Da hat Herr Orban recht….

“Die ungarische Position ist sehr einfach. Wir können nicht zulassen, dass unsere Grenzen massenhaft illegal überquert werden. Die Schengen-Regeln besagen, dass Länder an der Außengrenze verpflichtet sind, diese Grenze zu schützen. Es ist eine der seltsamsten Geschichten seit Ungarns Mitgliedschaft in der EU: Ungarn war in den vergangenen Monaten das einzige Land, das die gemeinsamen Regeln der EU ernst genommen hat. Und trotzdem wurden wir kritisiert. Das ist lächerlich.” (Viktor Orban, hier)

11 comments

  1. aneagle

    Natürlich hat Orban recht und das Vorgehen speziell Deutschlands in der Völkerwanderung ist ein Skandal! Aber:
    auch Herr Orban kann dem Naturgesetz quod licet Jovi, non licet bovi nicht ausweichen. Er muß abschätzen, ob ein kleiner Staat von einem großen Staatenbund mehr profitiert, als ohne ihn. Das scheint, zumindest bis jetzt, der Fall zu sein. Und solange das so ist, heisst es : “wes Brot ich eß, des Lied ich sing”. Griechenland hat die europäische Realität besser begriffen.

  2. aneagle

    PS: Orban sollte sich am österreichischen Bundeskanzler ein Beispiel nehmen. Der ist ein Muster-Radfahrer: nach oben buckeln, nach unten treten. 🙂

  3. Enpi

    @aneagle
    der Begriff Profit ist relativ. Was nützen Ungarn heute die Milliardenhilfen der EU, wenn es in 20 Jahren aufgrund der dann auch dort stattfindenden Islamisierung als Nation nicht mehr existiert? Hier gehts um mehr als Profit. Hier geht es um die Existenz des ungarischen Volkes.

    Das hat hoffentlich auch Orban erkannt und wird einer Quotenregelung nicht zustimmen. Damit würde er der Politik der Deutschen, Schweden und Österreicher mehr Legitimität verleihen und Druck aus dem Kessel entweichen lassen. Wir brauchen aber JETZT den Druck um JETZT die Änderung herbeizuführen.

  4. Panatella

    Zusatzfrage an die Mitposter: Ist es nur ein Zufall, dass die plötzliche Massenimmigration nach Deutschland ab Frühsommer 2015 just zum Beginn eines längeren Zeitfensters einsetze, in dem es für den Souverän keine Möglichkeit zur anonymen und freien politischen Willensäußerung gibt (letzte Wahl: 10. Mai 2015 Bürgerschaft Bremen; nächste Wahlen: 6. März 2015 Kreistage Hessen, 13. März 2015 Landtage Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen; nächste Bundestagswahl: Herbst 2017)?

  5. PeterT

    War da noch was?
    Gestern war doch unser Werner auf Blitzbesuch in Slowenien und Kroation, um das Vorgehen in der Flüchtlingsfrage abzustimmen – auch als Kontrastpunkt der ‘Willkommenskultur’ gegenüber den bösen Ungarn.
    Wir erinnern uns: Am Mittwoch hat es noch geheißen, Kroatien und Slowenien planen einen ‘Korridor’ einzurichten, um die Flüchtlinge schnell und elegant Richtung Ö und D durchzuwinken.
    Nun war gestern Wernerle in den beiden Ländern, mit frischen Instruktionen von Mutti. Noch am Abend erklären Slowenien und Kroatien, daß Sie die Grenzen dicht machen werden, und daß die Berichte vom Korridor ein bedauerliches Mißverständnis waren.
    Stellt sich also die Frage:
    Ist das die neue abgestimmte Vorgehensweise, sprich die Länder der Willkommenskultur haben gerade eine elegante 180 Grad Pirouette hingelegt und schwenken auf Orban Kurs ein, oder……
    haben die beiden Länder unserem Wernerle postwendend nach seiner Abreise den Mittelfinger gezeigt, und die Grenzen als Antwort auf seine Ideen, die er ihnen vorgetragen hat, sofort dichtgemacht?
    Interessanterweise liest man in unseren Zeitungen exakt überhaupt nichts über den gestrigen Besuch, und auch der ORF, der gestern noch berichtet hat, sagt keinen Ton darüber – als ob er nie stattgefunden hätte.
    Da stinkt doch irgendetwas gewaltig?

  6. Christian Peter

    Gäbe es bloß mehr Politiker eines Schlages Orban’s in Europa. Einwanderungspolitik muss völlig neu geregelt werden, denn die Genfer Flüchtlingskonvention stammt aus dem Jahre 1953 und kann den Anforderungen des 21. Jahrhunderts mit seinen Völkerwanderungen einfach nicht mehr gerecht werden.

    Experten empfehlen :

    1. Legale Einwanderung. Asylbewerber sollen einen Asylantrag im Heimatland bzw. außerhalb Europas stellen und bei positivem Bescheid legal nach Europa einwandern, illegale Einwanderer müssen aber unbedingt abgewiesen werden (kein Asylverfahren).

    2. Einwanderung samt Quoten nur aus bestimmten, definierten Ländern (Asylbewerber aus anderen Ländern müssen abgewiesen werden) – übrigens das Konzept der USA.

    3. Asyl auf Zeit. Es gibt keinen vernünftigen Grund, Flüchtlingen ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren. Ganz im Gegenteil : Man leistet die allerbeste Entwicklungshilfe, wenn Flüchtlinge in Friedenszeiten wieder in ihre Heimat zurückkehren, um die wirtschaftliche und politische Entwicklung ihres Heimatlandes voranzutreiben. Es hat verheerende Auswirkungen für die Herkunftsländer, wenn sich alle Menschen auf die Flucht begeben.

  7. PeterT

    @Christian Peter
    Normalerweise, wenn ich höre ‘Experten empfehlen’, dann rollt es mir die Zehennägel auf.
    In diesem Fall wären die ‘Empfehlungen’ durchaus überlegenswert.
    Leider kommen in ORF & Co meistens ganz andere ‘Experten’ zu Wort, z.B. die Experten der Caritas

  8. Christian Peter

    @PeterT

    Diese Empfehlungen stammen übrigens vom linksliberalen Oxford – Ökonomen, Armuts- und Migrationsforscher und Direktor des Zentrums für afrikanische Ökonomie an der Uni Oxford – Paul Collier (z.B. ‘Die unterste Milliarde’). Dass die ‘Experten’, die in unseren Breitengraden im öffentlichen Rundfunk in dieser Debatte zu Wort kommen, praktisch ausschließlich Politik aber keine Wissenschaft betreiben, ist hinlänglich bekannt.

  9. Fragolin

    @Peter T.

    Zum Thema “Experten der Caritas”:

    Ich hatte neulich ein kurzes Gespräch mit einer mitleiderregenden (im doppelten Sinne) Caritas-Helferin. Sie beschwerte sich über das schwere Los und die knappen Mittel für die Unterbringung und die Versorgung der Flüchtlinge. Der Staat zahlt der Caritas pro Person nämlich nur 19 Euro pro Tag für Unterbringung und Verpflegung (“Grundsicherung”).
    Ich fragte etwas nach und es wurde interressant. Sie betreut (in Wahrheit: putzt für) Asylwerber in einer Unterkunft nahe der Kirche; natürlich ehrenamtlich und für Gottes Lohn. Es handelt sich um 4 Familien mit insgesamt 20 Personen, die auf etwas über 200 qm plus Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsbad leben.
    Für die Verpflegung bekommt die Caritas Lebensmittelspenden vom örtlichen Rewe und den Bäckereien (abgelaufenes und Brot vom Vortag). Kostet faktisch nix.
    Der Wohnraum ist ein alter Kirchenanbau, kostet also nur Betriebskosten. Schätze mal mit Heizung 1000 Euro im Monat.
    Und jetzt kommt das Milchmädchen vorbei:
    Ausgaben 1.000 Euro Betriebskosten plus, sagen wir mal, sehr hoch veranschlagte 1.000 Euro für Hygieneartikel und Sonderausgaben. Betreuung ist gratis durch fleißige kleine Helferlein.
    Einnahmen: 19 Euro x 20 Personen = 380 Euro am Tag x 30 = 11.400 Euro im Monat.
    Reingewinn: 11.400 minus 2.000 = 9.400 Euro pro Monat!
    Keine schlechte Marie, das. Selbst wenn man irgendwelche fiktiven Mietausfälle dazurechnen würde.
    Und dann kassiert die Caritas zusätzlich noch die Bekleidungspauschale der Leute (weiß ich nicht genau, sind wohl 50 Euro im Jahr oder so, aber Kleinvieh macht auch Mist), weil sie ja großherzig die Klamotten verschenkt, die sie von anderen gratis einsammelt. (Es sind aber auch Fälle bekannt geworden, wo diese vorher sortiert und die besseren Sachen von den Helferlein abgezweigt oder auf Flohmärkten versilbert wurden.) Ein tolles Geschäftskonzept!

    Alle Helfer, vom Supermarkt über die Kleiderspender bis zur ehrenamtlichen Putzfrau, helfen in keiner Weise den armen Asylwerbern in ihrem schweren Los (worin auch immer das besteht, die mutmaßlich faule Bande könnte ihre Bude auch selbst reinigen), sondern einzig und allein der Caritas bei der Gewinnmaximierung. Nicht: “Je mehr ihr helft, umso mehr Flüchtlingen können wir helfen!” sondern “Je mehr ihr helft, umso mehr können wir an jedem Flüchtling verdienen!” ist die Devise.

  10. mario wolf

    Herr Orban erledigt die Drecksarbeit die ihm Frau Merkel eingebrockt hat und wird dafür verbal geprügelt. Seine Bemerkung dass er mit seinen Partnern in A und D mit schlecht erzogenen Menschen zu tun hat trifft auch zu. Herr Orban ist Realist, als Ungar kann man sich Fantastereien à la Germanien nich leisten. Die gleiche Haltung ist sicher auch in den ehemaligen Komintern Staaten vorhanden. Nur die DDR war anders, immer linientreu, immer ideologisch der Idee des Kommunismus verpflichtet.

  11. mario wolf

    Ungarn ist z.Z. der einzige Staat der sich an das geltende Recht der EU betr. Grenzen, das sog. Schengen Abkommen. Aber ausgerechnet die Rechtsbrecher beschimpfen Orban, gleichzeitig freuen sie sich dass ihnen die Drecksarbeit abgenommen wird.

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