«Das autoritäre kapitalistische Modell Chinas fordert Amerika heraus»

Kevin Rudd, ehemaliger Premierminister Australiens und Präsident des Asia Society Policy Institute, sieht eine fortschreitende Entkoppelung Chinas von den USA auf Feldern wie Handel, Direktinvestitionen, Technologie und Finanzmärkte. NZZ, hier

6 comments

  1. Kluftinger

    Unbedingt lesen! Damit endlich der Betrachtungswinkel für die “Europäer” erweitert wird.!

  2. CE___

    Die VR China hat kein “kapitalistisches” Modell.

    Es ist eine lupenreine totalitäre Planwirtschaft.

    Das was wir im Westen als “Kapitalismus” mißdeuten ist einfach die pragmatische Einsicht der Partei-Machthaber über die grundsätzlichen Unzulänglichkeiten einer Planwirtschaft und das als Ausgleich dafür in eng abgesteckten, eng definierten und genau unter Partei-Beobachtung stehenden Bereichen der Volkswirtschaft marktwirtschaftliche Elemente zugelassen werden.

    Sobald sich hier allerdings auch nur irgendein kapitalistisches Eigenleben im Sinne eines Kapitalismus andeutet wird aber sofort wieder die Leine angezogen.

    Gerade vor rund zwei Wochen gab es hier wieder eine entscheidende Rede des Diktators dass (Privat)Unternehmen wieder enger an die Parteileine genommen werden müssen.

    Natürlich, irgendein Peking-Enten-Lokal in der Peripherie oder irgendeine für den Export produzierende Leichtindustrie-Klitsche wird nicht so sehr an der Leine liegen wie ein Unternehmen in der Grundstoffindustrie oder einem als strategisch wichtig definierten Industriebereich, um ein Beispiel zu nennen.

    Das Peking-Enten-Lokal und die Leichtindustrie-Klitsche werden aber eher diejenigen Etablissements sein mit denen ein 08/15-Ausländer am ehesten in Berührung kommt und dadurch sich sein Mißverständnis aufbaut.

  3. nator

    stimmt. China ist eine kommunistische Dikatur und daher nicht so innovativ und leistungsfähig wie eine kapitalistische Gesellschaft wie die USA. Wer einmal in China war und sich die dreckigen Hinterhöfe abseits der Entwicklungsgebiete angesehen hat, weiß das auch.

    Auch militärisch siehts schlecht aus. Z.b. nur ein paar hundert Atombomben im Gegensatz zu den USA mit 10.000, nur einen qualitativ fragwürdigen Flugzeugträger statt einer Flotte von fast 20 wie die USA es haben, das macht für eine Nation mit Weltführungsanspruch nicht viel her. Nur wenige, meist Schurkenstaaten, wollen chinesische Waffen kaufen. Alle bevorzugen westliche Waffensysteme. Das sagt einiges aus.

    China wird derzeit als Schwarzer Mann aufgebaut. Als Bedrohungsszenario, welches gewissen globalistischen (und im Falle Trumps auch nationalen) Kreisen dienlich ist. Das ist alles.

  4. Eugen Richter

    Der Artikel ist bei mir schon mit der Schlagzeile durchgefallen. Langsam zum Mitschreiben. Es gibt weltweit keinen Kapitalismus. Ohne privates Geld, never. Baader hat mit dem Begriff Geldsozialismus eine treffende Beschreibung gefunden.

  5. Johannes

    @nator
    “Auch militärisch siehts schlecht aus. Z.b. nur ein paar hundert Atombomben im Gegensatz zu den USA mit 10.000,…“
    Wie genau ist dieser Scherz zu verstehen?

    “China wird derzeit als Schwarzer Mann aufgebaut. Als Bedrohungsszenario, welches gewissen globalistischen (und im Falle Trumps auch nationalen) Kreisen dienlich ist. Das ist alles.“

    Also ich habe von niemanden außer Trump schlecht über China reden gehört, und meist war es für mich sehr plausibel was er sagte.

    China hat ca. 1,3 Billionen Dollar an US-Staatsanleihen aufgekauft, das kann nur jemand leisten der auch potent dazu ist. China kann somit die Zinsen in den USA beeinflussen, das ist ein Machtinstrument. Im Moment braucht man diesen Markt noch, aber wenn die Zeit gekommen ist wird man mit diesem Mechanismus die USA unter Druck setzen und in der Folge die Weltmacht Nr.1 sein. Ich denke dort liegt das mittelfristige Ziel Chinas.

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