“Damit verkauft man die Leute für blöd”

Von | 7. Februar 2013

“…Ich glaube, die Zentralbanken verwenden die falschen Werkzeuge. Die Vorstellung, dass es an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage fehle, treibt die Zentralbanken dazu, so stark Gas zu geben. Aber lösen wir damit die grundlegenden Probleme? Mit Leitzinsen von nahe null seit fünf Jahren haben wir keine signifikante Rückkehr zu normalen Bedingungen erreicht. Zur gleichen Zeit hatten wir hier in Amerika staatliche Haushaltsdefizite von 8, 9 oder 10 Prozent. Wenn sie dem Patienten über so lange Zeit so viel Medizin geben, dann ist das fragwürdig. Einerseits könnte man sagen, dass man den Patienten damit vor dem Tod bewahrt. Aber andererseits: Wenn der Patient sich nicht erholt, dann muss man nochmal über die Diagnose nachdenken. Wir müssen die zugrunde liegenden, strukturellen Probleme korrigieren. Das dauert, aber eine kurzfristige Politik hilft eben nicht. Damit verkauft man die Leute für blöd….” (Der ehemalige IWF-Chefökonom Raghuram Rajan in einem “FAZ”-Interview. Lesenswert!)

2 Gedanken zu „“Damit verkauft man die Leute für blöd”

  1. rubens

    Man betreibt Passive Sterbehilfe. Das ist ein Faktum. Der Bürger muss daran arbeiten, die Handelnden aktiv abzusetzen. Das ist notwendig.

  2. FDominicus

    Glauben, Zentralbanken insgesamt sind falsch. Da nützt auch die beste Zentralbankpolitik nichts und von der sind wir schon Lichjahre entfernt.

    Geld aus dem Nichts in beliebiger Höhe hat mit “Wert” genau gar nichts zu tun. Die Zinsen sind auch nicht nur wegen der “Wirtschaft” so gering, sondern weil jedes normale Zinsniveau nahezu jeden entwickelten Staat in kürzester Zeit in den Bankrott führte.

    Vor dem Tod bewahrt durch billiges Geld. Da rotieren alle “Österreicher” im Grab. Eine Kreditexpansion mit noch mehr Kredit zu beenden ist völlig ausgeschlossen. Die Zentralbanken sind gerade dabei jede Währung schneller zu inflationieren als ein “andere” Block. Im Augenblick führen die Japaner, die USA werde bestimmt bald folgen.

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