Das Ende der österreichischen Ungarn-Illusion

Von | 5. April 2017

(ANDREAS UNTERBERGER) Zehntausende Österreicher werden von 24-Stunden-Betreuerinnen aus Osteuropa gepflegt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität dieser Menschen. Mittelfristig ist dieser aber fundamental bedroht. Freilich nicht durch die Familienbeihilfe-Kürzungspläne von Außen- und Familienministerium, wie derzeit mancherorts befürchtet, sondern durch ganz andere, in Österreich noch gar nicht wahrgenommene Entwicklungen. (weiter hier)

16 Gedanken zu „Das Ende der österreichischen Ungarn-Illusion

  1. Thomas Holzer

    Es gibt ja auch noch Bulgarien, die Ukraine etc. 😉

    “……….hinunterzukürzen”

    Kann man etwas auch “hinaufkürzen”, Herr A.U.?!

  2. sokrates9

    Die Wirtschaftsdaten Ungarn,Tschechien, Slowakei, Polen sind hervorragend! Da kommt Österreich nicht mit; folglich werden solche Meldungen ignoriert!

  3. waldsee

    Das Pflegeproblem ist eine weitere Folge der “Versozialdemokratisierung” der Politik ,der Verwaltung und Medienlanschaft. Der Mechanismus wiederholt sich.Vorerst werden die “Zähne lang gemacht”,dann ,wenn es schief läuft,leugnet man die Täterschaft.
    Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten. Das hat man früher des öfteren gehört. Stimmt doch noch, oder?

  4. Reini

    Österreich hat 500.000 Arbeitslose,… vielleicht sollte man diese nicht Anfüttern sondern zum Arbeiten “bewegen”! … Aber welche Firma nimmt vom AMS unmotivierte, unpünktliche, teure Arbeitslose auf, wenn man ungarische, billige, hochmotivierte, lernfähige Arbeiter (oder Pfleger) bekommt!
    Vielleicht werden eines Tages die Österreicher die Ungarn pflegen!? 😉

  5. stiller Mitleser

    Ganztags eingesetzte Pflegekräfte kommen mehrheitlich aus der Slowakei und aus Rumänien; es gibt auch noch Personalreserven aus zukünftigen Beitrittsländern (Serbien). Heimhilfen werden vom AMS ausgebildet und rekrutiert und von verschiedenen Trägerorganisationen (Caritas, Rotes Kreuz, Volkshilfe etc..) angestellt und eingesetzt, darunter sind auch Österreicherinnen.

  6. Christian Peter

    Die Ungarn sind so erfolgreich, weil sie – im Unterschied zu Länder wie Österreich – keinen Ausverkauf der Interessen heimischer Wirtschaftstreibender betreiben, wie Sonderabgaben für ausländische Konzerne und etliche andere Maßnahmen der Regierung Orban belegen.

  7. Christian Peter

    Anders als in Österreich : Hier hinterziehen ausländische (vor allem US-) Konzerne jährlich etwa 14 Milliarden Euro Steuern und die Regierung sieht seit vielen Jahren tatenlos zu, obwohl dadurch die heimische Wirtschaft schwer geschädigt wird.

  8. Falke

    @stiller Mitleser
    Ich sehe, Sie sind gut informiert, besser jedenfalls als Unterberger: Die Zeit der ungarischen Pflegerinnen ist längst vorbei, die meisten kommen derzeit tatsächlich aus Rumänien und der Slowakei.

  9. Fragolin

    @Falke
    Das dürfte regional unterschiedlich sein. In der Steiermark gibt es mehrere größere Anbieter von Heimpflege, die auf ungarische Pflegekräfte setzen. Ich kenne einige ältere Leute, die von Ungarinnen gepflegt werden. Hat wohl auch mit der relativen Nähe zu tun.

  10. mariuslupus

    @Christian Peter
    Die Konzerne werden wahrscheinlich etwas produzieren, was sie irgendwo verkaufen. Die Konzerne werden wahrscheinlich investieren. Die Konzerne schaffen Arbeitsplätze, direkt oder indirekt. Die Konzerne zahlen der Arbeitnehmern Gehälter, mit dem Geld wird konsumiert.
    Die Regierung lässt hunderttausende illegale “Flüchtlinge, Asylanten, Migranten” ins Land. Die Regierung schafft unproduktive Arbeitsplätze, finanziert durch Steuerzahler. Die Regierung hat seit September 2015 cca 10 Milliarden Euro, unproduktiv, ohne Aussicht auf return of investments, rausgeschmissen.
    Wer schädigt hier das Land, die Menschen im Land und die Wirtschaft ?

  11. Christian Peter

    @mariuslupus

    ‘Konzerne investieren, schaffen Arbeit’

    Konzerne sind aus beschäftigungspolitischer Sicht völlig irrelevant, mehr als 80 % der Arbeitnehmer werden von mittelständischen Unternehmen beschäftigt und mehr als 85 % der Lehrlinge ausgebildet. In Österreich haben lt. offizieller Statistik 99,7 % aller Unternehmen weniger als 200 Mitarbeiter, bei derselben Definition des Mittelstandes wie in Deutschland (< 500 Mitarbeiter) werden es mehr als 99,9 % sein. Zudem erhalten Großunternehmen und Konzerne in der EU Milliarden – Subventionen, und das, obwohl diese praktisch keine Steuern bezahlen.

  12. Christian Peter

    @mariuslupus

    Sehen Sie sich z.B. einmal an, was in Osteuropa passiert, etwa 30 % der landwirtschaftlichen Flächen stehen in manchen Ländern im Eigentum ausländischer Konzerne (Tendenz : stark steigend), Einheimische sprechen in diesem Zusammenhang von Landraub. Diese Agrarkonzerne schaffen dort ein paar Hundert Arbeitsplätze, während Tausende heimische Kleinbauern arbeitslos werden – ein miserables Geschäft für die einheimische Wirtschaft und Bevölkerung. Ungarn ist das einzige osteuropäische Land, das dieser Entwicklung mit Bodengesetzen entgegenwirkte.

  13. mariuslupus

    @Christian Peter
    Alles ist relativ. Dass ein Unternehmer alle Möglichkeiten um Steuern zu sparen ausschöpft, ist legitim. Dass der Staat seine Bürger gezielt ausplündert, ist zwar durch die Gesetze die der gleiche Staat erlassen hat, gedeckt, bleibt aber ein Raub.
    Der Unternehmer hat ein Ziel, seine Produktion, seinen Umsatz, sein Gewinn. Ein Staatsdiener und ein Politiker ist ein Staatsdiener, hat bei seiner Angelobung als Minister versprochen, das Wohl des Volkes zu beachten. Wer von den beiden ist unehrlich ? Wer von den beiden lügt ?
    Nicht vergessen, der Staat macht auch vor den KMU`s beim Ausplündern keinen Halt.
    Auch nicht vergessen, wie viele der KMU`s sind Zulieferer Betriebe für Konzerne. D.h. die Arbeitnehmer in den KMU`s haben Arbeit, so lange die Konzerne die Produkte des Zulieferers benötigen.
    Ad “Osteuropa”, Entschuldigung, eigentlich Mitteleuropa, es sei den Sie meinen Bulgarien und Rumänien dazu.
    Aber, noch immer besser als die Kolchosen in der Comecon -Ära

  14. Christian Peter

    @mariuslupus

    ‘Dass ein Unternehmer alle Möglichkeiten um Steuer zu sparen ausschöpft, ist legitim’

    Nicht legitim, sondern kriminell, weil Konzerne in der Regel Steuerhinterziehung im großen Stil betreiben.

    ‘Noch immer besser als die Kolchosen in der Comecon – Ära’

    Was soll dieser Vergleich, meinen Sie, diese Länder haben wegen ihrer Vergangenheit nichts Besseres verdient, als ausgeschlachtet zu werden ?

  15. Christian Peter

    ‘Viele KMU’s sind Zuliefererbetriebe für Konzerne’

    Das schon, aber selten für heimische KMU’s, denn multinational aufgestellte Konzerne lassen in der Regel deutlich günstiger in Asien produzieren.

  16. Christian Peter

    @mariuslupus

    Warum sollten multinationale Konzerne bei mittelständischen Unternehmen in Deutschland oder Österreich kaufen ? Selbst China ist diesen mittlerweile zu teuer, daher wird vor allem in Ländern wie Kambodscha, Bangladesch, Indonesien und Vietnam produziert.

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