Danke, liebe EU, das war ganz dringend notwendig!

Von | 25. Oktober 2013

Ab September 2014 dürfen in der EU nur noch Staubsauger verkauft werden, die weniger als 1600 Watt Leistung erbringen, ab 2017 dürfen es maximal 900 Watt sein. (hier) – Endlich, wie konnten wir bisher mit dieser Staubsauger-Anarchie eigentlich zurecht kommen?

24 Gedanken zu „Danke, liebe EU, das war ganz dringend notwendig!

  1. mannimmond

    Nach der Gurkenkrümmung, Glühbirnen und Duschköpfen greift die EU jetzt das Staubsauger-Problem auf.

    Endlich!

  2. Thomas Holzer

    Als nächstes bitte den Haarfön reglementieren; Bohrmaschinen wären auch noch ein lohnendes Objekt, und natürlich Elektrorasierer und Elektrozahnbürsten………..

  3. Zaungast

    Essensmarken zur Beschränkung der Kalorienzufuhr wären auch ganz dringend nötig!

  4. Thomas Holzer

    @Zaungast
    Die werden gleich nach dem Verbot des Bargeldes eingeführt/ausgegeben werden

  5. Lady Ashton

    Ich dachte das wäre Satire, das kann doch nicht wahr sein. Muss ich jetzt einen Staubsaugervorrat anlegen?

    @ Thomas Holzer Vorbereitung des Bargeldverbots (nicht der Besitz sondern die „Nutzung“) läuft übrigens schon in SE, IT, etc. – Barzahlungen dürfen dort nur noch bis zu einem bestimmen Betrag durchgeführt werden.

  6. Christian Weiss

    Die sollen endlich ein Chipimplantat einführen, das Cholesterinspiegel, Fettanteil und Blutdruck bestimmt. Dementsprechend darf man dann einkaufen. Da heisst es dann an der Ladenkasse auch mal: „Tstststs, aber Sie wissen doch, bei Ihrem Bluthochdruck dürfen wir Ihnen das nicht verkaufen.“ Und dann kommt ein Ernährungsberater von der EU dazu gerannt und klärt über die Gefahren von zu viel Salz und Fett auf.

  7. Selbstdenker

    Warum gelangen derartige Verbote immer erst dann an die Öffentlichkeit nachdem sie beschlossen wurden?

  8. Christian Peter

    Irgendwie muss das Heer an EU – Bürokraten schließlich beschäftigt werden. Da bleiben keine Bereiche des menschlichen Daseins ausgespart.

  9. Mona Rieboldt

    Wir bekommen jetzt also Staubsauger, die weniger saugen, weniger effektiv sind, so dass man länger damit saugen muss als vorher mit den alten Staubsaugern. Und wo ist jetzt die angebliche Verbesserung? Strom sparen kann es ja wohl nicht sein.

  10. Thomas Holzer

    @Lady Ashton
    ja danke, ich weiß, entsetzlich…………und niemand widerspricht

  11. Rennziege

    Warum nicht auch den Geschlechtsverkehr verbieten, EU- oder am besten weltweit? Höchste Zeit! Denn dieser leider mit heftigem Atmen (oft sogar Hyperventilation) einhergehende Breitensport ist die größte CO2-Schleuder der Menschheit. Schläft die EU?

  12. Mona Rieboldt

    Die EU reguliert zur Zeit auch die Toilettenspüler, die nur noch eine bestimmte Menge Wasser enthalten dürfen. Und das ist kein Witz.
    Wahrscheinlich wird demnächst noch reguliert, wie oft man zur Toilette gehen darf. Mich wundert bei der EU gar nichts mehr.

  13. Rennziege

    25. Oktober 2013 – 14:46 — Mona Rieboldt
    Schön, mit Ihnen zu blödeln reden! Genauso, wie die EU das Rauchen verteufelt, aber zugleich den Anbau minderwertigen EU-Tabaks agrarfördert, predigt sie nun das eindeutig kontraproduktive Wassersparen.
    Nur ein Beispiel aus Berlin: Die städtische Kanalisation muss täglich mit 600 Kubikmetern besten Trinkwassers druckgespült werden, weil die idiotische Wassersparmode die bislang problem- und wartungsfreie Fließgeschwindigkeit gedrittelt hat, was zu ebenso idiotischen Verstopfungen führt. — Und nicht nur dort: Auch in Mehrfamilienhäusern staut sich’s gewaltig.
    Der lustige Schlenker aus dem alten Rom („Non olet“) stimmt nimmer. Die grüne EU stinkt zum Himmel.

  14. Christian Weiss

    Jeder, der je in einem Laden stand und nicht wusste, ob er jetzt dieses oder jenes kaufen soll, ist doch froh, dass es jetzt eine Instanz im fernen Brüssel gibt, die ihm diese Entscheidung abnimmt. Ich habe die Kühe meines Onkels immer beneidet, die ein bisschen Milch geben mussten, dann auf die Wiese durften, und am Abend wieder heim kamen, wo dann der Bauer auch schon wieder Fresschen ranschaffte und sie noch etwas Milch abgeben mussten. Jede hat im Stall ihren Platz, die Rangordnungskämpfe auf der Wiese halten sich in Grenzen. Und der grösste Vorteil: Man braucht als Kuh nur einen Bruchteil der Hirnleistung, grosse emotionale Spannungen sind auch nicht zu ertragen. Als Mensch rege ich mich ja nur ab all der Verrücktheiten auf, die Menschen ersinnen, wenn sie glauben, ihre Mitmenschen seien nicht so schlau wie sie.
    Freiheit ist doch viel zu anstrengend.

  15. Reinhard

    Die EU braucht keine Staubsauger!
    Hier wird nicht geputzt.
    Nur unter den Teppich gekehrt…

  16. Michael Haberler

    @Mona Rieboldt

    Sie dachten wohl, Ihre Anspielung auf einen EU-Norm-Stuhlgang wäre als Übersteigerung witzig eins draufgesetzt auf o.a. geniale Idee. Muhaha! Schnecken! Die Realität hat Sie längst überholt – auch dieses alternativlos regelungsbedürftige Politikfeld ist dem Nanny-State ein Anliegen:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_taegliche_eu_wahn_wasser_stuhlvolumen_beschleunigung_der_darmpassage

    die machen Kabarett-Authoren arbeitslos.. so ein Abendprogramm ist mit copy&paste aus den Medien bereits besser zu gestalten

  17. Christian Weiss

    @ Michael Haberler

    Ist doch schön, wenn mich die EU darauf hinweist, mit welchem Futter ich besonders gut scheissen kann.

    Nein, im Ernst: Diese Regelungen sind logische Folge der eigenverantwortlichen Abwärtsspirale, die der Nanny-State verursacht. Weil die Lebensmittelhersteller auf ihre Produkte aus Werbegründen „gesund“, „kreislauffördernd“, „entschlackend“, „schlank machend“ drauf schreiben und sich dann die Deppen, die auf jeden Slogan reinfallen, beinahe mit diesem Mist vergiften, weil sie glauben, wenn 2 Liter Wasser gut sind, dass 20 Liter in dem Fall 10x besser sind, kommt der Staat zu Hilfe und reglementiert den Quatsch. Die Angaben müssen präzisiert und mehr oder weniger wissenschaftlich abgesegnet werden. Der Konsument kümmert sich in der Folge noch weniger selber drum, was er reinpfeift. Darauf müssen dann die Produkte noch weiter bezeichnet werden, auf dass dann sogar vor lebenswichtigen Stoffen gewarnt wird: Da steht dann irgendwann „Achtung Salz!“ oder „Achtung Fett!“ drauf (Die Warnhinweise waren tatsächlich in ähnlicher Form schon mal vorgesehen). Und am Ende von der Spirale sind wir dann eben beim implantierten Körperfunktionsüberwachungschip.
    Weil die Leute gerade wegen der NSA-Affäre noch ziemlich Respekt vor solchen Chips haben, wird das noch einige Zeit dauern. Aber dass man mit einer vom Arzt unterschriebenen Bescheinigung einkaufen gehen muss, wo draufsteht, dass man den geräucherten Speck kaufen darf, das kommt wahrscheinlich schon ziemlich bald.

  18. gms

    Selbstdenker,

    „Warum gelangen derartige Verbote immer erst dann an die Öffentlichkeit nachdem sie beschlossen wurden?“

    Neben dem bekannten Faktum des Täterverbundes aus Journallie und Politik, ist im Anlaßfall Nachfolgendes relevant: Das Verbot beruht auf einer Verordnung der Kommission (66/2013 D vom 8.Juli 2013), das EU-Parlament war daher jüngst garnicht damit befaßt.

    Was dem interessierten Beobachter allenfalls aufgefallen sein mag, zumal es tatsächlich medial nicht unter den Teppich gekehrt wurde, war die Verordnung 65/2013 D vom 3.Mai mit ihrer mehr oder minder harmlosen Kennzeichnungspflicht, analog zur bestehenden für Kühlschränke, aufdaß der engagierte ~Klimaleugner~ sich rasch davon ein Urteil bilden könne, wieviele Eisbären er mit seiner Saugerei hinkünftig auf dem Gewissen hätte.

    Veröffentlicht wurden beide „Staubsauger-Verordnungen“ — die harmlose vom 3.Mai, sowie jene die Bürger bevormundende vom 8.Juli — gemeinsam am 13.Juli 2013.

    Wollte ich die Bürger verarschen, würde ich ebenso vorgehen. Das Parlament nickte 2009(!) irgendetwas ab (Richtlinie 9/125/EG), den Rest erledigt eigenmächtig vier Jahre später die Kommission als Durchführungsverordnung, wobei sie geschickt das Ganze auftrennte — einen Teil für die interessierten Bürger mit Zeit zur Debatte, basierend auf der Richtline 10/30/EU, sowie kurzfristig einen giftigen mit dem Verbot als Draufgabe.

    Daß die EU saugt, ist ab sofort ein faktenbasiertes Sprichtwort. Ob die Kommission aber alle nassen Fetzen neutralisierend aufsaugen kann, die man hinkünfig ihr gegenüber zu Anbringungen kommen lassen wird, sei dahingestellt.

  19. Thomas Holzer

    @Christian Weiss
    „phathalatfreier“ Sorry meine Unwissenheit; aber was ist das?

  20. Rennziege

    25. Oktober 2013 – 17:48 — Thomas Holzer
    Bei dem Wort kann man sich leicht vertippen, wie es auch Herrn Weiss erging; es geht um Phthalate, vereinfacht: Weichmacher in allen möglichen Stoffen und Materialien von heute. Siehe hier:
    http://www.arbeitsmedizin.uni-erlangen.de/forschung/studien/phthalate.shtml
    Simpel aufgepfriemelt. nur an einem Detail: Ordinäres Leitungswasser ist in den meisten Gebieten gesünder als Mineralwasser aus Plastíkflaschen.

  21. Reinhard

    @Rennziege
    Anderes Beispiel: Man hat festgestellt, dass in karottenhaltigem Babybrei bis zu 7x mehr krebserregendes Benzol enthalten ist als z.B. in Leitungswasser als Grenzwert angegeben ist. Was haben uns unsere Nachbarn belächelt über den selbstgekochten Praps aus dem Garten für unsere Zwerge, heute bin ich froh über jeden Löffel Kunstbrei, den die Kleinen nicht gegessen haben.
    Eine Nachfrage des dt. Konsumentenschutzes ergab, dass es für Babynahrung gar keine Grenzwerttabelle für solche Stoffe gibt, weil jede noch so winzige Konzentration zu vermeiden ist. Die Hersteller sahen das als Freibrief, nach dem Motto: Wo kein Grenzwert, da ist grenzenlos möglich.

  22. Rennziege

    25. Oktober 2013 – 19:21 — Reinhard
    „… heute bin ich froh über jeden Löffel Kunstbrei, den die Kleinen nicht gegessen haben.“
    Das sind wir auch. Da konnten Herr Hipp und diverse Alete-„Ärzte“ in ihren Werbespots noch so treuherzig in die Kamera schauen. Und Stillen ist — ganz anders als manche Frauengazetten und Babynahrungshöker uns glauben machen wollen — eine nicht nur nutritiv, sondern auch seelisch gesunde Wohltat für Kinder und Mütter.
    Fertignahrung (der englische Ausdruck processed food ist ehrlicher) tut ja auch Erwachsenen alles andere als gut. Voll von Unrat, der auch durch verklausulierte „Deklaration“ nicht harmloser wird. Ein altmodisches Butterbrot oder ein Apfel, wenn einmal die Zeit zum Kochen nicht reicht, sind schmackhafter und wertvoller.

  23. Mona Rieboldt

    Och, ich esse auch manchmal Fertignahrung. Ich habe ja sogar das jahrelange Uni-Essen überlebt, mich kann da nichts mehr erschüttern. Und ja, ich bin noch immer gesund.

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