Dann halt Grexit in drei Jahren….

“Es macht keinen Sinn, die Probleme des Landes mit immer mehr Geld zuschütten zu wollen. Nachhaltige Arbeitsplätze erzeugt der Geldsegen nicht” (ifo-Präsident Hans-Werner Sinn über den verhinderten Grexit,hier)

4 comments

  1. Fragolin

    Der “Grexit auf Zeit” war eine Finte und verpuffte wie jeder Bluff.
    Er wäre auch nicht möglich gewesen. Wie soll die “Befristung” denn wirken? Griechenland hat noch nie die Kriterien zur Aufnahme in den Euro-Raum erfüllt, weder als es durch getürkte Zahlen aufgenommen wurde noch jemals davor oder danach. Wie soll es jetzt, mit einer Schuldenlast von einer Drittelbillion Euro und der fehlenden Fähigkeit, auch nur die Zinsverpflichtungen aus laufenden Krediten zu erfüllen, innerhalb von 5 Jahren die Euro-Kriterien erfüllen? Das schaffen die in 50 Jahren nicht. Fakt ist: Sind die Griechen einmal draußen, dann bleiben sie es.
    Also buttern wir noch einmal dreistellige Milliardenbeträge hinterher, die genauso uneinbringlich sein werden wie alle anderen auch, nur um nicht zugeben zu müssen, dass die Politik in Athen, in Brüssel, in Berlin, in Paris, in Wien und überall sonst in der Eurozone jämmerlich versagt und ihre Völker verraten und deren Vermögen für drei Silberlinge vernichtet hat. Wieder drei Jahre Zeit gkauft. Wenn dann 2075 die ersten Kredite mit 60 Jahren Laufzeit fällig werden, sollen wir in einem 17. Hilfspaket dann wohl 30 Billionen Euro pro Jahr überweisen? Die wir selbst als Kredit aufnehmen müssen?? Was für eine Farce.
    Früher wurde die Währung geschwächt, um den Wohlstand zu erhalten, heute wird der Wohlstand vernichtet, um die Währung zu erhalten. Ein seltsamer Paradigmenwechsel.

  2. aneagle

    Wenn wenigstens EU-Gelder für andere Schwachsinnigkeiten (z.B €1,4 Mrd. Doppel- Zahlung für untätige Beamte in Palästine ) für den Grex-in umgewidmet würden-
    aber nein, noch mehr verschwendet, noch sinnloser. Macht Spaß Bürger der europäischen gesetzestreuen Friedens-Demokratie zu sein.

    Kleiner Trost: Wenn Werner und Konsorten mit Österreich fertig sind, kann auf täglich € 60 aus dem Pleitomaten gehofft werden. Sind auch € 1.800.- im Monat- Schlecht ? 😉

  3. H.Trickler

    Der Vorschlag des “temporären” Grexits war schlau und nützlich. Es ist leider nur zu durchsichtig, warum Merkel entgegen der Mehrheit ihrer eigenen Partei diesen unsäglichen Weg fortsetzt, denn wie Prof. Sinn und andere Experten nachweisen, wird es den Griechen nicht wirklich helfen aber wahnsinnig viel Geld verbrennen.

    Im Prinzip ist ja jeder ‘Grexit’ reversibel: Wenn ein ausgetretenes Land später einmal die Konvergenzkriterien wieder zuverlässig erfüllt, hat es ein Anrecht auf Beitritt zum Euro!

    Dass Frankreich und Italien einen Austritt Griechenlands fürchten wie der Teufel das Weihwasser liegt auf der Hand: Sie wären die nächsten Austrittskandidaten!

  4. sokrates9

    fragolin@ Sie übersehen eines: Die Inflation: 2075 wird die Griechische Regierung mit einer Kiste Eier und einen Faß Olivenöl zurückzahlen können! Da der euro immer weicher wird und nur gedrucktes Papier ist, werden wir saftige Inflation haben!

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