Darf man eigentlich Gegner des Islam sein?

Von | 3. Juli 2014

“…..Der Islam ist eine Religion, die weder Reformation noch Aufklärung kennt, deshalb auch ­keinen säkularen und laizistischen Staat, keine ­religionsneutrale Demokratie, keine offene Gesellschaft. Nirgends in der islamisch beherrschten Welt konnten sich die freiheitlichen Grundwerte ­durchsetzen. Wir stellen es erschüttert fest….” (hier)

8 Gedanken zu „Darf man eigentlich Gegner des Islam sein?

  1. PP

    Religion ist totalitär. Das ist alles. Wer dafür ist, gebe sich zu erkennen. Damit hat sich jede Diskussion.

  2. gms

    PP,

    “Religion ist totalitär. Das ist alles.”

    Welche Totalitarität wollen Sie im Judentum, Christentum oder Buddismus erkennen, um nur einige exemplarisch zu nennen?

    “Wer dafür ist, gebe sich zu erkennen.”

    Was bringt es, die Frage auf ein Dafür oder Dagegen zu reduzieren? Religion ist Privatsache, zumindest in der von Meyer angesprochenen offenen Gesellschaft im Sinne Poppers.

    “Damit hat sich jede Diskussion.”

    Was hat sich jede Diskussion? Erübrigt? Nicht daß ich ein gesteigertes Interesse hätte, dies hier zu diskutieren. Nennen Sie es zutreffend Neugier, die mich zu obigen Fragen motiviert.

    By the way: Herzlichen Dank an unseren Gastgeber für den Verweis auf Meyers hervorragenden Kommentar.

  3. Thomas Holzer

    Man darf Gegner des Islam sein, genauso wie Gegner anderer Religionen, Gegner der Grünen, Marxisten, Sozialisten, der Markwirtschaft, der Gemeinwirtschaft, des libertären Denkens et al.
    So lange Gegner und/oder Befürworter, wessen auch immer, keinen Zwang, keine Gewalt androhen, anwenden, sehe ich weder in einer deklarierten Gegnerschaft noch in einer Befürwortung ein Problem.

  4. Graf Berge von Grips

    Nein, man muss … auch als Christ ….

  5. Dieter Zakel

    Der Islam ist eine verfassungsfeindliche Ideologie und muss verboten werden.
    Muslime müssen im Rahmen eines Verbotsgesetzes aufgefordert werden zu konvertieren oder das Land zu verlassen.

  6. Rennziege

    3. Juli 2014 – 13:47 Dieter Zakel
    Ihr Wort in Gottes Gehörgang! Für Sie freilich: Dei meatus acusticus externus et internus. Aber glauben Sie wirklich, dass Ihre kundige Therapie (Verbotsgesetz) der grassierenden Krankheit auch nur in einem einzigen Ohrwaschel des SPQA (Senatus Populusque Austriacus) auf Widerhall stößt?
    Die schönste Kärntnerin aller Zeiten, Eva Glawischnig-Piesczek, hat sich dem Vernehmen nach bereits bei einem Schneider ihres Vertrauens in Spittal/Drau eine nationalratstaugliche, bodenlange Burka anmessen lassen. Ohne Sehschlitz, denn der würde zu sehr an einen israelischen Panzer erinnern.

  7. Thomas Holzer

    @Dieter Zakel
    Wozu sollen die Muslime konvertieren?
    Zum Katholizismus, zu den Evangelen, Buddhismus, oder zur neuen Staatsreligion Demokratie?
    Ein Verbotsgesetz “therapiert” gar nichts, weder die unverbesserlichen Nationalsozialisten, noch, so es eingeführt würde, Muslime, Internationalsozialisten und alle anderen Zwangsbeglücker…
    Nochmals: es ist immer der Mensch, welcher im Namen irgendwelcher Religionen, Ideologien Verbrechen begeht, nie die “Lehre” per se.

  8. Christian Weiss

    @ Dieter Zakel: Was in den Köpfen vorgeht, kann niemand wirklich wissen und geht auch niemanden was an. Wie wollen Sie feststellen, ob jemand, der zwangskonvertiert (und hier schliesse ich mich Thomas Holzer an: zu was?) ist, tatsächlich seinen Überzeugungen abgeschworen hat? Per Computertomographen?
    Angesichts den Umetikettierungsskandalen, dem Pferdefleisch in der Lasagne und anderen Deklarationsgeschichten der letzten Jahre ist Ihre Position recht lustig: Wenn ich aufs Erdbeerjoghurt einen Rindsentrecôte-Kleber drauf mache, isst der Endkunde Entrecôte.

    Was die Position von vermeintlichen “Intellektuellen” zur Islamgegnerschaft oder “Islamophobie” betrifft: Irgendwie gibt es gerade in der vermeintlichen geistigen Elite eine ganze Horde Beknackter. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts waren sie dem Rassen- und Überlegenheitswahn der Nationalsozialisten alles andere als abgeneigt. Xenophobie war vollkommen salonfähig. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Sache gekehrt. Inzwischen üben sich die Schreiberlinge und Künstler in Xenophilie. Alles was fremd und exotisch ist, ist super und toll. Darum wird auch der schlimmste Auswuchs des Islams noch verteidigt. Die geistige Beweglichkeit der geistigen “Eliten” ist so gering, dass sie nicht mal ansatzweise einen Ausgleich zwischen berechtigten Sorgen um die eigene Kultur und blindem Fremdenhass sowie zwischen vorsichtiger, aber freundlicher Annäherung ans Fremde und grenzenloser Selbstaufgabe erzielen können.
    Und ich vermute auch, dass mancher, der sich heute als “Der Westen ist Schuld”-Apologet und bedingungsloser Ausländerfreund profiliert, nur zu früh geboren ist. 1933 hätte die Begeisterung am Zeitgeist für einen NSDAP-Beitritt wahrscheinlich sehr wohl gereicht.

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