Das erklärt Vieles…

“…..Untersuchungen haben gezeigt, dass sich zwei Drittel der Medienarbeiter weltanschaulich links verorten, 20 Prozent in der Mitte und 16 Prozent rechts…” (hier)

13 comments

  1. Karl jun.

    Die österreichischen Journalisten sind nicht nur mehrheitlich links, sondern sie sind überwiegend auch “ethisch wenig sensibilisiert”, wie die seit 2008 vom Medienhaus Wien herausgegebenen Untersuchungen über das Selbst- und Fremdbild der österreichischen Journalisten (“Journalisten Reports”) wiederholt festgestellt hat. Demnach haben zwei Drittel der Journalisten NIE berufliche Gewissenskonflikte. Das beweist noch keine Kausalität, belegt aber eine interessante Korrelation.

  2. cmh

    Viel schlimmer ist, dass sie des Deutschen nicht mehr so mächtig sind, wie es ihrer Aufgeblasenheit entspräche.

  3. Christian Peter

    Die politische Weltanschauung der Journalisten spielt eine untergeordnete große Rolle, denn alleine die Unsummen an Subventionen aus öffentlichen Mitteln für die Presse (Presseförderung, Regierungsinserate, Inserate der staatsnahen Unternehmen, etc.) sorgen dafür, die Redaktionen der Republik auf Kurs zu bringen.

  4. Fragolin

    Neulich auf einer Veranstaltung, an der auch Journalisten einer großen regionalen Tageszeitung teilnahmen. In der Diskussion um Inhalte meldete ich mich zu Wort.
    Ich fragte: “Widerspricht es nicht der Pflicht zur Objektivität in einer Meldung, wenn dort über Wortwahl und Textgestaltung die Meinung des Verfassers widergegeben wird statt diese auf die Kommentarleiste zu beschränken?”
    Mit selbstgefälliger Herablassung kam die Antwort:
    “Menschen, die unsere Zeitung lesen, wissen, das sie von subjektiven Menschen produziert wird und nicht von objektiven Maschinen! Sie erwarten das von uns!”
    Ich hatte keine weiteren Fragen.

  5. Rennziege

    Diese Untersuchungen decken sich überwiegend mit bundesdeutschen:
    http://www.journalismus-handbuch.de/das-herz-von-journalisten-schlagt-weit-links-4078.html
    Korreliert wohl auch mit den Steuergeld-Zuwendungen der regierenden Parteien un d staatsnahen Firmen, die zu Zeiten der Print-Misere immer wichtiger werden. Auch Anbiederung an vorhandene und potentielle Werbekunden der Industrie sind kaum noch zu übersehen.
    Mein alter Herr arbeitete für United Press International (Kürzel: upi) z’erscht in Wien, dann in etlichen Städten der USA in Teheran und Amman. (O.K., Agenturjournalismus ist ein etwas anderes Handwerk, außerdem wurde dem “Ticker” durch Fax, eMail und www ein immer engerer Galgenstrick umgelegt.)
    Eisernes Prinzip war, von anderen Agenturen, aber auch vom “Time Magazine”, “Newsweek” etc. eisern eingehalten: Zwei Reporter gehen raus und recherchieren vor Ort; man nannte sie nicht ohne Grund leg workers. (Telefonrecherche und Aussagen Unbeteiligter — die heutzutag’ sogar im “hehren” ÖR-Fernsehen als kompetent verkauft werden — galten als absolut letzter Notnagel, da schwerlich verifizierbar.

    Oisdann: Die Vor-Ort-“Fußarbeiter” tippten im Büro (alle Nachrichtenagenturen waren damals sogar in Mittelstädten vertreten) oder faxten ihre Berichte. Sodann, um jedes Einfließen privater Meinung in die veröffentlichte Nachricht zu verhindern, schrieb ein journalistischer Schreibtischtäter letztere — aus den Aufzeichnungen der Vor-Ortler. (Was auch Vor-Ortner war; man verzeihe mir dieses billig Wortspiel, aber chronologisch trifft es den unseligen und (hoffentlich) unfreiwilligen Wandel des schreibenden Gewerbes.)

    Offenbar lange her, dass man eine Zeitung aufschlagen durfte, ohne zwischen den Zeilen lesen zu müssen.

  6. FDominicus

    2/3 = 66% + 20% + 16% = 102 % Das erklärt sehr viel. Da bei den 102 % nicht ein paar Liberale zu finden gewesen sind ist – merkwürdig…

  7. Rennziege

    3. Dezember 2014 – 16:16 FDominicus
    Lassen Sie uns über die 2% plus 100 schweigen; auch Umfragler haben Gesamtschulen besucht.
    Dass keine Liberalen aufzufinden waren, liegt auf der Hand: So es sie überhaupt noch gibt, finden sie sich in vorhandenen Parteien, die allesamt ungefiltert links und planwirtschaftlich ideologisiert sind, nicht wieder. Die AfD möchert’ sich zu einer echt liberalen Alternative mausern, sobald sie ihre Windpocken mit Bravour überwindet. (Prof. Lucke ist halt nur ein aufrechter, wackerer Akademiker. 🙂 Der Schweinestall real existierender Politik mit ihrem Duft will ihm noch nicht so richtig in die Nüstern.)

  8. Marianne

    Sie (Journalisten) sollen meinethalben grün, links, von mir aus auch kommunistisch sein wenn sie dafür unterhaltsam sind. Unser heutigen Schreiberlinge sind das aber nicht. Nichts als Langeweile und Uninspiriertheit soweit das Auge reicht, von Falter über Kronenzeitung bis Standard.

  9. menschmaschine

    @ Marianne

    Seh ich ähnlich. Wenn ein Journalist links ist – man erwartet heute eh nichts anderes mehr – soll er wenigstens erstens zu seiner Meinung stehen, zweitens stilistisch gut und pointiert schreiben und drittens seine Leser nicht für Kinder halten, die erzogen werden müssen. Wobei drittens natürlich dem grundsätzlichen Missionierungs- und Volkserziehungsgedanken alles Linken widerspricht.

  10. Rennziege

    Bis heute gültig, seit mindestens hundert Jahren. Ehrlich, ätzend und punktgenau:

    “Die Prostitution des Leibes teilt mit dem Journalisten die Fähigkeit, nicht empfinden zu müssen, hat aber vor ihm die Fähigkeit voraus, empfinden zu können.”
    (Karl Kraus (1874 – 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker. Quelle: »Sprüche und Widersprüche«, Albert Langen Verlag für Litteratur und Kunst, München, 1909

  11. begges

    Henryk M. Broder:
    “Ich hab aufgehört Journalisten Nutten zu nennen, aber nur mit Rücksicht auf die Nutten – damit die sich nicht beleidigt fühlen.”

  12. Wolf

    Kaum jemand wird bezweifeln, dass der ORF stark linkslastig ist. Trotzdem traut sich Faymann nicht, sich den Fragen von Armin Wolf bzw. Lou Lorenz-Dittlbacher zu stellen (zu der er zu früheren Anlässen schon einigemal sehr “böse” war) . Ich vermute, der Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass sich Faymann den – ohnehin linken – Redakteuren rhetorisch und intellektuell unterlegen fühlt und so in der Öffentlichkeit ein noch jämmerlicheres Bild bieten würde, als er es ohnedies schon tut.

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