Das Budapest-Paradoxon

Wie geht es eigentlich der ungarischen Wirtschaft unter dem eigenwilligen Regierungschef Victor Orban? Kühle und lesenswerte Analyse der NZZ.ch, hier.

6 comments

  1. Christian Peter

    Sollte man es Viktor Orban verübeln, die Interessen ungarischer Unternehmen und Bürger zu vertreten ? Es ist doch eine verkehrte Welt, die Interessen multinationaler Konzernen höher zu gewichten, als die einheimischer Unternehmen und der Bevölkerung. Überdies tragen multinationale Konzerne kaum etwas zum Wohl fremder Länder bei, da diese keine Steuern entrichten (in Steueroasen), allenfalls ein paar wenige Arbeitsplätze schaffen. Statt um die Interessen von Konzernen sollte sich die Politik endlich um die staatstragende mittelständische Wirtschaft kümmern.

  2. Christian Peter

    Es ist doch eine lächerliche Vorstellung, dass das Wohlergeben eines Landes von (ausländischen) Konzernen abhängig sei, welche keine Steuern entrichten, kaum Arbeit schaffen und aufgrund einer fehlgeleiteten Politik auch noch Milliardensubventionen aus öffentlichen Mitteln erhalten.

    Die tragende Säule der Wirtschaft sind klein- und mittelständische Unternehmen (99,7 % aller Unternehmen), welche mehr als 80 % der Arbeitnehmer in der Wirtschaft beschäftigen, mehr als 85 % der Lehrlinge ausbilden und netto mehr als 80 % der öffentlichen Finanzen (Steuern und Sozialabgaben) tragen, während Großunternehmen und Konzerne mehr Subventionen erhalten als Steuern bezahlen (Netto-Subventionsempfänger).

    http://www.mittelstandsinstitu-niedersachsen.de/

  3. Christian Peter

    Warum bloß wird immer so getan, als wären die Interessen einer kleinen Minderheit der Wirtschaftstreibenden (Großunternehmen und Konzerne – 0,3 % der Wirtschaftstreibenden) die einzig schützenswerten auf der Erde ?

  4. H.Trickler

    Es ist echt zum Grinsen, wie sich die in der Schweiz “alte Tante” genannte NZZ mit solchen staatlichen Regulierungen schwer tut. Immerhin bestätigt sie am Ende, dass das Haushaltsziel Ungarns mustergültig ist.

    Vielleicht sollten sich einige Defizitländer doch noch etwas überlegen??

  5. Christian Peter

    @H.Trickler

    In Griechenland macht man es umgekehrt – das Ergebnis ist bekannt.

  6. Christian Peter

    Überhaupt sind Sondersteuern für ausländische Konzerne das Mittel der Wahl und auch bei uns längst überfällig. Es kann nicht länger angehen, dass ausländische Konzerne hier blendende Geschäfte machen, aber – im Unterschied zu lokalen Unternehmen – keinerlei Steuern bezahlen und sich dadurch einen enormen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

    In Großbritannien gibt es bereits Sondersteuern für ausländische Konzerne wie Amazon, Google & Co : Diese müssen eine Steuer von 25 % für in Großbritannien erzielte Gewinne
    entrichten.

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