Das Ende der alten Ordnung (ein Text, der nicht hätte erscheinen sollen)

Von | 24. Januar 2016

“.…Es ist eine alte Frage, weshalb die reiche, hochentwickelte römische Zivilisation dem Druck armer, barbarischer Nachbarn nicht standgehalten hat. Man liest von Dekadenz, von einer im Wohlstand bequem gewordenen Gesellschaft, die das süße Leben des Einzelnen erstrebte, aber den vitalen und aktiven Germanenhorden nichts entgegenzusetzen hatte, als diese, von der Not getrieben, über die Grenze strömten. Überschaubare Zahlen von Zuwanderern ließen sich integrieren. Sobald diese eine kritische Menge überschritten und als eigenständige handlungsfähige Gruppen organisiert waren, verschob sich das Machtgefüge, die alte Ordnung löste sich auf….” (Zu lesen hier. Der Autor, Professor Dr. Alexander Demandt lehrte Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Diesen Text lehnte die Zeitschrift „Die politische Meinung“ mit der Begründung ab: „Gerade auch unter dem Eindruck der Ereignisse zu Sylvester in Köln ist mir deutlich geworden, dass Ihr sachlicher geschichtswissenschaftlicher Text, den Sie dankenswerterweise für uns vorbereitet haben, von böswilliger Seite im Kontext unserer politischen Zeitschrift missinterpretiert werden könnte. Aus meiner Perspektive besteht die Gefahr, dass isolierte Textstellen missbräuchlich herangezogen werden könnten, um allzu einfache Parallelitäten zur aktuellen Lage zu konstruieren, die wir uns nicht wünschen können.“ Das schrieb dem Autor der Chefredakteur der von der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegebenen Zeitschrift, die den Text eigens mit Blick auf die Flüchtlingskrise bestellt hatte.)

35 Gedanken zu „Das Ende der alten Ordnung (ein Text, der nicht hätte erscheinen sollen)

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Zum Verhalten des Herr Chefredakteurs kann man nur sagen : QED

  2. FDominicus

    Genau das habe ich auch meinen Parteikollegen gesagt. Manche Dinge kann man eben nicht aufhalten und das könnte so ein Beispiel sein.

  3. Thomas Holzer

    @Ortner
    Der link funktioniert leider nicht!

    Die “Argumentation” dieses Chefredakteurs gibt die dekadente, selbstbezogene, bequeme Lebensweise der “europäischen” Politikerdarsteller und Journalisten wider.
    Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben

  4. Fragolin

    Am Besten, wir schreiben die Geschichte um. So, dass sie ins Weltbild passt.
    Fragts Mutti, die hat den Geschichtsunterricht in der DDR kennengelernt. Da gab es den “Urkommunismus” einer verklärten Steinzeitsippe, kurze Unterbrechung durch brutale Sklavenhalter- und Feudalsysteme, dann noch etwas unterdrückerischen Kapitalismus, flugs von Marx entlarvt (dessen Leben in Romanform “Mohr und die Raben von London” für die Jungen aufgepeppt zeitgleich im Deutschunterricht analysiert wurde) und in die glänzende, leuchtende Zukunft des Kommunismus geführt. Von Rom kennt sie nur “Spartakus” und falls sie Westfernsehen hatten “Quo vadis?”, das wars schon.
    Da kommen wir wohl wieder hin…

  5. Fragolin

    Fragen an diesen ominösen Chefredakteur:
    1. Was bedeutet “missinterpretiert”? Wer legt fest, welche Interpretation die Wahre und Richtige ist und welche die Falsche und Verdammenswerte? Die Inquisition? Das Grüne Parteibüro? Das Kanzleramt? Oder die Konrad-Adenauer-Stiftung? Wer sich Deutungshoheit anmaßt, muss damit leben, als anmaßend wahrgenommen zu werden.
    2. Wenn Ihre Zeitung “Die politische Meinung” heißt, auf welchem Wort liegt dannn die Betonung? Nach Ihrem Statement auf “Die”, denn jede andere ist unerwünscht. Eine neutrale Zeitschrift sollte auf das “die” verzichten, bei Ihnen steht es scheinbar programmatisch im Titel.
    3. Was ist böswillig? Automatisch jede Interpretation, die der Ihren widerspricht? Dem Automatismus folgend, nach dem jeder Kritiker der merkelschen Invasionspolitik per Definition ein “Rechtspopulist” sein muss? Egal was dieses Wort heißen soll, jeder weiß ja, wie er es zu deuten hat (siehe Punkt 1, das wäre geschafft), denn “rechtspopulistisch” steht ja bereits für böse, falsch, dumpf, ewiggestrig, ja aggressiv. Was, gerade im von Ihnen selbst zur Sprache gebrachten Kontext mit Silvester seltsam erscheint, da erstaunlich wenige “Rechtspopulisten” bisher durch Raub, Vergewaltigung und “Antanzen” aufgefallen sind.
    4. Haben Sie bei der Auftragsvergabe dem Autor nicht unmissverständlich genug klargemacht, dass es Ihnen nicht um einen historischen Abriss sondern ein als solchen getarntes politisches Statement geht? Dann hätte er wenigstens ablehnen können und Ihnen klarmachen, dass er Historiker ist und kein Propagandist, was Ihren Erwartungen wohl merh entsprechen würde. Andererseits wäre uns dann ein weiterer Augen öffnender Hinweis auf die propagandistische Durchseuchung diverser Redaktionsstuben vorenthalten worden.
    In diesem Sinne: Danke für Ihre Offenheit! Wenigstens machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube und stehen zu Ihrer Ideologie!

  6. Fragolin

    @elfenzauberin
    Danke für den Link!

    Was der Autor zum Zeitraum sagt (“500 Jahre”) sehe ich allerdings anders, und zwar aus einem Grund: Früher war eine Völkerwanderung eine zähe, langwierige Geschichte; daher ja die Bezeichnung “Wanderung”. Heute haben wir eine Bevölkerungs-Boot-Zug-Busfahrt, die über zweitausend Kilometer zigtausende pro Tag transportiert und fünfstellige Tageswerte erreichen lässt. Die Anzahl der Germanen, die unter Neros gesamter Regierungszeit eingewandert sind liegt weit unter dem, was im Herbst in einem Monat in das weit kleinere Deutschland eingefallen ist. Und diese Germanen wurden Bauern und Handwerker, aber nicht Sozialhilfeempfänger und Daueralimentierte. Das wird den Vorgang extrem beschleunigen, ich tippe als Laie auf weniger als 100 Jahre bis Deutschland von der Landkarte verschwunden ist und nur noch als Hinweis in Geschichtsbüchern existiert.
    Die geschichtlichen Parallelen zwischen dem Untergang der römischen Reiche im Westen und Osten und dem Aufkommen des als Mittelalter bekannten kulturellen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, infrastrukturellen Niedergangs lassen auch für die zukunft nichts Gutes erahnen, aber wenn man sieht, welche Kultur hier gerade einfällt und wie es dort aussieht, wo sie daheim ist, lässt auch den Laien erahnen, welche Zukunft auf unsere Enkel zukommt, so sie nicht rechtzeitig vom Kontinent fliehen. Und ich tippe inzwischen immer mehr auf ostwärts…

  7. sokrates9

    Ob Konrad Adenauer so einen Chefredakteur gewollt hätte? Kann mir vorstellen, dass auch Augstein mit seinem kommunistischen Ziehsohn nicht gerade zufrieden wäre. Einige werden auf den Friedhöfen rotieren!

  8. Gerhard

    Dr. Bernd Löhmann, der Chefredakteur dieser Zeitschrift hat wohl “Fracksausen” bekommen, als der ehrwürdige Professor Dr. Alexander Demandt nun Parallelen der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel mit dem Untergang des Römischen Reiches fand. Schliesslich fühlt sich ja die Konrad-Adenauer-Stiftung weiterhin der CDU/CSU verpflichtet.

    Durch den Abdruck seines Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kommt Löhmann nun vermutlich in Erklärungsnotstand, denn laut eigener Homepage heisst es ja:
    “Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.”

  9. Thomas Holzer

    Die ach so friedfertigen, vor Unterdrückung, Mord und Totschlag geflüchteten Neubürger haben vergangene Nacht zu Hunderten den Hafen von Calais gestürmt. Erst nach über 3 Stunden wurde die Polizei wieder -mehr oder weniger- Herr der Lage.

    So habe ich mir Asylwerber schon immer vorgestellt……..

  10. Christian Peter

    Prof. Demandt ist nicht der erste Historiker, der Völkerwanderungen als Hauptgrund des Untergangs des römischen Imperiums erkannte. Bislang versuchten die etablierten Geisteswissenschaften, diese Tatsache unter den Tisch zu kehren. Die Parallelen zu heute sind augenscheinlich : Auch damals machten sich Heerscharen an Menschen (Hunnen, Germanen, Vandalen, u.a.) auf dem Weg in ein vermeintlich gelobtes Land, wo sich die Ankömmlinge bessere Lebensbedingungen erhofften. Somit ist der Untergang des Römischen Reichs der beste Beleg dafür : Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Utopie.

  11. Plan B

    Nicht erwähnt wird:
    Ost-Rom überlebte noch 1000 Jahre in relativer Sicherheit und auf hohem zivilisatorischem Niveau.

    Daher die mögliche Parallele:
    Warschau wird das „neue Byzanz“; die alte Linie des Eisernen Vorhangs wird ein „Limes“ gegen das zerfallende Westeuropa. Denkbar wäre auch, dass das europäische Russland (nach Trennung von den islamisch geprägten asiatischen Teilen) eine Sicherheitsallianz mit den ehemaligen Ostblockstaaten eingeht. Ein militärisch starkes östliches Resteuropa also, das sich gegen den zu erwartenden weiteren Migrationsdruck aus dem afrikanisch-arabischen Raum zu wehren weiß. Geschichte kann so verrückt sein, dass alte Zwangsallianzen plötzlich zu rettenden Optionen werden.

    Übrigens:
    Das Buch „Sternstunden der Geschichte“ von Prof. Alexander Demandt ist eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

  12. Thomas Holzer

    @Plan B
    Passend dazu die Aussage einer polnischen Journalistin im ARD Int. Frühschoppen. Sie befürchtet, daß die Merkel’sche Immigrationspolitik in einer Katastrophe enden wird, und es daher egal ist, ob sie Kanzlerin bleibt oder nicht

  13. aneagle

    Das Zwischenspiel der Goten, Germanen, Vandalen, usw. nähert sich seinem natürlichen Ende. Gauck hat das längst erkannt. Dank der technischen Fähigkeiten der Gegenwart und der Intelligenzleistung der politischen Gesinnungsträger, (z.B.Chefredaktion-Adenauer-Stiftung) sehr wahrscheinlich noch in diesem Jahrhundert. Es wird zwar vordergründig um “Werte” gehen, real aber um “Schutz” in Angebot und Bedarf.
    Gegenwärtig wird “Schutz ” in Europa als 3- Säulen-Modell realisiert. Schutz wird angeboten durch Politik, Caritas und Mafia. Die drei Anbieter decken alle Bedürfnisse der heutzutage Schutzsuchenden, i.e. Bürger, weitgehend ab. Eine kleine Nische wird durch Versicherungen bespielt, ca. ein Viertel der Bevölkerung braucht, zum Leidwesen der drei Oligarchien, kaum Schutz.

    Mit der laut Prof. Adorjan Kovacs recht kurzfristig geplanten Auswechslung von ca. einem Drittel der Bevölkerung, auf unbedarftere Teilnehmer, wächst der Anteil der Schutzbedürftigen, also Kunden, in Deutschland für alle drei Anbieter. Vernachlässigt wird dabei jedoch, dass der veränderte Bedarf ein verändertes Angebot nach sich zieht. Nicht nur werden mehr Schutzbedürftige sondern mit ihnen auch neue Schutzunternehmen nach Deutschland drängen, z.B. Ableger von Hamas und Hisbollah. Ihr schariakonformes Schutzanbot wird aufgrund ihrer überlegenen kulturspezifischen Vernetzungsfähigkeit von Politik, Religion und gesellschaftlich – kriminellem Sozialdruck eine höhere Akzeptanz finden und beispielsweise bei den hier schon länger lebenden Türken erhebliche Kundenzuwächse generieren. Auf die Reaktion der Wirtschaft auf diese Verwerfung darf man gespannt sein

  14. astuga

    Naja von der Zeitschrift „Die politische Meinung“, deren Chefredakteur offensichtlich nicht mal weiß, dass man Silvester bei uns immer noch mit “i” schreibt, ist nicht viel Reflexion oder Intelligenz zu erwarten.

  15. Fragolin

    @Plan B
    Moskau mit seiner russisch-orthodoxen Kirche sieht sich als Nachfolger von Byzanz, so gesehen vergleiche ich schon längere Zeit das Brüsseler Reich mit Westrom und das Zarenreich mit Ostrom. Die alten Ostblockstaaten wenden sich bereits politisch wieder besänftigend dem alten Unterdrücker in Moskau zu, weil sie erkennen, dass vom egozentrischen machtabsorbierenden Moskauer Zarenhof eher Schutz zu erwarten ist als aus dem von dekadent-überheblichem kompetenzfreiem Parteienadel überfüllten Brüsseler Kaiserhof.
    Dass Moskau die vorderasiatisch-muslimischen Provinzen amputiert, wage ich (schon aus Gründen der Bodenschätze dort) zu bezweifeln, aber es zeigt nicht erst seit Ossetien, Tschetschenien und Georgien, dass es nicht gewillt ist, sich in irgend einer Weise von den dortigen Radikalmuslimen auf der Nase herumtanzen zu lassen. Das oströmische Zarenreich kennt kurze Entscheidungswege und kurzen Prozess, was in stürmischen Zeiten, wie man sieht, die bessere Option ist als das ständige Konsensgeschwurbel des im Kleinklein zerstrittenen Ameisenhaufens des weströmischen Imperiums.
    Und wie historisch bereits gehabt lebt auch der alte Streit zwischen Ost- und Westrom weiter, wer denn nun eigentlich der legitime Nachfolger des Cäsarenreiches ist. Dass die heutige Geschichte immer noch ein Nachklang der letzten 2000 Jahre ist, mag erschrecken, wähnt man sich doch in der “moderne” und damit von der “Antike” abgekoppelt, aber so läuft es eben nicht. “Studiere das Gestern, dann verstehst du das Heute und siehst, was Morgen kommen wird.”

  16. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Mit Verlaub, aber in Georgien gibt es wohl mehr als nur wenige (Radikal)Muslime.
    Und so christlich-(orthodox) sind die Beweggründe eines Herrn Putin auch wieder nicht

  17. astuga

    Wenn man sich allerdings die unterschiedlichen Geburtenraten in Russland ansieht, dann ist Russland in absehbarer Zeit mehrheitlich von Muslimen bevölkert.

  18. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Das größte Problem in Georgien sind die Osseten und Abchasen, beides muslimische Völker. Neben den Tschetschenen bilden diese die Gruppe derjenigen, die für die Errichtung eines Gürtels von muslimischen Gottesstaaten kämpfen, der zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer die Völker der orthodoxen Georgier und apostolisch-katholischen Armenier zwischen sich, Aserbaidjan, Iran und Türkei in die Zange nehmen würden. Besonders die Armenier, kann man sich vorstellen, haben mit dieser Vorstellung keine besondere Freude.
    Aber dass dies nicht der eigentliche Beweggrund Putins ist, dort aktiv zu sein, ist klar. Putins Beweggründe sind genauso wenig orthodox wie die Beweggründe der EU christlich oder humanistisch sind. Aber die alten Muster stricken sich bis heute fort…

  19. Mourawetz

    Der Chefredakteur der Konrad-Adenauer-Stiftung weiß zwar nicht wie man Silvester schreibt. Schreibt aber dafür anderen vor, was diese nicht zu wünschen haben. Ein typischer Vertreter der publizierenden Zunft also, so muss man sich heutzutage einen typischen Chefredakteur vorstellen.

  20. Christian Weiss

    Und die eigentliche Tragödie: Wie beim Römischen Reich fällt eine Hochkultur der Barbarei zum Opfer und die Menschheit verliert wieder ein paar Jahrhunderte. Allerdings könnte es dieses Mal viel dramatischer werden. Die Barbarenkönige werden westliche Technologie nutzen, ohne deren Folgen abschätzen und kontrollieren können. Für Mensch und Umwelt ziemlich düstere Aussichten.

  21. Plan B

    astuga
    = Wenn man sich allerdings die unterschiedlichen Geburtenraten in Russland ansieht, dann ist Russland in absehbarer Zeit mehrheitlich von Muslimen bevölkert. =
    Genau diese demographische Entwicklung ist es, die das „europäische“ Russland in Zukunft zum Handeln zwingen wird: mit einer Abgrenzung zum Islam, also einer territorialen Lösung im jetzigen Staatgebiet (ethnisch-religiöse Segregation).

    Fragolin

    Ihren Ausführungen stimme ich im Grundsatz zu: Nur mein Zeitrahmen ist größer; meine Projektion bezieht sich auf eine Nach-Putin-Ära (ab 2025); die kommenden „Zaren“ werden wohl geopolitisch intelligenter agieren (auch unter dem demografischen Druck; siehe obige Zeilen).

  22. Thomas Holzer

    “Das größte Problem in Georgien sind die Osseten und Abchasen………..”

    Nein, wären kein Problem, würde diese beiden “Völker” nicht von Putin gegen Georgien instrumentalisiert werden.
    Dieser Herr Putin, dieser ach so christlich-orthodoxe Herr Putin hat sich ja auch einen Pudel namens Kadyrow “geschaffen”.
    Man sollte endlich mit der Verklärung dieser Person als Hüter eines “christlich-orthodoxen, nicht dekadenten Russlands” aufhören.
    Außer Konflikte anzuzetteln und zu perpetuieren hat er bis dato politisch nicht viel zusammengebracht

  23. gms

    Fragolin,

    “Die alten Ostblockstaaten wenden sich bereits politisch wieder besänftigend dem alten Unterdrücker in Moskau zu”

    Das Baltikum und insbesondere Polen spielen geopolitisch eine zu wichtige Rolle, alsdaß diese Regionen frei von Agitation von außen wären. Ungarn, Tschechien, die Slowakei ode Slovenien sind anders gelagert, dort läßt man dem Volk eher seinen Willen, als auf anderen Schachfeldern.
    Daß die Polen vorort ihre vorigen Marionetten vom Kaliber eines Donald Tusks abschüttelten, ist für die Strippenzieher eine mittlere Katastrophe, daher auch der aktuelle Hyperaktivismus und das mediale Feuerwerk gegen die jetzige Regierung, vergleichbar mit der Dämonisierung Putins.

  24. Geheimrat

    Wollen wir das und das was noch kommen wird ?????

  25. perry

    sehr bezeichnend erscheint mir auch, dass israels premier der eu empfiehlt sich russland zuzuwenden. hier spricht offensichtlich jemand, der weltpolitischen und historischen überblick hat.

  26. Mourawetz

    “Das noble Recht auf Asyl ist endgültig zu einem Instrument massenhafter und ungesteuerter Zuwanderung geworden,…”
    “Verwirklicht werden soll die krude Utopie einer multikulturellen Gesellschaft, obwohl diese Gesellschaftsordnung, wo immer ihre Verwirklichung versucht wurde, gescheitert ist.”

    https://asylwatch.wordpress.com/start/

  27. Mona Rieboldt

    @aneagle
    “Goten, Germanen, Vandalen”

    Goten und Vadalen waren Germanen, germanische Stämme, also der Oberbegriff ist dann “Germanen”. Goten kamen aus der Gegend Südschweden. Die Vandalen hatten damals ein Abkommen mit Rom, die Vandalen dürfen drei Tage plündern, dafür zünden sie Rom nicht an. Und die Vandalen nahmen soviel mit, wie nur irgend ging. Sogar ein goldenes Dach montierten sie ab. Danach zogen sie sich nach Nordafrika zurück.

  28. Mona Rieboldt

    @Thomas Holzer
    Georgien ist traditionell ein christliches Land, eines der ersten christlichen Gebiete, auch in Abchasien wie Ossetien ist die Mehrheit christlich.

    Radikale Moslems gibt es vor allem in Tschetschenien, Aserbeidschan ist ebenfalls ein moslemisches Land.

  29. gms

    perry,

    “sehr bezeichnend erscheint mir auch, dass israels premier der eu empfiehlt sich russland zuzuwenden. hier spricht offensichtlich jemand, der weltpolitischen und historischen überblick hat.”

    Israel beurteilt auch den Ukrainekonflikt und den Atom-Pakt mit dem Iran etwas nüchterner, weshalb es demnächst noch intensiver unter Druck geraten wird.
    foreignaffairs.com/articles/israel/2016-01-13/real-talk-israeli-settlements
    ‘Real Talk On Israeli Settlements. The U.S. Must Match Words With Deeds’

  30. gms

    Die Besetzung der heutigen Muppetshow namens ‘Im Zentrum’ mit Elmar Brok (Spinelli-Urgestein) und dem ‘Experten’ eines Carnegy-Thinktanks garantierte das Vorbringen bekannter linker Hämmer [1]:

    1) Gesicherte Einfallrouten zwecks vorgeblicher Unterminierung des Schlepperunwesens; Errichtung von Camps in Europa (Bulgarien, Ungarn, Griechenland, Italien, Mazedonien, Serbien)
    2) Trennung von Wirtschaftsmigranten und sonstigen, wobei Bürgerkriegsflüchlingen sehr wohl Einlaß zu gewähren ist.
    3) Ganz viel Freude über Zuzügler als Benefit für die Wirtschaft und Abwendung demographischer Probleme.
    4) Quoten auf einzelne EU-Länder werden vermutlich scheitern, also muß es ein monetäres Ausgleichsprogramm geben. Deutschland (und vermutlich einige andere Länder) werden physisch Leute übernehmen.

    Die alles entscheidende Konfliktlinie (pardon the pun): Grenzen sichern vs. Leute ins Land lassen und dann weiterwursteln. Es gilt laut Dressurelite: [1] ‘As the largest peace and human rights project in history, the European Union should take the lead instead of silently watching this human tragedy engineered by dictators and their foreign supporters. [..] Overall, the issue is now one of rights, dignity, and Europe’s moral stance.’

    Infam, aber typisch für das entsprechende Mindset, war Broks Argument, Deutschland und Österreich hätten die Krise durch Geldkürzungen an Flüchtlingslager vorort mitgedingt. Das ist absolut richtig und beweist einmal mehr, wie billig sich spätere willkommene Mißstände herbeizaubern lassen können. Wer sonst, wenn nicht ausgerechnet der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des europäischen Parlaments hätte rechzeitig darauf aufmerksam machen und das entsprechende mediale Trommelfeuer lostreten müssen?
    Bekannt waren ihm und dem Rest der Bande die Probleme nämlich schon 2013 und 2014, wie die entsprechenden EU-Jahresberichte beweisen [2][3].

    [1] carnegieeurope.eu/strategiceurope/?fa=61261
    [2] tinyurl.com/hy8r9rs (Bericht von 2013!)
    ‘.. notes that Turkey has strongly and repeatedly condemned the Syrian regime’s violence against civilians and is providing vital humanitarian assistance to Syrians fleeing violence across the borders; calls for further cooperation between the Member States and Turkey, along with measures at Union level, in view of the growing flow of refugees at the EU’s external borders’
    [3] tinyurl.com/hwb5y7c
    ‘ ..reiterates its call to step up humanitarian support to countries which host refugees and to strengthen Regional Protection Programmes, run in collaboration with UNHCR close to regions of origin; stresses that migration management should be a priority in EU cooperation with neighbours in the east and south’

  31. Marianne

    Immer wieder faszinierend: die Dummheit und/oder Abgehobenheit der Politapparatschiks. Hätten die das Eleaborat einfach abgedruckt, kaum wäre das zur Kenntnis genommen worden. Zu offensichtlich und bekannt sind die bemühten Analogien. Nein, der Herr Chefredakteur ist entweder so unterbeschäftigt oder so bemüht kriecherisch, daß er einen Brief schreiben muß, der jetzt wesentlich mehr hergibt, im Mosaik der Lügenpresse.

  32. Lisa

    @Geheimrat: es war aber auch nicht besonders gescheit von den “christichen” Briten, die Einwanderer heerauszufordern. Erstens möchte ich nicht nachforschen, wie christlich die tatsächlich sind, wo doch heute allegemein Freiheit (auch vom Christentum) auf jede Fahne geschrieben wird. Trotzdem interessant, Mimik, Körperhaltung und Sprache zu beobachten – und die eklatante Missachtung der “Staatsgewalt”…

  33. Christian Peter

    @Lisa

    es gibt Videos eines Juden, der in Paris bloß spazieren ging und dennoch von Muslimen beschimpft und angespuckt wurde – das sind die Auswüchse einer völlig verantwortungslosen Einwanderungspolitik.

  34. mariuslupus

    Auch dass Römische Reich war einwanderungsoffen. Auch die Römer haben Germanen integriert. Auch die Germanen haben die Römer im Glauben gelassen sie seien integriert. Als Zeitzeuge könnte Publius Quinctilius Varus befragt werden, nur leider hat er die Begegnung mit dem in Rom gut integrierten Barbaren, Arminius, nicht überlebt

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