Dafür haften wir wirklich gerne….

“…….Um sich über Wasser zu halten, behilft sich die Regierung in Athen mit Schuldscheinen. Die werden von griechischen Banken gekauft, die sie wiederum als Pfand bei der EZB hinterlegen, um an frisches Geld zu kommen. Länger als einige Monate aber dürfte dieses kreative Finanzierungsmodell nicht gutgehen……” (hier)

One comment

  1. Klaus Kastner

    Manchmal kann einem der Geduldsfaden reissen, wenn man über Griechenlands “unerträgliche Schuldenlast” hört und liest.

    Griechenland wird heuer 5,7 Mrd.EUR für Schuldendienst (Zinsen) ausgeben. Zum Vergleich: Österreich wird über 6,5 Mrd.EUR ausgeben. Das sind bei Griechenland ca. 6% der Steuereinnahmen, bei Österreich (und Deutschland auch) ca. 10% der Steuereinnahmen. Wer, bitte, ist hier mit Schuldendienst überbelastet?

    Griechenland liegt so niedrig, weil 80% seiner Schulden bei der Troika sind zu extrem niedrigen Zinssätzen. Außerdem sind große Teile davon 10 Jahre zinsenfrei. Darüber hinaus bekommt Griechenland von der EZB Zinsrückerstattungen, die beim Abschluß der jetzigen Verhandlungn noch einmal 2,5 Mrd.EUR ausmachen werden (und die oben noch gar nicht berücksichtigt sind).

    Das Hauptproblem von Griechenland ist, dass seine Wirtschaft nicht leistungsfähig ist. Das Hauptproblem des Budgets ist, dass die Einnahmen äußerst ungerecht erhoben werden und dass die Ausgaben äußerst ungerecht verteilt werden. Im Vergleich zu diesen beiden Problemen ist das Schuldenproblem fast schon nur eine Fußnote.

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