Das Erkenntnis-Problem des Ministers Klug

Von | 26. Februar 2016

(C.O.) “Ich kann den Mehrwert von Privatisierungen für die Republik nicht erkennen,” erklärt der neue Infrastrukturminister Gerald Klug im “Kurier”. Klarer hat noch selten ein Politiker  einbekannt, was sein Problem ist.

28 Gedanken zu „Das Erkenntnis-Problem des Ministers Klug

  1. Thomas Holzer

    Der Herr Klug erkennt viel zu vieles nicht, leider; aber deswegen sitzt er (wahrscheinlich) auf diesem Posten

  2. Gerald Steinbach

    Er kann deshalb keinen Mehrwert erkennen, weil er 95% seines Lebens nicht in der Privatwirtschaft gearbeitet hat, seinen CV pflastern Arbeiterkammer, Bundesrat, Gewerkschaft, Partei,…

  3. Selbstdenker

    Beim Klug ist der Name jedenfalls nicht Programm.

  4. Reini

    … Herr Klug hat die geistige Reife für Brüssel erreicht! … 😉

  5. Falke

    Man muss sich wohl fragen, was der Herr Klug überhaupt bisher erkannt hat. Ach so, etwas schon: wie man die Möglichkeiten des Bundesheeres für private Vergnügungsfahrten (natürlich mit Chauffeur) nach Frankreich ausnützt. Zusätzlich hat er – immerhin – die deutsche Sprache durch das Wort “situationselastisch” bereichert.

  6. Fragolin

    Na und?
    Ich kann den Mehrwert einfallender Menschenmassen mit kulturellen Kompatibilitätsproblemen und uneingeschränkter Sozialforderungsmentalität auch nicht erkennen. Qualifiziert mich das jetzt zum Integrationsminister?

  7. cmh

    Dass der Mann Sozi ist, dafür kann er nix! Dafür, dass er seinen Schwachsinn nicht in Gebärdensprache absondert, sondern uns mit seinem ORgan quält, dafür hingegen schon.

  8. Alfred Reisenberger

    Wird wohl gefehlt haben, als Wirtschaft in der Schule durchgenommen wurde. Vielleicht sollte man ihm deswegen gar keinen Vorwurf machen, denn woher sollte der offensichtlich nicht so kluge Herr Klug es auch wissen. Es wäre aber klug, wenn er seinen Horizont erweitern würde. Dann würde er den Mehrwert erkennen. Frage an Herrn Klug: “Worin liegt der Mehrwert des Staates als Unternehmer, außer dass sich alle wie die Maden im Speck fühlen?

  9. Alfred Reisenberger

    @Fragolin. Sie sind sogar überqualifiziert. 🙂

  10. menschmaschine

    Ich dachte bisher immer, Faymann wäre der größte Tr****l dieser Regierung, aber in Klug hat unser Werner einen wirklich beinharten Konkurrenten.

  11. gms

    Privatisieren läßt sich ausnahmslos alles, was vom Staat oder staatsnahen Institutionen besessen respektive betrieben wird. Hält der private Anbieter die dabei vereinbarten Kriterien nicht ein, erfolgt eine Neuausschreibung oder eben eine Rückverstaatlichung. So weit, so simpel.

    Das kommende TTIP untergräbt diese Vorgangsweise, zumal es eine Rückverstaatlichung als Ultima-Ratio beim Versagen der Privaten ausschließt, was insbesondere in privatisierungsaversen Ländern wie Austriachstan wiederum ein zusätzliches Hemmnis für mögliche Privatisierungen darstellt.

  12. Goetz Goetz

    Für Herrn Klug wäre es sicher ein Fortschritt und überaus hilfreich, würde er seinem Sprachschatz den Begriff “Selbsterkenntnis” hinzufügen.

  13. Mordred

    Da bin ich als Deutscher gespannt: Gibt es in Österreich wirklich Privatisierungen, die für die Kunden günstigere Preise und/oder bessere Leistungen bedeutet haben?

  14. sokrates9

    Klug ist ausgebildeter Dreher und das sind Sachen die man selbst in der “Neuen Mittelschule” heutzutage nimmer lernt! Selbst Taxifahrer haben da einen größeren Weitblick !

  15. gms

    Mordred,

    “Da bin ich als Deutscher gespannt:”

    Nobody’s perfect.

    “Gibt es in Österreich wirklich Privatisierungen, die für die Kunden günstigere Preise und/oder bessere Leistungen bedeutet haben?”

    Ja.

  16. Der Realist

    den Klug braucht das Faymandl, da ist einer auf seinem Niveau, den dazu passenden Hundstorfer haben sie ja entsorgt

  17. Mordred

    Interessant. Können Sie mir da konkrete Beispiele nennen?
    In Deutschland war das bisher nämlich nicht der Fall.

  18. Urban Galler

    Modred, tatsächlich ja und zwar je nachdem der Betrieb von der sozialistischen Misswirtschaft ruiniert wurde. Bei der VÖST oder Donawitz (Stahlindustrien) zB. gelang nach Beseitigung des Sozensaustalls die Etablierung als sehr gute Betriebe in der Weltwirtschaft.

  19. Fragolin

    @Mordred
    Bawag PSK – die in hochriskanten Geschäften verstrickte und durch sozialistische Misswirtschaft abgesandelte Bankengruppe aus roter Gewerkschaftsbank und ebenso roter staatlicher Postbank wurde 2007 unter dem wütenden Geheul der Misswirtschafter (die heute z.B. Präsidentschaftskandidat sind, räusper….), man würde das gute Familiensilber an kapitalistische Heuschrecken verscherbeln, kurz or dem Bankrott an den US-Fondverwalter Cerberus verkauft. Fragen Sie Kunden dieser Bank, wie innerhalb kürzester Zeit aus einem Haufen überheblicher Quasi-Beamter, bei denen man als Bittsteller untertänigst um Termine fragen durfte wie in der örtlichen Sparkasse und denen mit wachsender Konkurrenz die Kunden davonliefen, ein kundenorientiertes und freundliches Team wurde (inklusive notwendiger Bereinigungen…). Ja, Privatisierung kann Wunder bewirken. Weil die Notwendigkeit wirtschaftlichen Erfolgs im Umfeld konkurrierender Unternehmen zwangsläufig zu Kundenorientierung führt.
    Wenn es nicht funktioniert, dann dort, wo Scheinprivatisierungen durchgeführt wurden (Umwandlung in eine AG, deren Aktien der Staat hält – das ist kein Privatunternehmen sondern Etikettenschwindel) und/oder Gesetze Monopolstellungen festschreiben, also Konkurrenz faktisch verbieten und/oder staatliche Subventionen den bestehenden Verein so unterfüttern, dass Konkurrenz dazu aufzubauen theoretisch möglich, praktisch aber wirtschaftlicher Selbstmord wäre.

  20. Johannes

    Ich bin ein Gegner der Privatisierung, letztendlich landen die lukrativen Teile eines Unternehmens meist bei einer handvoll Menschen weltweit die als sogenannten reichste Menschen der Welt wieder einen Diamanten in ihrer Schatulle haben den sie je nach Lust und Laune behandeln.
    Verstaatlichte Betriebe die gar nicht merken dürfen das sie dem Staat gehören weil keine der gerade amtierenden Parteien in die Geschäfte eingreift sind mir lieber. Da muss mit beinharten Transparenzbestimmung ein hineinpolitisieren von mir aus mit Verfassungsgesetzen vorgesorgt werden. Die Politik soll demnach auch nicht dafür wenn es einmal schlechter läuft verantwortlich sein.

  21. gms

    Johannes,

    “Ich bin ein Gegner der Privatisierung”

    Jedem das seine.

    “letztendlich landen die lukrativen Teile eines Unternehmens meist bei einer handvoll Menschen weltweit”

    Ist das tatsächlich so?

    “die als sogenannten reichste Menschen der Welt wieder einen Diamanten in ihrer Schatulle haben den sie je nach Lust und Laune behandeln.”

    Wie diese Leute einen Diamanten in oder außerhalb der Schatulle behandeln, kann uns herzlich egal sein, solange sie alle Verträge einhalten. Fast hat man den Eindruck, Sie wollten uns hier verklickern, Superreiche würden aus Langeweile Unternehmen aufkaufen, mit denen sie hernach Ziegenpolo spielen.

    Vertrauen Sie mir — die tatsächlich Superreichen, wie etwa Carlos Slim, haben schon den Fuß in Österreich, sprich einen beträchtlichen Teil der vormals staatlichen Mobilkom. Diese war zumindest vor seinem Einstieg alles andere als ein Diamant. Andere Superreiche spielen bei der vormals vollverstaatlichten OMV mit und auch hier bewahrheitete sich Ihre Aussage nicht. Hätten wiederum die ÖBB vor einer gefühlten Ewigkeit ihre Telephonleitungen nicht an eine andere Firma verkauft, verliefe die Liberalisierung des Festnetzmarktes wohl heute noch im Sand.

    Der Witz ist nämlich, wonach wohlhabende Leute dies in der Regel deshalb sind, weil sie erworbene Unternehmen eben nicht in den Tresor legen und dort vermodern lassen. Und als wäre dies ansich nicht schon Erleichterung genug für den Furchtsamen, werden Unternehmen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle von Aktiengesellschaften mit hohem Streubesitz übernommen, was die Gefahr eines Diamanten kickenden Gelangweilten noch weiter entschieden reduziert.

    Einzig und allein dem Staat kann es mehr oder minder egal sein, wie seine Unternehmen performen, und Steuerzahler und Konsumenten leiden gleichermaßen darunter. Klingt komisch, ist aber so.

  22. sokrates9

    mordred @..gibt es in Österreich wirklich Privatisierungen, die für die Kunden günstigere Preise und/oder bessere Leistungen bedeutet haben? De facto in 90% der Fälle: Ergänzen möchte ich noch auf SteyrDaimlerPuch hinweisen, der in unzählige Firmen zersplittert und verkauft wurde: Firmen wie unter anderen Magna, BMW, ZF, John Deere, SKF haben diese Unternehmensteile übernommen und alle österreichischen Standorte infolge großen Erfolges – trotz Höchstpreisland- ausgebaut!

  23. sokrates9

    Korrektur@ Sorry: nicht der Landwirtschaftsmaschinenproduzent John Deere sondern CASE-NEW HOLLAND hat die Steyrtraktorenproduktion übernommen und die Kapazität verdreifacht!!
    (Die US – Firma John Deere baut gerade in der Nähe von Moskau neues Traktorenwerk während NewHolland dank der Sanktionen wo Österreich wieder Musterschüler ist) derzeit massive Absatzprobleme hat!)

  24. Johannes

    gms:
    Erklären sie mir bitte was war so gut und richtig am Verkauf von zb. Semperit, Bank Austria usw. usw. Es waren Vorzeigeunternehmen mit guten Gewinnen jetzt sind sie im Fall Semperit abgerissen(die Arbeiter durften bevor sie entlassen wurden noch die Maschinen abbauen und in Kisten verpacken um sie nach Tschechien zu verschicken. Die Bank Austria war jahrelang der einzige Bereich der Italiener der Gewinne machte, sie wissen was mit der Bank Austria passiert!

    Verträge einhalten? Ja bis zu dem Tag wo sie ablaufen dann wird keine Sekunde gewartet mit dem abwracken, vorher hat man noch gewaltig vom Staat kassiert , bezüglich Arbeitsplatzgarantien.

    Wie gesagt jedem das seine da gebe ich ihnen Recht!

  25. gms

    Johannes,

    “Erklären sie mir bitte was war so gut und richtig am Verkauf von zb. Semperit, Bank Austria usw. usw.”

    Was meinen Sie mit ‘so gut’? Was steht hinter ‘usw. usw.’? Sollen das die AG’s sein, während ‘etc. pp.’ im Gegensatz dazu alle GmbH’s gemeint hätte? Haben Sie Verständnis dafür, daß ich auf solche Baits, wild zusammengewürfelt aus Allgemeinem, Speziellem und dem Rest nicht einsteige. Allein die Bank Austria-Geschichte würde Bände füllen und dennoch würden Rathaussozialisten ihr eigens Wirken in dieser Angelegenheit als glorreicher behaupten, denn Mutter Theresas Arbeit in Indien.

    Wie gesagt – jedem das Seine, was Ideologien und Dummheit mitumfaßt.

  26. Johannes

    Ich nehme zur Kenntnis das sie auf usw.(zb ÖIAG) nicht einsteigen auf Bank Austria auch nicht weil zu langwierig, Semperit auch nicht, ohne Begründung, ok, sie wollen halt nicht darüber schreiben. Vielleicht sollten wir uns aber in diesem Forum darauf einigen das wir uns nicht unbedingt bei Meinungsverschiedenheiten der Dummheit bezichtigen, wäre schad drum.

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