würde sich hoffnungsvoll unter der weisen Führung einer von der UNO eingesetzten Weltregierung versammeln. Wer wünscht sich schließlich keine gesunde Welt mit einem „optimalen“ Klima, dessen Charakter von allwissenden Zentralbürokraten definiert wird.

Die Pflege möglichst drastischer Feindbilder, das gehört zum ABC des Polithandwerks, ist unerlässlich, um die stets furchtsame Herde unbedarften Stimmviehs zusammenzuhalten und widerstandslos führen zu können. Ob es sich um gefährliche Außenfeinde in Gestalt von Horden mordlüsterner Barbaren, um Seuchen, Klimakatastrophen oder um Armut, Rassismus, Diskriminierung oder Sexismus handelt, ist belanglos. Entscheidend ist es, einen Krieg gegen irgendetwas zu proklamieren. Wer nicht mitmacht, ist ein Egoist, ein Asozialer, ein „Gefährder“ oder gar ein Verräter.

Die Geschichte lehrt: Der entschlossene Kampf – wogegen auch immer – ist ein unübertroffenes Kollektivierungsinstrument. Das Wir entscheidet! Gemeinnutz vor Eigennutz! Wer würde dem nicht zustimmen (selbst wenn es sich dabei um Naziparolen handelt)?

Unter dem Banner der Pandemiebekämpfung findet soeben der seit 1929 weltweit verheerendste Kahlschlag im Bereich mittelständischer Unternehmen statt. Die im laufenden Jahr betriebene Insolvenzverschleppung darf schließlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die gesamte Wirtschaftsstruktur unter der Wucht der diktierten Maßnahmen („Lockdowns“) drastisch verändern wird: der Mittelstand, das Rückgrat jeder marktwirtschaftlich organisierten, westlichen Gesellschaft, Hunderttausende kleine und mittlere Unternehmen, werden verschwinden. Die Banken – viele von ihnen kämpfen bereits jetzt ums Überleben – werden nach den notwendig werdenden Wertberichtigungen infolge gewaltiger Forderungsausfälle von den Regierungen aufgefangen, also verstaatlicht werden. Der Staat wird – ähnlich wie anno 1917 die Sowjetunion – die Banken und die Masse der Produktionsmittel beherrschen.

„Big Business“ wird sich – wie weiland unter der NS-Fuchtel – bestens mit Big Government arrangieren. Wenn am Ende des dank Lockdowns laufenden „Bereinigungsprozesses“ der unternehmerische Mittelstand ruiniert ist und nur noch wenige international operierende Giganten übrigbleiben (die faktisch unter Politkuratel operieren), wird sich die Prophezeiung Marx´ erfüllt und der Sozialismus weltweit gesiegt haben. Der lichtvollen Zukunft unter dem Diktat einer politisch korrekten Weltregierung steht dann nichts mehr im Wege.

 

 

9 Gedanken zu „Covidkrise und Klimawandel

  1. Kluftinger

    Leider ist es so wie Herr Tögel es skizziert. Aber nur die eine Hälfte! Die andere Hälfte sind wir die das Spiel mitspielen. ( Wie beim Gröfaz Schicklgruber der bestenfalls ein pointierter Stammtischpolitiker geblieben wäre, hätten ihn nicht so viele hochgehoben?)

  2. Gerhi09

    Ein Horrorszenario, aus dem es kein Entrinnen gibt. Eine weltweite kommunistische Diktatur. Not und Elend für die ganze Welt werden die Folge sein. Wie dumm die Menschheit doch ist, wenn sie nichts aus der Vergangenhaeit lernt!

  3. Selbstdenker

    Perfekt beschrieben. Vielen Dank.

    Die meisten Themen lassen sich nicht über Politik lösen, da man beispielsweise nicht Milliarden individueller Tradeoffs zu allgemeingültigen kategorischen Grundsatzentscheidungen aggregieren kann.

    Wie das Jahr 2020 deutlich zeigt, hat die Politik vielfach nur die Möglichkeit sich auf die Abfederung besonderer Härtefälle zu beschränken oder den Schaden durch ihre Interventionen noch weiter nach oben zu katapultieren.
    Viele demokratisch gewählte Spitzenpolitiker – egal welcher parteipolitischer Ausrichtung – lassen sich von Medien und Lobbys in eine Hybris reintreiben, in der sie sich als geschichtsträchtige Helden im Kampf-gegen-irgendwas sehen. Politik kann vielleicht andere Politik bekämpfen, nicht aber die Realität an sich.

    Erscheint sich ein bestimmtes Reizthema anfänglich noch zum Manufacturing of consent zu eignen, so überwiegen im Laufe der Zeit die Sunk costs. Ab diesen Zeitpunkt geht es nur mehr darum aus der Sache heil rauszukommen und die Kosten auf andere abzuwälzen.

    Der Kampf-gegen-irgendwas wird dann vom Kampf-gegen-irgendwas-anderes abgelöst. Auch wenn die Sache an sich – per Definition – politisch nie gewonnen werden kann, gibt es dennoch klare Sieger (Special interest groups, Big government und Big business) auf der einen sowie klare Verlierer (die Allgemeinheit, die Steuerzahlenden und insbesondere die KMUs) auf der anderen Seite.

    Big business und Big government sind sich bereits handelseins, wer die weitgehend von ihnen selbst verursachten ökonomischen Schäden der vergangenen zwei Jahrzehnte zu tragen hat. Es stellt sich nun die Frage, ob wird uns diese totale Verknechtung über den vom World Economic Forum ausgerufenen „Great Reset“ gefallen lassen.

    Menschen mit tendenziell „linker“ Weltanschauung bezeichnen dieses sich seit längerer Zeit zusammenbrauende Machtaggregat als „Faschismus“, während Menschen mit tendenziell „rechter“ Weltanschauung es als „Kommunismus“ bezeichnen. Wahrgenommen wird es aber von beiden Seiten.

    Könnte es vielleicht sein, dass es sich hier nur um graduell unterschiedliche Spielarten vom gleichen Phänomen handelt, die viele Gemeinsamkeiten im Kern und wenige Unterschiede in Bezug auf die äußere Wahrnehmung aufweisen?

    Wenn etwas einen Hintern kommt, braun aussieht und stinkt … könnte es vielleicht das sein, was man damit üblicherweise assoziiert? Und zwar unabhängig davon, ob sich diese Hintern in Davos oder Peking befinden.

  4. CE___

    Es zeichnet sich eine Weggabelung ab.

    Herr Tögel beschreibt den einen, den für die Welt dunklen, Weg.

    Es kann aber auch anders kommen, nämlich indem die internationale Linke zusammen mit ihren angehängten Globalisten, das Rad komplett überdreht haben bzw. das noch werden.

    Denn die sich vor lauter Virus-Angst und Hysterie voreinander zersplitterte Welt und Menschen zusammen zu halten wird nicht einfach.

    Und den Menschen dämmert dass diese Scharlatane und Schlangenmedizinverkäufer genauso wenig das Klima vorhersagen oder vorherberechnen können wie die Verbreitung eines Virus, und ebenfalls machtlos sind wo sich ein Klima hinbewegt genauso wo ein Virus hinmutiert.

    Und der einzige “Wert” derer ganzen Computermodelle und Berechnungen nur Nährwert für den Papier-Reißwolf ist.

    Derzeit sind die Massen noch sediert von den seit März laufenden Fiatgelddruck-Orgien und total desorientiert und hysterisiert von den Medien-Blendgranaten über den angeblichen “Killervirus”.

    Aber das wird sich legen, und dann helfen auch keine Kurzarbeitergelder und Umsatzentgangs-Ersatzzahlungen mehr aus die man sich durch kommende Steuererhöhungen eh’ wieder selber zahlen wird dürfen.

    Und vielleicht stimmen dann sogar die Menschen mit ihren Füssen ab, so wie man in den USA schon sehen kann.

    In Europa sind die Massen träger.

    Aber gerade in der jetzigen Zeit ist es für einen “armen” Staat noch nie einfacher gewesen mit DER Chance sich wirtschaftlich hervor zu katapultieren.

    Keine Belästigung der Menschen durch Maskenblödsinn, keine Rechtsunsicherheit für Unternehmen durch Lockdown-Unwägbarkeiten in alle Zukunft hinein, keine Test-Nötigungs-Orgien, keine Impfnötigung und Impfzwang, dann noch mit halbwegs niedrigen Steuern die Leut’ in Ruhe lassen…..und sie werden kommen in Scharen, genauso wie sie in den USA nach Texas und Florida strömen.

  5. sokrates9

    Leider treffende Analyse.Meine Hoffnung war dass die Leute nach Corona bemerken wie sehr hier geblufft wurde ( keine signifikante Übersterblichkeit zu finden) und sie dann erkennen wie sehr sie mit hirnrissigen C02 Zielen nun durch massive persönliche Einschränkungen das Weltklima retten sollen.
    Scheint nicht so zu sein! Japan will 2030 total auf Elektromobilität umgeschwenkt sein, Biden hat das größte Klimapaket der amerikanischen Geschichte geschnürt, die Ziele der EU kennt man ja – koste es was es wolle…
    Trifft sich gut dass man gerade den Mittelstand vernichtet, nur mit Massenrestriktionen wie wir sie aus dem Kommunismus kennen, mit social Points analog China kann so eine NWO funktionieren.

  6. Cora

    Das Ende der Coronapandemie. Das Ende des Klimawandels. Don Quijote reitet wieder. Was bleibt sind die Freiheitseinschränkungen, die lautstark eingefordert werden. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach macht da kein Hehl daraus: „Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind. Ob das erreichbar ist, wage ich zunehmend zu bezweifeln.“ Die Feinde der Freiheit, so sehen sie aus.
    Ein ungeheuerlicher Satz von Karl Lauterbach (tichyseinblick.de)

  7. Alahut

    Das Virus gibt es, die Krise wurde von der Politik gemacht, und sie dient wohl als Probegalopp um auszutesten, was alles möglich ist. Es ist anzunehmen, dass die Impfung dem Virus den Schrecken nehmen wird. Danach brauchen der Gesundheitsminister, der Vizekanzler und andere Grüne, eine Bestätigung ihrer “Wichtigkeit”, da bleibt ihnen nur mehr das Klima. Damit werden sie uns bis zum Ende ihrer Regierungsbeteiligung ärgern und plagen, mit dem stetigen Hinweis, dass das winzige Österreich eben das Weltklima retten muss.

  8. Selbstdenker

    Ich empfehle das folgende außergewöhnliche Gespräch von Gunnar Kaiser mit Aya Velázquez:
    https://www.youtube.com/watch?v=v1c_GYvI_vM

    Bitte hört Euch dieses Interview vorurteilsfrei an; meines Erachtens trifft diese Dame bei fast allen besprochenen Themen den Nagel auf dem Kopf.

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