Das Bundesheer – Bedingt einsatzbereit

Von | 3. November 2017

“Das Bundesheer hat auf dem Papier einen Mobilmachungsrahmen von 55.000 Mann. Ich betone: Auf dem Papier. Die Schweiz hat 124.000 Mann Miliz real und kann den Flughafen Zürich-Kloten im Ernstfall mit 15.000 Soldaten schützen. In Österreich ist zur Sicherung des Flughafens Wien-Schwechat ein Milizbataillon vorgesehen. Dieses Bataillon hat kaum Fahrzeuge, keine Funkgeräte und bringt bei Übungen aus eigener Kraft etwa 250 Mann auf….” (Ex-Verteidigungsminister Robert Lichal, hier)

5 Gedanken zu „Das Bundesheer – Bedingt einsatzbereit

  1. Rado

    Völllig uninteressant. Wir wissen heute, dass das Bundesheer nie einen anderen Einsatzbefehl bekommen wird, als für Invasoren Zelte aufzustellen und Brote zu schmieren.

  2. de Voltaire

    Das stimmt zwar alles, ist aber trotzdem nur die halbe Wahrheit:

    – Wie im Artikel auch richtig angesprochen, hat Platter die Milizübungen ausgesetzt. Hier von “vorübergehend” zusprechen wäre ein extrem naiver Ansatz, den ich nicht einmal bei Platter glaube.
    – Schon vor Platter war die Zusammenarbeit Kader und Miliz äußerst unklar. Obwohl u.a. auch die MilAk klar gelehrt hat, das Miliz Miliz nicht ausbilden” kann, war genau dies die übliche Situation bei den Übungen. Das Milizpersonal hatte dazu (aus den verschiedensten Gründen) nur sehr wenig Unterstützung vom Kadersystem.
    – Auch die personelle Aufrechterhaltung des Milizsystems war nicht gegeben. Anstatt laufend die Abgänge durch neue Soldaten aufrechtzuerhalten wurde sukzessive aus 3 Milizbataillonen zuerst 2, dann nur eines.

    Das Schlüsselwort in dem Interview ist “Wehrbewusstsein”. Dies war in der Politik nicht nur nicht vorhanden sondern auch bei der teilweise noch bewussten Bevölkerung nicht gerne gesehen. Hier beginnt eigentlich schon der erwähnte “Zustand des Verfassungsbruchs”. Auch wenn dieser unter Gusenbauer/Darabos eine nicht für möglich gehaltene Steigerung erfahren hat.

  3. de Voltaire

    @Rado: Auch wieder war …
    (Passt ja zu meiner obigen Aussage zum Wehrbewusstsein)

  4. Reini

    Die Flüchtlingswelle war doch ein finanzieller Segen, da die Einsparungen (teilweise) aufgehoben wurden.
    Man möge glauben, das Bundesheer ist mitverantwortlich für die offenen Grenzen um eine größere finanzielle Unterstützung zu bekommen.
    Warum wird eigentlich immer mit der Schweiz verglichen,… wir sind in der EU, die Schweiz nicht!
    Die Schweiz kann sich ein gut aufgestelltes Heer mit 33% Staatsschulden leisten, wir haben 85% und unser Heer ist pleite. Wird nicht lange dauern und die geldfressenden Eurofighter sind Geschichte,…

  5. Christian Peter

    Bitte keinen Cent in das Bundesheer investieren, das wird unter Schwarz – Blau ein Desaster. Für die Anschaffung der ehemaligen ÖVP – FPÖ Regierungen zahlen wir noch heute, z.B. für den fliegenden Schrott namens Eurofighter.

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